David Mayo – Desillusionierung – Teil 1

David Mayo war einmal der Auditor von L. Ron Hubbard, als es ihm nicht gut ging (Das Vermächtnis von LRH). Als Ergebnis dieses Auditings entstand NOTs (Dianetik der Neuen Ära für OTs). Heute werden Schritte dieses Auditings unter den Namen „Neues OT 4“, „Neues OT 5“, „Neues OT 6“ und „Neues OT 7“ von der etablierten Kirche angeboten.
Zu Beginn der 80er Jahre wurde David Mayo von seinem Posten als Senior C/S International enthoben und sehr unschön behandelt, bevor er die Sea Org verließ.
Nach seinem Austritt gründete er das Advanced Ability Centre, in welchem die komplette Brücke einige Zeit außerhalb der C of S geliefert wurde. Nach heftiger Bekämpfung durch OSA und das RTC wurde das AAC später geschlossen.

Immer sonntags hielt David Mayo im AAC einen Vortrag. Dieser Vortrag, dessen Text im Folgenden übersetzt wurde, stammt aus dieser Reihe. Er wurde ca. 1985 gehalten.

Ein Sonntagsvortrag über Desillusionierung

von David Mayo
Teil 1

mayo 03
Als ich begann mich für Scientology zu interessierten, war eines der Dinge, die geschahen, – bei denen ich übrigens sicher bin, dass dies bei vielen Zuhörern in diesem Raum auch der Fall war – dass meine Hoffnung auf die Zukunft, und das, was sie für mich bereithielt, enorm auflebte.

Davor, und ich bin sicher, dass dies auch verbreitet ist, hatte ich viele Fragen über das Leben, über die Bedeutung des Lebens und seinen Sinn. Fragen wie: „Warum sind wir hier?“ „Gibt es einen übergeordneten Sinn nach dem alles geordnet ist?“ und „Gibt es einen Gott?“ „Was geschieht, wenn man stirbt?“ „Wo kommen wir her?“ … die üblichen Fragen.

Es geht hier nicht darum, ob ich die Antworten auf diese Fragen erhalten habe, aber ich schöpfte Hoffnung, dass es möglich sein würde, Antworten auf diese Fragen zu erhalten.

Dann, in einer späteren Periode trugen sich gewisse Dinge zu, die mit dem Gebiet dieser Philosophie scheinbar nicht im Einklang waren.

Mit anderen Worten, ich erwartete eine ungeheure Menge.

Ich erwartete eine ungeheure Menge von den Menschen, die damit zu tun hatten.

Und wenn überhaupt – dachte ich, nicht notwendigerweise analytisch, dass sie optimale und perfekte Wesen sein müssten. Aber in gewisser Hinsicht neigte ich zu der Ansicht, dass jeder, der mit dieser Bewegung zu tun hatte, sehr unaberriert, sehr vernünftig und sehr freundlich sein müsste.

Und von den Dingen, die sich bisher in meinem Leben zugetragen hatten, hatte ich nicht erwartet, dass sie sich in dieser Form in Scientology wiederholen würden. Nicht, dass ich darüber nachgedacht hätte. Das war eine Annahme, und als dann das erste größere Ding passierte, das von den erklärten Absichten, Zielen und Zwecken der Scientology abzuweichen schien, war das ein gehöriger Schock für mich. Etwas, was wir als Secondary bezeichnen würden. [Anmerkung: Ein „Secondary“ ist ein Moment eines schweren und schockierenden Verlustes oder drohenden Verlustes, mit Missemotion wie Ärger, Furcht, Gram, Apathie oder „sich tot fühlen“. Vom englischen „Secondary“ „zweitrangig“/„an zweiter Stelle“, weil dieses Erlebnis oder Bild davon seine Kraft aus einem davor liegendem „Engramm“ bezieht. – Ein „Engramm“ ist ein Augenblick, der Schmerz und Bewusstlosigkeit enthält, bzw. eine mentale Aufzeichnung davon.]

Ich dachte … meine unmittelbare Reaktion, daran erinnere ich mich sehr genau, war: „Aber wie kann so etwas überhaupt in Scientology geschehen?“ Ich denke mal, so etwas hat jeder früher oder später bereits einmal erlebt.

Eine der Möglichkeiten nach einem solchen Vorfall war, dass jemand beginnen könnte, die Tauglichkeit der Tech in Frage zu stellen.

Und ich glaube, dass dies eine natürliche Reaktion ist, dass man infrage stellt, ob man sich nicht geirrt hat, ob man nicht begonnen hat, nach Dingen zu streben, die sich vielleicht nicht erfüllen mögen und man seinen eigenen Erwartungen nicht treu bleiben kann.

Ein Lösungskonzept bestünde natürlich darin, dass man überhaupt nichts mehr möchte oder wünscht – was darauf basiert, dass, wenn du etwas nicht möchtest und du es nicht bekommst, du dann nicht enttäuscht sein wirst.

Ich erinnere mich daran, dass ich das zum ersten Mal bei einem Spielzeug versuchte, aber ich wollte es immer noch.

Es ist offensichtlich weitaus erfolgreicher, wenn man etwas möchte, dass man dann Wege ausarbeitet, wie man es bekommt.

Wie dem auch sei, eine der naheliegenden Möglichkeiten besteht darin, Dinge nicht zu erwarten oder Dinge nicht zu ersehnen und tatsächlich basieren fernöstliche Philosophien darauf, in denen versucht wird, alles Verlangen oder Sehnen nach Verbesserung auszulöschen oder sogar jegliches Verlangen nach etwas tatsächlich als eine der Wurzeln von Übel erachtet wird oder als eine der Fallgruben des Lebens, die man meiden sollte. Offensichtlich ist das keine zufriedenstellende Reaktion auf das Leben.

Ich erinnere mich, dass eines Tages, schon sehr früh, solch ein Schock stattgefunden hatte.

Es geschah in der Organisation, mit der ich damals verbunden war, dass eine ganze Reihe Mitarbeiter sich ziemlich heftig stritten. Sie stritten sich tatsächlich um die Auslegung eines Richtlinienbriefes, glaube ich – darüber, was die richtige Methode etwas zu tun sei, und das entwickelte sich zu einer erbitterten Fehde.

Und ich verstand nicht, wie das geschehen konnte. Ich war damals ziemlich neu und das war wohl mein erstes Erlebnis dieser Art.

Und ich erinnere mich daran, dass ich hinaus ging und dachte: „Aber das ist doch unmöglich!“

Und während ich die Straße entlang ging, wurde mir plötzlich klar, dass meine Havingness1) gesunken war und dass ich mich etwas interiorisiert fühlte und so begann ich, Dinge um mich herum zu betrachten, wie Telefonmasten, Schaufenster und Dinge dieser Art. Dann bemerkte ich, dass meine Havingness wiederkehrte und dann erkannte ich plötzlich: „He, da gab es eine Rehabilitierung des … des früheren Zeitpunktes, als ich erkannte, dass die Tech wirklich funktioniert.“

Im Verlauf der Jahre gab es viele Vorfälle, in denen die Organisation, die Scientology bewarb oder verbreitete, sich auf eine Weise verhielt, die von der Vorstellung mehrerer anderer Leute abwich.

Das schien mit den Zielen und Zwecken nicht übereinzustimmen.

Und es ging soweit, dass ich heute in Briefen, Telefongesprächen und im direkten Kontakt mit Menschen höre, dass einige Leute in eine Reaktion hineingeraten waren, in der sie entschieden, dass sie nichts mehr damit zu tun haben möchten. Und ich möchte mich mit den Gründen dafür befassen.

Einer der Gründe ist … ist sehr offensichtlich. Nämlich, weil es zu schmerzhaft ist. Entweder …, und ich beziehe mich hier hauptsächlich auf emotionell schmerzhaft, als jemand sich etwas sehr gewünscht und sehr erwartet hat und dann so enttäuscht wurde, von dem, was geschah. Derjenige entschied, dass er damit nichts mehr zu tun haben wollte.

Es ist eine Lösung! Aber es ist eine Lösung durch Zurückziehen – oder dadurch, sich von dem Thema völlig zu entfernen. Und das ist auch nicht optimal.

