Der Scientology-Push

Der Scientology-Push

19. Mai 2013 von navajo70

Dies war ein Kommentar eines unserer Berichterstatter zum aktuellsten Artikel. Ich dachte, er verdient mehr Aufmerksamkeit als das und veröffentliche es hiermit als selbständigen Artikel. Viel Spaß. Mike Rinder

Im Scientology-Management gibt es ein altes Sprichwort: „Man bekommt das, was man pusht (vorantreibt).“ Dies ist als warnende Erinnerung gedacht, dass, wenn man beginnt Dinge heftig zu pushen, die nicht hauptsächlich damit zusammenhängen Auditoren auszubilden und Clears zu machen, man letzten Endes das haben wird, worauf man seine Aufmerksamkeit legt – und nicht die Auditoren und Clears, die Scientology auf lange Sicht wertvoll machen.

Seit vielen Jahren hat David Miscavige nun Geld gepusht. Und das haben sie – GELD, alles in Großbuchstaben.

David Miscavige hat sie davon überzeugt, dass man ein gutes Image, expandierende Kirchen, eine interessierte Gemeinde kaufen kann. Allerdings kann man diese Dinge überhaupt nicht kaufen – der Himmel weiß, dass Miscavige es schwer genug versucht hat.

Sie haben die weltweit bekannteste PR-Agentur für Imagekrisen engagiert und es hat ihnen herzlich wenig gebracht. David Miscavige wurde letzten Endes dazu erniedrigt, etwas Geld in breit gestreute Anzeigen zu stecken, aber niemand kommt tatsächlich für eine Dienstleistung herein. Die Wahrheit ist, dass man Autos, Häuser und Gebäude kaufen kann, aber man kann überhaupt kein gutes Image oder neue Gemeindemitglieder kaufen.

Pusht Geld, pusht Geld, PUSHT Geld – das wird man zum Schluss dann auch haben – viel, viel Geld. Aber inzwischen ist das Image schrecklich. Inzwischen hat man buchstäblich tausenden ehemals treuen Scientologen den Clear-Status weggenommen und ihnen nicht wiedergegeben (mit dem Resultat, dass Scientology nun deutlich weniger Clears hat als noch vor 15 Jahren). Derweil schrumpfen und schrumpfen Scientology Kirchen weltweit. Derweil schließen Scientology-Missionen die Türen. Doch das GELD rollt weiter.

Mit anderen Worten – man bekommt, was man pusht – VIEL GELD, KEIN SCIENTOLOGY. Dann ist da auch die traurige Tatsache, dass es einfacher ist, jemanden dazu zu bringen, $ 100 an eine Suppenküche zu spenden, als ihn dazu zu bringen, selbst hinzugehen und dort 3 Stunden lang Essen an hungrige Menschen zu verteilen. Dasselbe trifft auf Scientology zu. Es ist WEIT einfacher, jemanden dazu zu bringen, Geld zu spenden, als denselben Menschen dazu zu bringen, Broschüren an Abhängige in irgendeinem Nadel-Park zu verteilen.

So pusht David Miscavige GANZ EINFACH, EINFACH, EINFACH – schon seit Jahren und Jahren. Als Ergebnis besteht die Gruppe der Scientologen nun hauptsächlich aus Menschen, die sich auf ihre gewöhnliche Arbeit konzentrieren und überhaupt keine Zeit oder Antrieb haben, persönlich die Welt um sich herum zu verbessern. Somit sind die Scientology-Gemeindemitglieder nicht daran interessiert, PERSÖNLICH etwas gegen Kriminalität oder Analphabetentum zu unternehmen. Sie sind viel zu sehr damit beschäftigt, Steuerberater oder Rechtsanwälte oder Maler zu sein und ihre Kreditkarten abzubezahlen.

Somit gilt für die Kirchen-Mitarbeiter GELD, GELD, GELD, aber keine Scientology. Und für das Feld, sozusagen die Herde, gilt: VERDIENE MEHR GELD, VERDIENE MEHR GELD und sie praktizieren auch keine Scientology.

Das Gute in Scientology erwächst aus dem ANWENDEN der praktisch umsetzbaren Techniken. Mit Menschen reden, die krank sind, mit Menschen arbeiten, die unter Analphabetismus leiden. Das ANWENDEN erschafft ein gutes Image und interessiert Menschen.

Dieses GELD-Programm ist die Ausrottung von allem, was an Scientology gut und positiv ist. Und ihr Ruf in die Öffentlichkeit sowie die Anzahl der neuen Leute, die sich erkundigen, bezeugen es. Ich habe immer wieder Scientology-Kirchen auf der ganzen Welt um Informationen gebeten. Ich habe nie ein ungestelltes Foto einer vollen Akademie erhalten.

Die Scientology-Kirchen leeren sich. Doch wird jeder Scientologe erschossen werden, der aufsteht und sagt: „Zur Hölle mit dem Spenden, ich werde meine Zeit mit analphabetischen Kindern verbringen und das solltest du auch tun“.

Aber die Realität bleibt, dass, bis eine beträchtliche Anzahl Scientologen sich erheben und sich auf dem Altar der Integrität opfern, der Push nach GELD, GELD, GELD weitergehen wird. Nur eine klare und unmissverständliche Stellungnahme einer erheblichen Anzahl Scientologen wird den Kurs der Religion noch ändern. Meine Botschaft hier ist, dass, wenn du Scientologe bist und du diesen Blog liest, du darüber nachdenken solltest, wie viel du persönlich zu opfern bereit bist, um den Sturzflug von Scientology, was sowohl den Ruf als auch die Mitgliederzahl betrifft, zu ändern.

Original-Artikel

Vielen Dank dem fleißigen Übersetzer!

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Über Felicitas Foster

Independent Scientologist - Cosmopolitan, Blog: Der Treffpunkt
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Eine Antwort zu Der Scientology-Push

  1. A. Udi-Thor schreibt:

    „Geld regiert die Welt“ – diese grundlegende Lektion scheint sich über all zu bewahrheiten. Also ist es auch ganz einfach, damit überein zu stimmen, sich um Geld zu bemühen und für einen angeblich guten Zweck zu spenden. Das machen viele Wohlhabende und Berühmte ja ebenfalls.

    Bei Ron ging es auch nicht ohne Geld, aber das war eher Mittel zum Zweck. Sein Weg war es, sich zu organisieren, so daß Auditing und Ausbildung in größerem Maßstab statt finden konnten.

    Der reichste Mensch kann sich überall Autos, Yachten, Prachtimmobilien, fachkundige akademische Berater und einen großen „Freundeskreis“ kaufen – aber nicht Freiheit von den Aberrationen der Jahrtausende, und nicht das sich-hinaus-bewegen aus der grobstofflichen Welt ins Theta-Universum.

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