San Antonio – Rückblick

Die Schlacht von San Antonio: Ein Rückblick

erschienen auf Martys Blog am 12. Februar 2012

Am ersten Tag von „Scientology AG gegen Debbie Cook” machten Mike Rinder und ich, nachdem wir die eröffnenden Stellungnahmen von Ray Jeffrey und George Spencer gehört hatten, nachdem Debbie Cook als erste Zeugin des Klägers aufgerufen worden war und nachdem wir aus dem Gerichtssaal entlassen worden waren, weil wir als Zeugen vorgesehen waren, einen gemütlichen Spaziergang am Flussufer in der Stadtmitte von San Antonio. Wir konnten uns für einen Moment entspannen, denn zu diesem Zeitpunkt waren wir sicher, dass wir David Miscavige besiegt hatten.

Wir sprachen über David Miscaviges Geisteszustand, wie er sich in seiner Handhabung der Schlacht von San Antonio widerspiegelte. Wir spazierten ganz entspannt, denn wir wussten, dass Miscaviges arroganter, schlecht beratener erster Zug sein letzter sein würde: Debbie Cook in den Zeugenstand zu rufen. Ich sagte zu Mike: „Wenn man dieser Tage der Rechtsabteilung der Scientology AG zuschaut, ist das wie bei einer PR-Vorstellung von Tommy Davis“. Mike sann darüber nach, wie vorhersehbar es sei, dass Miscavige so auf unsere „Botschaft aus Fort Alamo“ reagieren würde, wie wir es uns ausrechneten.

Wir dachten darüber nach, wie Miscavige, nachdem wir der Welt angekündigt hatten, dass er geradewegs den Fußstapfen des berüchtigten Generals und Despoten Santa Anna folgen würde, den wohlbekannten Sinnspruch des Philosophen George Santayana ignoriert hatte:

„Diejenigen, die aus der Geschichte nicht lernen können, sind dazu verdammt, sie zu wiederholen.“

Das soll nicht heißen, dass an der Front alles Blümchen und Vogelgezwitscher sein würde – aber wir wussten zu diesem Zeitpunkt, dass sich die Tatsache nicht mehr umkehren ließ, dass die Lokomotive der Scientology AG sich geradewegs auf das Zugunglück des Jahrhunderts zubewegte.

Nichtsdestoweniger erwarteten  wir damals nicht, dass Miscavige schon innerhalb von 24 Stunden eine Kapitulation gemäß Santa Anna geradewegs bis hin zum Hissen der weißen Flagge und zur Flucht über die Prärie von Texas in seiner Unterwäsche die Linien hinunterschicken würde.

Eine unumwundene Kapitulation der Scientology AG unter solchen Umständen gab es noch niemals zuvor.

Ja, die Scientology AG hat an der Schwelle zu Gerichten riesige Summen gezahlt, im Austausch für das Unterdrücken von  PR- und rechtlichen Katastrophen.

Aber noch nie hat die Scientology AG aufgegeben, nachdem der Schaden schon angerichtet war, und noch nie in solch einer erbärmlichen, voll und ganz peinlichen Art und Weise.

Auf meinem Weg zurück von San Antonio traf ich den Chefredakteur von „Village Voice“, Tony Ortega. Tony fragte mich, warum die Kapitulation von San Antonio so bedeutsam sei.

Ich erklärte Tony, dass er, um die Antwort ganz würdigen zu können, eine kleine Geschichtsstunde benötige, nämlich die folgende:

