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Hier noch ein „Leckerbissen“. Ihr kennt sicherlich alle den Ehrenkodex. In diesem Artikel von LRH gibt er noch mehr Daten zu dem gesamten Konzept und zu den einzelnen Punkten im Besonderen. Der Artikel zitiert einen Vortrag, der am 18. Februar 1952 von LRH gehalten wurde.

Viel Spaß!

Der Ehrenkodex

von L.Ron Hubbard

Was sind Moral und Ethik? Moral und Ethik sind zwei völlig verschiedene Gebiete, sie stehen nicht einmal in gegenseitiger Beziehung zueinander. In diesem dekadenten Zeitalter findet ihr im Wörterbuch, „Ethik” … große gelehrte Angaben, eine schrecklich gelehrte Abhandlung … mit einem Wort, das dort steht: “Moral”. Also schlagt ihr bei Moral nach und dort steht eine unglaublich gelehrte Abhandlung, die sagt: “Ethik” Wenn ihr feststellt, dass ein Wort mit dem anderen, und das zweite wieder mit dem ersten definiert wird, dann könnt ihr höchstens den Schluss ziehen, dass niemand je wirklich herausgefunden hat, was sie bedeuten. Und das ist der Fall bei Moral und Ethik.

Moral

Moral basiert nicht auf Vernunft, Ehrlichkeit oder gutem Verhalten. Sie beruht auf der Tatsache, dass etwas irgendwann in der Geschichte des Volkes dem Überleben hinderlich gewesen ist. Die damaligen Machthaber und ihre Nachfolger kamen zu dem Schluss, dass man den Leuten einschärfen müsse, dass sie das nicht tun sollen, und so sagten sie: „Wenn ihr das tut, wird euch etwas Schlechtes zustoßen.” Sie erklären nicht, was schlecht daran ist. Sie sagen nur: „Tut das nicht. Es ist unmoralisch.” Keine Diskussion darüber.

Ihr könnt jeden beliebigen Moralkodex nehmen und ihn auf seinen Grund, seine Ursache zurückführen, und ihr werdet genau herausfinden, wie die betreffende Handlung das Überleben verhindert hat. Jede Handlung wird als unmoralisch eingestuft werden, wenn sie anscheinend vergnüglich ist, die Erfahrung aber gelehrt hat, dass diese anscheinend vergnügliche Handlung in Wirklichkeit viel mehr Schmerz und Zerstörung als Vergnügen enthält.

Ethik

Wenn etwas ethisch ist, dann ist es vernünftig, stellt vernunftbezogenes Tun oder ein vernunftbezogenes Verhalten dar, das optimales Überleben in allen Bereichen des Lebens fördert. Ethik ist sehr eng mit Überleben verknüpft. Sie ist eine Überlebenshaltung.

Die Unterscheidung von Ethik und Moral

Wenn man Ethik und Moral voneinander trennt, dann fängt man an, die Dinge vernünftiger zu sehen.

Unsere armen durcheinandergebrachten Teenager wachsen in der Schule auf, ohne dass ihnen jemals etwas über Ethik erzählt wird. Niemand sagt ihnen irgendetwas über ihr eigenes Überleben oder über ihre Verantwortung gegenüber ihrem Volk oder sonst etwas. Aber jemand kommt daher und sagt ihnen, etwas sei unmoralisch, und man dürfe es auf gar keinen Fall tun, weil es böse sei. Man gibt ihnen keinen Grund dafür an, sondern sagt nur: „Das verstößt gegen das Gesetz, das ist unmoralisch” das ist alles. Ihre Reaktion darauf ist: „Aha! Ich muss herausfinden, was das ist.“ So kämpfen sie sich mehr schlecht als recht durch ihre Teenagerjahre.

Der Teenager hat überhaupt keine Definition für Ethik oder Moral, also kann er nicht darüber nachdenken. Und niemand fordert ihn dazu auf. Man sagt ihm nur: „Das ist unmoralisch, böse und schlecht.” Und dann sagen sie ihm etwas sehr merkwürdiges, das er wirklich nicht verstehen kann: Du kommst in die Hölle, wenn du das tust. Er sagt: „Ich frage mich, wo die Hölle ist. Wie kommt man da hin?” Mit anderen Worten, er ist völlig unbeeindruckt davon, und ohne Vernunft wird ihm etwas aufgezwungen, so dass er selbst unvernünftig wird. Er wurde durch etwas eingeschränkt, das er nicht verstehen kann.