Jemand, den ich ziemlich gut kenne, ging durch eine solche Reaktion und ich beobachtete wie es passierte und dachte, dass es irgendwie eine Zusammenhang herstellte, denn – das Nächste, was die Person sagte, war dass sie nicht glaubten, dass die Tech funktioniert hatte und sie meinten, Leute hätten sich täuschen lassen, zu glauben, dass die Tech funktioniere, und dass alles nur subjektiv sei, damit zum Ausdruck bringend, dass die Erkenntnisse und Gewinne von Leuten nicht real seien, sondern dass diejenigen sich lediglich vorgestellt hätten, dass diese Dinge geschehen seien. Und dies stand in ziemlichem Widerspruch zu dem, was ich von dieser Person wusste und was sie zuvor erlebt hatte.

Aber während ich ihm weiter zuhörte und ihm einige Fragen stellte, dämmerte mir die Antwort, dass derjenige nicht nur einfach die Gewinne haben wollte, welche er bereits gehabt hat, sondern nach weiteren Gewinnen strebte, die er so sehr haben wollte, und sich dann so sehr durch einige Ereignisse, die passiert waren, betrogen fühlte, dass es seine Lösung war … dass es seine Lösung für einen riesigen ARK-Bruch2) oder einen riesigen Bruch in Realität war, dass er sagte, „Nun, ich habe von Anfang an nicht daran geglaubt.“

Ich bin ziemlich sicher, dass wir alle damit vertraut sind, wie Leute Dinge rationalisieren. Das ist ein Beispiel für Rationalisierung.

Einige meiner Bekannten, die viele, viele Jahre in der Sea Org gearbeitet haben, fünf Jahre, zehn Jahre, fünfzehn, einige zwanzig Jahre, kamen dann zu der Erkenntnis, dass die Sea Org nicht die Absichten und Zwecke ausführte, von denen sie dachten, dass sie dies täte, als sie in die Sea Org eingetreten waren.

Dann durchlebten sie ein Gefühl von: „Was habe ich getan! Ich habe all diese Jahre meines Lebens verschwendet!“ Das ist ganz natürlich.

Einige bekommen in einen Anfall von Hektik und versuchen, die verlorene Zeit wieder hereinzuholen.

Und als philosophische Anmerkung dazu möchte ich sagen: „Es ist sehr schwer, verlorene Zeit wieder hereinzuholen.“ Das neigt dazu, jemanden in der Vergangenheit festzusetzen.

Ich schätze, die rationale Reaktion darauf wäre, einfach zu akzeptieren, was geschehen ist und von dort aus neu zu beginnen. Aber selbst solche Erfahrungen sind dadurch wertvoll, dass man etwas lernt. Selbst wenn jemand Lektionen während des Weges lernt, die ihn lehren, den gleichen Fehler nicht erneut zu begehen.

Das ist einfach eine andere Art Lektion oder Erfahrung, mit deren Hilfe man mehr verstehen kann.

Fortsetzung folgt.

Entnommen aus: Link zu dem Film Teil 1

Dank an alle, die an der Übersetzung mitgearbeitet haben.

1) Havingness – das Gefühl von ARK zu der Umgebung, das Gefühl, dass man etwas besitzt oder hat. So könnte man zum Beispiel das Gefühl haben, er würde durch „seine Stadt“ laufen oder er könnte durch dieselbe Stadt laufen und sich dabei wie ein Ausgestoßener oder Fremder fühlen. Der Unterschied wäre ein Unterschied in der Havingness.

2) ARK-Bruch – steht für Affinität, Realität und Kommunikation. Diese ergeben zusammen Verstehen. Ein plötzliches Vermindern oder Abbrechen davon wird ARK-Bruch genannt. Findet man heraus, welcher dieser drei zuerst abgebrochen ist, kann man Erleichterung verspüren.

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29 Antworten zu David Mayo – Desillusionierung – Teil 1

  1. Hubert Scheer schreibt:

    danke, wird wohl eine interessante reihe….

    gruß
    hubert

  2. Schorsch schreibt:

    Was David hier beschreibt trifft ja völlig auf mich zu. Ich bin zu Scientology gekommen, weil ich einen bestimmten Punkt in meiner Existenz gehandhabt haben wollte. Eigentlich nichts großartiges. Ich wollte nie Superman sein, Superreich oder wissen wer ich war, warum ich hier bin und Dinge dieser Art. Ich habe in Scientology viel gelernt und bin auch ein ganzes Stück fähiger geworden. Wenn auch nicht super stabil. Aber genau diesen einen Punkt warum ich Scientology wollte, der wurde nicht gehandhabt und hat sich nicht mal ein wenig verbessert. Somit ist all das was ich erreicht habe nicht der Rede wert. Das zählt für mich nicht, weil ich das was ich wollte nicht bekommen habe. Jetzt mal die Ursache Frage außer Acht gelassen. Meiner Meinung nach ist dies genau der eigentlich Grund für die Zerstörung der Scientology. Zu viele Leute die kamen und nicht das gehandhabt bekommen haben was sie eigentlich wollten. Denn das ist sozusagen technisch gesehen jenes auf dem die Energie liegt. Und diese ist in der Gegenwart. Wenn ich diese Energie ungezügelt rauslassen wurde so würde dies eine Menge zerstören. Da ist echt Emotion und Power dahinter. Und wenn man das was man wollte nicht bekommen hat so gibt es auch keinen Grund sich weiterhin für diese Sache zu engagieren. Korrekt?
    Mal schauen was David hier weiter zu sagen hat. Denke mal aber nicht dass er eine echte Lösung für diese Problem hat. Denn wenn ich jemals wieder in welcher Zukunft auch immer meinen Fuß in eine Scientology Org machen würde dann nur wenn mir jemand sagt, dass wir genau diesen Punkt jetzt handhaben. Genau diesen Punkt und genau jetzt mit dem dafür exakt zugeschnittenen Programm. Nicht erst dies und das und dann noch jenes was vorher gemacht werden muss.

  3. Burkhard schreibt:

    Das beginnt ja sehr interessant zu werden. Seine Beobachtungen kann ich gut nachvollziehen. Ich bin auf die Fortsetzung sehr gespannt!
    Erinnert mich an so manche Ereignisse in meinem Leben… 🙂 und auch an meine damalige persönliche Einstellung (Erwartungshaltung) Scientologen (auch mir selbst) gegenüber, als ich Scientology kennen lernte.
    Eine Erwartungshaltung, die ich nicht aufgeben möchte.

  4. Josef schreibt:

    Das ist ein bemerkenswerter Artikel.

    Die Reaktion der Enttäuschung mit nachfolgender Aufgabe der Brücke ist wie eine Offenbarung der Gesinnung.

    Es scheint so, dass zwar manch einer KSW viele Male „gelesen“, aber nicht dupliziert hat. Denn die einzige, folgerichtige Reaktion nach KSW auf „es hat nicht funktioniert“ ist „was wurde verändert?“.

    Was wurde verändert? Was wurde falsch gemacht?

    So wurde auch ich natürlich sehr enttäuscht, denn es gab Vieles „was nicht funktioniert hat“. Aber deshalb Scientology aufgeben, weil es jemand anders (oder ich selbst) falsch, nicht oder verändert angewendet hat?

    Nach meiner Analyse haben wir hier das Problem von Zielsetzungen.

    LRH hat mit Scientology ein Ziel A vorgegeben. (A hat viele Namen z.B. die Wiederherstellung der Grundpersönlichkeit oder eine geklärte Gesellschaft oder alles Theta befreit oder Selbstbestimmung, gemeint ist aber immer der ganze Weg hinaus aus dem Labyrinth.)

    Jemand kommt in Scientology und möchte aber Ziel B erreichen. Dieses Ziel B liegt vielleicht teilweise auf A, ist aber nicht das Selbe. Diese Person interessiert sich nicht für A, will demnach auch nicht mit ganzer Konsequenz auf A zugehen. Diese Person will B. Scientology hat aber B nie versprochen. Vielleicht ist B irgendwann auf dem Weg nach A eine Zwischenziel. Aber die Person kommt nie dort hin, weil die Fixierung auf B den Blick auf das Ganze versperrt. Die Enttäuschung tritt ein. Bei so einer Situation sind Überlegungen über „was wurde falsch gemacht?“ nicht präsent. Denn „was wurde falsch gemacht?“ liegt eindeutig auf dem Weg nach A.

    Ich gebe zu, dass A ursprünglich auch nicht mein Ziel war. A war für mich überhaupt nicht real. Dass es so etwas überhaupt geben könnte, kam in meinen kühnsten Träumen nicht vor. Aber nach einiger Zeit in Scientology wurde es mir real. Ich glaubte, dass man mit der Tech von LRH tatsächlich irgendwann A erreichen kann. A wurde mein Ziel. Also ist es mir bisher nicht eingefallen, Scientology aufzugeben.

