Eine Antwort von L. Ron Hubbard

William S. Burroughs lernte Scientology in den 50er Jahren kennen. Er ging nach Saint Hill und erreichte 1968 den Zustand Clear. Letztendlich lehnte Burroughs Scientology ab – aufgrund dessen, was er „faschistische Richtlinien von Hubbard und seiner Organisation“ nannte – dennoch befand er einige ihrer Entdeckungen für gut. Sein Bruch mit der Scientology-Kirche entwickelte sich in den späten 60er Jahren, als Burroughs in dem Magazin Mayfair eine Serie von zunehmend feindlichen Berichten über seine Erlebnisse mit der Organisation schrieb. Diese Berichte kulminierten in dem Artikel mit dem Titel „Ich, William Burroughs, fordere Dich, L. Ron Hubbard, heraus“. In dieser Herausforderung an LRH schrieb er:

Einige der Techniken [von Scientology] sind sehr wertvoll und rechtfertigen weiteres Studium und Experimentieren. Das E-Meter ist ein nützliches Gerät … (viele Varianten dieses Instruments sind möglich). Aus der anderen Seite bin ich gänzlich in Nichtübereinstimmung mit den organisatorischen Richtlinien. Keine Wissenssammlung benötigt organisatorische Richtlinien. Organisatorische Richtlinien können die Weiterentwicklung von Wissen nur behindern. Es gibt eine grundlegende Unvereinbarkeit zwischen einer Organisation und Gedankenfreiheit.

Ferner schrieb er am 6. März 1970 dieses auch in einem anderen Artikel, sowie:

… Alle Organisationen verursachen organisatorische Notwendigkeiten. Es sind genauer gesagt die organisatorischen Notwendigkeiten, die Scientology davon abgehalten haben die ernsthafte Beachtung zu erhalten, die die Wichtigkeit von Mr. Hubbards Entdeckungen würdigt. Scientologen sind nicht vorbereitet, um intelligente und manchmal kritische Beurteilung zu akzeptieren. Sie fordern bedingungslose Akzeptanz.

Für seine Berichte wies die Organisation ihm in 1968 den Zustand „Verrat“ zu und schloss ihn aus. Der öffentliche Streit wurde 1972 in einer Ausgabe des Rolling Stone fortgesetzt. In diesem bekräftigte er Kaufmanns Enthüllungsgeschichte, Im Inneren von Scientology.

Vol. 5 #6 1970 August

Aus dem Mayfair Magazin
L. Ron Hubbard bricht das Schweigen
Eine Antwort an William Burroughs

‚L. Ron Hubbard gibt grundsätzlich keine Interviews‘
– Scientology Sprecher

WELT EXKLUSIVBERICHT

L. Ron Hubbard, Gründer des fünf Millionen starken Scientology Kultes, spricht zum ersten Mal überhaupt in einer britischen Veröffentlichung, um seine Lehre gegen den weltbekannten Autor William Burroughs zu verteidigen. Lesen sie sorgfältig, es ist ein aufschlussreiches Selbstportrait eines außergewöhnlichen Mannes.

‚Scientology ist eine Volksbewegung, die weit verzweigt ist, und solche werden im allgemeinen vom Establishment geringschätzig betrachtet.‘

‚Ein Scientologe zeichnet sich dadurch aus, dass er wirklich versucht, es richtig zu machen, wenn er darauf hingewiesen wird, z.B. Briefumschläge nicht falsch zu adressieren.‘

‚Der Scientologe hat bewiesen, dass er Drogensucht heilen kann.‘

‚Man kann einem Scientologen die ihm eigene Heiterkeit und Lebensfreude nicht zum Vorwurf machen.‘

__________________

Da ich nichts von dem geschrieben habe, worauf William Burroughs sich bezieht, gibt es auch nichts, auf was ich direkt antworten könnte.

Burroughs ist ein großer Denker, der die Dinge seines Bereiches kritisch betrachtet. Ich habe nicht die geringste Absicht, ihn anzugreifen. Die Welt braucht Leute wie William Burroughs.

Ich habe sämtliche Missbräuche, von denen er spricht, bekämpft und ich bin der Meinung, dass sie schon vor Jahren abgestellt wurden.

Nur um die Gegnerschaft zwischen ihm und mir aufrechtzuerhalten und nur um des Wortgefechts willen bin ich nicht geneigt, einen Mann anzugreifen, vor dem ich Achtung habe. Es ist sein gutes Recht, eine eigene Meinung zu haben und sie auch zu äußern.

Jedoch erhebt seine Herausforderung viele Punkte von Interesse an Scientology und ihrer allgemei-nen Situation weltweit. Gegnerschaft wird von den Massenmedien als Lebenshauch betrachtet.

Wahrscheinlich können alle Schwierigkeiten, denen Scientology oder andere Minderheiten heutzu-tage ausgesetzt sind, auf gewisse Gegebenheiten zurückgeführt werden, die im Bereich der Mas-senmedien liegen.

Der Journalismus ist lange Zeit dem Muster gefolgt, Konfliktsituationen auszunutzen, um, wie es heißt, das Leserinteresse zu wecken.
Dies ist dem Grundsatz des dialektischen Materialismus entnommen. In dieser Lehre wird ange-nommen, dass zwei gegensätzliche Kräfte Ideen hervorbringen.

Die französische Zeitschrift Paris Match bahnte dieser Auffassung und Darstellung den Weg und war möglicherweise ihr Begründer. Unvermeidlich stößt der Leser in allen Artikeln und Bildberich-ten auf zwei gegnerische Parteien in Konflikt miteinander.

Diese Auffassung habe ich in Scientology weiter geprüft. Es schien eine Fehlanwendung des dia-lektischen Materialismus vorzuliegen.

Ich weitete die betroffenen Prinzipien aus und entdeckte, dass Artikel und Reportagen im Grunde Ideen sind und keine Kräfte.

Bei weiterem Einblick wurde das Prinzip offenbar. Zwei sich im Konflikt befindenden Ideen können Kraft hervorbringen! Vor allem, wenn die eine oder andere Idee nicht ganz offen erkennbar ist.

In einem Streit, in dem zwei entgegengesetzte Ideen vorgeschlagen werden, kann man beobachten, wie Stimmen immer lauter und energischer werden, und in Ermangelung von Überlegung und Klä-rung endet die Situation mit Hieben.

Zwei gegensätzliche Ideen führen im Allgemeinen zu Gewalt.

Der nordirische Glaubenskonflikt, Studentenunruhen, wo die Ideen der Studenten den Ideen der Fakultät oder des Establishments entgegenstehen, sogar der Konflikt zwischen Ost und West, dies alles sind Situationen, in denen konträre Auffassungen Gewalt hervorbringen.

Wie es im dialektischen Materialismus heißt, bringen zwei gegensätzliche Kräfte Ideen hervor. Da-durch wird eine Idee kreiert. Dieser Zyklus setzt sich fort, sobald zwei konträre Ideen eine Kraft erzeugen, und somit erhält man einen nicht endenden, sich ständig wiederholenden Kreislauf.