Das Verfahren der Einstweiligen Unterlassungsverfügung (Temporary Restraining Order – TRO – oder Preliminary Injunction – PI) ist in den meisten Staaten der USA ziemlich standardisiert. Seit 1981 hatten Mike und ich der Scientology AG dabei geholfen, ihren Nutzen daraus zu ziehen, um viele Leute zu zerschmettern, zu bestrafen und zum Schweigen zu bringen. Im Allgemeinen kann man die „TRO“ bekommen, ohne dass der Beklagte vorab informiert wird, und dann hat der Beklagte nur 10 Tage, um seine Verteidigung für eine mündliche Verhandlung im Verfügungsverfahren vorzubereiten. Das bedeutet, seine Mittel zusammenzukratzen, um zu versuchen, irgendjemand Kompetentes zu beauftragen, der sich dann auf ein völlig unrentables und nicht lohnenswertes Schlachtfeld begeben wird, und ihn auf das vorzubereiten, was nicht vorbereitbar ist. Mike und ich konnten uns nur an sehr wenige erinnern, die es je geschafft haben, das in dieser kurzen Zeit hinzukriegen. Und so hatten wir dutzende Male diese Waffe erfolgreich eingesetzt, um einem Beklagten von Anfang an einen Maulkorb aufzusetzen, für die verbleibenden 2-5 Jahre, die der Fall benötigt, um zur eigentlichen Hauptverhandlung zu gelangen. Es ist so, als ob man den Beklagten an den Pranger fesselt und dann die 2-5 Jahre des Hauptverfahrens benutzt, um ihn oder sie mit Hilfe von schikanösen Beweisaufnahmen und Anträgen zu begraben, zu bestrafen und in den Bankrott zu treiben. Und selbst wenn der Beklagte am Ende das Verfahren gewinnt (z.B. Gerry Armstrong, Joe Yanny), ist die Person zu diesem Zeitpunkt in vielerlei Hinsicht ruiniert und entnervt.

Mike und ich wussten, dass es kein Zufall war, dass das Büro für Spezielle Angelegenheiten (OSA, die für schmutzige Tricks und Propaganda zuständige Abteilung der Scientology AG) seit dem 1. Januar 2012 bis zu diesem Tage jede verfügbare Einsatzkraft im Feld eine Botschaft, und nur eine einzige Botschaft an Debbie Cook und Wayne Baumgarten hatte schicken lassen: „Was auch immer ihr macht, haltet euch von Marty fern.“ Wir lasen das wie ein von Miscavige geschriebenes Telegramm: „Wir isolieren Debbie für die Pranger-Behandlung.“

Wie man in der Anlage B der ursprünglichen Stellungnahme der Beklagten lesen kann, die im Amtsgericht von Bexar County am 15.1. eingereicht wurde (noch 12 Tage vor der Einstweiligen Verfügung), hatte diese OSA-Strategie einen gewissen Erfolg. Debbie bat OSA darum, sie in Ruhe zu lassen, unter Verwendung der folgenden Behauptung, mit der sie sich distanzierte: „Ich bin mir jetzt auch sicher, dass es Marty und die Independents waren, die so hart daran gearbeitet haben, diese Kommunikation in die Presse zu bekommen.“ Diese Behauptung stand da trotz der Tatsache, dass die „Presse“ ihre E-Mail sogar noch vor mir hatte, und ich habe noch nie daran gearbeitet, geschweige denn „hart gearbeitet“, irgendetwas in die Presse zu bekommen, und alles ungeachtet der Tatsache, dass ich Debbie bereits durch einen gemeinsamen Freund von den Identitäten der zwei bestätigten OSA-Agenten informiert hatte, mit denen sie und Wayne seit dem 1. Januar schon Freundschaft geschlossen  und die sie ins Vertrauen gezogen hatten.  Debbies Misstrauen ungeachtet, bemerkten Mike und ich in meinem Blog, dass es nicht lange dauern würde, bis Miscavige Debbie in Richtung ihrer einzigen Hoffnung auf eine anständige Verteidigung treiben würde. Und so fuhren wir fort damit, Gelder für diesen Zweck zu sammeln.

Erst als Debbie und Wayne die Einstweilige Verfügung zugestellt bekamen, erhielt ich einen Anruf, dass sie Hilfe wollte.

Und hier kam das beeindruckende Netzwerk der Independents ins Spiel. Als erstes arrangierten die gemeinsamen Freunde Yvonne und Ken Schick ein Treffen in einem abgelegenen Haus auf einem Grundstück, das mehrere Hektar groß war, wo keinerlei Einmischung seitens OSA möglich war. Ein anderer Independent bezahlte das Flugticket, um Mike auf der Stelle nach Texas zu bringen. Ein anderer (Action Jackson Morehead) sprang in Florida für Mike ein, damit der Umzug, in dem er und Christie gerade steckten, als er zu Hilfe gerufen worden war, von Statten gehen konnte. Der wahrscheinlich wichtigste Beitrag in dem Spiel kam von einem anderen Independent aus Texas. Seine langjährige Erfahrung in ethischen Geschäften und die daraus resultierenden Beziehungen brachten uns an den größten Star der ganzen Schlacht, „Sugar Ray“ Jeffrey.

