Der Job des Ethik-Officers

Das verschwundene Kapitel

Der Zweck eines Bereichs bestimmt
die Richtlinien und Handlungen

Der Zweck eines Bereiches ist den Richtlinien und Anweisungen für diesen Bereich übergeordnet. Wäre dies nicht so, dann könnte eine Richtlinie oder eine Anweisung so angewendet werden, dass der Zweck nicht erfüllt oder gar zunichte gemacht wird.

Ein Obsthändler, dessen Geschäftszweck es ist, durch den Verkauf von gutem Obst Geld zu verdienen, könnte zum Beispiel in seinem Geschäft die Richtlinie ausgeben, kein faules Obst zu verkaufen. Ein eifriger Angestellter, der den Geschäftszweck aus dem Auge verloren hat, könnte bei der Anwendung der Richtlinie auf die Idee kommen, jeden Apfel erst einmal aufzuschneiden, um sicherzustellen, dass er nicht faul ist. Da sich aufgeschnittene Äpfel nicht besonders gut verkaufen, würde der Geschäftszweck durch diese Handlung vereitelt.

Die Richtlinien und Handlungen eines Bereichs müssen also im Einklang mit dem Zweck dieses Bereichs sein, wenn sie sinnvoll sein sollen. (Dies ist vollständig im HCO PL vom 06. Dezember 1970, „Entaberration der 3 Dynamik“ erklärt.)

„Einführung in die
Ethik der Scientology“ – Das erste Kapitel

Das erste Kapitel aus dem Buch „Einführung in die Ethik der Scientology“ geht darauf ein. Es beschäftigt sich mit dem Zweck von Ethik (engl. „Purpose“) in einer Scientology Organisation – FALLS MAN IN EINER AUSGABE VOR 1989 NACHSCHAUT!

Drei Jahre nach dem Tod von L. Ron Hubbard wurde dieses Kapitel aus dem Buch entfernt und ist seitdem nicht wieder aufgetaucht.

Für alle, welche nicht in der glücklichen Lage sind, eine ältere Ausgabe zu besitzen, hier ist eine Übersetzung dieses Kapitels. Dieser Text stammt aus dem Vortrag „Organisation und Ethik“ vom 18. Mai 1965:

„Der Zweck von Ethik“

„Alles, wofür Ethik da ist – der ganze Grund für ihre Existenz und ihre Verwendung ist einfach der, dass sie das zusätzliche notwendige Werkzeug ist, um zu ermöglichen, die Technologie von Scientology anzuwenden.

Diesen Zweck hat der Mensch für seine Gesetzgebung oder sein Rechtssystem nicht. Er möchte Leute, die ihm Schwierigkeiten, fertig machen.

Dies gilt nicht für die Ethik der Scientology, die den obengenannten Zweck hat und eine sagenhaft erfolgreiche Aktivität ist.

Der Mensch hat natürlich eine schreckliche Reaktion auf so etwas, wie Recht, oder was er lachhafterweise Recht nennt. Aber der Mensch hat kein Verstehen, mit dem er irgendeine der Hinrichtungen rechtfertigen könnte, denen er sich verschrieben hat; und er hat tatsächlich kein wirkliches Rechtssystem, da dieses kein Endprodukt hat. Sein einziges Endprodukt, wenn man es so nennen möchte, ist Bestrafung.

Es ist offensichtlich, dass die Gesellschaft dadurch nicht in Ordnung gebracht wird. Hin und wieder nützt es etwas, aber die Häufigkeit von Verbrechen in der Welt steigt viel schneller an, als die Bevölkerungszahl. Ich habe kürzlich mit den Verantwortlichen des Gesetzesvollzugs der weltbesten Polizeitruppe gesprochen, und sie waren in einem sehr apathischen Geisteszustand. Am Liebsten hätten Sie sich hingelegt und wären gestorben. Denn das, was sie tun, hat kein Endprodukt.

Schlimmer noch: Die Systeme der Disziplinarmaßnahmen, die heute auf der Erde eingesetzt werden, sind nicht in der Lage, mehr zu bewirken, als eine Person zu verschlechtern.

Wenn man jetzt ein tatsächliches Ethiksystem in diese Situation einbringt, rüttelt man an den Aberrationen einer Menge Leute. Sie REAGIEREN. Und es ist eine sehr interessante Tatsache, dass heute in der Scientology viel mehr Leute anständige Ethik-Richtlinien befürworten, als gegen diese reagiert haben; denn sie sehen, dass diese Richtlinien bewirken, dass die Dinge richtig laufen. Sie sehen, dass es in besserer Ausbildung, besserer technischer Anwendung, sowie einer besseren Organisation resultiert und dass man die Bereiche, an die sich die Scientology richtet, allgemein besser in den Griff bekommt – und es hält die Missbräuche des Faches auf ein Minimum begrenzt.

Tatsächlich sind wir nur hier, um Menschen zu helfen, sich selbst zu helfen, ihre Zustände und Lebensbedingungen zu verbessern. Das ist alles, was wir tun.

Um all dies zu ermöglichen, ist das Ethiksystem der Scientology, als das zusätzliche Werkzeug, ungeheuer erfolgreich.“
(Buch: „Einführung in die Ethik der Scientology“, Ausgaben von 1968 bis 1981)

***

Wir könnten darüber spekulieren, warum L. Ron Hubbard ausgerechnet dieses Kapitel an den Beginn dieses Buches gesetzt hat. Aber die Wichtigkeit dieses Zwecks von Ethik kann nicht überschätzt werden, denn der Zweck ist Richtlinien übergeordnet. Eine Richtlinie (Policy), welche nicht dazu beiträgt, den Zweck der jeweiligen Funktion, wie zum Beispiel Ethik, zu erfüllen oder zu fördern, signalisiert eine Abweichung von dem Zustand, wie er sein sollte. All die Regeln und Richtlinien über „Verstöße“ müssen sich in ihrer Anwendung dem Zweck unterordnen.

Daher muss bei jeder Ethik-Order, bei jeglicher Aktion von HCO die Frage gestellt und sinnvoll beantwortet werden können,

„In welcher Weise ermöglicht das jeweilige Vorgehen, dass Tech wieder hereingebracht werden kann?“

oder

„Wie trägt eine vorliegende Handlung oder Ausführung einer Richtlinie dazu bei, es zu ermöglichen, Tech hereinzubringen?“

Diese Frage darf nicht oberflächlich beantwortet werden. Ein Ethik-Officer, der jemanden, der einen Missstand beobachtet (hat) und dies kommuniziert, zur Unterdrückerischen Person erklären und aus der Gruppe ausschließen lässt, wäre ein wundervolles Beispiel, wie er zwar Richtlinien ausführt, jedoch den übergeordneten Zweck dieser Richtlinien vereitelt. Dies würde Tech nicht hereinbringen, sondern im Gegenteil: Die Missstände würden nicht nur weiter bestehen bleiben, sondern durch diese falsche Anwendung von „Ethik“ würde eine negative Expansion stattfinden, ein Schrumpfungsprozess, denn jetzt sind ja weniger Mitglieder in der Gruppe. Auch könnten andere Mitglieder vorsichtiger in ihren Äußerungen werden und sie könnten beschließen, ihren Kommunikationen einen Hauch von unehrlicher „Alles ist in Ordnung“-PR zu verleihen. Die Stimmung in der Gruppe hätte sich verdüstert.

„Die Rechtsprechung bekommt nur einen schlechten Namen, wenn sie zwecklos ist. Und in Scientology ist Recht zwecklos, ist Ethik zwecklos, wenn sie nicht standardgemäße Tech hineinbringt. Wenn man nicht mit Standard Tech folgt, warum sollte man dann überhaupt irgendwelche Zustände zuweisen?“
(Flag Order 2631 vom 11. September 1981, Die Sea Org und Standard Tech)

Wenn sich ein Ethik-Officer die Frage stellt,

„Wer stoppt die Produktion der Org?“

dann wäre er in der richtigen Richtung unterwegs. Jetzt müsste er als erstes wissen, worin die Produktion der Org besteht.

„Das Produkt einer Org sind gut ausgebildete Studenten und gründlich auditierte PCs. Wenn das Produkt verschwindet, verschwindet auch die Org.“
(HCO PL 17. Juni 1970RB, HERABSETZUNGEN DER TECHNOLOGIE)

Die Zahl der gut ausgebildeten Auditoren

Wenn die Zahl der gut ausgebildeten Auditoren gering ist, gibt es keine große Zahl gründlich auditierter PCs. Wenn der Ethik-Officer seinen Job kennen würde und dies wüsste, dann würde er Fragen wie diese stellen:

„Warum bringen wir nicht jede Woche 10 oder 20 gut ausgebildete Auditoren hervor?“ (Oder 30 oder 40?)

oder

„Wie kommt es, dass das erste Kapitel aus dem Buch „Einführung in die Ethik der Scientology“ drei Jahre nach Rons Tod aus dem Buch entfernt wurde?“

Er würde sich nicht damit zufrieden geben, dass ihm erklärt wird, „anderswo“ sei die Produktion hoch. Er würde wissen, dass er für seinen Bereich verantwortlich ist und sich nicht von Propaganda beeinflussen lassen. Also: Warum ist die Produktion in seinem Bereich nicht hoch?