    Was mir aber schon bald aufgefallen ist, dass 1.) die Tech nicht verwendet wurde, 2.) falsch verwendet wurde und später dann auch 3.) die Tech abgeändert wurde und noch später 4.) von der ursprünglichen authentischen LRH-Tech in der CoS fast nichts mehr übrig ist.

    Die Frage: „Was wurde falsch gemacht?“ ist also sehr ergiebig!

    Ich habe auch erlebt, dass immer wenn die Tech bei mir korrekt angewendet wurde (das gab es etappenweise), es spektakulär gut funktioniert hat und ich unglaubliche Gewinne hatte. Ich erinnere mich an so einiges Sitzungen, aus denen ich als ein anderes Wesen hervorging.

    Im Gegensatz zu meiner Geschichte habe ich eine nahestehende Person lange Zeit beobachtet, die am Ende die Brücke ganz aufgegeben hat. Diese Person hat A definitiv nicht als Ziel, wie ich eines Tages herausfand. Sie kam in Scientology mit einer eindeutigen Fixierung auf ein Ziel B. B wurde aber nie gehandhabt. Ich gestehe jedem zu, ein Ziel B zu haben, wir haben hier ein Gebiet der Freiwilligkeit. Niemand kann auf das Ziel A gezwungen werden. Jedes Ziel B kann legitim sein (solange es nicht destruktiv für die Dynamiken ist).

    Wenn aber B nie versprochen wurde oder B nicht auf dem Weg nach A liegt, dann sollte die Person nicht Scientoloy verantwortlich dafür machen, dass B nicht erreicht wurde.

    Die Person, von der ich hier berichte, hatte aber B im Sinn und hat alles, was gemacht wurde mit B verglichen. „Wurde B erreich? Nein, schlecht. Wurde jetzt B erreicht, wieder nicht. Wurde B erreicht? Nein, Scientology funktioniert nicht! Die Frage, ob die Tech korrekt angewendet wurde oder die Vorstellung, auf KSW zu bestehen, war nicht vorhanden. Ich fragte einmal diese Person, ob sie je reine Scientology erhalten hat. Das gab eine sehr lange Kommunikationsverzögerung. Denn damit hatte sich diese Person nie beschäftigt. Sie hatte das Ziel A ja nicht. Für KSW waren ausschließlich die anderen zuständig.

    Soweit so gut! Aber jetzt kommt die harte Sache. Der Umkehrschluss!

    Wenn einer Person real ist, dass man Scientology aufgeben könnte oder jemand Scientology aufgeben könnte, dann offenbart sich damit sofort und unmittelbar, dass diese Person ein Ziel B hatte. Nicht war! Autsch!

    Hier ist ein Ziel B, nicht das LRH-Ziel A!

    Hier ist die Ungereimtheit!

    Zitat Mayo: „Eine der Möglichkeiten nach einem solchen Vorfall war, dass jemand beginnen könnte, die Tauglichkeit der Tech in Frage zu stellen. Und ich glaube, dass dies eine natürliche Reaktion ist, . . . ..“

    Also ganz im Ernst! Ein Scientologe, der erfahren hat und weiß, dass die authentische LRH-Tech immer funktioniert, kann hier nur mit einer einzigen, folgerichtigen Reaktion aufwarten: Was wurde verändert?
    Es ist eine Offenbarung für mich, wenn Mayo hier den Fokus auf Schmerz und Nichtfunktion und Aufgeben legt und nicht auf „Was wurde falsch gemacht?“, ein fehlendes Datum in dieser bisherigen Abhandlung. „Was wurde falsch gemacht“ wäre die effektive Sache.
    Zitat Mayo: „Und von den Dingen, die sich bisher in meinem Leben zugetragen hatten, hatte ich nicht erwartet, dass sie sich in dieser Form in Scientology wiederholen würden.“
    Bemerkenswert. Wer einmal KSW gelesen hat, weiß, dass das genau so stattgefunden hat und immer wieder stattfinden wird, wenn wir KSW nicht durchsetzen. Frage: Wieso sollte LRH eine ganze Reihe von KSW-Referenzen schreiben, wenn es in Scientology erwarteterweise reibungslos läuft? KSW gibt es, weil es nicht reibungslos läuft.
    Aus meiner Sicht schaut hier aus einer Abhandlung ein roter Faden heraus! Der berühmte String, an dem man jetzt pullen kann. Warum schreibt er nicht von den Veränderungen, den Nicht- oder Falschanwendungen? Das wundert mich. Warum holt der seine zweifelnden Kollegen und Mitscientologen nicht zurück und zeigt ihnen, dass sie gar keine authentische LRH-Tech bekommen haben? Denn das ist ja bei jeder „Nichtfunktion“ tatsächlich der Fall.
    Die Antwort kann nur darin liegen, dass das Ziel A fehlte und ein Ziel B da war.
    Oder anders herum: Wenn jemand das Ziel A hat und mit „falschen“ Techniken eines Zieles B behandelt wird, er dann A sicher nicht aufgibt. Sobald er es erkennt, dass er auf der falschen Fährte war, gibt er B auf und kehrt zu A zurück, so er eine Möglichkeit sieht. Das sind dann wohl die Indies.
    Mir persönlich ist es jedenfalls gänzlich unreal, wie jemand, der das LRH-Ziel A zu seinem Ziel gemacht hat, es jemals aufgeben könnte. Es kann sein, dass er beim Erreichen des Zieles gehindert wird, aber aufgeben?
    Dafür ist es mir gänzlich real, dass wenn jemand die Brücke aufgibt, nicht das Ziel A hatte.

    Was wären z. B. so einige Ziele B?

    Mehr Geld! Mehr Macht! Geltungsbedürfnis! Andere erniedrigen! Sich über andere stellen! Andere in’s Unrecht setzten! Berühmtheit erlangen! Der Erste sein! Der Beste sein! Andere besiegen! Einen Feind besiegen! Eine Mahlzeit, Kleidung und Unterkunft! Von zuhause davonlaufen! Usw. usw. Was das Ziel B ist, sieht man oft an den Taten. An den Taten sollt ihr sie erkennen!

    Es kann eine sehr große Zahl verschiedenster Ziele B geben. Sie pochen nicht notwendigerweise auf KSW.

    • worsel schreibt:

      Das, was Du überZiele B sagst gewinnt an Bedeutung, wenn man in Betracht zieht, dass dieses Ziel B als versteckter Standard benutzt werden kann. Anstatt seine Aufmerksamkeit auf dem jeweiligen Prozess zuhaben, achtet derjenige darauf, ob sie dieses Ziel B etc verändert. Im Grunde wird er nun über ein gegenwärtiges Problem auditiert. Anstatt dass der Auditor (und der Fallüberwacher) sich dieser Sache annehmen, versuchen sie etwas anderes zu auditieren, was nicht funktionieren kann. Oft findet der PC dann irgendwann später, dass Scientology nicht bei ihm „nicht funktioniert“ hat.
      Du hast Recht, wenn Du out-Tech vermutest, denn die Prozesse, welche sein Problem angehen, wurden nicht angewendet, sondern etwas, wo nicht sein (Haupt-)Interesse drauf lag. Tech, die nicht angewendet wird, kann nicht funktionieren.

    • Han Solo schreibt:

      Josef,
      Du hast es sehr schön beschrieben : jemand hat alle Aufmerksamkeit auf Ziel B und keiner hilft ihm.

      Da hat jemand also ein ernstes Problem, einen „versteckten Standard“, wie Worsel bereits diagnostizierte. Ron’s Lösung ist die „Abhilfe AR“ aus dem Buch der Fallabhilfen. LRH : „Entgegengesetztes Ziel von PC und Auditor. Versteckter Standard.“ Daher müssen laut dieser Referenz die zugrunde liegenden Probleme gefunden (!) und gelöst (!!!!!) werden.

      Jemand will Macht ? Er wird seine Gründe haben ! Was ist sein wirkliches Problem – hat er keine Lust mehr, regelmäßig von anderen Mächtigen fertig gemacht zu werden ? Möchte er endlich auch einmal öffentliche Aufmerksamkeit bekommen, so wie andere Machtpersonen ? Schielt er auf andere Vorteile ( Havingness ), die den Mächtigen zuteil werden, ihm aber stets vorenthalten blieben ( keine Havingness ) ?