Mike und ich hatten jahrzehntelang überall auf der Welt mit den teuersten und vorzüglichsten Anwälten gearbeitet, und wir erkannten beide sofort, als wir ihn trafen, dass Ray das einzige Pferd war, das diesen Parcours in der Zeit, die wir zur Vorbereitung hatten, bewältigen könnte. Normalerweise würde ein Anwalt mit seinen Fähigkeiten (und mit dem Niveau an Kompetenz und Einsatzbereitschaft seines Partners und Sozius) weit mehr kosten, als wir uns hätten leisten können. Aber weil Ray und sein Team die Fakten schnell verstanden und von den Prinzipien und der Billigkeit, die auf dem Spiel standen, berührt waren, konnten wir ihn bis hin zur Verhandlung in dieser Woche mandatieren, für fast bis auf den Penny genau die Summe, die (zum größten Teil) die Independents gespendet hatten.

Mit wenig wertvoller Zeit ausgestattet schien es so, dass jedes Mittel, dass wir für jeden Schritt benötigten, auf magische Weise dank des einen oder anderen Independents auftauchte.

Ich erzählte Tony, dass wenn es nicht einen Haufen guter Leute gegeben hätte, die auf die rechte Art und Weise leben und sich gegenseitig unterstützen und füreinander da sind und bereit sind, alles stehen und liegen zu lassen, wenn sie zu Hilfe gerufen werden, dass dann Debbie Cook und Wayne Baumgarten mittlerweile Texanische Verkehrstote wären.

Ohne die geisteskranke Paranoia von David Miscavige – die so vorhersagbar wie der Sonnenaufgang war – hätte Debbie Cooks Zeugenaussage über Miscaviges Verbrechen niemals stattgefunden.

Bis zu dem Zeitpunkt, wo Miscavige Debbie Cook verklagte, stellte sie ihre Absichten ihm gegenüber schriftlich wie folgt klar:

a) Sie beabsichtigte nicht, die Verbrechen von David Miscavige und der Scientology AG öffentlich zu machen.

b) Sie betrachtete die Absichten und Interessen von „Marty und den Independents“ als nicht unbedingt übereinstimmend mit ihren eigenen.

Genau die Verbrechen jedoch, die Miscavige versucht hat, mit der Einstweiligen Verfügung zu verbergen und mit der PI verborgen zu halten, waren die Verbrechen, die die „Vereinbarung“ nichtig machten, die er durchsetzen wollte. Man muss kein genialer Rechtsgelehrter sein, um das zu verstehen; Mike und ich verstanden das, bevor wir noch Miscaviges blöde Klage und seine insgeheim erlangte Einstweilige Verfügung gesehen hatten.

David Miscavige zwang Debbie Cook geradezu, seine Verbrechen zu offenbaren, in dem einzigen Forum, in dem sie – gemäß seiner eigenen Interpretation des Rechtes – es überhaupt tun konnte, ohne dass dies rechtliche Folgen für sie selber haben würde. Nämlich im Zeugenstand, sich verteidigend gegen eine Einstweilige Verfügung, die so formuliert war, wie Miscavige seine Möchtegern-Verfügung gegen Debbie formuliert hatte.

Miscavige bekam, was er postuliert hatte; und er hat mit Spendengeldern der Gemeindemitglieder aus der Kriegskasse teuer dafür bezahlt, dass sein Postulat stecken blieb.

Einige haben sich gefragt, was es mit Miscaviges Behauptung auf sich hat, dass er jetzt alles Nötige zusammen habe, um den Fall mit einem „Abgekürzten Urteil“ (Summary Judgment) zu gewinnen. [Anm.d.Übs.: im amerikanischen Recht kann ein Verfahren abgekürzt und durch ein Summary Judgment entschieden werden, wenn der Richter überzeugt ist, dass die Sache allein aufgrund der bisherigen Parteivorträge klar auf der Hand liegt. Marty redet jetzt nicht von dem bereits beendeten TRO-Verfahren, sondern von dem noch offenen Hauptverfahren.] Nichts hat es damit auf sich. Es ist einfach ein typisches Miscavige-„PR“-Manöver – der Tyrann wird bis aufs Blut verprügelt, und während er sich zurückzieht, ruft er „ich werde Euch später fertigmachen.“