Ich würde ihm vorschlagen, in diese Richtung zu schauen:

„weil eine oder mehrere Personen in seiner Org eine versteckte Datenlinie akzeptiert haben?“

oder auch

„weil eine oder mehrere Personen in seiner Org Abweichungen von Policy und Tech akzeptiert haben, die auf dieser versteckten Datenlinie verbreitet worden sind?“

Wenn er in diese Richtung schauen würde, könnte er jetzt beispielsweise entdecken, dass ein Zitat von LRH, welches er in dem Vortrag „Talk on a Basic Qual“ gemacht hat, welches sich auf die Korrektur von Auditoren in der Qualifikations-Abteilung bezogen hat, auf den Kursraum angewendet wurde und nun die ganze Produktion stoppt. Die Funktion der Qualifikations-Abteilung, Dinge zu korrigieren, wurde in die Produktionsabteilung versetzt und blockiert nun den Ablauf.

Oder er könnte herausfinden, dass jemand ein langes Studium von Vorträgen zur Vorbedingung für die Auditorenausbildung gemacht hat, welches verhindert, dass Auditoren in großer Anzahl ausgebildet werden. Zu den Zeiten von L. Ron Hubbard waren die Vorbedingungen für die Auditorenausbildung minimal und es wurden viel mehr ausgebildet, als heute. (Siehe sie Statistik-Vergleiche bei den „Freunden von LRH“)

Nun würde der Ethik-Officer ernsthaft die Ärmel hochkrempeln und herausfinden, WER dahinter steckt und diesen Unsinn eingeführt oder zugelassen hat! Da hätte er dann denjenigen gefunden, der die Produktion stoppt! Und den würde er sich vorknöpfen und ihn sich genau anschauen! (Und sollte er herausfinden, dass derjenige oben auf dem Org Board sitzt, dann müsste er nicht nur mutig und hartnäckig sein, die Technologie seines Bereichs kennen und beherrschen, sondern auch ziemlich intelligent vorgehen, um nicht selbst unter die Räder zu kommen. Und das würde Ron von ihm erwarten, wenn er diesen Posten inne hat.)

Dadurch würden die Tech und die Produktion wieder in Schwung kommen!

Und dann könnte zu Recht gesagt werden, dass dieser Ethik-Officer seine Arbeit macht, denn dieser Ethik-Officer erfüllt den Zweck von Ethik: Er ermöglicht es der Tech wieder herein zu kommen.

Worsel

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Über Felicitas Foster

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41 Antworten zu Der Job des Ethik-Officers

  1. Hubert Scheer schreibt:

    lieber worsel,

    du hast mich mit dieser übersetzung wieder ins jahr 1975 bis ca 84 zurück versetzen lassen. toll! ich war damals ausgebildeter ethikofficer mitarbeiter und genau diese richtlinie war immer mein stabiles datum. es zeigt auch die reihenfolge: ethik, tech, admin.
    wenn ich mir die damaligen statistiken so in erinnerung rufe von der org und mit den heutigen vergleiche, dann mein lieber gott…., nach über 30ig jahren eine zusammenschrumpfung auf 1/3, wenn überhaupt.
    „keine auditorenabschlüsse, nur degradierte akademieler auf die „“basics““ gesetzt“.

    nochmals worsel-DANKE!
    hubert

  2. Han Solo schreibt:

    Wahrheit war, ist und bleibt EINFACH !

    Ein schöner Artikel, Worsel !

    • Worsel schreibt:

      Es ist ein bischen so, wie in dem Film „Eine Frage der Ehre“ mit Tom Cruise und Jack Nicholson. Zwei Marines hätten ihren Kameraden schützen sollen und haben stattdessen Befehle ausgeführt. Hätten sie ihren Posten gemacht und unterschieden, welcher Befehl gültig und welcher ungültig ist, wäre ihr Kamerad am Leben geblieben. Eine Perspektive, welche den übergeordneten Zweck aus den Augen verloren hat, öffnet die Tür zu unsinnigen, schädlichen oder gefährlichen Handlungen.

  3. Worsel schreibt:

    Und bevor es in Vergessenheit gerät:
    Vielen Dank an alle, die bei diesem Artikel mitgeholfen haben,
    – die ihre Geschichte erzählt haben (wodurch die Notwendigkeit ihn zu schreiben sichtbar wurde.)
    – die bei der Übersetzung des LRH-Artikels mitgeholfen haben
    – die bei der Korrektur und Veröffentlichung geholfen haben (Danke Felicitas)
    Worsel

    • SKM schreibt:

      Liebe(r) Worsel.

      Ich habe in meinem kleinen Prä-Miscavige Antiquariat noch eine Kopie der deutschen Ausgabe des ITSE Buchs.
      Ich habe das Kapitel eingescannt und hier kann es heruntergeladen werden:
      [klick]

      Wegen Copyrigh weiß ich auch nicht.
      Immerhin ist es ein Ausschnit, welcher nach dem deutschen Zitatrecht kaum angreifbar sein dürfte. (Wir machen den Autor ja auch nicht schlecht, im Gegenteil, wir prangern an, dass diese seine Worte der Öffentlichkeit vorenthalten werden ;-))
      http://de.wikipedia.org/wiki/Zitat#Zitate_und_Urheberrecht

      • SKM schreibt:

        BTW.
        Schön auch zu sehen, wie in den Büchern die Quelle angegeben wurde (siehe die Angaben an der von mir rot markierten Stelle).
        Im Goldenen Zeitalter der Verbal Tech ist das nicht mehr gegeben. Da wird gemixt und gedreht wie’s dem Squirrel passt.
        Das RTC ist doch so eine Farce…

      • Worsel schreibt:

        Vielen Dank!

  4. George schreibt:

    „Wer stoppt die Produktion der Org“?
    Innerhalb der Scientology und in der normalen Wirtschaft wird ein gern übersehener „Trick“ angewendet um Dinge versteckt zu stoppen. Nehmen wir mal an eine Unternehmung ist im Zustand „Normalen Arbeitens“. Die Mitarbeiter haben einen gemütlichen Job. Alles läuft prima. Was kommt nun? Der Chef will mehr. Er will unbedingt in den Zustand Wohlstand gelangen. Anstatt nun den Mitarbeitern die Freude zu lassen gibt er Anweisungen hinaus die passend währen für den Zustand Notlage. (Keine Rauchpause, Abstechen wenn man auf das WC muss, Produktion steigern obwohl man diese nicht an den Markt bringen kann usw.) Nun ist das gemütliche Leben vorbei. Die Mitarbeiter werden stinkig und produzieren nicht mehr so gut und es werden Produkte hergestellt die niemand mehr verkaufen kann. Danach kommt die Firma in Schieflage. Nun ist die Firma tatsächlich in Notlage. Nun müssen Leute entlassen werden. Das führt nun zu einer Gefahr Situation, denn das Wissen geht verloren und die Firma hat kein Produkt mehr das sich von der Konkurrenz unterscheidet.
    Wenn ich mir das genauer anschaue so gibt es eine Tendenz hier. Es wird gerne der Zustand dramatisiert der genau eine Stufe unter dem liegt in dem man sich gerade befindet. Jemand ist neu in einem Bereich und er müsste Nicht Existenz anwenden. Was macht er? Er fühlt sich als eine Belastung, als das fünfte Rad am Wagen und stellt sich immer wieder gern die Frage ob er hier überhaupt erwünscht ist. Oder jemand ist ein Verräter. Was macht dieser? Er benützt seine Verwirrung als Rechtfertigung des Verrates. Oder jemand ist in Zweifel ob er noch dazu gehören sollte. Was macht nun die Gruppe? Diese stempelt ihn als Feind ab und schmeißt ihn raus.
    Man kann das auch bei seinem Körper beobachten. Alles läuft normal. Jetzt kommt mal so ein Virus daher. Der Körper will den Virus erledigen. Dazu greift er den an und das produziert Fieber. Das ist alles noch Normale Operation. Was macht jetzt unsereiner? Er denkt der Körper wäre in einer Notlage. (was er nicht ist, da der Körper normalerweise keine Probleme mit so was hat) Wir gehen zum Arzt und schmeißen Chemo Keulen rein. Das nun wiederum schwächt das System des Körpers und nun hat der Körper ein echtes Problem. Oder ein Scientologe würde nun denken er wäre in einer Notlage und sucht nach einem Unterdrücker. Und da er einen finden muss findet jener vielleicht seine Frau. Und das wars dann für die Ehe. Ursache: Schnupfen.