      Einer ist auf Geld aus ? Fantastisch – da hat ein guter Fallüberwacher doch gleich eine heiße Spur ! Vielleicht ist derjenige ausgehungert nach Bewunderung, die man als Reicher ja erlangen kann, indem man sich mit schönen Dingen schmückt. Womöglich hat er Angst vor einer unsicheren Zukunft ( und Geld soll ihm Sicherheit schenken ). Vielleicht gibt es einen ähnlichen Hintergrund wie zuvor zum Thema Macht.

      Jemand will einen Feind besiegen ? Naja, vielleicht langweilt er sich schon seit zigtausend Jahren halb zu Tode und möchte e_n_d_l_i_c_h mal etwas Spannendes erleben. Oder er möchte der Welt etwas Gutes tun, indem er einen Bösling beseitigt. Oder es geht wieder darum, sich Bewunderung zu verdienen.

      Es ist alles lösbar. Allerdings fordert so etwas vom Fallüberwacher Fachkenntnisse, Zeit und Aufmerksamkeit. Wie oft habe ich in der Church gesehen, daß Reparaturprogramme – Life Repair mit eingeschlossen – nur oberflächlich den Fall etwas poliert haben, ohne die zugrunde liegenden ruinösen Dinge anzugehen. Und das gilt auch für die Zeit vor Miscavige, es gilt auch für „höhere Orgs“ wie Kopenhagen oder Flag, die sich durch höheren zeitlichen Druck auf die Fallüberwacher hervortun.

      • worsel schreibt:

        Es gibt verschiedene Prozesse und Ansätze, um mit versteckten Standards umzugehen. Auch ist nicht jedes Ziel automatisch mit einem Problem verbunden, mit dem der PC Auditing (und alles andere) beurteilt und welches als ständiges Problem mit dem PC ist.
        Manchmal kann man auch Leuten mit einfachen anderen Mitteln helfen, wie einem Verstehen der Daten-Serie und danach einer Anwendung von Ethik-Formeln. (In dieser Reihenfolge wird man sich viele Fehlversuche ersparen.) Ein richtiges Warum für einen unerwünschten Zustand zu finden braucht individuelle Gespräche und Beobachtung. Aber dann kann man oft Erstaunliches bewirken.

        • Josef schreibt:

          Hallo Han Solo und Worsel,
          genau richtig, alles ist mit der LRH-Tech handhabbar.
          Mein Bilck war im Moment jedoch weniger auf die Details gerichtet als auf das gesamte Bild. Es geht mir mehr um das Fundament, auf dem man stehen könnte. Der berühmte „Fels in der Brandung“.
          Ich meine, es nützt wenig, wenn man in einzelnen Disziplinen ein hochgradieger Profi ist und in anderen Bereichen dann doch wieder auf die Squirrl-Tech zurückgreifen muss, weil es eben so die aktuelle Übereinstimmung ist.
          Die Brücke ist ein Gradient. Wie zerstört man diese? Es genügt, nur einen einzigen Gradienten unerreichbar zu machen, dann sind alle darüberliegenden Gradienten auch nicht mehr erreichbar. Das ist die Tech der Gradienten. Ein übersprungener Gradient.
          Also nehmen wir an, dass ein wahrer Clear in irgend einer Weise oder auf Grund irgend einer nicht einmal wesentlichen Änderung der Tech nicht mehr vollständig erreichbar ist. Dann wären auch die OT-Stufen erledigt. Auch wenn man weitermachen kann. Irgendwann würde der Pre-OT dann steckenbleiben. Der Weg ganz hinaus, aus dem Labyrinth wäre blockert.
          (Wenn man dann auch noch dafür sorgen kann, dass jede Korrektur eines übersprungenen Gradienten unterbunden wird, z.B. „Dianetik verboten bei Clear und darüber“, dann hat man ein echtes Ass im Ärmel. Und niemand wagt es, die Frage der Fragen zu stellen, denn es steht ja LRH unter der Referenz.)
          Und jetzt stelle man sich vor, dass viele dieser Grandienten, jeder für sich, unerreichbar gemacht wurden. Dann kommt nicht mal jemand mit viel Glück noch durch.
          Dann ist es grad egal, ob man den „Versteckten Standard“ zu beheben weiß.

      • Han Solo schreibt:

        @ Worsel :

        Ja, ich habe mich unklar ausgedrückt und korrigiere : für die von Josef geschilderten Hidden Standards erscheint mir Remedy AR als beste Maßnahme.

        Es gibt ja – neben Methoden von Level 1 – auch eine Handhabung für Hidden Standards auf der Liste GF40, aber die funktioniert nur dann gut, wenn dem PC die Frage real genug ist.

        • worsel schreibt:

          Siehe auch HCOB 1 Mai 1991, Handhaben von Versteckten Standards mit XDn, (Tech Vol XIII, p. 553).
          Ich erinnere mich dunkel, dass es noch ein oder zwei andere Ansätze gab. Glaube, Objektive Prozesse waren einer davon. Weiß es leider nicht mehr so genau. War auf irgendeinem vortrag. 🙂

    • Schorsch schreibt:

      Hallo Josef,
      sehr scientologisch gedacht. Ziel A und mein Ziel B sozusagen. Ziel A muss also angenommen werden. Mein Ziel zählt nicht. Ist ja womöglich aberriert.
      Ich habe hier eine kleine Referenz dazu: (nicht profimäßig übersetzt)

      „HCO POLICY LETTER OF 24 FEBRUARY 1964
      All Orgs
      URGENT
      ORG PROGRAMMING

      GPMs
      Issue publicly pcs do have their own goals and GPMs. The best way to get them run is to get graduated up through the levels. The Invalidation of the idea that a pc had his own goals was a
      severe blow.
      Invalidation of a pc’s own GPMs, calling them implants, produces an instant ARC Break and physical repercussions.

      „GPMs (Ziele Problem Massen)
      Veröffentliche an alle, dass PCs ihre eigenen Ziele und GPMs haben. Der beste Weg diese gelaufen zu bekommen ist sie durch die Levels zu bekommen. Die Abwertung der Idee dass der PC seine eigenen GPMs hat, diese Implants zu nennen, erzeugt einen sofortigen ARK Bruch mit körperlichen Auswirkungen.“

      Warum bin ich denn zu Scientology gekommen. Bestimmt nicht um etwas zu machen, das ich nicht wirklich will. Ich bin deswegen gekommen, weil ich Ziele hatte, die ich nicht erreicht habe. Wenn ich diese aufgeben sollen müsste, ist der einzige Grund weg, warum ich in Scientology bin. Denn wenn ich meine Ziele nicht verfolgen darf, dann bin ich nicht da. Ob nun mein Körper noch da ist spielt dabei keine Rolle.

      Hier ein kleines persönliches Beispiel über die Macht von Zielen. Als ich in Scientology gekommen bin, wollte ich meine Beziehung zu Frauen verbessern. (schön formuliert, oder?) Also konnte man mich damit locken. Sehr schnell bin ich dann Mitarbeiter der Münchner Org geworden. Vieleicht kann sich der eine oder andere noch erinnern. Die Org hat als Sea Org angefangen. Dann erst wurde sie zu einer „normalen“ Klasse 4 Org. Aber die Sea Org Sex Rules wurden weiterhin angewendet. Als ich das auf den ersten Mitarbeiterkursen so erfahren habe, wollte ich natürlich nicht mehr Mitarbeiter sein. Da Mitarbeiter sein bedeuten würde meine Ziele und Wünsche fallen zu lassen. Ich war in der Zeit noch am Hin und Her Denken darüber. Aber in etwa zu der Zeit, also sozusagen „Instant“, also zur gleichen Zeit, hat meine Verwandtschaft zum Durchdrehen angefangen und ich musste als Mitarbeiter entlassen werden.
      In anderen Worten, man kann nur in bestimmten engen Grenzen gegen seine „inneren“ Vorstellungen, Wünsche, Träume und Ziele zuwider handeln. Mancht man das, so gibt es erst mal einen Warnschuss vor den Bug. Macht man weiter, so kracht es gewaltig. Entweder bei einem selbst oder in der Umgebung.
      Das schöne daran ist, wenn man fähiger wird, kracht es in der Umgebung. Und zwar gewaltig. Schau Dir die körperschaftlichte Scientology an, dann kannst Du ungefähr erahnen wievielen OTs diese Körperschaft auf den Senkel gegangen ist.

      • Josef schreibt:

        Hallo Schorsch,
        bitte bleibe doch Deinen Zielen treu. Ich sagte doch, dass andere Ziele legitim sind. Eine gute 2. Dynamik ist kein aberriertes Ziel.

