Zurück zu LHR – 9

Nachdem hier auf dem Blog so einiges veröffentlicht wurde, was auf den Unwillen von so manchem Leser gestoßen ist und auch zu einigem ungläubigen Kopfschütteln geführt hat, zitiere ich nun LRH über seine Beobachtungen in Bezug auf Out-Ethik:

OUT-ETHIK SYMPTOME

Es gibt drei Dinge, die, wenn sie beobachtet werden, sehr aufschlussreich sein können.

1. Zu hohe Ausgaben, Verschwendung und Extravaganz.

2. Overt Produkte.

3. Nichtproduktion.

Das eine oder andere dieser drei wird häufig zu der Entdeckung führen, dass die restlichen ebenso vorhanden sind.

Kürzliche Vorfälle haben jetzt etwas Zusätzliches enthüllt.

Wenn solche Dinge, wie die obigen, vorhanden sind, verschleiern sie eine schwere Out-Ethik Szene.

Obwohl jedes von ihnen schlimm genug ist und obwohl jedes von ihnen gehandhabt werden sollte, zeigt die traurige Erfahrung, dass sie nicht gehandhabt bleiben werden, bis man tiefer vordringt.

Wie bei einer Krankheit, wird man unter diesen Symptomen gewöhnlich entdecken, dass eine Out-Ethik Situation von größerem Ausmaß existiert, die häufig auf gemeine Verbrechen hinauslaufen.

Recht häufig, wenn man die obigen drei Dinge sieht, ist man geneigt zu sagen, dass es sich nur um einen Charakterfehler dieser Person handelt oder ein Mangel an Organisation in einer Gruppe. Aber es ist eine traurige Tatsache, dass wenn man diesen Dingen nachgehen würde, man nur allzu oft eine Situation finden würde, die nur als ein großes Verbrechen eingestuft werden kann.

Die Org, die nie wirklich in Gang kommt, die Person, die anscheinend kontinuierlich in Schwierigkeiten ist und ununterbrochene Überwachung und Korrekturen braucht, sind allzu häufig tief in tatsächliche Verbrechen verwickelt.

Die Abhilfe ist, tiefer zu schauen.

Gekonnte Untersuchung und Einsatz des E-Meters werden Dich erschrecken lassen, über das, was du manchmal findest. Diebstahl. Unterschlagung. Lügen. Alles Mögliche. Allzu oft werden sie vorhanden sein – und noch mehr; sie waren im Verborgenen die ganze Zeit vorhanden und haben denjenigen und die gesamte Gruppe vergiftet.

Manchmal findet man ein anderes Symptom. Man könnte es die „alles egal“-Haltung nennen. Jemand scheint sich unaufhörlich in einem Gemütszustand zu befinden, in dem er sich um nichts kümmert, in einem Gefühl, dass nichts wichtig sei, eine Art von zur Schau gestellter und demonstrierter Haltung gegenüber dem Posten, gegenüber dem Leben. Er kann häufig nicht sagen, was gut oder schlecht ist, was schön oder hässlich aussieht. Häufig, aber nicht immer, manifestiert es sich in seiner persönlichen Pflege und Kleidung.

Was fehlt ist das Element des Stolzes: Derjenige ist nicht stolz und findet keine Befriedigung aus irgendeinem Produkt, das er liefert, geschweige denn stolz auf seine eigene Fertigkeit oder Erscheinung.

Dies verknüpft sich mit dem Punkt (2) oben, Overt Produkte.

Aber die „alles egal“-Haltung ist gewöhnlich nur eine Verschleierung von Kriminalität.

Aufgrund der Art und Weise, wie ein Wesen denkt und sich selbst betrachtet, braucht es eine Rechtfertigung dafür, Verbrechen begangen zu haben. Die daraus resultierende Haltung von „Es spielt keine Rolle“ ist allzu oft nur die Spitze eines Eisbergs von begangenen schweren Verbrechen, die jedoch verborgen sind.

Richtige Verbrecher sind selten gut angezogen. Richtige Verbrecher haben keinen Stolz. Selbst wenn das Fernsehen sie so zeigt, im Leben ist es nicht so.