  5. Burkhard schreibt:

    Ein prima Artikel!
    Trifft voll ins Schwarze.
    Und ist selbst für vorauseilenden Gehorsam gut zu verstehen. Was dann noch fehlt, beschreibt Worsel treffend, Zitat:
    „Und sollte er herausfinden, dass derjenige oben auf dem Org Board sitzt, dann müsste er nicht nur mutig und hartnäckig sein, die Technologie seines Bereichs kennen und beherrschen, sondern auch ziemlich intelligent vorgehen, um nicht selbst unter die Räder zu kommen. Und das würde Ron von ihm erwarten, wenn er diesen Posten inne hat.“

    Würde jeder Ethikofficer so seinen Job machen und würden die Scientologen (!) seinen Job so verstehen, welch ein Vertrauen und Zuversicht würde auf der dritten Dynamik (nicht nur auf dieser) enstehen…! 🙂

  6. Josef schreibt:

    Hallo Worsel,
    super Artikel! Ich habe auch ein Ethikbuch von 1970 und kenne dieses Kapitel noch. Aber natürlich ist es sehr gut, immer wieder mal die Sachen aufzufrischen.

    Dein Artikel ist zudem ispirierend:
    Bei dem Thema „Zweck“ bin ich auf die Idee gekommen, einmal den genauen Zweck von Scientology selbst zu suchen und genauso prägnant herauszustellen. Dann hätte man ein Kriterium, nachdem man alle Tätigkeiten innerhalb der Scientiology beurteilen könnte. Wie die Referenzen anzuwenden sind und was man eben nicht tun darf.

    Ich habe alle meine vorhandenen PDF-Dateien mit Suchfunktionen durchsucht und aber nichts gefunden. Es gibt viele Erklärungen, was Scientology ist. Aber so einen Satz „Der Zweck von Scientology ist . . .“ leider nicht. Ich habe natürlich eine eigene Idee dazu und eine Vorstellung. Aber aus der Feder von LRH habe ich nichts.

    Vielleicht hast Du oder jemand vom Blog etwas dazu und wir können dazu etwas finden. Es müsste etwas sein, das auch die Tätigkeit des Ethik-Officers einschließt und alles andere.

    Also die Frage in den Raum gestellt: Was ist der Zweck von Scientology?

    • Han Solo schreibt:

      Siehe „der Zweck von Orgs“ ( the purpose of orgs“ ).

      • Josef schreibt:

        Wenn jemand zu hause seine Tochter auf den Objektiven auditiert, betreibt dieser Scientology. Ob er alles richtig macht, kann er mit der Referenz „der Zweck der Orgs“ nicht feststellen. Das können wir also als obersten Zweck für alle scientologischen Tätigkeiten nicht nehmen, so meine ich.

        • Han Solo schreibt:

          Josef,
          ob Org oder Einzelperson, darauf kommt es nicht an. Sondern darauf, Leute Richtiung Freiheit zu bewegen. So meine ich.

    • Worsel schreibt:

      Ich erkenne das Ziel in folgendem Zitat „Das Ziel des Auditors ist ‚Selbstbestimmung‘ „. (23. März 1953, Review von Dianetik, Scientology und Para-Dianetik/Scientology)
      Gemeint ist in dem Zusammenhang die Selbstbestimmung des PCs. Das sieht auf den ersten Blick nicht nach viel aus. Wenn man aber im Auge behält, dass Selbstbestimmung der Kern von ARK ist, gewinnt das an Größe. (Wenn man Selbstbestimmung aus dem ARK entfernt oder verrmindert, hat man die verschiedenen Arten eines ARK-Bruchs. Selbstbestimmung ist der Kern von ARK.) Außerdem ist Selbstbestimmung gleichbedeutend mit Freiheit. Wenn jemand selbstbestimmt ist er frei. Freiheit ist nicht unendlich viel Raum, was eine Art Gefängnis sein kann (wie beispielsweise bei einer Verbannung nach Sibirien).
      Dieses Verstehen von Selbstbestimmung muß jedoch ein Verstehen der Dynamiken mit einschließen. Jemand, der nur auf die erste Dynamik schaut und meint, es würde jetzt bedeuten, „selbstbestimmt“ auf Kosten anderer Dynamiken agieren, hat nicht verstanden, dass das dynamische Prinzip des Daseins sich auf all diesen anderen Dynamiken ebenso entfaltet.
      „Das Ziel des Auditors ist ‚Selbstbestimmung‘ “ eignet sich in meinen Augen als Zweck. Nicht nur der Ehrenkodex, auch der Auditorenkodex weisen in diese Richtung. Die beiden wichtigsten Punkte, „nicht bewerten“ und „nicht abwerten“ beschäftigen sich damit.
      Und wenn man das als Maßstab anlegt, dann fallen sofort alle Handlungen heraus, die in eine andere Richtung führen, wie aufgezwungene Trennung, Verbot im Internet Daten einzuholen, aufgezwungenes „Spenden“, Zwang oder Gruppendenken etc.
      Für mich ist das die Antwort. Was meinst Du?

      • Josef schreibt:

        „Der Zweck von Scientology ist Selbstbestimmung bei einer Person zu erreichen.“ So würdest Du es vermutlich dann formulieren. Ja, da kann man dann gleich sehen, was eine Abweichung ist, z.B. jeglicher Zwang. Wenn ein Verfahren z.B. Auditing die Selbstbestimmung erhöht, wäre das demnach Intech und alles was die Selbstbestimmung schmählert wäre Outtech. Aber wie reihen wir da Verwaltung und Gruppenprozessing ein. Das ist nicht mehr so leicht. Ich sehe auch Probleme mit dem Begriff Selbstbestimmung an sich, da das nur funktioniert, wenn man genau versteht, was Selbsbestimmung ist. Denn viele glauben, sie handeln selbstbestimmt und in Wirklichkeit folgen sie verborgenen Befehlen z.B. eines Engramms. Hier gibt es ja auch sehr verzwickte Befehle, die man nicht gleich als negativ erkennt. Z.B. Liebe deine Eltern, ist in den meisten Fällen sehr positiv, ausser der Vater verprügelt einen regelmäßig, dann ist dieser Zwang plötzlich sehr destruktiv für die Person. Selbstbestimmung ist also ein Zustand von völligem Fehlen eines unbekannten oder bekannten Zwanges. Es bedeutet, dass eine Person frei entscheiden kann. Woher weiß man es nun, ob ein Verfahren nun die freie Entscheidung verbessert hat? Das ist vielleicht erst im weiteren Verlauf sichtbar.

        Hier meine Idee:
        Zitat: SOS Seite 195
        „Eigentlich ist die Tonskala eine Tabelle des Verhältnisses von freiem Theta zu Entheta einer Person. Man könnte sagen, dass das Individuum oberhalb der Grenzlinie von 2,0 über mehr Theta als Entheta verfügt, und dass unterhalb von 2,0 mehr Entheta als Theta bei ihm vorhanden ist. Indem der Auditor einfach Entheta zu Theta umwandelt, kann er das Individuum auf der Tonskala hochbringen. Wie sich rasch erkennen lässt, würde der Idealzustand darin bestehen, dass alles Theta zurückgewonnen ist und die betreffende Person kein Entheta mehr aufweist. In der Dianetik bezeichnet man das Erreichen dieses Ideals als einen “geklärten” Zustand. Zum jetzigen Zeitpunkt ist dieser Zustand das Endziel des Prozessings.“
        Und einige andere Stellen in diesem Buch SOS über „Entheta in Theta umwandeln“.

        Wir streben also danach, die Tonstufe hochzukommen und das ist gleichbedeutend mit „weniger und weniger Entheta, bis alles weg ist und nur noch Theta übrig bleibt“. Auch ist eine steigende Tonstufe ein sofort sichtbares Element. BIs sind abwärts, GIs oder VGIs sind aufwärts. Was macht der Ton des PCs, was macht der Ton des Staffs bei der Arbeit? Was macht der Ton des Publikums beim Event? Was macht der Ton des Publics beim IAS-Geldsammelgespräch?

        Wenn eine Referenz also so angewendet werden kann, dass Entheta erzeugt wird, dann wurde diese missverstanden oder abgeändert. Für mich ist es das Kriterium zur Beurteilung der Referenzen geworden. Wie ist eine Referenz anzuwenden? Ist sie authentisch LRH? Das ist für uns von ausschlaggebender Bedeutung, denn es wurden Referenzen abgeändert. Und manche verwenden Referenzen falsch oder es gibt Orders, die Referenzen interpretieren.