        Ein „Muss“ gibt es in der LRH-authentischen Scientology nicht. Es ist unmöglich, jemanden zu befreien während man ihn zwingt. Aller Zwang stammt aus dem reaktiven Mind, es ist ein Engrammbefehl, den Leute dramatisieren. Zwang hat in Scientology nichts zu suchen.

        Scientology geht ausschließlich über „Verstehen“, was ARK ist. Daher ist die Ausbildung (gemeint ist hier die Ausbildung zu einem praktizierenden Scientologen, nicht Bücher lesen) 50% der Brücke. Denn ohne Verstehen kann der von LRH aufgezeigte Weg aus dem Labyrinth nicht gegangen werden.

        Vielleicht rede ich da leicht daher, weil ich mit den Zielen von LRH übereinstimme. Ich bin mir sicher, dass sich auch alles andere früher oder später fügt, wenn ich den Weg zu diesem Ziel beschreite. Ob ich je das Ziel erreiche, weiß ich nicht, aber den Versuch, es zu wagen will ich schon.

        Ich schaue dabei weit in die Zukunft und betrachte nicht nur dieses Leben alleine. Sollte man mir den Body nehmen, dann mache ich mit dem nächsten Body weiter. Daher kann ich gerne jetzt auf den Fernseher, das Auto und ein schönes Haus verzichten. Die Dynamiken werden sich entwickeln, wenn ich den Weg erfolgreich gehe, das halte ich für möglich.

        Schaue Dir die Ziele von Scientology an, vielleicht findest Du etwas, mit dem Du übereinstimmen kannst.

        Solltest Du etwas finden, womit Du, ganz ohne Zwang, übereinstimmen kannst, dann wird es Dir vermutlich auch wichtig, was mit der Tech von LRH passiert. Dann wird es wichtig, die Tech selbst richtig anzuwenden. Denn sonst kann man das Ziel knicken.

        Wir haben hier zwei Probleme zu bewältigen. Das eine Problem ist, die Tech für uns selbst zu verstehen und richtig anzuwenden. Das andere Problem ist die böswillige Veränderung der Tech, die zu vielen Enttäuschungen geführt hat. Soweit ich es nachvollziehen kann, wird die Tech seit Ende 72 böswillig verändert und bring uns Scientologen zu scheitern. LRH hat das offensichtlich erkannt und hat versucht das zu korrigieren, bis er schließlich die Kontrolle darüber verloren hat, flüchten musste und sich auch versteckte. Darüber gibt es reichlich Stoff im Internet.

        Aber um hier die Klippen zu umschiffen muss die persönliche Einstellung und Ausrichtung auf das Ziel passen, denn sonst hat man ja gar nicht die Motivation zu fragen: „Was wurde verändert?“ oder „Was wurde falsch gemacht?“

        Ich habe hier schon einige Beiträge geschieben, mit denen ich die Leute darauf sensibilisieren möchte, dass mit der Tech nicht alles zu besten steht.

        Leute, die in Scientology kommen und zunächst (ganz legitim, war bei mir auch so) ihre eigene Ziele B verfolgen, sind die leichtesten „Opfer“ der beiden Probleme (also korrekte Anwendung und böswillige Techveränderung). Sie sind noch nicht so weit, das Thema KSW zu ihrem eigenen zu machen. Manche wenige haben auch zudem ein böswilliges Ziel B und helfen fleißig mit, die Tech zu verdrehen. Davor müssen wir uns wappnen.

        LRH hat die Brücke vollständig entwickelt. Das hat er geschafft, obwohl er vom ersten Tag an (Erscheinen von Buch 1) heftigst bekämpft wurde. Das war eine unglaubliche Leistung, das kann man mit Worten gar nicht beschreiben.
        1972 war die Brücke vollständig da und die Gegner von Freiheit haben realisiert, wie machtvoll die Brücke ist. Daher wurde massiv daran gearbeitet, die Brücke zu zerstören. Die Mächtigen dieser Erde waren in absoluter Panik und hatten nackte Angst, dass ein OT hereinspazieren könnte uns sagt: „mach mal Platz“.

        Jetzt sind sie nicht mehr in Panik. Die CoS ist eine Leseclub (Basics) mit barmherziger Mildtätigkeit (Ehrenamtliche Geistliche), die Mitglieder überwiegend hoch verschuldet, denn wer auch nur den kleinsten Schritt nach vorne machen will muss sehr viel Geld geben. Das Feld der freien Scientologen ist zerstreut und wenig organisiert. Durch das Abbrechen der Verbindung werden die beiden Bereiche erfolgreich getrennt. Es gibt keine Kommunikation von Leuten in der CoS zu Leuten ausserhalb. Ausserdem hat so gut wie niemand die Tech rekonstruiert und breit zugänglich gemacht. Wer sich zu weit aus dem Fenster lehnt, wird von OSA mundtot gemacht. Sie haben uns weitgehend im Griff.

        Nach dem, was ich so alles im Internet recherchiert habe scheint es so, dass die Brücke 1972 vollständig entwickelt war. Denn zu diesem Zeitpunkt hat man angefangen, LRH extrem zuzusetzen. Warum gerade da? Weil da die Ergebnisse sprektakulär waren. Die Jahre danach sind eine einzige Verwirrung. LRH wurde mehr und mehr von den Linien ferngehalten.

        Und zwischen all‘ diesen Dingen werden die guten Leute zerquetscht. Besonders leicht die mit Ziel B. Sie machen sehr leicht und sehr schnell die Tech dafür verantwortlich, dass sie ihre Ziele nicht erreicht haben. Bei dem vorliegenden Chaos kein Wunder.

        Das ist nicht gut für uns alle, da man anfängt zu denken, die LRH-Tech funktioniert nicht, was einer immer weiteren Veränderung oder der Akzeptanz der Veränderung Tür und Tor öffnet.

        Meine Botschaft:
        Die authentische LRH-Tech funktioniert immer.
        Sollte diese scheinbar nicht funktionieren, dann wurde sie falsch angewendet oder verändert. Mit dieser Gewissheit lässt sie sich auch rekonsturieren. Mit dieser Gewissheit brauchen wir unsere Ziele nicht aufgeben.

        • SKM schreibt:

          Warum grade 1972?
          Viele Durchbrüche haben nach dieser Zeit stattgefunden.
          Findest Du NED für OTs überflüßig?
          Oder die Super Power Rundowns? (Die leider nie vollständig herausgegeben wurden und wohl auch nicht werden.)
          Oder die technischen Filme und korrekturen in den TRs?
          KTL/LOC (die leider nicht 100% getreu seinen Anweisungen kompiliert wurden)?

          Es liest sich so ein bisschen, als wenn Ron ein Opfer gewesen wäre, dem zugesetzt wurde.
          Meinst Du nicht, dass er genau wußte, worauf er sich eingelassen hatte, als er die höheren OT Stufen frei gegeben hatte? Oder selbst schon das Dianetik Buch?
          Ich bin mir sicher, dass Ron genau wußte, dass er gegen die Zeit arbeitet und jede Menge Gegen-Anstrengung.

          Es ist eigentlich zu bewundern, wie weit er den Weg überhaupt geschafft hat.
          Und heute finde ich sind die besten Zeiten angebrochen, Scientology voranzubringen.
          Das Modell der Kirche hat sich nicht lange gehalten, nachdem die Kirche immer mehr in Richtung „Symbole“ und „Geheimnisse“ und „Autoritäten“ gegangen ist.
          Obwohl das Spirituelle in Scientology wesentlich ist, das Mock-Up „Religionsgemeinschaft“ ist irgendwie nicht attraktiv.
          Ich gönne jedem Christen, Buddhisten und Atheisten die Gewinne, die mit Scientology möglich sind, ohne dass er Teil der „Religionsgemeinschaft“ werden muss.