Moralvorschriften zu 80 % überholt

Gut und gern 80 % der bestehenden Moralkodizes sind heute überholt, werden aber immer noch durchgesetzt.

Die Leute erkennen, dass diese Verhaltensregeln nicht mehr gültig sind, und daher sagen sie: „Was geht uns das an?” In dem Moment, wo sie das sagen, kommt jemand daher und erzählt ihnen, dass etwas Schreckliches passieren wird und dass sie jetzt unmoralisch seien und die Gesellschaft nichts mehr mit ihnen zu tun haben will. Blödsinn!

Das Endprodukt von einem willkürlichen Kodex ist, die Menschen nur schlecht, asozial und zu Außenseitern machen.

Sexualmoral

Hier sind einige sehr interessante Daten über Sexualmoral.

Die Sexualmoral entstand erst in zweiter Linie, um die Reinheit der Abstammung zu sichern oder um die Familie zu schützen. Sie entstand in erster Linie, weil eine der sieben Plagen Ägyptens Geschlechtskrankheiten waren. Viele Leute waren in fürchterlichem Zustand, als sie aus Ägypten herauskamen. Sie hatten niemand, der ihnen eine Penizillinspritze hätte geben können. Das einzige Heilmittel war Enthaltsamkeit, daher sagten die Stammesväter: „Sex ist schlecht. Kein Sex mehr. Frauen müssen als Jungfrau in die Ehe gehen.” Anders ausgedrückt: Was kann man gegen Geschlechtskrankheiten tun? Es gab damals keine vernünftige Antwort darauf, also wurde Sex verboten. Und heute, 3000 Jahre später, wo es Penicillin und all die anderen Behandlungsmethoden gibt, haben wir noch immer Sexualmoral.

Niemand tritt für sexuelle Unmoral oder wahllosen Geschlechtsverkehr ein, aber einem jungen Mädchen zu erzählen, sie sei für immer für die Menschheit verloren, nur weil jemand sie verführt hat, das ist doch ein bisschen zu moralisch. Wenn Sie in eine unserer Schulen gehen und mit den Mädchen über Sex sprechen, dann werden Sie feststellen, dass die meisten von ihnen sich ganz und gar verloren und schlecht vorkommen, mit etwas ganz Furchtbarem, das sie den Rest ihres Lebens verbergen müssen. Das verhindert ihre Kommunikation mit dem Rest der Menschheit.

Kriminalität und Stolz

Wenn man einen schlechten Menschen aus jemandem machen will, dann braucht man ihn nur zu überzeugen, dass er nicht mehr genug ausgeprägtes Selbstwertgefühl hat, um gut zu sein. Und wenn es Ihnen gelingt, ihn davon zu überzeugen, dass er schlecht ist, dann hat er seinen persönlichen Stolz verloren. Leute sind nur im Gefängnis, weil sie ihren Stolz verloren haben. Man kann bei jedem Kriminellen zu dem Punkt zurückgehen, als er durch seine eigene Erkenntnis davon überzeugt wurde, dass er wertlos und schlecht sei.

Es könnte so ablaufen: Ein Kerl läuft die Straße entlang und sieht ein kleines Kind mit einem Groschen. Als er ihm den Groschen wegnimmt, wirft er das Kind zu Boden. Er wollte mit ihm spielen, und dann wird er von dem kleinen Kind auf irgendeine Weise angefeindet, und plötzlich überkommt den Kerl das Gefühl, dass er ganz schön schlecht sein muss, einem kleinen Kind einen Groschen wegzunehmen. In diesem Augenblick keyte irgendeine Art von altem Geschehnis ein, plötzlich keyte irgendein Bild von großem Schmerz ein, das beinhaltete, dass er nicht gut sei. Er hat sich anscheinend selbst bewiesen, dass er nicht gut ist.