        Das lässt sich jetzt auch auf die Ethik-Tech anwenden. Handelt der Ehtik-Officer so, dass das Befreien von Theta verhindert wird, dann liegt er falsch, da es dem Gesamtzweck der Scientology zuwider läuft. Tut er Dinge beim PC, die dazu führen, dass dieser Theta zurückgewinnt oder künftig mehr und schneller Theta befreien kann, liegt der Ethik-Officer richtig. Beispiel: Führt eine Gewohnheit des PCs zu einer Situation, die verhindert, dass er erfolgreiches Auditing erhalten kann, z.B. sein Geld im Spielkasino zu verzocken, dann ist es richtig, das zu handhaben.
        Aber mehr auch nicht. Wenn eine Situation keinen Einfluss auf den Fortschritt im Auditing hat, wäre es falsch, etwas zu unternehmen, da eine überflüssige Handhabung das Befreien von Theta wiederum verzögert.

        Ich sehe es so, dass alle Referenzen von LRH genau in diese Richtung weisen – Theta befreien. Ich habe noch keine LRH-Referenz gefunden, die nicht mit diesem Kriterium beurteilt werden kann. Es ist relativ leicht am Ton einer Person, Gruppe oder eines Gebietes zu sehen, ob etwas Theta befreit oder Entheta erzeugt. Fühle ich mich besser oder schlechter? Verstehe ich es oder verwirrt es mich? Kommt man vorran oder stoppt man? Wird man besser oder schlechter? Fördert es die Dynamiken oder hemmt es sie? Usw. Verwirrung ist z.B. der klassische Theta-Wegpacker.

        Man kann es im Allgemeinen leicht erkennen.

        Jede Tätigkeit innerhalb der Scientology, die nicht zu mehr Theta führt, liegt mit großer Wahrscheinlichkeit auf der falschen Spur. Damit lässt sich leicht GAT und GAK beurteilen. Führt es zu mehr Theta? Oder die Spenden oder die Org-Prunkbauten. Oder das Bekämpfen von Psychiatern? Oder das Geben von Assists bei einem Eingeborenenstamm im Kongo? Wieviel Theta wurde damit mit welchem Aufwand erreicht? Oder die Behandlung von Staffs, Schlaf, Essen, Ausbildung und Prozessing? Wer kann mehr Theta befreien, ein OT voll ausgebildet gut ernährt und ausgeschlafen oder einer mit Minihatting, 5 Stunden Schlaf und mangelernährt?

        Oder das Bekämpfen von irgendwelchen Feinden, wieviel Theta wurde mit wieviel Aufwand erzeugt? Oder die Feinde ignorieren und einfach jemanden zum Clear zu auditieren – das ist der Königsweg, wenn man das Kriterium „Theta befeien“ ansetzt, so meine ich.

        Ich finde, dass das auch das Thema Selbstbestimmung einschließt, denn jemand mit mehr und mehr freiem Theta wird mehr und mehr Selbstbesimmung erlangen, da die Zwanghaftigkeit aus dem Entheta verschwindet. Kommt jemand die Tonstufe hoch, dann wird er definitiv Selbstbestimmter. Am Ton kann man es sehen. Wann er seine neue Selbstbestimmtheit einsetzt, sieht man manchmal erst viel später und hat keine sofortige Rückmeldung über den korrekten Einstatz der Tech.

        Was ist der Zweck von Scientology? Wenn einem das völlig klar ist, dann wird man wohl immer auf dem richtigen Weg bleiben oder einen falschen Weg sehr bald wieder verlassen, wenn kein Theta dabei herauskommt. Man wird auch so leicht nicht mehr mit Abweichungen übereinstimmen oder Orders befolgen, die Entheta erzeugen.

        Wir wollen nach oben, die höchste Tonstufe erklimmen und das ist volles Theta.

        Ich persönlich finde, dass wir so ein Kriterium dringend benötigen, da wir von Feinden und von Verwirrung umgeben sind und in diesem Umfeld einen „roten Faden“ brauchen, der uns zielsicher auf dem Weg hält. Denn wir müssen Entscheidungen treffen und wissen selbst nicht, ob diese wirklich selbstbestimmt sind. Also ich weiß es nicht, ob ich zwanghaft nach „totaler Freiheit“ strebe oder ob es meine wirklich freie Entscheidung ist, ohne dass in den Weiten der umfangreichen Bank irgendwelche Befehle schlummern, die mich treiben. Aber wenn ich mich daran halte, dass alle meine scientologischen Tätigkeiten auf das Befreien von Theta ausgerichtet sind, dann könnte ich mir vorstellen, dass ich im großen und ganzen auf einem gangbaren Weg bleibe. Irgendwann wird dann auch so ein zwanghafter Befehl blowen, wenn ich meinen Desintegrator immer auf das Entheta richte.

        Was meint Ihr?

        • Worsel schreibt:

          Toller Kommentar! Ich denke, wir reden über die gleiche Sache. Vielleicht sollten wir „Theta“ und „Selbstbestimmung“ mit in die Reihe der Synonyme aufnehmen.

        • Worsel schreibt:

          „Affinität, Realität und Kommunikation, die drei Bestandteile von Theta, steigen und sinken gemeinsam auf der Tonskala.“
          (Wissenschaft des Überlebens, Kapitel Sechs „Die Grundgesetze von Theta“, Seite 45 in der Ausgabe von 1983)

        • Davide schreibt:

          Stimme dem auch bei, sehr toller Kommentar und Dir Worsel auch vielen Dank.

        • Auf der Suche schreibt:

          Sehe ich auch so 🙂

    • SKM schreibt:

      Ich denke wenn man vom Zweck der Scientology spricht, sollte man zunächst unterscheiden, ob es um den Zweck der Kirche der Scientology geht (wie von LRH in den 50ern gestiftet) oder den der Philosophie und Technologie selbst.
      Die Technologie macht Dinge möglich, die vorher nicht, oder zumindest nicht konstant, durchgeführt werden konnten. Die Jahre der Entwicklung gingen darauf, die Methoden zu verbessern und die Arbeit mit mehr Präzision durchführen zu können.
      Ich glaube der Gipfel der technischen Entwicklung lag um etwa 1965, als LRH die Gradkarte und den Clearing Course etabliert hat.
      Zufälligerweise war das auch der Zeitpunkt, als auf seinen eigenen Linien die Unterdrückung ihn mehr und mehr aus St. Hill gejagt hat.
      Die Org hatte also zum Teil den Zweck, die Möglichkeit für Ron zu schaffen, in Ruhe weiter forschen zu können und auf der anderen Seite die Leute auszubilden und mit der Tech in höhere Daseinszustände zu bringen.
      Die SeaOrg wurde mit dem Zweck gegründet, die Forschung weiterhin zu ermöglichen und eine Gruppe zu bilden, die sich der Unterdrückung annimmt (die „Ethik auf dem Planeten reinbringt“) sodass irgendwann Scientology ohne all zu viel Unterdrückung verbreitet werden kann. Und auch Ron wollte sicherlich wieder an Land. Er war sicher gerne vor Ort in den Central Orgs und wäre sicher auch gerne bei all den AOs dabei gewesen – was ihm aber nicht leicht möglich war.

      Ob Scientology als Philosophiekern einen Zweck hat, ist nur anhand des Nutzens zu erklären: Im Prinzip erklärt es das Leben. Aus diesen Theorien wurden Technologien entwickelt, das Leben zu befreien (von unterdrückenden Faktoren, die gegen die Dynamik der Lebenseinheit wirken), zu bändigen, zu lenken. Es gibt viele nützliche Herangehensweisen, die das Leben erklären, Zustände ermitteln, vorraussagen und verbessern können. Der Zweck der Scientology könnte also sein, das Leben zu meistern. Nicht unbedingt nur das Leben einer Lebenseinheit, sondern die ganze Palette des Lebens, das sich über sämtliche Dynamiken erstreckt.
      Da es Tools enthält, hängt vieles vom Produkt sicherlich von denjenigen ab, die diese Tools in den Händen halten.
      Der Zweck der Orgs war (war), diese Tools so vielen Leuten wie möglich zugänglich zu machen, sodass sie diese Anwenden und den von LRH gesteckten Postulaten einer besseren Welt, eines geklärten Planeten, folgen und nach und nach näher kommen.
      Das RTC hat den Zweck der Orgs dahingehend abgeändert, dass Hindernisse aufgestellt wurden, die Leute davon abhalten, sowohl die Daten unverfälscht zu erhalten, als auch die Anwendung zu gewähren oder zu empfangen. Der Zweck des COBs ist (offensichtlich), die Org, wie sie von LRH postuliert wurde, loszuwerden.
      Beweise dafür gibt es genug. Man gehe einfach in eine Ideale Org und staune was das Zeug hält.

