Der Fall Debbie Cook

Debbie Cook – Letztes Kapitel

Debbie Cook hat mit der Scientology-Kirche eine Einigung getroffen, wodurch die Klage gegen Debbie abgeschlossen wurde.

Laut Mike Rinder werden in solchen Fällen in der Regel zwei Schriftstücke verfasst – ein privatschriftliches und ein öffentliches.

Die offizielle Version ist, dass Debbie Cook eine richterliche Verfügung erhalten hat, die sie rechtlich zu vollständigem Schweigen verurteilt – in jeder Richtung. Die einzige Ausnahme ist, wenn sie wieder vor einem Gericht aussagen muss. Ansonsten, darf sie in keinem Medium mehr etwas über Scientology sagen, was nicht von der Kirche zur Veröffentlichung genehmigt wurde. Damit endet das Verfahren gegen Debbie.

Man kann über das privatschriftliche Schriftstück nur spekulieren, dass Debbie eine größere Geldsumme erhalten hat.

Viele Indies sind enttäuscht, denn ein Prozess hätte noch mehr ans Licht bringen können und hätte auch die Kirche in einen rechtlichten Rahmen verwiesen. So könnte es nach außen hin den Eindruck erwecken, dass die Kirche im Recht war und ihre Handlungen in Ordnung waren.

Ein Pluspunkt in dieser Affäre ist, dass die Aussage von Debbie im Gericht der Öffentlichkeit zugänglich wurde. Dadurch ist ein berechtigter Zweifel an der Integrität der Rechtschaffenheit der Kirche gesät worden.

In Bezug auf Debbie kann man annehmen, dass sie nicht wirklich zum Independent geworden war. Sie nahm zwar die Hilfe der Independents an, aber hat sich selbst nie als einen solchen bezeichnet.

Hier ist ein Auszug aus dem HCOPL vom 8. September 1971, Instabilität*:

„Sie werden entdecken, dass Personen, welche es sehr schwer haben, oder anderen das Leben schwer machen, entweder gerade den Posten verlassen oder auf dem Posten noch nicht angekommen sind.

Mit anderen Worten, sie sind in gewisser Weise nicht wirklich AUF Posten.

Außerdem ist es merkwürdig, dass diejenigen, die zu Punkt B gehen müssen, niemals bei Punkt A angekommen sind, um sich von dort nach Punkt B aufmachen zu können.

Die Fähigkeit, etwas zu SEIN, zeigt sich sehr stark im Ausführen eines Postens. Die wirklichen Stars können irgendetwas total und vollständig SEIN, sei es für kurze oder längere Zeiträume. Sie SIND das, was sie gerade sind. Sie kommen nicht eben an oder gehen gerade wieder.

Zu SEIN ODER EIN SEIN NICHT EINZUNEHMEN, das ist die Fähigkeit! Nicht ganz zu sein oder GEWESEN zu SEIN, ist die Aberration.“

L. RON HUBBARD

* Zeitweise Führungs-Serie Nr: 28 und EstO-Serie Nr. 48 mit Datum 17. Oktober 1980, Ausgabe II

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Über Felicitas Foster

Independent Scientologist - Cosmopolitan, Blog: Der Treffpunkt
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7 Antworten zu Der Fall Debbie Cook

  1. Schnoesel schreibt:

    In Bayern wusste man das schon vor HCOPL 1971. Da heisst es nämlich: Mir SAN mir. *g

    • Worsel schreibt:

      Auch außerhalb von Bayern hat der Volksmund es schon gewußt und solche Wendungen geprägt, wie „nicht mit dem Herzen dabei sein“ oder „halbherzig“, die im Grunde genau das ausdrücken, daß jemand nicht ganz bei A angekommen ist bzw. das nicht ganz IST, was er ist, bzw. das, was er ist, nicht ganz mit seinem Leben ausfüllt.