Wenn du dich in dieser Gesellschaft umschaust und siehst, was als Kleidung und Körperpflege durchgeht, wenn du die Statistik der Industrie untersuchst und siehst, wie sie scheitert, wenn du das nächste Mal eine Ware kaufst und sie auseinander fällt, dann wirst du irgendeine Idee davon bekommen, wohin uns die Psychologen, die in den Schulen arbeiten, uns gebracht haben.

Der Dschungel, in dem wir leben, ist mit Verbrechen gesättigt. Das geht sogar hoch bis hin zu einer kriminellen Regierung. Es ist im Fernsehen und in den Kinofilmen, dass dies in Ordnung ist. Aber, wie jeder Mann und jede Frau an und für sich tief drinnen und deutlich weiß, ist es das nicht. Man kann kein glückliches oder auch nur ein zufriedenes Leben leben oder gar eins, das es wert zu leben ist, wenn man Verbrechen begeht. Selbst solche, die sehr gut versteckt sind. Die gestohlene Beute ist ohne Wert; der Schmerz, den ein Mensch verursacht, der lebt tief in seiner eigenen Seele weiter. Und in dem Kriminellen drückt sich das wie oben beschrieben aus.

Sei also nicht naiv. Versteckte Verbrechen sind weitaus mehr verbreitet, als man annehmen würde.

Man muss sich nur die Herumtreiber-Aufmachung der Leute auf der Straße anschauen, um zu wissen, dass kriminelle Taten allzu oft als in Ordnung angesehen werden. Es geht nicht darum, ob diese Aufmachung „in Ordnung“ ist oder nicht. Sie hinterlassen ihr eigenes Brandzeichen auf der Person.

Also erhöhe deinen Konfrontiervermögen von Bösartigkeit, beginne zu beobachten, hole dein E-Meter heraus.

Wenn du die obigen Symptome siehst, schaust du nicht selten auf die die zum Vorschein gekommene Manifestation von kriminellen Handlungen. Sie sind so groß wie blinkende Neonreklamen.

Wir haben Abhilfen dafür. Dies kann gehandhabt werden. Ein gut gemachter, abgeschlossener Happiness Rundown, verändert Leute bemerkenswert, weil es die Last erleichtert. …

Sei nicht nachsichtig damit. …

L. RON HUBBARD
Founder

HCO PL, 5. Februar 1982, Ausgabe I
Out-Ethik Symptome

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Über Felicitas Foster

Independent Scientologist - Cosmopolitan, Blog: Der Treffpunkt
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20 Antworten zu Zurück zu LHR – 9

  1. Bruni.L schreibt:

    Hallo Frau Foster,
    ich frage mich schon lange, ob das Wort “ Extravaganz “ aus dem Englischen
    richtig übersetzt oder gedeutet wird.
    Damit konnte ich noch nie übereinstimmen.
    Kennt jemand das englische Original?

    • Felicitas Foster schreibt:

      Klar haben wir auch den englischen Text (wir machen nur die Übersetzungen) 🙂 :

      There are three things which, when observed, can be very revealing.
      1. Overspending, waste and extravagance.
      2. Overt products.
      3. Nonproduction.

      • Wölfchens Freund schreibt:

        extravagant – vom Üblichen in [geschmacklich] außergewöhnlicher auffallender oder in übertriebener, überspannter Weise bewusst abweichend und dadurch auffallend (Duden)

      • Wölfchens Freund schreibt:

        im Englischen –
        1. more than one can afford or more than is necessary; wasteful.
        2. going beyond what is proper; to much.
        (Webster’s New World Dictionary for Young Readers)

      • Han Solo schreibt:

        Hier ein tatsächlicher Vorfall, der die obigen 3 Punkte verdeutlicht :

        Es war einmal … ein Scientologe, der Inhaber einer recht erfolgreichen Firma war. Da er Mitarbeiter werden wollte, suchte er einen Geschäftsführer, der seine Firma weiterführen sollte.

        Ein Geschäftsführer ward gefunden, und seine erste Amtshandlung war – o siehe da – die Anschaffung eines neuen BMW. Denn er war ja Geschäftsführer, und das sollte nun auch jeder sehen !

        Natürlich war der Scientologe, der die Firma aufgebaut hatte, ohne BMW ausgekommen. Daher war der BMW ein Fall von EXTRAVAGANZ.