      LRH hatte hohe Ziele. Hohe Ideale. Einen Planeten umkrempeln und auf eine grade Bahn lenken zu wollen, dessen Ökonomie, Bildung und Geistlichkeit von Unterdrückern beherrscht und verkehrt wird, ist sicherlich ein tollkühnes Unterfangen. Ich denke wir können uns kaum vorstellen, was der Mann eigentlich wirklich auf der Platte hatte, wie groß die Unterdrückung wirklich gewesen ist. Ich wundere mich nicht, dass einigen seiner Richtlinienbriefe an Geduld zu mangeln scheint.
      Und doch arbeitete er bis zuletzt daran, die Methoden der Ausbildung zu vereinfachen, die Prozesse noch besser zu machen und die Tech noch effektiver wirken zu lassen.

      Ich möchte behaupten, dass er wirklich einen guten Job gemacht hat.
      Der Rest hängt von uns ab und ob wir seine Ideale oben halten.
      Der Zweck der Scientology: Das Leben zu meistern.
      Der Zweck vom RTC: Scientology aus dem Verkehr zu ziehen.

      Cheers,
      SKM

  7. Rita Wagner schreibt:

    Danke Worsel! Der Artikel ist superwichtig!!! 🙂

  8. Josef schreibt:

    Ich möchte mich noch einmal kurz zu Worte melden.

    Vielen dank, dass Ihr meine Zeilen gelesen und kommentiert habt. Ich wollte niemanden ärgern oder in das Unrecht setzen. (Wie man leicht sehen kann, würde das meiner Maxime, Theta zu befreien zuwider laufen.)

    Es geht mir darum, dass ich bemerkt habe, dass sowohl die Scientologen innerhalb, aber auch mancher der „Freien“ keine wirklich klare Vorstellung hat, was wir eingentlich zu tun beabsichtigen.

    Wie kann es sein, dass jemand z.B. die GAK-Basics akzepiert. Man kann förmlich sehen und spüren wie hier das Befreien von Theta behindert wird. Eine sehr lange Anlaufbahn. Viele Möglichkeiten, zu scheitern, keine Doingness. Chronologisches Lesen statt nach Gradienten. Ausbildung, welche direkt zum Befreien von Theta (Auditing) führt, wird verzögert etc. Es kann nur sein, dass diese Personen keinen blassen Schimmer haben, was sie eigentlich tun sollen.

    Wir in Freiheit haben das Problem, dass wir herausfinden müssen, welche Referenzen abgeändert wurden und welche Nicht-LRH-Referenzen hinzugefügt wurden. Wenn wir einfach die in PT existierende Tech so verwenden, wie diese ist, werden wir scheitern. Wir sollten also sehr genau wissen, wo wir hin wollen.

    Die Begriffe, Freiheit, das Leben meistern, den Zweck der Orgs folgen, ARK, Selbstbestimmung sind alle vollkommen korrekt und wie Worsel es sagt synonym zu Theta befreien. Es ist nichts einzuwenden, wenn man in diesen Begriffen denkt.

    Der Begriff Theta befreien hat den Vorzug, dass er ein rein scientologischer Begriff ist und somit nicht mit einem anderen Fachgebiet kollidiert (und nebenbei bemerkt auf einer LRH-Referenz basiert).

    Manch anderer Begriff kann auch auf komplett andere Weise, als durch die LRH-Tech in Angriff genommen werden.

    Was unterscheidet aber die LRH-Tech von bisherigen Technologien. Es ist das zielgerichtete Befreien von Theta. Das gab es vorher nicht. Es ist das Unterscheidungsmerkmal. Von anderen wurde Theta nicht einmal definiert.

    Wenn man einmal dieser Linie folgt, stößt man auf die Frage, wie macht man das, so dass es auch funktioniert. Nun das hat LRH ja ausgearbeitet. Er hat einen Weg ermittelt, wie es am schnellsten und am sichersten geht. Dabei kommt rasch der Begriff „auf einem Gradienten“ zu Tage. Das heißt auch, wird ein früherer Gradient nicht gemeistert, wird kein weiterer gemeistert werden können.

    Wenn es also einen OTVII gibt, der schwer krank ist, dann ist der Umkehrschluss, dass dieser einen unteren Gradienten nicht gemeistert hat, da es ein EP gibt das heißt: „ein gesunder und glücklicher PC“. Es kommt mir nicht in den Sinn, einen OT abzuwerten, es ist einfach eine Beobachtung. (Tatsächlich wertet der OT die OT-Stufen selbst ab durch sein krank sein). Es ist der klare Beweis, dass hier etwas nicht korrekt läuft. Der besagt OT hat Bereiche von Entheta, die nicht vollständig befreit wurden. Damit ist die weitere Vorgehensweise auch klar, das noch nicht befreite Theta muss noch befreit werden, sonst wird sich sein Zustand nicht verbessern. Da es auf Gradienten funktioniert, muss der niedrigste Gradient gefunden werden, der nicht gemeistert wurde. Das soll nur ein Beispiel sein, wie man mit dem Begriff „Theta befreien“ arbeiten kann, denn das oberste Ziel ist „alles Theta befreit“.

    Eines ist sicher, die Tech wird nicht erst seit GAT und GAK verändert. Wenn wir weiter kommen wollen, dann müssen wir gemäß KSW erst einmal den Punkt 1 sicherstellen.

    Man stelle sich blos einmal vor, es wurde ein unterer Gradient so verändert, dass dieser gerade so nicht mehr erreichbar ist. Ein klein wenig Entheta dieses einen Gradienten würde nun nicht befreit werden. Ich hoffe, Ihr bekommt jetzt eine Gänsehaut, ich jedenfalls schon. Denn das würde bedeuten, dass darüber hinaus kein weiterer Gradient erreichbar ist und das bedeutet ENDE der Brücke.

    Wie finden wir das heraus? Wir finden heraus, wo das Befreien von Theta in Schwieigkeiten gerät. Ihr wisst ja, es ist nicht der Gradient, der die Schwierigkeit verursacht, sondern der Gradient davor. Wir haben ja zum Glück so einiges an Tech.

    Im Grunde geht es mir darum, wie wir weiterkommen, ohne in die für uns vorbereiteten Fallen zu tappen oder von unserem Button der Eigenwichtigkeit (= unsere eigenen Aberrationen) vom Weg abgebraucht werden. LRH ist nicht mehr da, wir müssen das jetzt selbst machen.

    Deshalb habe ich nach einer Richtschnur gesucht, an er wir uns festhalten können im dunklen Wald. Vielleicht gibt es eine bessere Richtschnur als „Theta befreien“, her damit. Ich habe aber bisher nichts besseres gefunden und es lässt sich recht universal anwenden.

    Daher würde es mich freuen, wenn eine sozusagen „oberste Maxime“ eine Basis für unsere Tätigkeiten bilden würde. Was versuchen wir zu tun? Wie erreichen wir das am effektivsten? Was ist dabei zu unterlassen? Es wäre ein Punkt der Übereinstimmung, an den wir uns immer erinnern können – unser Ziel schlechhin. Wir haben mit vielen Menschen zu tun. Und wenn wir erfolgreicher werden, werden es noch mehr Menschen. Wer ist gut darin, Theta zu befreien? Sehr gut! Wer hat noch nie auch nur ein Stückchen Theta befreit? Oh, Oh! Wir sollten ihm nicht zuhören. Seht Ihr, es ist überall anwendbar.

    Ich erhoffe mir damit ein keines Pflänzchen in die Welt gesetzt zu haben, das immer weiter wachsen kann und alles Unkraut verdrängt, bis wir einmal so stark sind, dass wir das Unkraut für immer ausreißen können. Aber das wird nicht sehr bald sein. Also gießen wir besser unser Pflänzchen. Ich werde es auf jeden Fall tun.