Der Journalismus, dem Prinzip der Gegensätzlichkeiten folgend, könnte tatsächlich Zwang und Gewalt hervorbringen. Journalismus hat mit Wörtern, Papier und Tinte zu tun und nicht mit Gewalt. Aber er hat oft Gewalt ins Spiel gebracht.

Die Scientology Zeitung Freedom, die im Zusammenhang mit solchen Gruppen, welche eine Re-form im ganzen Bereich geistigen Heilens anstreben, veröffentlicht wurde, ist ein solches Beispiel.

Psychiater wendeten bei Geisteskranken Zwang an und befürworteten einfach Festnahme und In-haftierung ohne gesetzliche Grundlagen und nutzten ihre Macht für politische Zwecke.

Verschiedene Gruppen, einschließlich Scientologen, erhoben Einspruch gegen die Anwendung von Gewalt im Bereich geistiger Heilung und kamen auf die Idee, die Psychiatrie müsse reformiert wer-den. Als Reaktion hatte die Psychiatrie die Idee, Scientology müsse ausradiert werden, bevor Scien-tology die Psychiatrie und all die Millionen Pfund, die ihr von der Regierung zu Forschungszwe-cken bewilligt werden, zunichte macht.

Diese beiden sich gegenüberstehenden Ideen erzeugten seitens der Psychiatrie, die vom Establish-ment gedeckt wird, weitere Gewalt gegenüber Scientology.
Die Zahl der Schriftsteller, die für Freedom schreiben, ist nun dreistellig. Wenn sie auch manchmal zu weit zu gehen scheinen, so stimme ich doch vollkommen darin überein, dass die psychiatrische Auffassung über geistige Heilung nicht dazu benutzt werden darf, ein ‚1984‘ zu schaffen, wie es in dem bekannten Buch von Orwell geschildert wird. Geisteskranke Patienten sollten Bürgerrechte besitzen. Sie sollten nicht geschlagen, nicht nach mittelalterlicher Sitte gefoltert oder getötet wer-den. Die Frauen sollten nicht vergewaltigt und die Männer nicht pervertiert werden. Auch sollte niemand, der geisteskrank ist, in einen hoffnungslosen Drogensüchtigen verwandelt werden, nur um ihn ‚ruhig‘ zu stellen.

Die Scientologen haben ihren eigenen Bereich gern reformiert. Sie haben die Sicherheitsprüfungen, die Trennung von Familien und das Aufbewahren von Geheimnissen der Patienten abgeschafft und sie sehen keinen Grund, warum sich die Psychiatrie weigert, ihre viel größeren Missbräuche gegen-über den Geisteskranken, wie leichtfertige Festnahme, Gewaltanwendung, Leugnung aller Rechte und Tod, abzustellen.

Die Psychiatrie, eine Wissenschaft des 19. Jahrhunderts (vor 91 Jahren wurde entschieden, dass der Mensch keine Seele hat, sondern nur ein Tier ist), hat sich seit Langem fest hinter dem Establish-ment, welches sich ihrer bedient, verschanzt. Mit diesem Einfluss von hoher Stelle kann die Psychi-atrie leicht veranlassen, dass ihre Rivalen, Konkurrenten und Kritiker lächerlich gemacht, über sie Lügen verbreitet, sie sogar geächtet werden. Die Psychiatrie genießt zwar in der Öffentlichkeit ei-nen schlechten Ruf, hat aber über die Massenmedien geradezu hypnotische Gewalt.

Die jungen, energischen Leute in Scientology, die mit der Technik des 20. Jahrhunderts vorwärts drängen, haben jetzt veranlasst, dass die Psychiatrie sehr gründlich durchleuchtet wird, und sie drängen die vom Establishment unterstützten Gruppen an die Wand. (Drei Länder halten jetzt Un-tersuchungen über die Psychiatrie ab. In einem Land wurde ihrem Verband bereits weitere Unter-stützung seitens der Regierung verweigert.)

Die Idee der Psychiatrie, Geisteskranken gegenüber Gewalt anzuwenden, brachte Scientologen und andere Gruppen auf die Idee von Freedom. Diese Idee rief bei den naziorientierten Leuten im Es-tablishment mit ihren festgefahrenen, antagonistischen Vorstellungen Opposition hervor. Sie kämpften mit allen Mitteln gegen Scientology und verbreiteten die infamen Lügen der modernen Zeit, die jedoch leicht entkräftet werden konnten.

Die Vorstellung jedoch, es gäbe viel wohl begründete Opposition gegen Scientology oder seine Organisationen, ist grundsätzlich falsch. Die Zahl der Scientologen verdoppelt sich von Jahr zu Jahr. 1969 gab es ungefähr 5.000.000 Scientologen auf der Welt. Auf jeden Psychiater kamen ungefähr hundert praktizierende Scientologen, und die Anzahl der Leute, die durch Scientology jährlich gehandhabt werden, ist um ein Vielfaches größer als die, die von Psychiatern in persönlicher Kon-sultation behandelt werden. In England und im übrigen Europa lehnen Ärzte Scientologen nicht mehr ab, sie sind sogar dazu übergegangen, es anzuwenden. Sogar junge Psychiater und einige sehr bekannte alte unterstützen Scientology und suchen nach einer Reform der Psychiatrie.

Scientology ist billiger, schneller und hat ein wesentlich positiveres Ergebnis als die Psychoanalyse.

Altes hat auf Dauer Neues nie aufhalten können. Scientology ist eine weitverzweigte Volksbewe-gung und solche Bewegungen werden für gewöhnlich vom Establishment mit Stirnrunzeln betrach-tet, welches sich mokiert und ‚nicht erprobt‘, ‚zu neu‘, ‚muss gestoppt werden‘ und all das murmelt. Das Direktorium von Scientology Organisationen ist jung, vital und enthusiastisch.

Sie finden ihren Weg, halten die Organisationen in Ordnung und versuchen ihr Bestes zu tun. Ihre Zuwachsrate macht ihnen zu schaffen, da ihre ‚alten Hasen‘ dünn gesät sind. Das hervorstechendste Merkmal ist, dass sie versuchen, Dinge wieder ins Lot zu bringen. Sie sind keine Reaktionäre wie die Typen ‚ging nach Harvard‘, ‚Exeter, wissen sie‘. Sie sehen auf die Gremien der psychiatrischen Frontgruppen ungefähr so herab, wie etwa 1910 neue Automobil-Geschäftsführer auf den Vorstand einer Firma, die Kutscherpeitschen herstellte, herabgesehen haben müssen.

Ich setzte meine Hoffnung auf die neuen Generationen. Sie werden verleumdet und vom Establish-ment mit vielen Beinamen beworfen. Buchstäblich Ströme von falschen Berichten werden über sie in Umlauf gebracht, nur weil sie NICHT SCHWEIGEN WOLLEN.

Sie versuchen, auf die Beine zu kommen und Dinge richtig in Gang zu bringen. Sie wissen vielleicht nicht immer, wie sie es angehen sollen und es können ihnen Fehler unterlaufen, aber sie versuchen herauszufinden, wieso die alte Welt mit ihren Kriegen und ihrer Barbarei falsch lief, damit sie selbst nicht dieselben Fehler machen.