Und, wie es typisch für Miscavige ist, der Rest der Aussage war auch Mumpitz. Er hat den Antrag nicht zurückgenommen, weil Debbie den Zeugenstand weiter dazu benutzt hätte, seine Verbrechen hinauszutrompeten. Sie war mit diesem Abschnitt ihrer Aussage bereits durch – der Rest war vergleichsweise ziemlich harmlos. Was er hoffte zu umgehen, war der Rest dessen, was die Verteidigung aufbieten wollte (nämlich dass Mike und ich darstellten, dass genau der Druck, von dem Debbie beschrieben hatte, wie er auf sie ausgeübt worden war, um sie zu zwingen, die „Vereinbarung“ zu unterschreiben, das Standardverfahren war, welches von Miscavige erdacht und ausgeklügelt worden war), und das unvermeidliche Gerichtsurteil des Inhalts, dass Geheimhaltungsvereinbarungen von der Scientology AG nicht durchgesetzt werden können, egal ob sie mit Fünfzigtausend als „Gegenleistung“ verbunden sind oder nicht.

Versteht ihr, Debbie ist bloß die Spitze des Eisbergs. Und Miscavige ist sich dessen höchst bewusst. Seit Debbie 2007 gegangen ist, haben auch noch andere die Folterkammer auf der Int Base namens „Das Loch“ („The hole“) verlassen. Unter ihnen das frühere WDC-Mitglied Greg Hughes, das frühere Mitglied des Int Management Exec Committees Debbie Hughes und der frühere COB Project Ops (und Verantwortliche für die Folter im „Loch“) Angie Blankenship. Diese wurden ebenfalls mit Geld abgefunden und unterzeichneten Vereinbarungen, die identisch mit der von Debbie waren. Das, was sie an Tatsachen über das Verhalten von David Miscavige bezeugen können, liegt noch innerhalb der strafrechtlichen Verjährungsfrist für schwere Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Menschenhandel.

Während die beispiellose Kapitulation von Miscavige auf einen gigantischen Zusammenbruch hindeutet, gibt es aber doch noch Methode hinter dem Wahnsinn des Tyrannen.

Aber Greg Hughes, Debbie Hughes, Angie Blankenship und andere in ähnlichen Situationen können keinen Zuspruch finden, da es noch keinen offiziellen Präzedenzfall gibt, der ihre Vereinbarungen für unwirksam erklären würde. Ich weiß, dass sie das wunderbar fänden, als eine Art künstlicher Balsam für ihre schmerzenden Gewissen. Tatsache ist aber, dass ungeachtet dessen, dass es keine schriftliche gerichtliche Entscheidung gibt, der Präzedenzfall vorliegt und für jeden glockenklar ist, der lesen kann und sich der Schlacht von San Antonio bewusst ist. David Miscavige hat die Gerichte nicht benutzt, noch kann er sie benutzen, um seine rechtswidrigen, unerhörten Vertuschungsverträge durchzusetzen. Wir haben bewiesen, dass wenn es hart auf hart kommt, diese „Vereinbarungen“ so wertlos sind, wie das Papier, auf dem sie stehen. Außerdem haben wir klargestellt, dass wenn Miscavige versucht, irgendjemanden zu isolieren und an den Pranger zu fesseln, es hier draußen eine eindrucksvolle Bewegung gibt, die diese Person schützen und sicher ins gelobte Land führen wird, ganz egal, ob sie mit unsere Zielen übereinstimmt und sie unterstützen oder nicht.

Alle, die beigetragen haben, mögen bitte ihren Riesengewinn genießen. Ihr habt uns genau bis an den Punkt gebracht, von dem ich vorhergesagt habe, dass eure Beiträge uns bis dahin bringen können. Das Produkt war besser, als irgendjemand unter uns es hätte erwarten können. Ein paar der Lektionen werde ich mir merken:

Leg Dich nicht mit Texas an.

Leg Dich nicht mit den Independents an.

Leg Dich nicht mit der Wahrheit an.