        Die Tage und die Wochen verstrichen, und mit der Zeit vermurkste der neue Geschäftsführer so manches (= OVERT-PRODUKTE) und liess so manches unerledigt (= NICHT-PRODUKTION).

        Und schliesslich musste der Scientologe ganz erhebliche Klimmzüge unternehmen, um seine Firma zu retten – der BMW-verliebte Geschäftsführer bekam natürlich einen Tritt in den A****.

        • Wölfchens Freund schreibt:

          Jetzt fehlt nur noch jemand in der Geschichte, der etwas nachforscht und aufdeckt, was darunter verborgen liegt. Die Symptome sind ja offensichtlich.

        • Maria Schweizer schreibt:

          Diese Geschichte ist ein gutes Beispiel.Danke.

        • Han Solo schreibt:

          Wölfchen’s Freund,
          mit den genauen Hintergründen der Ereignisse kann ich leider nicht dienen.

          Aber die Frage ist berechtigt: warum fiel der Scn-Unternehmer auf jenen Geschäftsführer herein? Hatte es etwas damit zu tun, dass er in einer Org Mitarbeiter werden wollte?

  2. Bruni.L schreibt:

    Ich danke für Obiges, es ist ja immer noch ein „sein können, nicht müssen“.
    Jetzt habe ich mir einige Gedanken gemacht zu Frau Fosters Vorwort.

    „Unwillen von so manchem Leser, und zu ungläubigen Kopfschütteln geführt hat“

    Dazu interessiert mich Eure Meinung.
    a)Bei Referenzen von Herrn Hubbard ab 1980 frage ich mich immer, sind sie noch
    von Ihm und wenn ja wieviel davon.
    b)Seit Anfang der 80er wird Ethik zweckentfremdet.
    Es ging in Richtung anpassen, gefügig handlen, schlimmstenfalls Inquisition.
    c)Ist es deshalb notwendig, wenn es einmal unbequem oder unangenehm wird,
    gleich die Ethikkeule zu schwingen?

    Jede Kirche hat Fundamentalisten, Realos und Ketzer.
    Mir persönlich sind die Ketzer lieber als die Fundis und die muß ich aushalten
    können.
    Ethik steht bei mir für Vernunft und nicht
    eine Person hinzubiegen, wie ich sie gerne hätte.

    • Rita Wagner schreibt:

      Hallo Bruni, so steht Ethik auch für mich und soweit ich weiß wollte LRH auch nichts anderes damit.
      Ethik, mit dem was LRH dazu geschrieben hat, habe ich als Gesetzmäßigkeiten des Lebens beobachten und leben gelernt. Der alte Herr hat Ethik auch nicht erfunden sondern vom Leben abgeschrieben! Messerscharf beobachtet und haarklein aufgeschrieben.
      Es liegt immer an den Menschen wie sie die Werkzeuge verwenden, einen Hammer kann man durchaus für konstruktive Dinge verwenden, ebenso dazu, etwas zu zerstören. Somit sind wir wieder bei dem alten Lied der Macht und deren Missbrauch.

    • Wölfchens Freund schreibt:

      In dem Artikel „Harte Ethik und Out-Tech“ findest du noch mehr dazu, was dich bestätigen wird.
      (https://dertreffpunkt.wordpress.com/2011/02/24/zuruck-zu-lrh-4/)
      „Ethik“, die dazu benutzt wird, jemanden den Moral-Vorschriften der Gruppe „anzupassen“, ist keine Ethik; das ist eine Entgleisung, eine falsche Anwendung, wenn nicht gar eine unterdrückerische Anwendung.
      Auch wenn jemand behaupten mag, dies sei Scientology, sei dir versichert, es ist nicht Scientology, sondern eine Art „Squirrel“ [Abweichung, Verdrehung]

    • Han Solo schreibt:

      Bruni,
      mir ist aufgefallen, dass „Ethik“ eine unterschiedliche Bedeutung hat, je nachdem, wohin man in der Hierarchie der Organisationen schaut.

      In einer kleinen Mission mag „Ethik“ ein Werkzeug sein, um ein aktuelles Problem zu lösen. Doch in einer Sea Org Niederlassung geht’s öfters darum, Leute zu zähmen – „Leute hinzubiegen“, wie Du es formuliert hast.