    Alles liebe, Josef

    • Worsel schreibt:

      In dem HCO PL vom 14. Januar 1979, Orders, Illegal and Cross (in Deutsch etwa: Nicht-Rechtmäßige und Wiedersprechende Anweisungen) schreibt LRH: „aber wie würde jemand, der nicht Policy studiert hat oder in seinem technischen Training nicht weit voran geschritten ist wissen, wenn ihm einen off-Policy oder out-Tech Anweisung gegeben wird?“
      In der dann aufgeführten Liste nennt er als Punkt 8: „Mache den Daten-Serien-Auswerter-Kurs, damit Du Deine eigene Position auswerten kannst und das wirkliche Warum dafür finden kannst, was los ist.“
      LRH hatte es also wirklich vorgesehen, dass jeder seine eigene Auswertung der Situation machen kann und macht. Nun ist der Daten-Serien-Auswerter-Kurs, von dem Ron hier 1979 redet heute nicht mehr in den Orgs vorhanden, nicht einmal mehr in der Bücherei der Qualifikations-Abteilung. Dieser Kurs stammte von Mary-Sue Hubbard und war auf einem recht anspruchsvollen Gradienten.
      Was Du heute vielleicht jedoch noch finden kannst, ist eine „Light“-Version davon, den „Elementaren Daten-Serien-Auswerter Kurs“ von 1990. Das ist ein sehr guter Kurs, den ich sehr empfehle, der nicht von den Meinungen anderer abhängig sein möchte.
      Wie wichtig und aktuell dieser Kurs ist, wirk deutlich, wenn man einen Blick auf Daten-Serie 47 wirft. Dies ist der gesamte Text: „Es ist hiermit verboten, einzeln herausgegriffene PLs der Daten-Serie auf ein Checksheet irgendeiner Art zu setzen. Die PLs der Daten-Serie müssen in ihrer Reihenfolge studiert werden. L. Ron Hubbard“
      Das PL „Die Ideale Org“ ist solch ein einzelnes PL der Daten-Serie und ich ahne, warum LRH nicht wollte, dass ein einzelnes PL nicht aus dem Zusammenhang gerissen werden soll. Die Befolgung dieses einzelnen PLs hätte uns all den Unsinn erspart, der unter dem Namen „Ideale Org“ fabriziert wurde/wird. Und was Ron dazu gesagt hätte, wenn nur Teile aus einem solchen PL „verwendet“ worden wären, möchte ich mir lieber nicht bildlich vorstellen. Das wäre zu grausam.

      • SKM schreibt:

        Hallo Worsel,
        hast Du möglicherweise ein Checksheet des Auswerter Kurses von MSH?
        Der würde mich dringend interessieren.

        ARC,
        SKM

    • Hubert Scheer schreibt:

      hallo josef,
      wie es aussieht schreibst du gerne-toll!

      anmerkung zu:
      Wenn es also einen OTVII gibt, der schwer krank ist, dann ist der Umkehrschluss, dass dieser einen unteren Gradienten nicht gemeistert hat, da es ein EP gibt das heißt: “ein gesunder und glücklicher PC”.

      dem zufolgen müsster er, wenn ich das aus deiner sicht richtig verstanden haben, runter auf dianetik gesetzt werden, und die ganze sache nochmals machen ? ist das so deine sicht ?
      lg
      hubert

      • Josef schreibt:

        OK, wie ich bemerke stürzt sich jetzt mancher auf die Sache mit dem Beispiel des OT VII. Sieht so auch, als hätte ich das Beispiel schlecht gewählt. Richtig schreibt Bruni, dass hier kein C/Sing in den Blog rein gehört. Mir war auch nicht so bewusst, dass OT VII doch so viele Abwertungen erleben mussten und das Thema wie eine Tretmine ist. Diese Tretmine ist scheinbar explodiert. Das war nicht meine Absicht.

        Es wird natürlich sehr schwer, wenn mache Themen ein solches Tabu darstellen. Ein Bereich der erzwungenen Nichtkommunikation. Das scheint mir gut eingefädelt zu sein. Mein Beispiel war nicht auf eine Person bezogen und schon wird es als C/Sing empfunden, obwohl es überhaupt kein C/Sing der Allgemeinheit gibt, nur bei einer Person.

        Für mein Verständnis sollte ein OT nicht eine immer weiter empfindliche Person sein. Ich werde definitiv keine Brücke an mir zulassen, die aus mir einen Typen macht, der schon von einem Blog so abgewertet werden kann, dass er gleich in seiner Tonstufe durchsackt.

        Ja, Tonstufe. Das Verhältnis von freien Theta zu Entheta. Die Brücke, richtig gemacht, erhöht die Tonstufe durch Befreien von Theta. Wer eine wahre Brücke gemacht hat strotzt von Theta und kann nicht so leicht umgeblasen werden. Das will ich, nichts anderes.

        Allein die Proteste auf mein OT-Beispiel zeigt, wie weit wir von der Idealen Szene weg sind. Die Antwort auf Deine Frage, Hubert, ist nicht „runter auf Dianetik“ sondern erst das Aussortieren der Tech und das Beseitigen der massiven Unterdrückung durch eine versquirrlte Tech, die derzeit eine hochmoderne Thetafalle für uns darstellt. Bewiesen durch den Protest auf mein Beispiel. Aus der Brücke wurde eine neue Thetafalle gemacht, das ist meine Realität. Anstatt das Theta auf einem Gradienten zu befreien werden routinemäßig irgendwo Gradienten nicht vollständig gemacht und über die BPC weiter auditiert, bis die Leute nicht mehr weiter können. Wie immer das sich dann auch zeigt. Das ist meine persönliche Beobachtung. Es war bei mir so und bei sehr vielen anderen.

        Darin ist der Sachverhalt „Thetafalle“ begründet. Denn die LRH-Brücke befasst sich mit Material, das jemand mit zu wenig freiem Theta dieses Material nicht konfrontieren kann. Kommt dieser dennoch damit in Berührung, bricht er zusammen (daher ist manches vertraulich). Man muss nur dafür sorgen, dass ein früherer Gradient nicht vollständig gemacht wird, dann bricht die Person beim späteren Gradienten zusammen. So wird aus der LRH-Brücke die Thetafalle. Ausbruchsversuch der Erdenmenschen gehandhabt.

        Je mehr freies Theta eine Person von Anfang an mitbringt, umso leichter kann diese die Out-Tech vertragen und kommt dann umso weiter. Personen die weniger freies Theta mitbringen kommen schon nicht so weit.

        Es gibt nicht 1000 Gründe, warum es jemanden schlecht geht.

        Aber ich sehe ein, dass ich hier wohl keine Chance habe, zu zeigen, wie auch die freien Scientologen vernichtend geschlagen werden, ohne dass sie es merken. Meine Richtschnur für das Heraussteigen aus dem Sumpf „Theta befreien“, die mir im höchsten Maße notwendig erscheint, wird scheinbar nicht geteilt. In Ordnung. Ich dränge mich hier auf. Aufdrängen ist aber das Erzeugen von Entheta. Das will ich nicht und es wäre auch sinnlos. Ich will ja Theta befreien, keinesfalls Entheta erzeugen.

        Ich sehe ein, der Blog ist nicht das geeignete Medium, für dieses Thema. Vielleicht habe ich es auch völlig falsch angefangen. Aber es war sehr lehrreich. Es gibt kein Versagen, da man auch immer lernt, wie es nicht geht. Und das ist ein Fortschritt. Leider muss ich sagen, dass ich mit meiner Meinung auch im meinem Umfeld alleine stehe. Der Preis der Freiheit hängt dieser Tage sehr hoch.

        Einer Richtschnur zu folgen, ist eine harte Sache, weil man vielen seiner „guten Ideen“ nicht folgen kann. Man muss oft eingestehen, dass man falsch lag und im Unrecht war und muss immer wieder neu korrigieren und neu ausrichten. Das setzt sofort den bisherigen Weg in das Unrecht. Wer ist schon gerne im Unrecht?

        So, das wär‘s, ich werde wohl einen anderen Weg suchen müssen.

  9. Auf der Suche schreibt:

    Schöner Artikel, Worsel!
    Ich finde, dass sogar oft der Zweck von Ethik, nämlich ÜBERLEBEN, völlig außer acht gelassen wird. Es werden Zustände gemacht, um Moralkodizes zu erfüllen, die am Ende sogar das eigene selbstbestimmte (!!!) Überleben auf den eigenen (!!!!) Dynamiken behindern, wie z.B. ja, ich mache meine Belastung, weil ich nicht zu Events gegangen bin. Deswegen verschulde ich mich jetzt und spende 2000 Euro als Wiedergutmachung …. lol …. wie schlimm kann es werden?!?!
    Nun, und man sieht an einigen Orgs, dass sie definitiv nicht gut überleben. Sie schrumpfen. Auch die PR ist ziemlich …. scheiße
    Und wenn Leute sich tatsächlich in Int so „misshandeln“ in „The Hole“, dann ist das gaaaaaaaaanz weit weg von der Idee zu ÜBERLEBEN.
    Überlebt jemand schlechter nach einer „Handhabung“, ist es einfach nicht ethisch gewesen. Das schließt mit ein, dass er weniger selbstbestimmt ist, die Tonskala runtergegangen ist, weniger rausgreift, sich zu extrem kontrolliert und beengt fühlt, zu ängstlich, um die Meinung zu sagen usw. – zu pleite, zu hoffnungslos, die OT Stufen preislich überhaupt in diesem Leben zu schaffen, zu ….. – einfach alles nicht ethisch – moralisch für die IAS und so vielleicht vom Gesichtspunkt der IAS, aber nicht ethisch in Bezug auf das eigene Überleben.