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Über Felicitas Foster

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35 Antworten zu San Antonio – Rückblick

  1. annegreth schreibt:

    Ein Artikel, den man wirklich lesen sollte, da er sehr anschaulich die Vorgehensweise von Miscavige beschreibt und wie es dazu kam, dass , was vorher immer so gut klappte , in San Antonio so jämmerlich schief lief für die Co$.
    Die Hälfte der Titanic ist schon untergegangen. Aber im Gegensatz zur Titanic gibt es hier Leute, die eine Menge Rettungsringe auswerfen. Man muss sie nur ergreifen.

    • OriBa schreibt:

      Gut gesagt Annegret. Übrigens hatten diejenigen, die im Wasser waren, Triller-Pfeifen dabei, um die Rettungsboote auf sich aufmerksam zu machen. Vielleicht wäre es hilfreich, solche unseren Freunden in der Kirche zu schenken 🙂 Sorry irgendwie bin ich heute zum scherzen aufgelegt.

      Übrigens Annegret, hast du meine Mail gestern erhalten? Alles Liebe OriBa

      • annegreth schreibt:

        Die Idee ist gar nicht so schlecht , das mit den Trillerpfeifen. Vielleicht sollte man sich mal vor den Orgs aufstellen und ein paar verteilen …..:-)
        Ja, Mail erhalten – Antwort in Arbeit. lg

        • OriBa schreibt:

          Hi Annegret, schön von dir zu lesen und ich freue mich auf deine Antwort.
          Schön, dass dir die Idee mit den Trillerpfeifen gefällt. 🙂

  2. hubert scheer schreibt:

    wow!!!!

  3. OriBa schreibt:

    Sackl Zement und Halleluja … und ein Hoch auf den Übersetzer 🙂 … Ich habe dies zwar bereits heute Nacht noch auf Marty’s Blog gelesen mittels Google-Übersetzer und habe auch ein wenig davon verstanden, aber das hier im deutschen zu lesen ist was GANZ anderes.

    Wow. Mike und Marty. Ich danke euch von ganzem Herzen für diese so brillante Analyse und Auswertung der gesamten Vorgänge und Einblicke bzgl. dem was eigentlich tatsächlich passiert ist, dass es mir glatt die Sprache verschlägt – Na ja, Fast. 🙂

    Du hast das so eindrucksvoll beschrieben, dass es jetzt wahrscheinlich wirklich jeder, aber auch wirklich jeder, verstehen und duplizieren kann, was da tatsächlich abgelaufen ist. Mike, du und Marty sowie die Independents und nicht zu vergessen Jeffrey, habt für Debbie – und damit auch für uns alle hier draußen – einen so großartigen Job gemacht dass wir euch dafür gar nicht genug danken können.

    Wow. Und ich dachte schon, dass ich nach dem Lesen von Debbie’s Nachrichten nicht noch mehr auskeyen (schreibt man das eigentlich so?) kann.

    Ich denke, es ist einfach ein großartiger Gewinn für uns alle.

    Alle Liebe, OriBa
    Oh Gott, warum habe ich bloß nie Englisch gelernt. 🙂

  4. OriBa schreibt:

    Wie sagte doch Mike u.a. so schön am Ende seines Postes – Leg dich nicht mit Texas an!

    Ich möchte dies hier, wenn ihr gestattet, für uns noch durch folgendes ergänzen:

    Hey Mr. DM, dir liegt doch soooo viel an Germany – dann solltest du dir jetzt wirklich eines sehr gut einprägen – Leg dich nicht mit Germany an !!!

    • Burkhard schreibt:

      🙂 Starke Leistung…..absolut starke Leistung. Ich bin noch etwas sprachlos und muß mir den Artikel oben noch ein paarmal durchlesen, um alles zu verstehen (ich kanns kaum glauben). Ich würde Debbi gerne mit einem dicken Scheck helfen, wenn ichs hätte, denn sie wird es in der Zukunft noch brauchen können.

      Vielleicht kann die Independent-„Szene Deutschland“ eine Sammlung zustande bringen!? 🙂

      Wie würde ein Stratege die jetzige Lage definieren: Laßt uns feiern heut´ Abend. Die Schlacht ist gewonnen. Morgen müssen wir den Krieg gewinnen!

      • Rita Wagner schreibt:

        … wir werden den Krieg gewinnen – Schlacht für Schlacht für Schlacht….