      So kenne ich jemanden, der auf Flag ein Auditing-Praktikum machte. Er wurde in „Ethik“ genommen, weil er einen kl. Ohrring trug. Begründung des MAA (Ethik-Beauftragter in der Sea Org): „Hubbard trug auch keinen Ohrring“. Wenn dieser Auditor seinen Ohrring nicht entfernt hätte, so wäre ihm weiteres Auditieren versagt worden.

      • Rita Wagner schreibt:

        Du lieber Himmel, der MAA hatte ein gehöriges Mißkonzept von seinem Posten! Hoffentlich war der Auditing-Praktikant klug genug nachzugeben…

    • Rita Wagner schreibt:

      Ich habe das „alte Ethikbuch“ von 1968, nur die deutsche Übersetzung ist von 1989 und da ist Ethik wie folgt definiert:
      Ethik besteht einfach aus den Maßnahmen, die ein Individuum bei sich selbst ergreift. Sie ist eine persönliche Angelegenheit. Wenn man ethisch ist oder „seine Ehik drin hat“, so beruht dies auf der eigenen Selbstbestimmung und wird von einem selbst bewirkt.
      (Recht ist das Voghen der Gruppe gegnüber dem Individuum, wenn es versäumt, diese Maßnahmen selbst zu ergreifen.)
      Hier muß man möglicherweise auch noch bedenken, dass ein Datum nur so wertvoll ist, wie es in Bezug zu anderen gesetzt und mit anderen Daten verknüpft werden kann. Also der Ehrenkodex, Ethik, Selbstbestimmung und das Leben an sich haben sehr viel miteinander zu tun!
      Ethik ist eine persönliche Sache und sobald dies innerhalb einer Gruppe für die Einzelperson nicht mehr anwendbar ist, ist die Gruppe nicht mehr der richtige Ort zu sein. Auch wenn dies verdammt schwer fällt zu erkennen und es noch viel schwerer ist, dies zu leben.

  3. Bruni.L schreibt:

    Danke für Eure Antworten.
    Alles gute Aspekte, besonders treffend fand ich den Artikel von
    Wölfchens Freund vom 15.4.2011

  4. Bruni.L schreibt:

    Han Solo, es ist richtig, daß die Sea Org die Leute aber schon ganz ordentlich
    anpasst. Wo wir schon dabei sind, ich habe öfters Anrufe erhalten von Freunden
    die da waren und plötzlich war die erste Frage „Bist Du in good standing“?
    Meine Anwort ist dann „nein, ich sitze ganz gut“
    Hat einer von Euch eine Ahnung, ob es darüber irgend eine Referenz gibt.
    Es wurde vom MAA verordnet, nur noch mit Leuten Kontakt zu haben,
    die in good standing sind.

    • Rita Wagner schreibt:

      Liebe Bruni! Das ist ja eine richtig gute Antwort von Dir!!
      Zu Deiner Frage: die Mitarbeiter sollen nicht ‚enthurbuliert‘ werden, davor soll diese Verordnung des MAA schützen.

    • Han Solo schreibt:

      Bruni,
      Meines Wissens haben in letzter Zeit recht viele Leute der Organisation den Rücken gekehrt. Daher ist die Chance gut, dass ein ehemaliger Freund plötzlich nicht mehr in „good standing“ ist.

      Das könnte der Hintergrund sein. Ich habe aber auch beobachtet, dass MAAs schon mal eine Neigung zu wilder unbedachter Aktion haben.

      Ein guter Bekannter bekam eine Mail vom MAA : „Du bist lange nicht auf der Brücke voran gekommen, daher musst Du herkommen für Sec Checks“.

      Doch laut Hubbards Richtlinienbrief „Wie man abgehauene Studenten und Preclears zurückholt“ gibt’s mehrere Gründe für ein Wegbleiben.

      Nicht nur Missetaten oder Missverständnisse, sondern z.B. der Fallzustand „Out Int“ oder dass – trotz aller Rituale – nicht wirklich Auditing stattfand, dass für den Preclear war. Die letzten Faktoren würden durch den Sec Check garantiert nicht in Ordnung gebracht.

  5. Bruni.L schreibt:

    Liebe Rita,
    das ist ja höchst interessant.

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