Sehr ähnlich ist es mit den Scientologen untereinander und in ihren Organisationen. Sie wissen, dass sie in der Gesellschaft mit ihrer Technologie Wunder bewirken können. Sie wissen, dass Gewalt im Bereich der geistigen Heilung nichts zu suchen hat.

Freundlich, bereitwillig und optimistisch wie er ist, schneidet der Scientologe bei einem Vergleich mit dem Cromwellschem Geist der Psychiatrie fremdartig ab.

Dieser Geist strömt ihm aus den feindlich gesinnten und ihn einschüchtern wollenden und nieder-trächtigen Institutionen entgegen, die offensichtlich vom Establishment und der älteren unreformierten Generation begünstigt werden.

Jede neue, lebenswichtige Kraft auf der Welt hat es schwer.

Aber was einen mit einem Scientologen versöhnt ist, dass er wirklich versucht, es richtig zu machen, wenn er darauf hingewiesen wird, Briefumschläge nicht falsch zu adressieren und er eigentlich nicht Jeans, sondern Anzüge während der Arbeit tragen sollte.

Wenn Sie einen Psychiater auf etwas hinweisen, das ihm nicht gefällt, setzt er sie prompt als ver-rückt auf seine Liste und ruft seine Verbindungen bei der Polizei und dem Geheimdienst an, um bei Ihnen als gefährlichem Agitator eine Hausdurchsuchung zu veranlassen oder Sie verhaften zu las-sen.

Der Scientologe behauptet, dass die Psychiatrie für ihren Bereich keine Verantwortung übernimmt. Die Zahl der Verbrechen und der Geisteskranken steigt weiter, obwohl eine Unmenge öffentlicher Mittel in die Taschen der Psychiatrie fließt. Der Scientologe beharrt auf der Auffassung, dass mit Gewalt kein Problem gelöst werden kann. Er hat bewiesen, dass er Drogensucht und Geisteskrank-heit heilen und Kriminelle bessern kann und zwar schnell, billig und leicht. Infolge seiner Qualifi-kationen muss er zu dem Verdacht gelangen, dass irgendjemand daran interessiert ist, die Statistik der Kriminalität und der Geisteskrankheit nicht zu senken.

Der ganze Bereich des geistigen Heilens ist ein schwieriger Bereich. Dem Psychiater kann man ei-gentlich wegen seiner Geisteshaltung keine allzu großen Vorwürfe machen. Er weiß, dass er eigent-lich nichts tun kann, um jemandem zu helfen, und dass er nur jemanden ruhigstellen kann. Er arbei-tet auf der Basis eines fehlgeschlagenen Vorsatzes, Leuten zu helfen. Dies macht ihn grausam und verdrießlich. Er zweifelt sogar an seiner eigenen geistigen Gesundheit und endet oft in seinen eige-nen Institutionen, völlig verrückt.

Auf der anderen Seite kann man einem Scientologen die ihm eigene Heiterkeit und Lebensfreude nicht zum Vorwurf machen. Wenn er jemanden behandelt, so wird die Person gewöhnlich glücklich, freundlich und lebensfroh. Der Scientologe weiß, dass er jemandem, der krank ist, der stöhnt, sich beschwert und sich herumschleppt, mit Hilfe von Scientology-Prozessing in ein, zwei Stunden oder höchstens einer Woche die Person am Lachen haben kann und sie das Leben mit einem Schimmer von Freude betrachtet.

Irgendwelche Schwierigkeiten, die ein Scientologe hat, stammen aus seiner Unwilligkeit einzusehen, dass das Establishment nicht unbedingt glückliche und freundliche Leute wünscht.

Die Massenmedien neigen dazu, für das Establishment zu spielen. Die Meinungen von Minderheiten und kleinen religiösen Gruppen werden verzerrt, wenn sie überhaupt zu Wort kommen. Dies in sich selbst ist DER Ursprung aller Unruhe in einem Land. Die Weiterentwicklung einer Kultur, vor allem, wenn sie von einer kapitalistischen Wirtschaft eisern gehalten wird, hängt völlig von den Stimmen der Jugend und der öffentlichen Meinung über neue Dinge ab.

Ungeachtet wie stark das Establishment versucht, Dinge in ihrer alten Form zu bewahren, ungeach-tet der vielen falschen Berichte und Entwertungen, zu denen sich das Establishment überreden lässt, um gegen das Neue anzugehen, wird eine Kultur fortschreiten.

Veränderung geschieht auf jeden Fall.

Hitler ist tot. Seine Todeslager sind Museumsstätten geworden. Sein mittelalterliches Foltern im Namen der Regierung starb unter dem Protest der übrigen Welt.

Die heutigen ‚Irrenanstalten‘ werden die Museen von morgen sein. Die Angst vor Geisteskrankheit und die Gewalt, die den Geisteskranken gegenüber angewendet wurde, wird der halb vergessene Alptraum von morgen werden.

Dieser Verdienst wird den Scientologen und ihren vielen Freunden zufallen.

Jede neue Sache und jede neue Organisation wird Dinge enthalten, die kritisiert werden können. Es ist, ich glaube, wir sind alle einer Meinung, keine heile Welt. Es gilt zu prüfen, ob eine neue Sache funktioniert oder nicht, und ob eine Organisation bereit ist, sich selbst zu korrigieren.

Es gibt keinen Zweifel, dass Scientology funktioniert (es wurde technisch unzählige Male geprüft und bestätigt, wohingegen niemals jemand versucht hat, die Psychiatrie zu überprüfen) und bei je-der echten und gültigen Kritik an Scientology-Anwendungen, haben ihre Organisationen hart gear-beitet, um es zu korrigieren.

Psychiatrie hat nie funktioniert.

Anstrengungen, die Psychiatrie korrigieren zu wollen, enden für den Betroffenen mit einem blauen Auge von den Massenmedien und werden vom Establishment verboten.

Scientology hat herausgefunden, dass man eine Technologie im Team ausüben muss. Die Zeit der Ein-Mann-Betriebe im Bereich des geistigen Heilens ist vorbei. Dies ist der Hauptgrund, warum Scientology überhaupt Organisationen hat.

Scientology hat niemals finanzielle Unterstützung bekommen, um Nachforschungen anzustellen. Sie musste sich mit Hilfe ihrer eigenen, organisatorischen Finanzen entwickeln. Alle Gelder, die Regierungen und Stiftungen für Forscher auf dem Gebiet des geistigen Heilens aufbringen, fließen in die Kassen und Taschen der Psychiatrie. Wir besitzen Listen von Geldern, die an Freunde der Psychiatrie gingen und in ihre Taschen gesteckt wurden.

Scientology Organisationen mussten existieren, um die Anwendung der Technologie zu verfeinern. Es hat Millionen gekostet und war äußerst erfolgreich. Aber wenn die Psychiatrie zugeben würde, dass die Antwort gefunden ist, würde sie die Goldgrube verlieren, aus der sie jährlich schöpft, in-dem sie vorgibt, die Antwort zu suchen.