        • worsel schreibt:

          Zu unterschiedlichen Zeiten gab es gravierende Unterschiede in dem, was unter der „Tech“ verstanden wurde. In der ersten Zeit wurden beispielsweise die Ergebnisse der OT-Stufen persönlich überprüft. Solch eine Überprüfung konnte mehrere Stunden dauern. Die Folge war zwar eine extrem hohe Qualität, jedoch eine sehr geringe Zahl von Abschlüssen. Dann wurde das System des Attestierens in der Qualifikationsabteilung eingefügt. Zu beiden Zeiten war es jeweils „die Tech“.
          Ein anderes Beispiel ist das Aufschreiben von Overts und Withholds. In den Siebzigern wurde das „Withhold-System“ dafür benutzt. Man nahm ein Thema, etwas, das einen störte oder was man als fehlerhaft erkannt hatte und schrieb dann seine Overts und Withholds um dieses Thema herum auf – bis das Thema gelöst oder wenigstens deutlich erleichtert war. Dann konnte man sich das nächste Thema vornehmen und so sein Leben allein damit deutlich verbessern. Dieser systematische Ansatz ist verloren gegangen. Unter „der Tech“ wurde also zu unterschiedlichen Zeitpunkten teilweise vollkommen andere Dinge verstanden, weil eine Entwicklung stattfand.
          Es gab 1972 noch entscheidende Bereiche, welche Fehler enthielten, wie beispielsweise, dass ein Clear oder OT keine Engramme oder Ziele-Prozesse laufen darf. Die Gründe dafür und die möglichen Folgen davon waren noch nicht bekannt. Die hat L. Ron Hubbard erst 1978 herausgefunden, als er nach dem Grund suchte, warum es ihm so schlecht ging. Du findest in dieser Zeit eine ganze Reihe bemerkenswerter Neuerungen (ab Herbst 1978).
          Es gab Fehler in dem, was als „Tech“ verstanden wurde und ich denke, dass wir auch in das Bild miteinbeziehen müssen, dass L. Ron Hubbard ein Mensch war und dass das auf Hochglanz polierte Bild, welches die CofS propagiert nicht einen richtigen Eindruck vermittelt. Es gab Ecken und Kanten und Umstände waren nicht immer einfach in der Nähe von Ron. In meinen Augen hat er allerdings dadurch an Respekt gewonnen, dass er dennoch die Dinge auf die Beine gestellt hat, die er auf die Beine gestellt hat. Eine Seite, die zum Beispiel völlig ausgeblendet wird, ist die, das er Hunderte, wenn nicht Tausende Prozesse an sich selbst ausprobiert hat. Er war teilweise in sehr eigenartigem Zuständen. Er war ein Mensch, er konnte weinen oder verzweifelt sein. Seine Wutausbrüche waren legendär. Sein Tonarm war am oberen Anschlag und Reparaturen wurden erst später entwickelt. Ebenso werden die Leistungen seiner Mitarbeiter und Weggefährten in den offiziellen CofS-Darstellungen praktisch weggelassen. Vielleicht schreibe ich einmal einen Artikel über „Wer war L. Ron Hubbard?“ (falls es nicht ein Buch wird). Ich glaube, dass wir erwachsen genug sind, um uns ein ehrliches Bild leisten zu können. Die CofS arbeitet an einem Hochglanz-Klischee, einige Kritiker stürzen sich auf die Fehler. Ich denke, es wird an den Independets liegen, einemal ein Bild zu zeichnen, welches alle (verfügbaren) Aspekte ehrlich beleuchtet.
          Bitte entschuldige, wenn ich vom Thema abgewichen bin. 🙂

        • Schorsch schreibt:

          Danke Josef,
          ich möchte noch was sagen zu den Angriffen auf L. Ron Hubbard. Zu dem ob die Tech 1972 fertig war und danach die Dinge richtig heftig wurden kann ich nichts persönliches sagen, da ich erst ein paar Jahre später dazu gestoßen bin.
          Ron Hubbard war nicht der Einzige der angegriffen wurde. Ich möchte hier die Dinge die ich erlebt habe (oder vermeintlich erlebt habe) nicht so aussprechen wie sie tatsächlich passierten. Deswegen bediene ich mich mal einer nicht scientologischen Terminologie.

          Wenn man nun in den Himmel kommt (ob das jetzt aktuell immer noch so ist weiß ich nicht, da ich dort noch nicht wieder angekommen bin. Lebe ja noch hier in diesem Körper.) dann muss man sagen, was man so getrieben hat. Wenn man nun gut war, dann kam man in Pforte A rein. Wenn man schlecht war, dann ging es nach Pforte B. Wenn man Scientologe war, dann wurde man zu Pforte C geschickt. Pforte C bedeutete nicht, dass es eine Extra Belohnung gab.

          Meine Einstellung ist aktuell das Leben zu genießen und Freude zu haben. Die Zukunft könnte noch sehr hart werden. Hier auf Erden oder anderswo. Wenn Du auf die Tech stehst dann habe ich einen Tipp für Dich. Lerne jene Prozesse gut die man auch anwenden kann wenn man keinen Körper hat. Zum Beispiel „Creative Processing“. Auf den Philadelphia Doctorate Course Tapes steht alles was man braucht um den Himmel zu überstehen. Auch wenn dort einiges gestrichen wurde. Diese Stellen sind nur marginal wichtig. Wichtig ist, Spacation, alles über Flows und Energie. Also eigenen Raum zu erschaffen und wie man damit umgeht wenn man mit Energie beschossen wird.
          Das kannst Du da oben gut brauchen. Ist natürlich auch hier auf Erden gut anwendbar.

        • Josef schreibt:

          Warum 1972?
          Ich bin ja kein Fan der Basiks, wie diese zuletzt mit dem GAK herausgekommen sind. Wer von Euch hat die Karte der GAK-Basics der CoS?
          Mit welchem Datum enden die Basics?

          Eine weitere Tatsache: LRH hat die Brücke rückwärts entwickelt. Will heißen, zuerst die OT-Stufen und dann die Untere Brücke. Wann wurden also die OT-Stufen entwickelt?

        • SKM schreibt:

          @Josef,
          war das eine Antwort auf meine Frage?
          🙂

        • Josef schreibt:

          @ SKM
          Nein, keine Antwort, ein Denkanstoß. Hast Du nachgesehen?
          Du hast eine ganze Menge Fragen gestellt. Zu den meisten Fragen hätte ich eine Meinung. Das Problem ist die Realität. Wenn Du Dir noch nie die Frage gestellt hast, warum so viele, die die heutigen OT-Stufen gemacht haben, aufgegeben haben (das Leitthema von Mayo hier), krank wurden oder sogar gestorben sind, wird meine Meinung nicht real sein. Zudem sind viele Vermutungen noch nicht ausgearbeitet und mit Fakten belegt.
          Mit dieser Brücke stimmt etwas nicht, das ist für mich sehr offensichtlich. In der CoS und ausserhalb wird annähernd die gleiche Brücke verwendet. Sollte es wahr sein, dass tatsächlich etwas nicht stimmt, dann kommen wir ausserhalb auch nicht weiter. Das käme den Unterdrückern doch sehr gelegen. Ausser wir sind sehr wachsam und achten auf unanwendbare Teile der Tech.
          Von der Historie her gibt es viele Daten, wie es LRH nach 1972 erging, teilweise sehr widersprüchlich. Es gibt leider wenig Gesichertes, daher möchte ich davon nichts wiederholen. Aus dieser Historie und deren Widersprüchen lässt sich jedoch ein Verdacht ableiten, den man sehr wohl weiterverfolgen kann. Entweder der Verdacht war unbegründet, oder man findet mehr Belege.
          Die Wiedersprüche selbst zu ergründen ist möglicherweise nicht notwendig. Es ist einfach der Einstieg, genau zu schauen, was den vorliegt.
          Was ist entscheidend? Entscheidend ist die funktionsfähige Tech.
          Wie LRH so schön sagte: Wir brauchen das Unwissbare nicht zu wissen. Schauen wir uns einfach das an, was wir haben. Das ist die Tech. Denn die brauchen wir für den Weg hinaus.
          Als Beispiel nehme ich nochmal das schon angesprochene: „Dianetik verboten bei Clear und darüber“. Es wird so angewendet, dass niemand mehr Dianetik bekommen kann, der einmal auf den OT-Stufen gestartet ist. Ich habe das am eigenen Leib zu spüren bekommen. Ich persönlich habe eine subjektive Realität darüber, wie zerstörerisch diese Sache ist.
          Fakt: die Brücke ist ein Gradient. Fakt: Gradienten können übersprungen werden. Tech: man geht zurück zu dem Gradienten, der noch gut ging. Es ist niemals die Sache verkehrt, mit der man Schwierigkeiten hat, sondern immer mit einer Sache davor. Deshalb ist es zu Korrekturzwecken zwingend erforderlich, Dianetik all denen zu geben, die diesen Gradienten übersprungen haben. Denn ansonsten ist die Brücke für diese Personen erledigt von nun an für alle Zeit. Wem nützt das? Dem Unterdrücker.
          Worsel hat natürlich recht, man würde Dianetik in spezifischen Fällen nicht geben. Man gibt ja die Tech ohnehin nicht wahllos, es ist immer Sache des CS.
          Das Wort „verboten“ ist hier übrigens bezeichned. Sehr dramatisch, pauschal, also wenig differeziert ausgedrückt. Hätte das LRH so herausgebracht?
          Ich persönlich war auf den OT-Stufen. Ich wurde krank und bin zusammengebrochen.
          Dann bekam ich Dianetik, entgegend der „autorisierten Tech“. Dianetik lief sehr gut. Es geht mir heute wieder besser.
          Die „autorisierte Tech“ sagt, dass man mit den OT-Stufen alles handhaben kann. Das habe ich immer wieder sagen hören in der CoS. So wird geCSt. Was für ein Blödsin. Das Stabile Datum ist: Die Brücke ist ein Gradient. Deshalb ist das ein Squirrl.