Zieht er daraus den Schluss, nie mehr kleinen Kindern Geld wegzunehmen? Nein, das tut er nicht. Er ist überzeugt, dass er wirklich schlecht ist, dass er sich selbst nicht mehr trauen kann. Er ist wertlos, und was ihn betrifft, ist es jetzt sinnlos, sich über seine Ehrlichkeit weiterhin Gedanken zu machen.

Wenn jemand in diese Position geraten ist, wird er von nun an kriminell sein. Alles, was er verliert, ist sein Stolz. Aber alles, was man zu verlieren hat, ist sein Stolz und das Vertrauen in die eigene Beingness und wenn man das völlig verloren hat, dann ist man erledigt.

So kommt es, dass das meiste heuchlerische Geschwätz über Moral die Kehrseite hat, Verbrecher hervorzubringen. Wenn die Leute einfach ein bisschen damit nachlassen würden, dann würde der Mensch wahrscheinlich bald wieder zum Normalzustand zurückkehren und sich in Bezug auf seine Mitmenschen wieder in einem recht guten Zustand befinden.

Es ist so, als ob einige der Moralkodizes, die wir heutzutage geerbt haben, genauso bösartig maßgeschneidert wären, den einzelnen Menschen zu verdammen, als ob sich jemand hingesetzt  und ausgetüftelt hätte, wie man Gehirnwäsche durchführt.

Damit soll übrigens nicht gegen Religion gewettert werden. Religion ist selten die Ursache von Moral. Es ist die dritte Dynamik (Gruppen), die Moral und Unmoral geschaffen haben. Es ist nur so, dass Moral sich im religiösen Bereich leicht durchsetzen lässt. Aber erfunden wurde sie von den Völkern und Gruppen.

Moral war ursprünglich eine Anstrengung, die Gruppe überleben zu lassen, und später wurde sie zu der Anstrengung, die Gruppe zu kontrollieren, zu behindern und einzuschränken.

Das Komische daran ist, je mehr man einen Menschen einschränkt und je mehr man ihn davon überzeugt, dass er schlecht ist, desto schlechter wird er. Er macht das Schreckliche, damit übereinzustimmen.

Die Moral als ein System, den Menschen gut zu machen, hat den Menschen nicht davon abgehalten, eine Atombombe zu bauen und Kriegen zu frönen.

Ethik

Ethik andererseits kann den Menschen gut machen. Sie lehrt den Menschen, dass er eine Verantwortung hat, die sein Überleben und das von anderen betrifft, und dass ethisches Verhalten nicht nur aus jenem vagen Begriff „Aufrichtigkeit” besteht. Ethik ist Vernunft. Was vernünftig ist, ist Überleben, und was auch immer vernünftiges Überleben ausmacht, ist ethisch.

Die grundlegende Absicht eines Individuums geht in die Richtung eines Kodex. Es ist ein Kodex, der nicht unbedingt aufgeschrieben werden muss, weil er dem Individuum von Natur aus innewohnt. Das geistig gesunde Individuum folgt diesem Kodex instinktiv. Der Beweis für diesen Kodex ist, dass jedes Mal und an jedem Ort, wo dieser Kodex verletzt wurde, es für das Individuum eine Aberration war.

Je mehr jemand den Kodex bricht, desto weniger selbstbestimmt ist er, und je weniger selbstbestimmt er ist, desto öfter wird er den Kodex brechen. Es ist eine enger werdende Abwärtsspirale von Aberration und Ungesundheit. …

Wenn jemand nicht nach diesem Kodex lebt, ist er ziemlich aberriert. Wenn man ihn lehrt, nach diesem Kodex zu leben, kann man seine Tonstufe anheben.

Man kann alle Momente im Leben eines Menschen, wo er gegen die einzelnen Punkte verstoßen hat, aufgreifen, und man wird feststellen, dass jeder derartige Verstoß aberrierend ist, und dass er seitdem beunruhigt und verstimmt darüber war. Und nicht etwa deshalb, weil ihn jemand bestrafen wird, sondern weil er seiner eigenen Selbstbestimmung untreu gewesen ist.

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Über Felicitas Foster

Independent Scientologist - Cosmopolitan, Blog: Der Treffpunkt
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