Organisationen in Scientology haben entgegen ihrer Neigung entdeckt, dass sie einen hohen Stan-dard ethischer Anwendung benutzen müssen. Da Scientology hart angegriffen wurde, kann sie es sich nicht leisten, nicht erfolgreiche Anwendung der Technologie zu gestatten, da sie von ihren An-greifern erbarmungslos für jeden kleinsten, angenommenen Misserfolg zur Rede gestellt wird.

Es ist immer noch eine schwer aberrierte Welt und die Scientology Organisationen mussten ein Überlebensmuster entwickeln, um die Technologie richtig und mit Erfolg anwenden zu können. Herumgestoßen durch unverantwortliche, falsche Berichte und Abwertungen seitens der psychiatri-schen Opposition, die mit Hilfe der kontrollierten Massenmedien und des Establishments vorgeht, haben die Scientology Organisationen die neue, höchst wirksame Organisationstechnik neben der Technologie des Geistes entwickelt. Und das alles nur um sicherzugehen, dass sich die Sache ent-wickelt und in den Händen der Ausführenden gut funktioniert.

Hätten die Psychiater auf ihre ethische Anwendung aufgepasst und sich organisiert, um solche ver-kehrten Behandlungen zu vermeiden, wären sie heute durch Angriffe nicht so verwundbar. Doku-mentierte Orgien in Sanatorien, sexuelle Übergriffe mit Patienten, um nichts von den Schlägen, Fol-terungen und Morden, die jetzt ans Tageslicht gekommen sind, zu sagen, sind die Hinweise auf das, was geschehen kann, wenn Anwendung nicht in anständiger und humaner Weise durch profes-sionelle Ethik geführt wird.

Auf der einen Seite wird Scientology für den winzigsten Fehler zur Rede gestellt, auf der anderen Seite wird sie getadelt, wenn sie versucht, ihre Anwendung ethisch zu halten. Dies ist ein typisches Paradoxon, dem der Scientologe gegenübersteht.

Ethik ist immer noch ein sich in der Entwicklung befindliches Problem in Scientology. Es ist das uralte Problem vom richtigen Benehmen.

Dies ist ein Problem in jeder Gruppe. Es ist der Punkt, über den die Jungen am häufigsten stolpern. Was IST richtiges Benehmen? Wenn man sieht, wie die ältere Generation lügt und betrügt und die Zukunft des Landes verkauft, trotzdem aber die Jungen wegen FALSCHEN Benehmens anprangert, wird man verwirrt. Das Geheimnis jedoch ist, dass das Establishment nie sagt, was das richtige Benehmen IST. Sie geben nur Befehle, die meistens mit DU DARFST NICHT beginnen.

Der Scientologe war nicht im Entferntesten jemandem feindlich gesinnt. ‚Hier sind ein paar fantas-tische, neue Entdeckungen über den Geist. Lasst uns alle mithelfen und es zum Laufen bringen!‘, beschreibt seine Einstellung.

Dann ist er verwundert, wenn er sieht, dass dem Establishment nichts an freundlichen und guten Leuten zu liegen scheint, und er prallt zurück. Er wird beharrlicher, dass dieses eine gute Sache ist.

Dann entdeckt er, dass die Lehre vom Heilen, die vom Establishment unterstützt wird, aus Belsen oder Buchenwald stammen muss. Also besteht er noch mehr darauf, eine humane und viel wirksa-mere Technologie zu benutzen.

So verweist das Establishment Studenten der Scientology eines Landes und eine andere Regierung verbietet deren Anwendung.

Dann kommt der Scientologe zu dem Entschluss: ‚Diese Typen sind verrückt‘, und wird mehr da-rauf beharren, dass nur vernünftige Menschen einen sicheren Planeten zustande bringen.

Die Anstrengungen der Psychiatrie, einen gefährlichen Konkurrenten loszuwerden, hat zur Folge, dass der Scientologe Regierungseinflüsse handhaben und sich reorganisieren muss, um den gesam-ten Bereich der geistigen Heilung zu übernehmen. Dies hätte der Scientologe sich nie träumen las-sen. Jahrelang hat er Rücksicht auf Sphären und Einflüsse genommen. Er hat sowohl die physisch Kranken als auch die geistig Kranken abgewiesen.

Schwerer und schwerer beschossen, über ihn gelogen mit wilderen und wilderen Lügen, begann der Scientologe sich die Dinge noch einmal anzuschauen und wurde ein wenig erwachsener. Anwälte, die für sie arbeiteten, gruben Berge von Beweisen aus, die immer noch hereinkommen, wie solche, wer hinter diesen Angriffen stand und warum.

Aber gerade die Falschheit der Anklagen gegen Scientologen begann die Angriffe zu unterminieren. Sie waren in der Öffentlichkeit nicht mehr glaubwürdig.

Das Ausmaß der versteckten Maßnahmen gegen Scientology würde dem CIA alle Ehre machen. Es muss ein Vermögen gekostet haben.

Falsche ‚Scientology Bulletins‘ und andere falsche ‚Veröffentlichungen‘ wurden verteilt. Kidnap-ping, Mord und falsche Zeugen, sie alle sind verflochten in der Geschichte dieses ungeheuerlichen Abenteuers einer neuen Schule von wirksamer geistiger Technologie. Was James Bond durchge-macht hat, war ein Ausflug mit der Sonntagsschule im Vergleich zu der Geschichte von Scientolo-gy.

Wenn also die Psychiatrie jetzt unter der harten, vollständig dokumentierten Konfrontation mit Sci-entology zusammenzuckt, sind sie zum Zusammenzucken berechtigt. Sie wollten keine neue wirk-same Technologie haben. Sie wollten nur Beute. Und sie wollten keine Kritik ihres gemeinen, klei-nen Sports mit ihren Patienten. Ihr Image in der Öffentlichkeit, als hilfsbereite ältere Herren, brach Erdbeben-breit auseinander.

All dies hat eine tiefgreifende Auswirkung auf die Scientology-Organisation gehabt.

Niemals wurde ein Scientologe irgendwo seiner Nation gegenüber unloyal. Sie sind den Regierun-gen ihrer Länder zur Treue verpflichtet. Sie sind keine politische, sondern eine technische Gruppe. Sie bieten allen Kommenden ihre Hilfe an und machen ihre Daten jedem zugänglich, der danach fragt.

Ihr Weg ist einfach der, dass, wenn der individuelle Mensch fähiger wäre, er seine Probleme besser handhaben und anderen helfen könnte, und durch diesen Fortschritt würde diese Welt gesünder und sicherer werden. Dies ist die Gesamtheit ihrer Ambition. Der Scientologe hat einen langen Weg vor sich, um eine sichere Umgebung auf diesem Planeten hervorzubringen.

Dass er es schafft, bezweifelt er nicht. Denn er sieht, wie so viele andere, dass es getan werden muss.

