Nachrichten aus dem Nebel

Die Entgegnungen auf die Email von Debbie Cook

Die Mail von Debbie Cook ist in Deutschland angekommen. Über die Presse, welche begonnen hat das Thema differenzierter zu betrachten, über Arbeitskollegen, Verwandte oder Freunde wird die Nachricht verbreitet. Diskussionen unter Anhängern der C of S finden statt. Des Kaisers neue Kleider beginnen fadenscheinig zu werden.

Einige antworteten, dass sie schon lange gemerkt hätten, dass etwas nicht stimmt. Andere antworteten, dass sie sich die Richtlinien von L. Ron Hubbard anschauen wollen, auf die sich Debbie in ihrer Mail bezieht. Wenn sie dies tun, werden sie feststellen, dass sich die C of S tatsächlich weit von ihrem Gründer entfernt hat.

Es gab auch ein paar Antworten von denen, die noch etwas Zeit zum Schauen und Nachdenken brauchen. Einige der vorgebrachten Entgegnungen muten mittelalterlich an, einige scheinen einer Propaganda aufgesessen zu sein, die Tatsachen weglässt, verdreht, erfindet. Eine inhaltliche Auseinandersetzung ist nicht erkennbar, eher scheint hier ein berechtigter Alarmruf als feindlicher Angriff fehlgedeutet zu werden.

1. „Entheta!“

„Entheta!“, schreibt einer der Entgegner. (Der Begriff „Entheta“ bezieht sich vor allem auf Kommunikationen, die auf Lügen oder Verwirrungen basieren, die verleumderisch, abschneidend oder zerstörerisch sind und dem Versuch entspringen, eine Person oder Gruppe zu unterdrücken.) In der Cof S wird dieser Begriff des öfteren missbraucht, um Mitglieder davon abzuhalten, eine Situation zu inspizieren. Oberflächlich betrachtet, kommen wir zu einer gefühlten „Definition“: etwas, das unangenehm ist, was man nicht gerne hören möchte.

Wenn einer auf dem Schiff ruft, dass wir sinken, dann ist es keine angemessene Reaktion, zu sagen, es sei „Entheta“ und die Kapelle weiter spielen zu lassen. Man überprüft dies besser, ob es Anhaltspunkte für diese Aussage gibt. Erst danach kann man überhaupt einordnen, ob es sich um einen begründeten Alarmruf, um einen schlechten Scherz oder um Sabotage gehandelt hat. Der Ton von Debbies Email ist weder gehässig, noch verunglimpfend und erst nach einer eingehenden Prüfung des Inhalts ließe sich feststellen, ob es sich um eine Darstellung von Unwahrheiten handelt oder schlichtweg um Tatsachen.

In der offiziellen Entgegnung wird dies sogar noch gesteigert. Debbie Cook wird für ihren Korrektur-Aufruf als „Abtrünnige“ bezeichnet. In früheren Zeiten hätte man Debbie „Hexe!“ entgegengerufen oder im Dorf verbreitet, dass sie eine sei und ihre Mail als „Teufelswerk!“ gebrandmarkt. Das Mittelalter lässt grüßen.

2. Die „Mein Freund im Management“-Datenlinie

Ein „Freund im Management“ oder „ Freund in LA“ erteilt Auskünfte als namenlose, unbekannte Person, jedoch mit dem Flair von Autorität. Eine klassische versteckte Datenlinie*. Aus dieser vorgeblich wohlinformierten Quelle kommt ein Strom nicht überprüfbaren rhetorischen Füllmaterials.

3. Debbies Ruf

Dass Debbie 17 Jahre lang als „Commanding Officer“ die Leitung der größten Organisation für Scientology-Dienstleistungen oblag, wird nicht betont. Es wird betont, dass sie seit vier Jahren diese Position nicht mehr innehat.

Auch sei sie seither nur ein „normales“ Mitglied. Das trifft es nicht ganz. Durch ihre lange Tätigkeit als „Commanding Officer“ wird sie nie ein „normales“ Mitglied sein. Sie hatte eine Position von Autorität und der Urheber solcher Äußerungen offenbart hier einen Mangel an Beobachtung und Verstehen. Sie kennt wahrscheinlich Hunderte von kleinen und großen Geheimnissen, nicht nur durch ihre Tätigkeit in Flag, sondern auch durch vielfältige Berührungspunkte mit dem „Management“ darüber.

Sie sei niemals ein Mitglied des Internationalen Managements gewesen, ist daher nur ein sehr schwächlicher Versuch, das Gewicht ihrer Aussagen zu verringern. Sie hatte täglichen Kontakt zu diesen Linien und wie sie schreibt, war sie selbst auch dort und hat den leeren Sitz gesehen.

4. Gruppendenken – „wir gegen die anderen“

Als brave Mitglieder einer vermeintlich guten (eigenen) Gruppe verteidigen sie diese gegen Angriffe einer vermeintlichen bösen: Die „Scientologen“ gegen die „Squirrels“. Es gibt keine einheitliche Gruppe von „Die Squirrels“ außerhalb der C of S. Der Sachverhalt wird hier missverstanden. (Ein Squirrel ist jemand, der zwischen Prozessen und Verfahrensweisen hin- und herspringt, diese abändert, vergleichbar mit einem Eichhörnchen, welches von Ast zu Ast springt. Daher der Name. Das englische Wort „Squirrel“ bedeutet „Eichhörnchen“).