          Standard Tech ist definiert als eine Tech, die bei 100% aller Fälle anwendbar ist und Ergebnisse erziel. Nach dieser Definition ist das Obige keine Standard Tech. Denn es ist offensichtlich, dass es nicht bei allen Fällen anwendbar ist. Beweis: Bei mir war es nicht anwendbar, die 100% sind gefallen.

          Über die Anwendbarkeit lassen sich die Squirrls entdecken. Wenn Du ein Datum findest, das nicht bei allen Fällen anwendbar ist, dann ist es sehr wahrscheinlich ein Squirrl. Jetzt kann man es weiterverfolgen. Wichtig dabei ist, die exakte Duplikation der Tech. Es muss ausgeschlossen sein, dass man es falsch verstanden hat. Sonst ist kein Urteil möglich. Idealer Weise hat man den Primary Rundown gemacht und ist Superliterat. Ein Superliterat ist jemand, der einen Text lesen und sofort anwenden kann. Das heißt auch, dass er sofort erkennen würde, wenn etwas nicht anwendbar ist. (Es ist überhaupt keine Überraschung, dass der Primary Rundown in der CoS nicht mehr geliefert wird, obwohl er früher ab den Levels und für die OT-Stufen eine Vorbedingung war. Man hat für alles gesorgt.)

          Worauf es mir ankommt, ist zu sensibilisieren, dass man seine Beobachtung auf unanwendbare Tech richten sollte. Selbst denken und nicht einfach hinnehmen, was serviert wird. Meine Erfahrung erhärtet sich immer mehr nämlich, dass man Squirrls erkennen kann. Mit dieser Einstellung lässt sich auch ermitteln, wann begonnen wurde, die Tech böswillig zu verändern. Die Jahreszahl 72 habe nicht ich ermittelt. Es wurde von jemand anderes ermittelt, jedoch leider mit zu wenig Fakten, vieles ist nicht zu überprüfen. Dann habe ich angefangen zu schauen. Nichtanwendbare Tech gesucht. Verblüffender Weise bin auch ich dann bei 1972 angekommen. Das muss aber nicht zwingend richtig sein. Wichtig ist es, dem Squirrl den Garaus zu machen.

          Es ist nur so: das muss im Prinziep jeder für sich selbst ermitteln. Denn sonst würde ich oder wer anders als eine Autorität fungieren, die sagt, was nun wiederum alle zu denken haben. Das hatten wir schon zum Abwinken. Ich sehe keinen anderen Weg als „selbst Denken“ (das mögen die Unterdrücker gar nicht, also tut es!) Zudem wäre Ziel A sehr nützlich, ich will mich hier aber nicht wiederholen.

          Jetzt habe ich schon wieder so viel geschrieben, oh Mann. Es liegt mir fern, mich aufzudrängen. Aber ich wünsche jedem, den Weg hinaus zu finden.

        • SKM schreibt:

          Josef,
          danke dass Du Dir so viel Mühe gegeben hast, die Frage zu beantworten.

          Ich habe mir die Idee angeschaut dazu, dass die Tech 1972 „fertig“ sein sollte.
          Nun, in der Tat gibt es sogar Ausgaben von LRH, wo er das geschrieben hat.
          Aber ebenso wurde in KSW#1, in 1965 von ihm gesagt: „Punkt 1, die Technologie haben, wurde erreicht.“ Nicht ganz zwei ein halb Jahre später kam LRH mit dem Konzept „Standard Tech“ (von dem man im KSW#1 noch nichts gelesen hat). Dann kamen die Klass VIII Kurse. Die Tech hat sich immer weiter entwickelt.
          Meinst Du Terminale, die an den Trainingsfilmen mitgewirkt haben, hätten nicht erkannt, wenn LRH durch einen „Doppelgänger“ ausgetauscht worden wäre?
          Und selbst wenn, warum sollte sich ein „Agent“ so viel Mühe geben, Filme zu produzieren, um die Duplikation der Tech zu erleichtern?
          Schon in 1962 schrieb LRH in einem Bulletin über die Vorteile einer Vorführung von den CCHs (HCOB 5 APR 1962).
          Nicht, dass ich Dir unterstelle, dass Du an diese Doppelgänger Idee glaubst, doch ähnliche Verschwörungstheorien kursieren in Zusammenhang mit dem Jahr „1972“.

          Ich denke übrigens auch, dass was an der „oberen Brücke“ so gefährlich ist, sind nicht die Prozesse selbst, sondern die Abweichung von der Routingform auf den Diensten. Sec-Checks auf oberen OT Stufen sind ein No-Go und werden dennoch standardmäßig bei jedem in der CoS durchgeführt.
          So schleichen sich verborgene Abwertungen und andere BPC an. Sowie die Desillusion nach Abschluß nach OT VIII. Ob es nur ein Symptom von „Quicky-Grades“ der höheren Stufen ist oder ob da tatsächlich böswillig drin gepfuscht wurde weiß ich nicht. Fakt ist, dass vielen es schlecht ergeht.
          Grade neulich habe ich von einem weiteren OT VIII aus dem Hamburger Raum gehört, dem es Körpermäßig richtig schlecht ergangen sein soll.

          Aber ich bin einig mit Dir, wenn Du sagst, man muss einfach selbst schauen, anstatt alles zu akzeptieren, was einem vor die Nase gesetzt wird.
          Das ist halt das Los eines wahren Wahrheitssuchenden 😉

          Alles Gute für Dich.
          Und – ich war selbst nicht dabei, um mit meinen Augen gesehen haben zu können, was in den 70ern vorgefallen ist. Ich wünschte ich wäre.

  5. Hubert Scheer schreibt:

    hallo josef!
    du hast dir wirklich zeit genommen dieses Ding-Thema, auseinander zu nehmen. bravo dafür!
    gruß
    hubert

    • Josef schreibt:

      Ja Hubert, wenn es nur was helfen würde!

      Und wenn nur einer umdenkt, dann wäre es der Mühe schon wert gewesen.

  6. Schorsch schreibt:

    In anderen Worten, wir tappen im Dunkeln was die Brücke betrifft.
    Der Weg hinaus ist nicht mehr ausgeleuchtet.
    Ergo müssen wir zu dem Punkt zurück gehen kurz bevor es anfing schief zu laufen.
    Es gibt für mich zwei markante Punkte die es näher zu untersuchen gilt.
    Der eine war die Einführung von NOTs. Dies kann ich nicht weiter verfolgen weil ich NOTs selbst nicht erlebt habe. Das müssen jene tun die das erste freigegebene NOTs erhalten haben. (das nur auditierte. Das SOLO kam später)
    Der aber weitaus wichtigere Punkt war, was 1984 passierte. Oder der Weg dort hin von der Finanz Polizei angefangen.
    Das was damals passierte muss aufgedeckt werden. Also Wer, Wann, Warum-Absicht.

    Wenn die Tech nicht funktioniert dann ist die Ethik out. Das was damals von 82 bis 84 speziell passiert ist eine Menge out ethik. Über dies hinweg zu gehen ist zwar der einfache Weg, aber ohne diese Zeit völlig und vollständig aufzuarbeiten, als Einzelperson und als Gruppe, wird es keinen einzigen OT mehr geben. Weder in der Church noch woanders. Denn das was damals passierte ist Teil der OT Brücke. (Ein OT Fall wirkt sich normalerweise nicht auf den Körper des OT aus sondern eher auf die Umgebung. Ein OT kann seinen Fall in seiner Umgebung wahrnehmen. Das was in der Umgebung des OT gerade passiert IST der Fall dieses OT.)

