Lana Mitchell

In der nächsten Zeit werde ich hier einige Artikel von Lana Mitchell veröffentlichen. Deswegen wird sie euch heute erst einmal vorgestellt.

Lana Mitchell — Ich habe meine Ewigkeit nicht verloren, ich habe sie gefunden

Erschienen am 27. April 2013 auf Mike Rinders Blog

Lana Mitchell Ein weiterer Artikel der Serie „Das Leben ist gut“ von noch einer, die den Horror erlebt hat, direkt unter Miscavige zu arbeiten, am Ende entkam und jetzt eine angesehene Führungskraft in einem völlig neuen Beruf ist und überdies die Brücke hochging … Mike Rinder

von Lana Mitchell

Es gibt viele Dinge, über die man 2 x nachdenkt, wenn man im Zweifel darüber ist, ob man die Kirche verlassen sollte. Am offensichtlichsten ist die Vorstellung, dass man seine „Ewigkeit verliert“, wenn man weggeht. Wenn man die Kirche verlässt, hat man keinen Zugang mehr zu den OT-Stufen – oder zu Standard-Tech – deshalb ist man dazu verdammt, das Dasein eines Homo sapiens hier auf diesem Planeten fortzuführen. In Anbetracht der Tatsache, dass wir unsterbliche Wesen sind, die weiterleben werden, ungeachtet von Körpern oder Umständen, ist es wahrlich absurd, dass wir das der etablierten Scientology-Kirche sogar abkaufen.

Ich möchte meine Geschichte über das Verlassen der Kirche jedem mitteilen, der interessiert daran ist, denn es gibt viele falsche Daten, Lügen und schwarze Propaganda, die von der Kirche benutzt werden, um Sie bei der Stange zu halten, gehorsam und unterwürfig. Indem ich einige dieser Verlogenheiten aufzeige, kann ich vielleicht anderen helfen, sich von den Ketten zu befreien, die sie sich auferlegen ließen.

Ich verließ die Sea Org 2005. Ich war 17 Jahre lang in der Sea Org – und davon 13 Jahre Teil der Internationalen Basis der Scientology. Ich arbeitete im kontinentalen Management von Australien und in Western US im mittleren Management, und auch in der CMO (Controller’s Messenger Org) International, RTC und in Gold. Ich kam als Teenager zu Scientology, trat mit Anfang 20 der SO bei und als ich 36 war, merkte ich, dass die Kirche, für die ich 24 Stunden an 7 Tagen der Woche arbeitete, nichts mehr von der religiösen Philosophie und den Zielen hatte, die ich liebte und auf Grund derer ich beitrat.

Den Großteil meiner Geschichte, warum ich die Sea Org verließ, kann man unter www.scientology-cult.com nachlesen, deshalb werde ich das hier nicht wiederholen und es ist für das Thema dieses Artikels nicht wirklich relevant. Ich verließ die SO im Mai 2005, nachdem ich alle meine Sicherheitsüberprüfungen, Standard-Routingforms (Laufzettel) und Verzichtserklärungen abgeschlossen hatte. Ich wurde zur unterdrückerischen Person erklärt (alle Ex-Int-Base Mitarbeiter wurden damals automatisch dazu erklärt), ich bekam eine Abfindung von $ 500, was nicht einmal für das Flugticket zurück nach Hause reichte.

Ursprünglich trat ich der Sea Org als lebhafte, extrovertierte und begeisterte Person bei. Aber nach 17 Jahren ging ich als unsicherer, introvertierter Schatten meiner selbst weg.

Mein Mann und ich kamen in Australien ohne Vermögen, ohne irgendein Geld an, und mit Schulden von $ 2000, die wir uns ausleihen mussten, um nach Hause zu kommen. Da wir die meiste Zeit unseres Erwachsenseins in der Sea Org verbrachten und wenige Qualifikationen hatten, auf die wir uns beziehen konnten, war es doch etwas furchterregend. Aber einige sehr interessante Dinge passierten, bald nachdem wir weggegangen waren – und ich kam zu der Einsicht, dass meine Geschichte nicht ungewöhnlich ist – sondern eher die Norm.