    • Han Solo schreibt:

      Ja, es scheint sehr schwierig zu sein, das Überleben auf den Dynamiken zu verfolgen.

      Es scheint so viel einfacher zu sein, mit Anstrengung & Mühsal & Gewalt

      a) sich selbst Einschränkungen zu unterwerfen

      b) andere, die dabei nicht uneingeschränkt mitmachen, mit allen Mitteln wieder „auf den rechten Weg“ zu bringen

      c) und dabei noch sich völlig im Recht zu fühlen, und sich als Kämpfer ( = Anstrengung & Mühsal & Gewalt ) für eine bessere Welt zu betrachten.

      Und was diese Verhaltensmuster betrifft, ist die heutige Scn-Church um kein Deut anders als Neonazis, Al-Kaida-Terroristen, Mafiabanden und all die Diktatoren und ihre Gefolgsleute aus den Geschichtsbüchern.

      Schon in „die Wirksamkeit der Scientology erhalten“ gab Ron diesem Kind einen Namen : Gruppenbank.

  10. Bruni L schreibt:

    Hallo Josef,
    Du schreibst sehr schöne Artikel, ich habe jedoch eine grosse Bitte an Dich, C/Se keine OTs ohne Folder.
    Diese Leute (je höher je schlimmer) haben so viele Abwertungen, Bewertungen, falsche Anzeigen auf und im Kopf, daß sie ein C/S im Blog von Frau Foster nicht auch noch brauchen. Es gibt 1000de Gründe was falsch sein könnte, aber bitte nur mit E-Meter-Anzeige.
    Danke

    • George schreibt:

      Stimmt, das sollte nicht sein irgendwelche Anzeigen zu machen. Aber speziell das mit dem Körper eines OT oder Clear sehe ich nicht so wie Josef. Wenn ich mal nicht so dicke in meinem Körper bin und nicht aufpasse ramme ich schon das eine oder andere mal meinen Körper in den Türrahmen. Weil ich einfach schon auf der Treppe war und nicht aufgepasst habe. Wenn nun mein Körper eine Beule hat war ich dann PTS oder muss ich noch ein Engramm auflösen? Eher nicht. Ich sollte einfach schön im Körper bleiben und streng durch die Augen kucken und dann passiert mir das nicht mehr. Oder ich kucke mal einfach auf etwas das eine Menge Energie hat und wenn ich nicht weit genug aus meinem Körper bin dann macht es Schwupps und der Blutzuckerspiegel ist am Boden. Sehr unangenehm für meinen Körper. Aber muss ich deswegen einen Level nochmals machen? Ich denke mal ein Clear oder OT sollte nichts darauf geben ob andere meinen er könne diesen Level nicht erreicht haben, weil.. (Gesundheit, Geld, Erfolg usw.)
      Ich bin ja nur (manche würden sagen „möglicherweise“ weil in den 80igern erreicht) Clear. Mir wäre es lieber gewesen ich wäre nicht als Clear etikettiert worden. Oder als Scientologe oder als Mitarbeiter mit Posten soundso. Als ich noch online war hatte dies mein Leben einfach zu sehr beschränkt. In vielen Situationen in meinem Leben musste ich drauf schauen wie ich mich verhalte, was ich sage und immer schön uptone sein. Das war nicht ich damals. Jetzt da ich nicht Clear bin (weil ich ja nicht mehr in der Scientology Welt bin) kann ich so sein wie ich will. Ich muss mich jetzt nicht mehr nach dem richten was andere von mir erwarten, oder dem was ich denke was andere von mir erwarten würden.

      • Josef schreibt:

        Hallo George,
        super, dass Du in so einem guten Zustand bist und alles was Du schreibts gibt Dir recht.

        Ich sprach aber von Krankeiten, wie bei Debbie C., die dazu geführt hat, dass sie mit der brutalen Realität zusammengestoßen ist und sich nicht mehr selber belügen konnte, dass sie wohl keine wahre Scienetology betreibt. Austritte auf Grund von Krankheit habe ich schon mehr gesehen.
        Man ist OT, hat sein ganzes Leben der Sache gewidmet und ist schwer krank. Dann kommt das finale Erwachen, weil jede Handhabung es nur noch schlimmer macht (und kein E-Meter den wahren Grund zu vorschein bringt, wie Bruni hofft). Es sind auch Fälle bekannt, dass jemand so krank wurde, dass er strab. Das ist also unsere jetzige Brücke. Ich selbst wurde nach OT III krank und war nicht in so einem Zustand, wie Du es gerade beschrieben hast. Tatsächlich war ich vor OT III in so einem ähnlichen Zustand wie Du. Seither druchforste ich Refenzen, um herauszufinden, wie es dazu kam und wie ich wieder in Ordnung kommen kann. So komme ich zu interessanten Erkenntnissen. Da es mich sehr betrübt, dass ich alles andere als ein Einzelfall bin, habe ich angefangen hier zu schreiben.

        Es gibt einen Weg, aber wir dürfen uns nicht beirren lassen.

        • George schreibt:

          Hallo Josef,
          ich wusste nicht, dass Du OT3 gemacht hast und in Schwierigkeiten gekommen bist. Ich würde Dir gerne helfen, kann aber nicht wirklich, da ich diesen Level nicht gemacht habe.
          Vielleicht zum Ausgleich zu all dem Scheiß mit dem man manchmal zu tun haben muss eine schöne OT Geschichte. Ich liebe OT Geschichten und Erlebnisse. Ich war Mitarbeiter und musste moonlighten. Vor dem Job habe ich mal ein schönes frisches Weißbier gezischt. Die Nacht durchgearbeitet und am Abend danach hatte ich einen OT3 gegenüber bei irgendeinem Auditor Drill. Ich war der Coach. Unter dem Drillen merkte der OT3 auf weil ihn an mir irgendwas gestört hatte. Ich und sie kuckten uns an und nun materialisierte sich das Weißbier von gestern vor meiner Nase. Dann löste sich das Bier auf und die Störung war weg.
          Weißt Du, ich habe kein Problem mit Leuten zusammen zu sein. Aber mit OTs beisammen zu sein geht mir dennoch ab. Das ist schon eine ganz andere Welt. Bei all den Differenzen die wir haben mögen sollten wir einfach zusammenhalten. Im Moment ist das via körperlicher Nähe nicht möglich weil wir doch arg verstreut und versprengt wurden. Aber wir sind ja nicht nur Körper.

        • emma schreibt:

          Hallo Josef,
          Du tust mir hier ein wenig leid auf dem Blog. Du wirkst leicht verloren. Du scheinst sehr ausgebildet zu sein, dass bin ich auch. ich habe gerade im Indi Feld (Accadmia 8008 Italy) mein OT5 nach ca. 7 Jahren abgeschlossen, habe mein OT6 gemacht und auditiere mich nun auf OT7, und das ging in kürzester Zeit. Ich habe mit Ex-Flag-OT7ern gesprochen, und war entsetzt, wieviel Tech ihnen vorenthalten wurde, die doch so wichtig gerade für das Solo-Auditing ist….

    • Han Solo schreibt:

      DIe Aussage von Bruni unterschreibe ich 100 %ig.

    • Hubert Scheer schreibt:

      „Du schreibst sehr schöne Artikel, ich habe jedoch eine grosse Bitte an Dich, C/Se keine OTs ohne Folder.
      Diese Leute (je höher je schlimmer) haben so viele Abwertungen, Bewertungen, falsche Anzeigen auf und im Kopf, daß sie ein C/S im Blog von Frau Foster nicht auch noch brauchen. Es gibt 1000de Gründe was falsch sein könnte, aber bitte nur mit E-Meter-Anzeige.“

      das sehe ich genauso…
      lg
      hubert

    • Josef schreibt:

      Hallo Bruni,
      es betrübt mich sehr, das OTs vielen negativen Dingen ausgesetzt waren und sind, das trifft auch auch mich selbst zu. Meine Zeilen sollten nicht eine solche Wirkung haben.

      Dass ein OT, je höher er ist, auf derartige Dinge so empfindlich reagiert, ist kein guter Indikator. Es spricht eine deutliche Sprache.

      Meine eigene Auswertung bezüglich Theta und Gradienten war eine große Erleichterung für mich. Es klärt mich zwar nicht, zeigt aber, warum es so kam und wie es n i c h t weitergehen darf.