        • OriBa schreibt:

          Hallo Rita, habe gerade deine Mail gelesen es freut mich total dass meine Postulate bei dir angekommen sind. Auch kann ich jetzt viel besser verstehen, was du mir kommuniziert hast und danke für deine Unterstützung.

          … Schlacht für Schlacht für Schlacht … und dachte ich schon werde im Alter ruhiger 🙂

    • Worsel schreibt:

      OriBa,
      zu „Leg dich nicht mit Germany an !!!“: Ich denke, Du hast Recht,
      Germany wird sich für David Miscavige nicht als so eine leichte Nuss herausstellen, wie die USA. Und selbst dort tut er sich schon schwer.
      Als nächstes werden wahrscheinlich unsere OSA-Freunde versuchen zu retten, was noch geht und einige durchsichtige Propaganda inszenieren und versuchen, eine Bedrohung von Aussen oder Leuten, die seit Jahren draussen sind, zu behaupten. Bei denjenigen, die KSW Nr. 1 nicht kennen, könnten sie noch eine Weile Erfolg haben. Bei denjenigen, die dieses Policy kennen, nicht.
      Es sind eben doch nicht die Hohepriester. Irgendwann werden sie der Frage nachgehen, warum sie so wenige Auditoren ausbilden, so wenige PCs die Brücke hochgehen, warum so viele in Schwierigkeiten geraten. Und die Antwort wird sie auf KSW 1 und auf David Miscavige und seine Veränderungen, der Tech und des Managements stoßen lassen (von „Ethik“ will ich erst gar nicht reden).
      Ich traue es den Deutschen zu, das erste Land zu sein, das sagt, sie spielen bei den Veränderungen nicht mehr mit und machen jetzt wieder die Scientology von L. Ron Hubbard.

      • Burkhard schreibt:

        „Ich traue es den Deutschen zu, das erste Land zu sein, das sagt, sie spielen bei den Veränderungen nicht mehr mit und machen jetzt wieder die Scientology von L. Ron Hubbard.“

        Menschenskind Worsel, das wäre ja der Hammer, oder? Die technischen Voraussetzungen sind doch schon lange im Lande vorhanden! Ein spannender Gedanke! 🙂 🙂 🙂

      • OriBa schreibt:

        Hallo Worsel,
        ich stimme dir zu. Wir könnten das wirklich hinbekommen, aber hierzu müßten schon noch einige Vorrausetzungen geschaffen werden. Als erstes müßten hier viel mehr Independents aktiv mitmachen und Einigkeit beweisen, damit unsere Freunde innerhalb der Kirche dies auch erkennen können und dann müßten diese natürlich wirklich bereit sein genauer hinzuschauen und sich selbst untereiander einig werden und dann bräuchten sie nur noch sagen „End of Cycle“ mit dem Management. Naja, zumindest im groben. Ich arbeite noch daran 🙂

  5. Worsel schreibt:

    Vielen Dank für die Übersetzung.

  6. Bruni L schreibt:

    Ich freue mich über diesen Erfolg. Glückwunsch
    Jedoch lege ich von Zeit zu Zeit eine Gedenkminute für
    die tausenden von Opfer körperlicher und seelischer
    Grausamkeiten dieser Organisation in den letzten
    Jahrzehnten ein.
    Von den finanziellen will ich jetzt garnicht reden.
    Übelst, was Marty berichtet, wie er bzw. OSA mit
    seinen Mitmenschen umgegangen ist.

  7. Rita Wagner schreibt:

    Ja! Herzlichen Dank für die Übersetzung!!
    Perfektes ‚Profiling‘ von Marty und Mike – die richtigen Handlungen und Hilfen zur rechten Zeit!
    Klar – beide sind Profi auf diesem Gebiet! Endlich können sie zeigen, dass sie nicht nur das ‚Herz am rechten Fleck‘, sondern auch verdammt viel Ahnung und Fähigkeiten haben – jezt gibt es die Ergebnisse auf der richtigen Seite!!
    Vielen Dank an alle, die geholfen haben!! Dazu gehören wir in Deutschland auch schon! Jede wache Aktion, die diesem Wahnsinn ein Ende setzt zählt!!!