Am Anfang, wenn man die etablierte Scientology-Kirche verlässt, ist es eine Erleichterung – eine fühlbare Erleichterung. Man merkt eigentlich erst die Menge an Aufmerksamkeit und Einschränkungen, die mit der Gruppe in Verbindung stehen, wenn man weggeht. Es war eine große Last, die ich mit mir herumtrug (unbewusst), und die jetzt weg war. Ich stellte fest, dass meine Ankerpunkte plötzlich sich nach außen dehnten – und ich fing an, meine Umgebung wahrzunehmen und kam in die Gegenwart. Das ist nun etwas verwunderlich, da ich nicht dachte, dass ich nicht in der Gegenwart wäre – aber so war es tatsächlich.

Nach ein paar Monaten konnte ich mich entspannen und war allmählich in der Lage, eine neue Zukunft zu erschaffen und ein neues Leben. Ich fand ziemlich schnell einen Job. Es war nicht schwer, da meine kommunikativen Fähigkeiten hoch waren und obwohl ich keine brauchbaren Zeugnisse vorweisen konnte, hatte ich vielfältige Erfahrung in vielen verschiedenen Bereichen, und ich musste meine Fähigkeiten nur so vermitteln, dass es Nicht-Scientologen verstehen konnten.

Ich wollte eine Arbeit haben, die ich von zuhause aus machen konnte und ich wollte unbedingt eine Familie gründen. Obwohl ich Anfang 20 entschied, in diesem Leben keine Kinder zu haben, ergriff ich die plötzliche Gelegenheit mit 36, Kinder zu haben. Innerhalb einem Monat war ich schwanger – und bewies damit meine ursächliche Absicht.

Ich forschte intensiv nach einem landwirtschaftlichen Unternehmen und startete ein neues Geschäft – ich lieh mir Geld von meinen Eltern, um anzufangen, und errichtete ein Gewächshaus auf der Farm meiner Mutter. Im ersten Jahr (während der Schwangerschaft und nach der Geburt meines Sohnes) errichtete ich mein Blumengeschäft – und im Frühling 2006 hatte ich meine erste Ernte von kommerziellen Schnittwildblumen. Ich musste die Data-Series anwenden, um Situationen zu lösen und die richtigen Warums zu finden. Ich musste Management-Technologie anwenden, um einen Markt und eine Strategie zu entwickeln, und ich musste Programme schreiben und ausführen, um Dinge getan zu bekommen. Ich musste die grundlegenden Scientology-Prinzipien für Kommunikation anwenden, um Industrie-Netzwerke zu entwickeln und ich war erstaunt, wie leicht es ging. Während ich ungeduldig mit mir selbst war oder unzufrieden mit dem Fortschritt, war jeder um mich erstaunt, was in so kurzer Zeit erreicht wurde.

Und dann kamen die Preise. Ich gewann 2007 ein Agrar-Stipendium – was mir $ 12.000 für eine Spezialausbildung brachte, für einen Marktentwicklungsausflug nach Japan und noch mehr. Dann gewann ich den Jungunternehmer-Preis 2008 (obwohl ich mich nicht mehr als jung betrachtete). Mein Unternehmen expandierte und ich exportierte australische Wildblumen nach Japan, in die USA, nach Europa und London – und belieferte auch den australischen Binnenmarkt. Gleichzeitig trat ich der nationalen Wildblumenindustrie-Branche bei und spielte eine aktive Rolle beim Aufbau der jungen Industrie auf der größeren Bühne der kommerziellen Blumen in Australien. Ich hatte ein kleines Kind zu Hause und das Leben war geschäftig – und ich war erstaunt, dass sich die Dinge einfach weiter in die richtige Richtung entwickelten.

Wie war das möglich? In der Sea Org ging es ständig bergauf und –ab. Ich kam auf einen Posten, tat mein Bestes, und wurde dann aus irgendeinem verwirrenden Grund niedergemacht, und jedes Mal glaubte ich, dass es an mir lag. Aber hier in Australien, wo ich nicht mehr mit der Kirche verbunden war, da schienen die Dinge einfach immer besser zu werden.