  2. Rita Wagner schreibt:

    Nun ja, ein Urteil möchte ich diesbezüglich nicht aussprechen und in Debbie Cooks Haut möchte ich schon 3 x nicht stecken!! Bereits bei ihrem ersten Auftritt im Gerichtssaal war eigentlich, rein optisch ziemlich klar, dass sie sich nicht im besten Zustand befindet!
    Mal Hand aufs Herz – wer würde mit ihr tauschen wollen? Einfach mal zum ‚Hinschauen‘, mit den Augen eines Aussenstehenden (völlig Nicht-Scientologisch) betrachtet:
    eine Frau, Ende 40 (ohne eigene Kinder), knapp 30 Jahre als Mitarbeiter einer Organisation, die ihre Mitarbeiter als ehrenamtliche Arbeitstiere sieht und behandelt – die statt „einem Blumenstrauss und allen Ehren“ zum Abschied einen „Maulkorb“ verpasst bekommt, macht den Mund auf, nachdem sie sich mal 5 Jahre von dem Irrsinn erholt hat, den sie vorher ge- und erlebte, – endlich mit etwas Abstand zur Sache.
    Sie zieht sich nicht ins Mauseloch zurück sondern erzählt aller Welt, welche Dinge sie beobachtet hat, da sie in aller Öffentlichkeit unter Eid gestellt wurde – klar war sie ehrlich…
    Klar brach sie wieder ein – klar wäre es schön gewesen, sie hätte weiterkämpfen können – doch ich persönlich glaube, diese Helden gibt es nur im Film.
    Wer von uns weiss, was wirklich hinter den „Kulissen“ abging, in der Zeit, die jetzt verstrichen ist, seit wir Debbie das letzte Mal im Gerichtssaal oder vor laufender Kamera sahen?
    Offensichtlich brach sie ein, offensichtlich hatte sie von vorneherein einen übermächtigen Gegner und offensichtlich war sie trotz aller Hilfe von den Independents (noch) nicht in der Lage einen echten Seitenwechsel zu konfrontieren.
    Noch immer mit den Augen eines Aussenstehenden betrachtet – Hut ab, dass sie überhaupt den Mund aufmachte!!
    Und unter uns Scientologen – persönliche Integrität beruht auf dem Ehrenkodex und ist somit ein Luxus, den es gilt sich zu erarbeiten!! Es bedeutet oft auch sehr viel, um Hilfe zu bitten, Debbie tat es und erhielt Hilfe – kann einer von uns wirklich ermessen wieviel Hilfe sie gebraucht hätte, um Stabilität zu leben in ihrer Situation?
    Debbies Neujahrsmail hat sehr, sehr, sehr viel bewegt und ich denke genau dieses sollten wir bestätigen!! und verstärken!!!

    • Davide schreibt:

      Ich möchte mich nochmals bei Debbie bedanken, sie hat mir und sicher vielen Anderen das Leben gerettet.
      Der Leitwolf ist verletzt und noch unberechenbarer geworden. Er konnte Debbie zwar ausschalten aber nicht, das was sie enthült hat.

    • Han Solo schreibt:

      Rita Wagner schrieb : „Debbies Neujahrsmail hat sehr, sehr, sehr viel bewegt und ich denke genau dieses sollten wir bestätigen!! und verstärken!!!“

      Ich sehe das genau so.

  3. hubert scheer schreibt:

    hallo,
    kann man sich noch an meine worte erinnern die ich zu dem thema „spendenaufruf“ bezüglich für debbie geschrieben habe. manche haben mich bekrittelt-ok kein problem für mich. doch genau das ist eingetroffen was ich mitgeteilt habe. wollt ihr wissen wies weiter geht ? ach wohl lieber nicht; wollt ihr wissen was wirklich mit marthy und rinder läuft, ach wohl lieber nicht.
    ich wünsche einen schönen sommer!

    gruß
    hubert

  4. Burkhard schreibt:

    Ob Debbie Cook nun Zaster erhalten hat, um ihre finanzielle Not zu lindern oder ob sie nun den Zaster an die selbstlosen Spender zurückfließen läßt…. wer weiß. Wie auch immer, die ganze Entwicklung endet in einer großen Enttäuschung und ihre Integrität löst sich einer umfassenden Schweigeverpflichtung auf. Sehr traurig. Ihr Link, Debbie Cook Baumgarten,unter Blogroll auf dieser Site führt schon ins Leere.
    Das Einzig für mich nachvollziehbare wäre dies, abgesehen von dem oben zitierten PL: Sie hatte keine Realität darüber, dass ihre Brücke in der Independentbewegung existierte!

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