Die grundlegende Technologie von Dianetik und Scientology lag offen und war seit Jahren veröf-fentlicht und wird in sich immer mehr vergrößernden technischen Bereichen angewendet. Die Or-ganisationen wachsen und expandieren.

Sie wollen nur einen sicheren Planeten für die Menschheit. Um dies zu bewerkstelligen, suchen die Scientologen nach Methoden, um ihre Organisationen zu verbessern, damit sie der Öffentlichkeit noch besseren Service bieten können.

Offensichtliche Lügen und falsche Behauptungen sind etwas, was nicht korrigiert werden kann. Ehrliche und richtige Kritik sind jedoch immer willkommen, da es vielen guten Leuten hilft, einen besseren Job zu machen.

Eine berühmte Persönlichkeit, seit langen Jahren mein Freund, sagte einmal: „Wenn die Leute nur mehr und ehrliche Kritik üben würden und zwar Treffend! Ich glaube, wenn sie es nicht tun, sind sie nicht meine Freunde.“

Ich zähle also William Burroughs zu meinen Freunden. Was immer er auch schreibt, er versucht, die Dinge zum Laufen zu bringen, genau wie die Scientologen.

… und ein letztes Wort von William Burroughs

Um die Punkte aufzunehmen, die Herr Hubbard in Bezug auf die Massenmedien aufgebracht hat, stimme ich vollkommen mit dem überein, was er sagt, und habe auch die gleichen Meinungen in meinen Schriften ausgedrückt. Zeitungen stiften Unruhe und das gibt Nachahmungen. Ein Mord, der in den Zeitungen hochgespielt wird, wird ähnliche Morde auslösen. Ritualmorde sind gerade aktuell und wir wollen hoffen, dass es nicht so weit geht wie die Flugzeugentführungen.

Das die Psychiatrie und seine Praktizierenden betrifft, sagte ich: „Neun von zehn Psychiatern sollten als Veterinäre eingestuft werden.“

Ich stimme zu, dass Scientology billiger, schneller und positiver ist als die Psychoanalyse des 19. Jahrhunderts. Das habe ich mehrmals gesagt.

Zurück zu den Psychiatern, sie scheinen sich nur durch ihre schlechten Statistiken zu empfehlen und das ist eine machtvolle Sichtweise. Genau darauf stützen sich alle Politiker … auf das Durch-einander, das sie verursacht haben. Herr Hubbard sagt, das Establishment mag nicht unbedingt glückliche, freundliche Menschen. Acht glückliche, freundliche Rauschgiftfahnder brechen die Tür mit einem Vorschlaghammer auf und stürmen mit erhobenen Waffen herein, um einen Zen-Hippie zu verhaften, der gerade seinen makrobiotischen Reis kocht? Es ist auch nicht schlau, im Büro allzu glücklich, freundlich und effizient zu werden, man versuche einfach schwungvoll seine Arbeit zu tun und sie in der Hälfte der normalen Zeit der altgedienten Hasen zu schaffen und zu sehen, wie beliebt man sich dabei macht. Das Establishment will lieber petzende Mitarbeiter und gehorsame Diener als glückliche, freundliche Leute. Das Establishment ist auf ANGST aufgebaut.

Ich empfehle eine Umstellung auf lächelnde Bullen, die, wenn sie eine Tür aufbrechen, sagen: „…willkommen zur freundlichsten Rauschgiftfahndung der Welt“ … aber der Chef kann das nicht sehen … Nein, das Establishment kann keine andere Methode sehen, die Bevölkerung zu ihrem Vorteil zu kontrollieren, außer Angst …

Angst vor Bestrafung … Angst vor wirtschaftlichem Nachteil, der immer untragbarer gemacht wird.

Dieser Druck kommt nicht allein von den Psychiatern. Sie sind nur Diener des Establishments mit begrenztem Einfluss. Der Druck kommt von einer komplett undurchführbaren Maschinerie, die der Vergangenheit nicht entkommen kann …

Der Planet ist in der Tat unsicher … Strahlung, Überbevölkerung, Luft- und Wasserverschmutzung, weltweite Inflation … all die Reichen, die etwas suchen, das sie in einer Aktentasche hinaustragen können, wenn der Deckel hochfliegt … Erstausgaben, Gemälde, Industriediamanten. Aber wo will er mit seiner Aktentasche hin? Andere mit mehr Weitsicht suchen nach einem Weg, das sinkende Schiff zu verlassen, und unternehmen die ersten Schritte in den Weltraum.

William Seward Burroughs II war ein amerikanischer Romanautor, ein Autor von Kurzgeschichten, ein Essayist, Kunstmaler und Darsteller des gesprochenen Wortes.
Geboren: 5. Februar 1914, St. Louis
Gestorben: 2. August 1997, Lawrence
Filme: Naked Lunch, Drugstore Cowboy, Häxan, Chappaqua, The Junky’s Christmas, und mehr

Original-Artikel

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Über Felicitas Foster

Independent Scientologist - Cosmopolitan, Blog: Der Treffpunkt
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15 Antworten zu Eine Antwort von L. Ron Hubbard

  1. iRoger From Switzerland Thought schreibt:

    Wunderbare Texte.
    Sind aber 1970 geschrieben worden. Also vor 42 Jahre. Die Welt und die Zivilisation hat sich gewaltig verändert in dieser Zeit.
    Leider hat die Scientology Kirche es verpasst ihre Reform die im Jahr 1968, glaube ich gestartet wurde, jemals vollständig durchzuziehen; „Die Scientologen haben ihren eigenen Bereich gern reformiert. Sie haben die Sicherheitsprüfungen, die Trennung von Familien und das Aufbewahren von Geheimnissen der Patienten abgeschafft“.
    Die Scientology Kirche ist 1968 stehengebleiben (was für eine Zahl, 68er), während die Welt (auch die Psychiatrie) sich weiterentwickelt hat.
    Wie das Schweizer Fernsehen es vor kurzem treffend formulierte, war Scientology anfangs alleine auf dem Markt und hatte quasi ein Monopol, jetzt gibt es 100e von Mitkonkurrenten, drum kann Sie nicht mehr grösser werden sondern ist am schrumpfen!
    Hätte die Scientology Kirche ihre Reform tatsächlich durchgezogen und nicht nur Feinde bekämpft (GO, Snow white). Wer weiss was heute wäre.
    Hätte LRH die angesagten Reformen tatsächlich durchgezogen und die Kritiken von Burroughs zu Herzen genommen. Wow, was für eine Scientology hätten wir! Er wollte Organisationen aufbauen die unzerstörbar sind, mit zentralem Management (Kommunismus pur) mit 5 Jahresplan und dem ganzen drum und dran! Die Missions haben aber demonstriert, dass es diese ganze Organisation nicht braucht, um erfolgreich zu sein. Einfach die Tech und ein paar intelligente Menschen. Missions hatten zu der Zeit Geld in Hülle und Fülle, konnten gute Löhne bezahlen, ihre Mitarbeiter ausbilden, nur qualifizierte Leute angestellt haben usw. … während schon zu der Zeit die Staffs der Class IV Orgs am verhungern waren.
    Felicitas herzlichen Dank, dass Du diese Texte bekanntmachst!