Dann gewann ich den renommierten Landfrauenpreis, mit einem Stipendium von $ 10.000. Ich erschien in der australischen Women’s Weekly, gewann den Australian institute of Company Directors Course, und reiste nach Israel, London und Europa, um dort den Markt für meine Blumen aufzubauen. Die Pressemitteilungen, die ich 2010 und 2011 erhielt, umfassten mehr als 3 Zoll. Jede größere Zeitung, Lokalblättchen, Radiostationen usw., brachten die Geschichte meiner Blumen. Ich kann die lokale Radiostation anrufen und meinen Vornamen nennen und werde sofort gefragt, wie es mit den Blumen geht. Ich wurde als die Gundaroo Flower Lady bekannt.

Ich dachte, das muss ein glücklicher Zufall sein. Die Dinge können sicher nicht immer so gut weitergehen … ich bin ein erklärter SP. Aber es ging so weiter.

Mein Mann und ich entschieden, ein Zuhause zu bauen, machten Pläne und bekamen sie genehmigt, liehen uns das nötige Geld und erschafften uns ein schönes Zuhause.

Mein erster Sohn, jetzt fast 4 Jahre alt, gedieh prächtig – und ich entschied, es wäre Zeit für ein Geschwisterchen und wurde sofort wieder schwanger.

Ich bewarb mich für einen Teilzeit-Job als Redakteurin eines Industrie-Magazins und obwohl ich keine offizielle Qualifikation dafür hatte, bekam ich den Job und editierte das Industrie-Journal zwei Jahre lang. Ich arbeitete dann mit 9 anderen zusammen, um eine neue ländliche Industrie-Organisation zu gründen und entwarf und gab ein neues Magazin heraus namens „Passion to Profit“. Meine neue Kommunikationsrolle mit dieser Gruppe wurde zum Schlüssel und enorm erfolgreich. Die nächsten paar Jahre hindurch hatte das Magazin Bestand – erst als gedruckte Veröffentlichung und dann als Online-Magazin. In den letzten 2 Jahren hatte es fast 200.000 Besucher und es war ausschlaggebend für den Aufbau und die Werbung einer neuen und aufstrebenden ländlichen Industrie in Australien.

2009 fing meine Aufmerksamkeit wieder an, in Richtung Scientology zu gehen. Rätsel und Verwirrungen aus der Vergangenheit kamen wieder hoch. Ich hatte immer noch Alpträume, auf der Int Base oder im PAC RPF gefangen zu sein und nicht weg zu können. Ich hing immer noch in Gebieten der Vergangenheit fest und fragte mich, was auf Int damals passierte.

Ich fing also an, nach anderen Ex-Int-Base-Mitarbeiter zu suchen, um zu sehen, ob ich dadurch Antworten bekommen könnte und um herauszufinden, was seit meinem Weggang passierte. Und da stolperte ich über Marty Rathbun, Mike Rinder und eine Menge anderer ehemaliger Int-Base-Mitarbeiter. Ich fand meinen lieben Freund Jackson, verband mich wieder mit Dan Koon, Shannon Kimoto, Ulf Ollufson, John Horwich, Claire und Marc Headley und vielen mehr.

Ich musste mir mein Leben nochmal anschauen – hatte ich Gewinne in Scientology – hat es funktioniert? Und mir wurde klar, als ich auf meine Gewinne schaute (und besonders auf meinen Erfolg seit meinem Weggang), dass ich mir in Wahrheit sicher war, dass die Tech funktionierte. Ich sah auch die Quelle der Unterdrückung in der Kirche, die Pervertierung des Managements und der Standard-Tech und die Korruption der Brücke (auch bekannt als David Miscavige).

Ich fing an, mich im Internet zu äußern, und erklärte meine Unabhängigkeit im Juni 2010. Kurz danach verlangte mein Mann, dass ich das widerrief. Er drohte mir, wenn ich das nicht täte, würde er sich scheiden lassen – und er ging so weit, dass er zwei ehemalige RTC-Mitarbeiter zu uns nach Hause holte, 3 Nächte hintereinander, um mich zur Kooperation zu überreden. Verwirrt und unsicher gab ich vor zuzustimmen, fühlte mich aber erpresst und mundtot gemacht – aber 3 Monate später entschied ich, dass die Verletzung meiner Integrität mehr war, als ich ertragen konnte. Ich wurde sehr krank und hatte mich nicht mehr unter Kontrolle. Ich bat meinen Mann, auszuziehen.