    • hubert scheer schreibt:

      Ich freue mich über diesen Erfolg. Glückwunsch Jedoch lege ich von Zeit zu Zeit eine Gedenkminute für die tausenden von Opfer körperlicher und seelischer Grausamkeiten dieser Organisation in den letzten Jahrzehnten ein. Von den finanziellen will ich jetzt garnicht reden. Übelst, was Marty berichtet, wie er bzw. OSA mit seinen Mitmenschen umgegangen ist

      hallo ich teile auch diese sicht, besonders auch den letzten satz. ihre jetzigen aktionen und aufklärungen (ex osa mike und….marty eh schon wissen), sind jedoch als wiedergutmachungsversuch einzustufen und sollten als total unterstützungswert betrachtet werden. ich würde mir sehr wünschen wenn der abschluß ihrer bemühungen in einem organisieren und beistehen einer sammelklage in richtung DM resultieren würde. eine klage von allen betroffenen die durch die nicht standardgemäsen einführungen (IAS-mitglieschaften / ausraubungen, daß ganze GAT etc.), eine zurückzahlung erfolgt.
      ok natürlich ist mir klar das DM seine schutzschlider vorzuweisen hat, doch wahrheit wird schlußendlich diese mauer auflösen. (frage am rande: wer von euch hat die cia-mitgliederliste gesehen wo der name von DM auch drauf ist?)
      gruß

      • Rita Wagner schreibt:

        Das freut mich Hubert, dass Du dies auch so siehst – ja, ich sehe dies auch als Wiedergutmachungsaktion – Marty hat für diese erste Jahreshälfte ein Buch angekündigt. Ich bin schon sehr gespannt!
        Klar – Zurückzahlungen sollten verlangt werden !!!
        Ich denke es ist ein Anfang gemacht und das Ende ist noch nicht wirklich abzusehen…
        Der Preis für Freiheit ist – ständige Wachsamkeit und die Bereitschaft zurückzuschlagen!! In letzter Zeit habe ich dies wieder sehr lebhaft vor Augen 🙂

      • Burkhard schreibt:

        Hallo Hubert,
        ich habe diese Liste gesehen und irgendwo in den tausenden Daten auf meienm PC gespeichert. 🙂

        Gruß Burkhard

        • hubert scheer schreibt:

          danke burkhard,
          kannst du mir bzw. kann mir jemand sagen (außer vielleicht marty oder mike) wie stichhaltig diese liste ist ?
          gruß hubert

        • Rita Wagner schreibt:

          Hallo Burkhard, hallo Hubert – ja, doch sollten wir dem wirklich Aufmerksamkeit beimessen? Macht nicht genau diese Aufmerksamkeit einen kleinen Mann ganz gross?
          Selbst wenn dem so wäre – würden wir uns die Frage stellen sollen:
          hilft es uns, oder der Situation?
          Also habe ich für mich entschieden, darauf keine Aufmerksamkeit zu legen, da ein Stein ein Stein bleibt, auch wenn man erkannt hat, dass dieser aus einem Fels brach…

        • Burkhard schreibt:

          Hi Rita, Hubert hat ein individuelles Interesse was die Liste bzgl. DM betrifft. Er will es genauer wissen. Warum nicht?!

          Hi Hubert, vielleicht kann Dir Andreas weiterhelfen. Falls er Deine Frage nicht wahrgenommen hat, versuche doch, ihn über seine Website zu erreichen. Er hat eine Unmenge recherchiert. Muß man einfach mal anerkennen. 🙂

        • OriBa schreibt:

          Hallo Burkhard, Hallo Hubert,
          nun, ich habe diese Liste zwar auch bereits einmal vor länferer Zeit gesehen, aber ich stimme hier Rita vollkommen zu. Es wird uns kein Stückchen weiterbringen, weder dir noch mir noch sonstwem. Was nützt es dir, selbst wenn es der Wahrheit entsprechen sollte? Was kannst du damit anfangen? Kannst du dadurch Sachverhalte besser konfrontieren? Kannst du dadurch jemandem weiterhelfen? Es ist meiner Meinung nach nur eine unbestätigte Info die bestenfalls als Gesprächsstoff herhalten kann um sich die Langeweile zu vertreiben. Ich denke wir haben wirklich besseres zu tun. Sorry, so sehe ich das mal nun. OriBa

        • Burkhard schreibt:

          Na, na na, OriBa, Huberts Interesse an diesen Informationen und mein Bemühen ihm eine korrekte Antwort zugeben dadurch in Frage zu stellen, ob es UNS hier weiterbringt oder auch nicht („wir haben wirklich besseres zu tun“), ist nicht fair: Das Ganze noch dazu als „unbestätigte Info die bestenfalls als Gesprächsstoff herhalten kann um sich die Langeweile zu vertreiben“ ist schon eine heftige Abwertung!! Ich denke, die Wahrhaftigkeit von Daten zu überprüfen, ob im Großen oder im Detail ist ein Bestreben, sich Realitäten zu beschaffen. Das stärkt die eigene Ursächlichkeit und gibt Gewissheit. Also, beim nächsten Mal bitte mit etwas mehr Feingefühl und Verstehen. 🙂

          Gruß Burkhard

        • hubert scheer schreibt:

          hallo burkhard,
          hallo bruni L
          DANKE!

        • OriBa schreibt:

          Burkhard, sorry wenn ich dir und auch anderen auf den Schlips getreten bin, aber so sehe ich das nun mal in Bezug auf diese Liste. Mir gehen halt manchmal die Gäule durch, gerade wenn es um solche (spekulativen) Dokumente geht, die sich (zumindest von uns nicht) wenn überhaupt überprüfen lassen. Aber du hast recht, ich hätte hier vielleicht nicht so voreilig reagieren dürfen und mehr Feingefühl wäre auch angebracht gewesen. 🙂

          Sieh es doch einfach mal so. Es wird so viel Mist von Gegenern im Netz geschrieben zu irgendwelchen Verschwörungstheorien, Gerüchte und falsche Behauptungen verbreitet, da müssen wir uns hier auf diesem Blog doch nicht auch noch daran beteilgen. Ich bin der Meinung, dass wir uns hier auf dem Blog rein nur an belegbare Fakten halten sollten – meinst du nicht auch?

        • davide schreibt:

          Liebe OriBa
          habe deinen Kommentar erst jetzt gelesen, stimme dem aber völlig zu,
          Erst Debbies Mail und dieser Blog haben mich dazu bewogen genauer hinzuschauen.

  8. Bruni L schreibt:

    Hallo Hubert,
    eine Schadensersatzklage gegen Flag und DM Int wäre sicher
    gut, jedoch wer hat in der Kirche das Bewusstsein Schaden an-
    gerichtet zu haben und trägt die Verantwortung?
    Ich habe an soetwas auch schon öfters gedacht, zusätzlich
    könnte die Kirche finanziell SchachMatt gesetzt werden.
    Diese spezielle Liste nach der Du fragst habe ich gelesen.

  9. hubert scheer schreibt:

    hallo bruni L,
    meine absicht ist nicht die bestehende kirche „schach – matt“ zu bekommen, in gegenteil.
    DM ist laut meinen langjährigen erfahrungen persönlich zur rechenschaft zu ziehen-ok auch andere waren maßgeblich mitbeteiligt, auch marty und mike. die, so hoffe ich werden ihre begonnene wiedergutmachung ehrlich fortsetzen. ich war bereits zu diesem thema mit ihnen persönlich in kontakt, ich meine sie meinen es ehrlich……

    danke für die antwort wegen der liste……

    schönen abend noch
    lg

  10. Bruni L schreibt:

    Hallo Hubert,
    bei meiner Aussage liegt die Betonung auf „finanziell“,
    Matt gesetzt hat sich die Kirche schon selbst.

    Nachricht an Rita und OriBa:
    Wenn eine Person eine Frage stellt, bitte nicht
    bewerten geschweige denn zensieren,
    dazu haben wir in Deutschland doch Zensursula.
    Grüße

    • Rita Wagner schreibt:

      Hallo Bruni, hallo Hubert, entschuldigung, wenn mein Kommentar so rüber kam.
      Ich wollte weder bewerten noch zensieren.

    • OriBa schreibt:

      Hallo Bruni, du hast vollkommen Recht. Ich bin etwas übers Ziel hinausheschossen. Siehe hierzu auch meine Antwort auf den Kommentar von Burkhard.

  11. Bruni L schreibt:

    Danke, danke meine Lieben für die
    Antworten, schönen Abend noch.

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