    • SKM schreibt:

      Hallo Roger,
      ich denke, dass das Establishement nach dieser Veröffentlichung die Angriffe auf Hubbard und seine Organisation verstärkt haben und dass sie es als einen Motivator gesehen haben, mit dem sie eine Infiltration der Organisationen gerechtfertigt haben.
      Scientology war auf dem Siegeszug! Und das wollten einige der Wenigen, die den Menschen lieber versklavt sehen, nicht zulassen.
      Es sieht so aus, als wäre zu dem damaligen Zeitpunkt nicht so stark, wie LRHs Postulate.
      Und doch bin ich mir sicher, dass es grade die Scientology Bewegung war, die etliche Reformen in der Psychiatrie initiert hat.
      In dieser Hinsicht bleibt LRH für mich auf jeden Fall der Held; auch wenn Miscavige heutzutage sein eigenes „1984“ Szenario verwirklich, ist es ganz klar für mich, dass es nie – nie – niemals LRHs Absicht gewesen ist.

  2. Burkhard schreibt:

    Ja, da schließe ich mich an. Herzlichen Dank für diesen Text. 🙂

    … Was wir brauchen, ist ein komplettes und perfektes Reset der Scientology.
    🙂 🙂

  3. Han Solo schreibt:

    Vielen Dank für diese faszinierenden historischen Dokumente. Die kannte ich noch gar nicht.

    Was ich leider kenne (und was mir sehr unangenehm aufstösst), ist der PR-Stil von LRH. Der steht in einem solchen Widerspruch zu Grundprinzipien seiner Scientology, dass es mir schon weh tut. Oder steckt dahinter eine Absicht, zu verschleiern und abzulenken, zu verwirren und zu vernebeln?

    Beispiel: „Wahrscheinlich können alle Schwierigkeiten, denen Scientology oder andere Minderheiten heutzutage ausgesetzt sind, auf gewisse Gegebenheiten zurückgeführt werden, die im Bereich der Massenmedien liegen“.

    Was für ein Wischi-waschi: „wahrscheinlich“, „gewisse Gegebenheiten“, „im Bereich der Massenmedien“ … geht es noch unkonkreter? Nannte LRH nicht Scientology die „science of certainty“ (Wissenschaft der Gewissheit)? Wo ist das stilistisch-inhaltliche Genie geblieben, das sich in so manchem Text von LRH zeigt?

    Die Verallgemeinerungen (DAS Establishment, DIE Psychiater, usw.) machen das Ganze für mich nicht appetitlicher. Wer träge den Text nur überfliegt, mag in eine Übereinstimmung mit diesen Worthülsen hinein gesaugt werden. Trainierte Scientologen wissen aber, dass ARK-Brüche durch Verallgemeinerungen ausgelöst werden können. Sollte das das Ziel sein?

    Ähnliche Tiraden gibt es im „Weg zum Glücklichsein“, wenn über DIE Materialisten (Verallgemeinerung) und andere hergezogen wird.

    Ähnliche Formulierungsweisen findet man aber auch immer wieder bei Hitler & Goebbels, den „grossen“ roten Redeschwingern sowie manchem heutigen westliche Politiker & Pressesprecher. Gerade deshalb hätte ich mir hier eine PR-Form von LRH gewünscht, der sich von üblichen Manipulations- und Verschleierungsmethoden deutlich absetzt.

    • Worsel schreibt:

      Han Solo, wenn Du damals an seiner Stelle gewesen wärst, wie hättest Du es gesagt?
      Was hättest Du gesagt, was die Schraube gegenseitiger Angriffe abgestellt hätte? Wie hättest Du die „Problem-Struktur“ ausgekeyed, welche auf beiden Seiten des Streits dramatisiet wurde? (Ich finde übrigens, dass sind keine leichten Fragen.)

      • Worsel schreibt:

        🙂

      • SKM schreibt:

        Finde ich auch, Worsel.

        Andererseits hat Han Solo nicht ganz unrecht. Durch diese Veröffentlichung dürften sich gewisse Parteien ziemlich auf den Schlipps getreten gefühlt haben. Eine Verallgemeinerung ist oft so abstrakt, dass sich durch sie ZU viele angesprochen fühlen können.
        Das Postulat „das ganze Gebiet der geistigen Gesundheit jetzt zu übernehmen“ scheint für mich persönlich auch etwas zu überzogen und auch fehl am Platz; zudem stimmt es auch nicht mit früheren Aussagen LRHs überein. Es ist schwer zu sagen, jetzt, nach so vielen Jahren, was ihn zu dieser Auffassung geführt hat, auf welchen Einsichten er diese Schlußfolgerung gemacht hat und wie real diese Zielsetzung gewesen sein mag.
        Geisteskrankheit war ja nie die Domäne des Scientologen, wie wir aus den Schriften und sogar dem aufgezeichneten Interview von LRH wissen.
        Leider wissen wir zu wenig, was damals vor sich ging.

        Auf jeden Fall fand ich diesen Artikel aber spannend und interessant und vielen Dank für die Bereitstellung und die super Übersetzung.

      • Han Solo schreibt:

        Ja Worsel,
        da wirfst Du interessante Fragen auf. Würde ich jetzt auch erörtern … wenn mir das Folgende nicht übergeordnet erschiene:

        Nach Hubbards Entgegnung gibt es von Burroughs auf einmal nur noch zustimmende Worte. Wurde er von LRHs Antwort urplötzlich überzeugt und völlig umgestimmt?

        Aus den Argumenten von LRH kann ich diese zwingende Überzeugungskraft nicht erkennen. Aber anhand des Datums kann ich erkennen, dass zu jener Zeit das Guardian Office (GO) ungezügelt seine Spielchen trieb, z. B. Operation Snow White und Operation Freakout (beides bei Wikipedia zu finden – die englische Wikipedia ist wesentlich ausführlicher).

        Das GO verhinderte u.a., dass das unerwünschte Buch von Paulette Cooper erschien. Gute PR war dem GO also generell wichtig. Wie wichtig mag dann erst eine offizielle Stellungnahme von LRH gewesen sein? Die Annahme, dass da hinter den Kulissen nichts gelaufen ist und dass LRHs Stellungnahme allein die Umstimmung von Burroughs bewirkte, ist für mich nicht das wahrscheinlichste Szenario.

        Nun zur Kritik von Burroughs an „faschistischen Richtlinien“ (leider sehr allgemein gehalten). Darauf antwortet LRH: „Ich habe sämtliche Missbräuche, von denen er spricht, bekämpft und ich bin der Meinung, dass sie schon vor Jahren abgestellt wurden.“ Warum ist LRH nur „der Meinung“, sie seien abgestellt – warum ist er nicht sicher? Und wie will er Missbräuche abgestellt haben, die Burroughs gar nicht konkret benannt hatte?

        Das ist wieder die Wischi-Waschi-PR, die ich nun mal verabscheue.