Seit dieser Zeit haben sich so viele Türen geöffnet und so vieles hat sich verändert, dass es schwer ist, alles in Worte zu fassen. Mit der Hilfe von zwei lieben Freunden und Standard-Tech-Terminalen, kam ich durch meine OT-Vorbereitungen und auf meine OT-Stufen. Ich war seit 1957 Clear – deshalb war die Erleichterung darüber beträchtlich. Inzwischen habe ich OT 3 abgeschlossen, als unabhängige Scientologin, und jetzt mache ich Co-Auditing auf NOTs. Meine Gewinne auf diesen Stufen waren unglaublich. Einfach wunderbar. Mein tägliches Leben hat sich verändert und meine Postulate SITZEN einfach. Es ist fantastisch.

Ich fand eine neue 2.Dynamik – ein hingebungsvoller Scientologe und ein fürsorglicher, intelligenter und lustiger Mann. Zusammen haben wir stetig die Scientology-Lieferung in Australien neu etabliert – 4 Clears gemacht und einige weitere sind wieder auf der Brücke und machen Gewinne, seit Anfang dieses Jahres. Und die Leute finden uns, klopfen an unsere Tür und finden wunderbare Gesellschaft und Gespräche.

Und ein Angriff meines Ehemanns durch die Gerichte, der auf Feindseligkeit und Verbitterung basierte, hat ein Ende gefunden und ich kann mit meinem Job weitermachen und zwei freche, lebhafte und wunderbar lustige Jungs – jetzt 7 und 3 – großziehen.

Ich fing mit dem iScientology-Blog im Januar an – um Artikel über die Anwendung von LRH-Tech im Leben zu präsentieren – und wir sind jetzt bei über 1000 Besuchern pro Tag angekommen. Und es scheint, dass jetzt so vieles möglich ist, da eine ständig wachsende Zahl von neubelebten unabhängigen Scientologen dazu stoßen und sich vereinen. Die Zukunft ist nicht nur sicher – sie ist aufregend.

Wenn ich also über meine letzten 8 Jahre nachdenke, seit ich die Kirche verlassen habe – muss ich sagen, dass ich meine Ewigkeit nicht verloren habe.

Ich habe sie GEFUNDEN.

Ich habe meine Liebe für die Standard-LRH-Tech bestätigt, ich gehe die Brücke hoch, meine Dynamiken sind in Ordnung, produktiv und expandieren – und die Zukunft ist strahlend.

Ich hoffe, die Leute finden ihren Weg zu diesem Blog und lesen meine Geschichte und noch viele andere. Das Leben in der großen, bösen ‚Wog‘-Welt ist nicht so. In Wahrheit gibt es hier eine riesige Gemeinde von Freunden, die bereit sind, in jeder möglichen Art zu helfen. Ihr dürft mich jederzeit gerne via E-Mail kontaktieren, wenn ihr Hilfe braucht oder Unterstützung oder einfach nur plaudern wollt. Und ich bin nur eine von vielen.

lana@hushmail.com

Original-Artikel

Der fleißigen Übesetzerin herzlichen Dank.

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Über Felicitas Foster

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4 Antworten zu Lana Mitchell

  1. Hubert Scheer schreibt:

    wirklich cool – Wilkommen in der „Freiheit von…..“!
    Hubert

  2. Han Solo schreibt:

    Was für ein aktives und erfolgreichen Wesen !

  3. Rita Wagner schreibt:

    Vielen Dank Lana und vielen Dank dem Übersetzer, dass dieser schöne Artikel jetzt auch in deutsch zur Verfügung steht!!
    Ja, Lana – hier draussen haben wir die Ewigkeit wieder gefunden und es werden hoffentlich noch viele folgen denen es ähnlich ergeht 🙂 🙂 🙂

  4. SKM schreibt:

    Super Artikel.
    Danke für die Übersetzung.

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