      Ein C/Sing war von mir nicht beabsichtigt. Ich wollte sagen, dass wir uns derzeit in einer Sackgasse befinden. Denn darüber gibt es offenbar keine Realität. Mir scheint, dass hier geglaubt wird, wir müssen nur loslegen und dann werden wir frei. Wirklich?

      Du sagst, es gäbe 1000 Gründe was falsch sein könnte und nur mit einem E-Meter werden wir den einen Grund finden. Die Brücke wurde an vielen Stellen verändert, das ist offensichtlich und ich selbst habe schon einiges davon gesehen (gepostet wurde hier auch schon vieles). Ich hoffe, dass der eine Grund, der am E-Meter anzeigen sollte, auch noch auf einer der Listen vorhanden ist oder dass die dann angeratene Handhabung auch noch von der heutigen Tech erlaubt wird.

      Es gibt eine Stufe unterhalb von Nichtwissen, das ist zu glauben, dass man weiß.

      Ich bin immer wieder fassungslos, dass die Leute sich diese offensichtliche Out-Tech aller Orten so bereitwillig gefallen lassen. Wäre das nicht so, würde es diesen Blog gar nicht geben. Die Unterdrücker haben mit uns ein leichtes Spiel. Das ist der eigentliche Grund, warum ich überhaupt angefangen habe, hier zu schreiben.

      Ich suche einen Weg.

      Der Weg kann nur und ausschließlich über das Befreien von Theta auf einem Gradienten gehen. Alles drum herum muss auch auf dieses Ziel ausgerichtet sein. Ansonsten ist es nicht Scientology.

      Ich hörte oft die Meinung: „Was man unten an der Brücke versäumt hat, wird dann bei den OT-Stufen so nebenbei gehandhabt!“ Um Himmels willen! Wer den unteren Gradienten nicht gemeistert hat, wird auf den OT-Stufen zusammenbrechen, das folgt aus der Tech der Gradienten. Warum? Na, er kann die OT-Stufen nicht konfrontieren, weil im dazu das notwendige freie Theta fehlt, das er sich auf den unteren Stufen hätte holen sollen. Das steht in Wissenschaft des Überlebens und vielen anderen Schriften. Wie kann man nur so weit danebenliegen!

      Und nachdem der arme Kerl zusammengebrochen ist, setzen wir ihn an das E-Meter und assesieren eine Reparaturliste der OT-Stufen. Das ist nur trauig. Aber es ist wahr, so hat man es mit mir gemacht und bei vielen anderen. Und das geht an zwei Punkten schief: am Punkt der Ursache, beim Auditor und am Punkt der Wirkung, beim PC der das bereitwillig akzeptiert.

      Und warum?

      Weil irgenwie keiner weiß, was wir eigentlich zu tun gedenken!

      Wir befreien Theta auf einem Gradienten. Oder wir gehen unter.

      Welche der beiden Optionen willst Du wählen, Bruni?

      • Han Solo schreibt:

        Josef,

        viele Deiner Sichtweisen wirst Du bestätigt sehen, wenn Du mal die Bulletins der C/S Serie studierst ( halte ich generell für sehr empfehlenswert, nicht nur für Tech-Personal, sondern auch, weil es jedem Preclear ein gewisses Hatting gibt – und somit einen Schutz gegen allzu dämliche Fallüberwacher-Anordnungen ).

        Im Übrigen sind wir unabhängigen Scientologen in der Lage, selbst zu entscheiden, welche Referenzen wir akzeptieren. Die „neuen“ Bücher von 2007 ( „goldenes“ Zeitalter des Wissens ) würden wir gewiss verwerfen. Auch die roten Volumes von ca. 1991 sind diskussionswürdig – früher als BTB ( Board Technical Bulletin = technisches Bulletin des Vorstands, aber nicht von LRH ) bekannte Texte sind nun allesamt urplötzlich mit „L. Ron Hubbard“ unterschrieben. Wie kann das sein ???

        In den älteren roten Volumes von Mitte der 70er Jahre fehlen zwar ein paar Bulletins, die man für den Briefing Kurs braucht. Aber ansonsten ist das eine fabelhafte Sammlung anwendbarer Tech.

        Es gibt auch Berichte über ein paar Miscavige-gewürzte Bulletins auf OT VII. Dem gegenüber stehen die NOTs-Bulletins, die 1983 aus der Kopenhagener Fortgeschrittenen-Org in die Freiheit entkamen. Die dürften recht echt sein. Nur das NOTS-PTS-Handling darin ist etwas veraltet und wurde durch ein neueres HCOB sowie neuere Korrekturlisten ersetzt, die ebenfalls an die Öffentlichkeit gelangten. Da kann man ja vergleichen, ob die älteren oder die neueren Korrekturlisten mehr und treffendere Punkte enthalten.

        Viele Deiner Zweifel und Unsicherheiten dürften sich geben, wenn Du Dich gründlich mit der korrekten Tech befasst und darin firm wirst. Vie Erfolg dabei ! ( Es gilt die einfache Regel: je älter eine Veröffentlichung, desto echter ist sie. )

  11. Bruni L schreibt:

    Hallo Josef,
    Mit „je höher je schlimmer“ habe ich gemeint, daß diese Leute wesentlich mehr abgekriegt haben und nicht, daß sie empfindlicher geworden sind.

    Ich sage Dir einmal meine ganz einfache Meinung zu Sc.

    Die ist dazu da, damit es den Menschen besser geht, daß sie ursächlicher werden und daß sie mehr Spaß und Freude im Leben haben. Da wird ganz „normal“ sehr viel Theta freigesetzt. Das spricht sich rum und es werden immer mehr, vor 40 Jahren war das auch so. Übel sind natürlich die vielen verpfuschten Fälle unten und oben auf der Brücke wenn die ganzen Staffs die meiste Aufmerksamkeit auf dem Geld sammeln haben statt auf dem Fortschritt ihrer zahlenden Kunden, geht das in die Hosen.
    Ich habe eine ganz vorzügliche Brücke erhalten (vor GAT). Ich war vor 20 Jahren zum letzten Mal beim Arzt, auch das gibt es.

    Auf ganz Übles was ich erlebt habe, will ich jetzt nicht eingehen.

    Natürlich muß jeder Brückenschritt gut und richtig gemacht werden, die untere Brücke ist das Fundament, wenn das morsch ist, stürzt das Haus ein. Ich kenne sehr wohl noch Leute, die vor vielen Jahren echt tolles und richtiges Auditing erhalten haben, das ist oder war die reine Freude. Mir tut es in der Seele weh, wenn ich alle die Leute sehe, die falsches unqualifiziertes Auditing erhalten haben. Ein gut ausgebildeter C/S und ein gut ausgebildeter Auditor finden die Fehler und beheben diese, selbst auch schon erlebt.(vor GAT) Solche findest Du leider in dieser Organisation nicht mehr. Abwertungen, Bewertungen, falsche Anzeigen, falsche Items, sind meiner Meinung die verbreitetsten Fehler, daraus resultiert (selber gesehen und miterlebt) zerrüttete Ehen, ruinierte Existenzen, Gehirntumor, Herzinfarkt wieder Gehirntumor. Die Tech richtig angewendet ist machtvoll jedoch genauso machtvoll wenn sie in die falsche Richtung geht.

    Was die Leute betrifft: Überlege einmal wieviele die letzten Jahrzehnte hinausgeworfen, hinausgeekelt oder selbst gegangen sind. Das waren nicht die Schlechtesten,
    wer ist heute noch dabei und lässt sich das alles gefallen. Jeder Mensch ist anders, jeder geht seinen eigenen Weg, der eine ist dümmer als der andere, der eine ist mehr PTS als der andere.

    Es wird sicher einen großen Prozentsatz geben, die DM die Stange halten und ihn verteidigen bis zum Umkippen, PTSler, SPs, Günstlinge des Regiems wie in jedem Faschismus auch. Die, die raus kommen wollen, finden einen Weg, erzwingen lässt sich das nicht. Unsere Situation ist sicher schwierig, jedoch sehe ich viel mehr Lichtblicke als vor 10 Jahren.

    Meine Oma hat immer gesagt „es ist alles für etwas gut“.

    Mag sein dies ist eine Prüfung, ein Lernprozeß für uns, die Tech zu hüten, sie richtig und in Demut, den Menschen gegenüber anzuwenden und vom hohen Roß
    runterzukommen auf dem jeder mehr oder weniger saß.
    Schönen Abend, Grüsse

  12. Bruni L schreibt:

    Ich habe noch einen wesentlichen Aspekt zu Sinn und Zweck von Sc vergessen. Das ist: den Bewußtseinslevel schrittchenweise zu erhöhen, was wiederum die Folge von freigesetztem Theta ist.

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