    • SKM schreibt:

      Ganz sicher gab es einen heftigen inneren Push von Miscavige zu der von Dir erwähnten Zeit.
      Wenn man D. Mayo etwas Vertrauen schenkt und nehmen wir mal an, er hätte die Briefe tatsächlich von LRH bekommen (von denen er an anderer Stelle spricht) und sie dann auch einigen Terminalen rumgezeigt, dann ist es ganz klar, dass er eine große Bedrohung für Miscavige war. Er wurde regelrecht abgesägt. Dadurch hat die Scientology einen richtigen C/S verloren und der Kampf im Management von „Admin über Tech“ hat obsiegt.
      In den Schreiben von LRH an Mayo (leider fehlen Dokumente dazu), soll es darum gegangen sein, dass LRH an Mayo geschrieben hat, dass er das Gefühl hat, dass die Dinge aus dem Ruder laufen und dass Scientology sich wieder zurück auf die technischen Aspekte besinnen sollte und dass die Admin mehr in den Hintergrund rücken sollte. Mayo sollte der I/C für die Technologie werden und ich denke es könnte einiges daran sein, dass so ein Briefverkehr tatsächlich stattgefunden hat (aber ohne Dokumente ist es natürlich nur eine Theorie).
      Mit dem Aufziehen des AAC (advanced ability centers) war es eigentlich auch ein Schritt in die Richtung, unabhängig vom „roboterhaften“ Management, die Technologie weiter zu brigen. Nicht dass Mayo es intern nicht versucht hätte – ihm wurde aber heftigst zugesetzt, er wurde ins RPF gesteckt, ziemlich übel degradiert.
      Dann gibt es noch den Bericht von Marty, per dem ersichtlich ist, dass Miscavige mit einer relativ kleinen Summe hätte erreichen können, dass LRH wieder zurück aus seinem Versteck hätte kommen können (das Projekt All-Clear). Doch Miscavige hat es einfach nicht getan – ein Anzeichen dafür, dass er ein anderes Spiel gespielt hat (ist es ein Wunder, dass er „jeden“ der CI (counter intention) bezichtigt)?

      Also dass es einen Macht-Pusch gegeben hat ist keine Theorie – nur welche Verschwörungen darin so alles verwickelt sind, ist für einen Betrachter von aussen nicht wirklich leicht zu ersehen.

      Ich weiß aber auch nicht, ob wir wirklich alle Antworten darauf brauchen, denn vieles davon betrifft lediglich die Scientology Corporation und ihren Verfall.

      Wenn es um technologische Einbußen geht, dann ja, hier ist es wichtig, den Ariadnefaden wieder richtig zu spannen.

      • Schorsch schreibt:

        Ich denke schon wir alle die in der Zeit dabei waren müssen genau wissen was passiert ist. Jedes Nicht Wissen ist eine potentielle Falle in der Zukunft. Ich gebe mal ein interessantes Beispiel aus einem ganz anderen Bereich. Als ich in den 70igern Elektronik lernete gab es Gigahertz Transistoren. Also konnte man Wellen bis zu ca. 2 Gigahertz verstärken. Damit messen und erzeugen. Mehr war nicht drin. So habe ich mich neulich interessiert was denn aktuell möglich ist. Ich dachte so an 100 Gigahertz oder so. Kuckst Du, Terrahertz sind möglich. Also das 1000 fache ist aktuelle kaufbare (nicht geheim gehaltene) Technik. Es gibt mit dieser Technik Körperscanner die folgendermaßen funktionieren: Es wird das Feld des Körpers (wir können dies auch die Aura nennen) gemessen und ausgewertet. Ist nun eine Pistole am Körper so verändert dieses Metall die Aura das Körpers und das wird am Computer als Bild übersetzt. Zur Messung werden diese Terrahertz benötigt. Also die Verstärker Transistoren. Und das funktioniert auf bis zu 60 Meter Entfernung. So ein Ding kann man kaufen. Das ist nicht high end das nur für Dienste hergestellt wird. Diese werden noch ein wenig besser sein.

        Man kann jetzt die Augen vor dem verschließen, lalala im dunklen Wald singen und weiterhin blind durch das Leben gehen. Diese Techniken werden uns noch übel mitspielen in der Zukunft. Das sind jetzt sichtbare Techniken die man im Internet finden und kaufen kann.

        Das was damals passierte scheint so ein Management Ding zu sein. Da wurden aber weitaus heftigere Techniken angewendet als so ein Körperscanner. (Man kann natürlich mit so einem Scanner nicht nur Scannen sondern auch Senden wenn man das Gerät entsprechend ausbaut. Ein Aura Verwurstelungs Dings wäre das dann.) Und diese Art der Techniken werden weiterhin studiert und verfeinert. So wäre es schon lebenswichtig zu wissen, wer das macht, wie er das angewendet hat und wie wir vermeiden können, dass uns diese Anwendungen um die Ohren fliegen.

  7. SKM schreibt:

    Lana Mitchell, drüben auf dem iScientology.org Blog hat eine kurze Umfrage erstellt und hat gebeten, diese zu verlinken:
    http://www.iscientology.org/scientology-blog/411-where-do-we-go-from-here

    Es wäre schön wenn jeder, der Englisch spricht mit an der Umfrage teilnimmt.
    Danke

  8. Gottfried schreibt:

    Hallo Schorsch,
    folgenden Text von dir finde ich einfach super:
    ‚Meine Einstellung ist aktuell das Leben zu genießen und Freude zu haben. Die Zukunft könnte noch sehr hart werden. Hier auf Erden oder anderswo. Wenn Du auf die Tech stehst dann habe ich einen Tipp für Dich. Lerne jene Prozesse gut die man auch anwenden kann wenn man keinen Körper hat. Zum Beispiel „Creative Processing“. Auf den Philadelphia Doctorate Course Tapes steht alles was man braucht um den Himmel zu überstehen. Auch wenn dort einiges gestrichen wurde. Diese Stellen sind nur marginal wichtig. Wichtig ist, Spacation, alles über Flows und Energie. Also eigenen Raum zu erschaffen und wie man damit umgeht wenn man mit Energie beschossen wird.
    Das kannst Du da oben gut brauchen. Ist natürlich auch hier auf Erden gut anwendbar.‘

    Da ich auf Tech stehe, wüßte ich noch gerne mehr über:
    ‚…wie man damit umgeht wenn man mit Energie beschossen wird.‘

    KRC mit ARC
    Gottfried

  9. Schorsch schreibt:

    Das steht in den PDC lectures ganz ausführlich drin. Aber ohne jetzt dem vorzugreifen was ich mache wenn mir das passiert. Ich erschaffe eine Persönlichkeit und stelle diese dem Strahl in den Weg. So wird diese von mir absichtlich erschaffene Persönlichkeit beschossen. Natürlich tue ich dann so als sei ich Effekt davon und lasse diese Persönlichkeit von den anderen kontrollieren. Das bin ja nicht wirklich ich.
    Beispiel im Leben hier mit Körper: Ich musste mal aus Geldmangel in einer rauhen Umgebung arbeiten. Also auf Montage. Die Kerle die das machen sind harte Leute. Die mögen keine Aussenseiter. Da muss man mitziehen. Und wenn man das nicht macht kommt Druck. So habe ich eben eine akzeptable Persönlichkeit erschaffen. Saufen, Rauchen und so Dinge eben die einfach dazu gehören. Als ich den Job dann nicht mehr brauchte habe ich diese Person angestreift und war wieder der der ich sein wollte oder mehr für mich halte.
    Das Prinzip ist dabei immer gleich: wenn man mit Unterdrückung zu tun hat muss man dem Unterdrücker das liefern was er will. Wenn man sich dem entziehen will macht er nur noch stärker weiter. Beispiel: Bei der Bundeswehr gibt es vor dem Wochenend Urlaub immer das Stuben und Revier Reinigen. Natürlich fällt man beim erstech check durch. Man muss ja die Leute triezen. So liefert man dem Vorgesetzten immer erst mal eine dreckige Stelle. Möglichst eine die man leicht und schnell sauber machen kann. Und die auch gut sichtbar ist. So geht der Typ rein, findet gleich eine schöne unsaubere Stelle, meckert rum (das macht ihn dann glücklich) und weist an diese Unsauberkeit sauber zu machen. Das dauert nur paar Minuten und der Rest ist Pause. Dann latscht er wieder rein und checkt das aus und sieht dass es sauber ist. Alle sind glücklich und es geht ab in das Wochenende.
    Natürlich kann man sich bei all dem quer stellen und auf Ehrlichkeit und so was beziehen. Leider interessiert das diese Leute nicht. Die wollen nur jemanden zertreten.

  10. Gottfried schreibt:

    Danke Schorsch!!

    Der Umgang mit Unterdrückern ist hart und rauh. Da ist jeder Hinweis, wie man etwas dagegen tun, überlebenswichtig!

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