        LRH schrieb über Burroughs: „Es ist sein gutes Recht, eine eigene Meinung zu haben und sie auch zu äußern.“ Das entspricht auch dem Glaubensbekenntnis der Scientology. Gleichzeitig gingen das GO aufgrund von LRH-Richtlinien gegen Leute vor, die eine unerwüschte Meinung zu Scientology haben und diese öffentlich aussprechen. Bin ich der einzige, der das als doppelzüngig empfindet?

        LRH selbst sprach die Wichtigkeit von Ethik an. Das etwa zu einer Zeit, als mit Operation Snowwhite eine extrem massive Spionage- und Einbruchsaffäre des GO in Gang gesetzt wurde …

        Ich bin schon sehr erfreut, dass alle mir bekannten unabhängigen Scientologen sich auf das positive Vermächtnis von LRH konzentrieren: seine einzigartige Tech. Wir müssen unsere Hände nicht mit nutzlosen Unehrlichkeiten beschmutzen – auch dafür gibt es gute Referenzen von LRH 🙂

  4. George schreibt:

    Seit 68 hat sich nicht viel geändert. Letzter Absatz: „Strahlung, Überbevölkerung, Luft- und Wasserverschmutzung, weltweite Inflation“! Es ist nur noch der Klimawandel als Auswirkung der Luftverschmutzung hinzu gekommen und „weltweite Inflation“ wurde modifiziert und heißt nun Schulden Krise.
    Nehmen wir mal nur für einen kurzen Moment an, es gäbe diesen Weltuntergang nicht. Mensch, wäre das ein tolles fröhliches Leben. All die Zurückhaltungen und Entsagungen wären nicht mehr nötig. All die „missed withholds“ würden auskeyen. Man dürfte wieder ohne schlechtes Gewissen Rauchen, Auto fahren, Strom verbrauchen, Fleisch essen, Geld verdienen und vieles mehr.

  5. paramanu schreibt:

    Verallgemeinerung oder schlechte PR was auch immer sich LRH dabei gedacht hatte, er hat nie ein Blatt vor den Mund genommen. Was er auf die Beine gestellt hat, müssen diejenigen, die ihn hier kritisieren, erst mal nachmachen. Es ist immer einfach, im Nachhinein jemanden zu kritisieren, besonders dann, wenn man selbst nichts vorzuweisen hat.

    Aber der Hammer ist LRH in eine Reihe mit Hitler und Göbbels zu stellen. Und der Oberhammer ist, dass sich niemand in diesem Forum darüber aufregt.

    • SKM schreibt:

      Wie bei der Ausbildung, man kritisiert nicht das Wesen sondern den Fehler.
      Ich denke, es war niemandes Absicht, LRH mit Goebbels oder Hitler in die selbe Kategorie von Wesen zu stellen, doch es wurden einige Fehler gemacht, die in der selben Fehlerkategorie eingestufft werden könnten.
      Ich persönlich bezweifle, dass LRH alles über die GO Aktivitäten gewußt hat.
      Doch es ist unmöglich, dass er überhaupt nichts darüber gewußt hat.

      Ich verstehe aber, dass Du es unfair findest.
      Es liegt auch tatsächlich eine Unlogik vor, durch die man erstmal für sich selbst hindurch muss: Warum sollte jemand, der eine reine Weste hat, überhaupt so einen großen Button auf Kritik haben, dass etliche Referenzen zur Abwehr geschrieben wurden?
      Und ich spreche nicht von Techniken nach der Art von „Wie man schwarze Propaganda handhabt“, wo wahre Daten eingeführt werden, oder falsche Daten gezogen werden.
      Es gab auch Kritiker, die wahre Aktionen kritisiert haben.
      Warum war der Drang, sich (seine Gruppe) zu verteidigen so stark, wohingegen einiges an den eigenen Aktivitäten lieber hätte korrigiert werden sollen?
      Das ist keinesfalls eine Kritik an LRH. Ich versuche es auch nur zu verstehen.
      Hast Du Dich selbst nie gewundert, warum Kritiker von Scientology so hart angegriffen werden? Selbst in Fällen, wo sich die Kritik leicht auflösen ließe oder gar keine Macht hätte, wenn man ihr überhaupt keine Aufmerksamkeit (und somit Belebung) geschenkt hätte?

      Da wir grade in Weihnachtsstimmung sind:
      „Falscher Stolz“ (superbia) ist eine der postulierten 7 „Todsünden“; es sind Charaktereigenschaften, die, wenn sie fortgesetzt werden, das Wesen am Tod (MEST) gefesselt halten. Der Weg zur „Heiligkeit“ bleibt denen versperrt, die nicht „umkehren“ (richtung Theta) und an sich und deren Charakter feilen.
      Wahrscheinlich wäre es viel besser, inne zu halten und sich zu fragen, ob die Kritik nicht mal berechtigt war, als einen automatischen Rechtfertigungs-Apparatus in Gang zu setzen, der es schwer machte, viele Teile der Tech auf Admin- und PR-Kanälen anzuwenden.

      „Ich bin besser als Du“, „Mein Brot schmeckt besser als Deins“, „Ich darf Dich verfluchen weil ich am heiligsten bin“, „Meine 3te Dynamik ist über Deine erhaben“ sind alles Ausgeburten eines falschen Stolzes, welcher ein Widersacher der zwischenmenschlichen Beziehungen ist.
      Diese Charaktereigenschaft wird auf persönlicher Basis auf Grad IV zum größten Teil gehandhabt. Was aber tun, wenn die 3te Dynamik (Organisation) damit bis auf die Knochen infiziert ist?

      Hier hast Du die Antwort darauf, warum die Scientology Organisation in der Aussenwelt selten als eine religiöse Gemeinschaft angesehen wird.

      Ist es so, weil Ron es so gewollt hat?
      Mit Sicherheit nicht. Ich bin sicher, dass er sein Bestes versucht hat, um es zu korrigieren und es kommt auch im „Kodex eines Scientologen“ (der rev. Version aus Ende 60’er/Anfang 70’er) voll zum Ausdruck.

      • George schreibt:

        wie wäre es, wenn wir mal davon ausgehen, dass Ron alles richtig gemacht hat zu der Zeit als er es gemacht hat. Das lässt sich übrigens auch auf einen selbst anwenden. Sicherlich gibt es in meinem Leben Beispiele wo ich Dinge gemacht habe oder unterlassen habe die ich aus heutiger Sicht so nie machen hätte sollen. Aberration hin oder her. Einfach mal als Theorie annehmen, dass alles was in der Vergangenheit geschah so sein musste. Hätten wir damals auch nur ein ganz klein wenig anders gehandelt oder nicht gehandelt, so wären wir nicht genau an der Stelle wo wir jetzt sind. Wenn wir damit nicht übereinstimmen können wie es genau im Hier und Jetzt ist müssen wir uns hinsetzen, die Vergangenheit aufsuchen (Auditing) und entsprechend das korrigieren was wir korrigiert haben wollen. Eine As-Is-Ness löscht nämlich alles aus was war. Die Vergangenheit und alle Erinnerung daran. Auch wenn sich dadurch die Gegenwart geändert hat wenn wir etwas auditiert haben können wir dafür keine Beweise mehr finden. Denn wir haben alles was damit zu tun hatte ausgelöscht.
        Und das ist der Clou bei alle dem von dem wir hier sprechen. Wir haben die Zeitspur verändert und wir verändern sie immer noch. Die Gegenwart in der wir jetzt leben war so nicht geplant. Die Zeitspur sollte ganz anders verlaufen. Wichtig war nur bestimmte Dinge zu ändern.
        Wichtig war und ist das Fortbestehen des bewussten Lebens sichtzustellen. Deswegen ist Scientology eine Religion. Wir haben es eigentlich schon geschafft, denn wenn uns das nicht gelungen wäre, so könnte ich das nicht mehr schreiben.
        Also nicht immer alles so negativ betrachten. Nicht bei jemand anderem und nicht bei einem selbst. Einfach mal von sich selber und anderen denken, dass sie (ich) ihre Bestes gegeben haben zu der Zeit als sie es getan haben. Wenn das so falsch gewesen wäre könnten wir heute darüber nicht mehr Kritik üben.

        • SKM schreibt:

          Ich bin mir nicht sicher, ob Du auf meinen Beitrag antwortest.
          Was Du schreibst ist sicherlich ein interessanter Gedankenfluss, doch irgendwie fühle ich mich nicht angesprochen, zumindest ausgehend von dem her, was ich zuvor geschrieben habe.

          🙂

        • George schreibt:

          Hallo SKM,
          unter Deinem comment 30.Dez 2012 1:55 ist kein Antowort Link. Deswegen hier angefügt.
          Nein, eigentlich ist es keine Antwort explizit auf Deinen comment. Allerdings passt es ein wenig schon dazu.
          Siehe Deinen Satz: „Ich persönlich bezweifle, dass LRH alles über die GO Aktivitäten gewußt hat.“ Ob das nun LRH gewusst hat oder nicht kann ich nicht sagen. Kritiker werden dennoch die Verantwortung für alles was geschah an LRH festmachen. Nehmen wir mal an, er hätte alles gewusst was so schlecht gelaufen ist. Selbst wenn er in die Zukunft hätte blicken können und hätte gewusst dass David Miscavige kommt und alles versaut. Was hätte er denn tun sollen?
          Vielleicht war das was gemacht wurde für den Moment die optimalste Lösung die machbar war. Es hätte ja alles viel schlimmer kommen können.
          Wir sollten uns also bei uns selbst oder bei anderen nicht so sehr darauf konzentrieren was hätte besser gemacht werden können, sondern wie wir es jetzt verbessern können. Sicherlich schaut es so aus, als könne man nichts tun um die Vergangenheit zu ändern und somit die Gegenwart. Aber Zeit ist nur eine Erscheinungsform.
          Also stimme ich mit Deiner Sicht überein. Nur wollte ich den Blick etwas erweitern. Wenn also jemand da draußen sitzt und sich wundert „wie das passieren konnte“ so solle er sich nicht wundern sondern sich an die Dosen setzen und das handhaben. Sicherlich jemand der noch nicht auf Solo ist kann da nicht viel machen. Aber wenn jemand die Möglichkeit hat, so könne er uns allen weiter helfen wenn er sich an die Dosen setzt und einfach weiter auditiert.

  6. Burkhard schreibt:

    „Organisatorische Notwendigkeiten“ berühren früher oder später die Integrität eines Mitgliedes einer Organisation.
    Ich verstehe die Situation so, dass Richtlinien, Vorschriften und Verordnungen der Integrität des Einzelnen unter zu ordnen sind. Denn ohne diese Integrität des Einzelnen würde es, so nehme ich mal an, keine starke Gruppenintegrität geben. Sollte eine 3te Dynamik (Organisation) bis auf die Knochen mit Charaktereigenschaften infiziert sein, die auf Grad IV größtenteils gehandhabt werden können, würde ich sagen, bringt sie (Mitglieder der Organisation) so schnell wie irgend möglich dadurch.
    Das war auch Hubbard´s ständige Ermahnung: So schnell wie möglich die Brücke hoch. Ich schätze, er wußte um diese Notwendigkeit, denn die Mitglieder einer Org stehen in der Öffentlichkeit und sind schon deshalb einer Kritik schneller ausgesetzt.

    Angenommen ich will eine Organisation starten, so wäre mir von Anfang an klar, dass es mir ab einer bestimmten Mitgliederzahl nicht mehr möglich sein wird, jeden einzelnen persönlich zu deligieren. Ich entwickle also Richtlinien usw., um auch den Entferntesten in meiner Organisation zu erreichen. Mit meinen Richtlinien usw. binde ich aber auch die Eigenverantwortung und Integrität des Angesprochenen ein.
    Andererseits bedeutet das aber auch, dass es nicht unbedingt Sinn sein kann, dass ich als führende Persönlichkeit mit meiner Verantwortung vollständig die (entgleiste) Ethik des Einzelnen ersetze und deshalb grundsätzlich haftbar bin, wenn im entfernten Winkel (Raum und Zeit) von ihm Mist gebaut wird. In diesem Fall würde ich meine eigene Integrität in die Waagschale werfen, vielleicht sogar mit harter Authorität handeln.
    Ich kann als stabiles Datum voraussetzen, dass in meiner Organisation Fehler gemacht werden. Ich kann mich darauf vorbereiten und Grenzen so eng wie möglich setzen, indem ich eben Richtlinien entwickle und verlange, dass sie mit Verstehen und Intelligenz umgesetzt werden.
    Nach der unendlichwertigen Logik zufolge werde aber auch ich selbst Entscheidungen treffen, welche in den Augen eines Anderen mehr falsch als richtig sind.
    Letzten Endes liegt es an jedem einzelnen selbst, auf welchem Niveau er Ursache und Wirkung auf der dritten Dynamik sein möchte oder sein kann. Es ist seine Entscheidung.

    Hubbard hat auf dem Minenfeld der dritten Dynamik einen gangbaren Pfad abgesteckt. Er hat bewiesen, dass dieser Pfad zur Zeit der sicherste ist. Aber auch bewiesen, dass Verstehen und Intelligenz nötig sind, um seinen Pfad zu gehen!
    Die Art und Weise wie er auf Burrough´s Kritik bezüglich Organisation und die damit verbundene Ausbildung antwortet, finde ich elegant und offen. Er entschärft den Disput.
    Beide wissen, so mein Eindruck, welche Mißstände, Missverständnisse und Schwächen existieren. Wozu sie in diesem Wortwechsel nochmals aufzählen und dem Gesprächspartner vor die Füße werfen?

    Andererseits ist es gewiß nicht gerade einfach, einem Gegner oder Kritiker auf der 3ten Dynamik zu begegnen, der schlichtweg von miesen Absichten getrieben wird. (Das unterstelle ich jetzt nicht Burrough. Er kritisiert nicht das Wesen selbst.)
    Eingestandene Fehler sind nunmal ein gefundenes Fressen für jede idiotische Verallgemeinerung und Rechthaberei.

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