Abweichungen von den von L. Ron Hubbard entwickelten Verfahren finden sowohl innerhalb als auch außerhalb der C of S statt. Sie werden jeweils von einer einzelnen spezifischen Person getätigt, egal, ob innerhalb oder außerhalb der C of S, nicht von einer pauschalisierten Gruppe.

Sachlich betrachtet, hat die C of S sich von den Inhalten und Verfahren, die Scientology ausmachen, entfernt. Sie ist zu einer Ansammlung von „Squirrels“ mutiert. Ihre Pressesprecher und Vertreter reden von Warenzeichen und Copyrights, aber sie selbst liefert die Ware nicht mehr. In den Cola-Flaschen ist nur noch Abwaschwasser mit künstlichem Süßstoff.

Beispiele für „Squirreln“ in der C of S:

  • Ein Kursleiter, der den Regeln des „Goldenen Zeitalters der Tech“ folgt, anstatt auf der Studier-Technologie von L. Ron Hubbard zu bestehen. (Verstehen kann nicht durch Auswendig-Lernen ersetzt werden).
  • Ein Personalmitglied, das Einführungsseminare, bei denen lebendige Kommunikation ein Hauptelement ist, durch Abspielen einer DVD ersetzen lässt.
  • Ein Fallüberwacher oder Auditor, der einen Prozess erneut bei einem Preclear läuft oder laufen lässt, nachdem dieser das Endphänomen dieses Prozesses bereits erreicht hatte. Kein Auditor, der sich an den Auditoren-Kodex von L. Ron Hubbard hält, würde so etwas tun.
  • Ein Auditor, der OTs nicht gemäß den Technischen Regeln auditiert, die L. Ron Hubbard speziell für das Auditieren von Personen oberhalb von OT III aufgestellt hat. (Zum Beispiel werden die halbjährlichen SecChecks von Personen auf OT 7 nicht nach diesen Regeln durchgeführt. Der Zustand vieler OTs könnte hier eine Erklärung finden.)
  • Jemanden, der Clear ist, mit anderen eingefügten Aktionen – oft über viele Jahre – hinzuhalten und ihn nicht durch OT III und NED für OTs hindurchzubringen.
  • Ein Mitarbeiter, der die unteren Grade in Flag anders liefert, als sie in den Klasse V Orgs im Rest der Welt geliefert werden.
  • Jemand, der eine CD-Rom mit Auditinganweisungen vor einer Gruppe abspielt und glaubt, diese Gruppe dadurch standardgemäß zu auditieren.
  • Etc. etc.

Betriebsblindheit ist kein akzeptabler Zustand. Das Gefühl, zu einer Gruppe zu gehören, befreit einen nicht von der Pflicht, auch für Korrekturen in dieser Gruppe zu sorgen. In genau dem Augenblick, wo die C of S, sich gegen Korrekturen verschließt, das Einhalten der Richtlinien von „Erhalten der Funktionsfähigkeit der Scientology“ nicht fördert oder gar bekämpft, hat sie sich auf eine Reise steil nach unten in Richtung Untergang begeben. Und ganz nebenbei ist sie selbst zur größten Ansammlung von „Squirrels“ geworden, solange sie dies tut.

5. „Meuterei“

Befreit von der Betrachtung der zuvor aufgeführten Umstände und Tatsachen, schreiben einige, dass Debbies Mail „Meuterei“ sei. Diese Aussage ist nicht haltbar. Ein Aufruf, sich an offiziell anerkannte Regeln oder Gesetze zu halten, kann nicht losgelöst von den Verstößen gegen diese behandelt werden. Ein Bürger oder ehemaliger Polizist, der einen Einbruch verhindert oder meldet, ist kein „Meuterer“, selbst wenn seine Handlung von dem Ertappten als „unangenehm“ empfunden wird.
Offensichtlich hat sich bei dem Schreiber dieser Entgegnung Rechts- bzw. Unrechtsempfinden von einer sachlichen Betrachtung der Tatsachen gelöst.

6. „Expansion“ – Was ist damit gemeint?

Mehrere berufen sich auf „Expansion“ und „Statistiken“. Allen, die Ähnliches glauben, sei die Untersuchung der folgenden Punkte empfohlen:

  • Verallgemeinerungen, welche eine konkrete Sicht auf die Lage verhindern. Diese wären zu hinterfragen. „Leute, die weltweit mit Scientology Kontakt hatten“ weicht auf nebelhafte Weise von der „Body in the Shop“-Statistik ab (Anzahl der Personen, in der Akademie das bedeutet, auf größeren Kursen, wie z.B. Auditoren-Training – plus die Anzahl der Preclears, die professionelles gekauftes Auditing in der Org bekommen, plus die gesamte Zahl der Personen, die gerade in der Abteilung 5 eine Korrektur ihres Auditings oder Trainings bekommen.) Das ist eine konkrete, überprüfbare Zahl. Man kann in die Org gehen und die Leute zählen, die diese Art von Dienstleistungen erhalten.
  • Oder „Leute, denen weltweit mit Scientology geholfen wurde.“ Was ist damit gemeint? Wie will man das zählen? Und wie überprüfen?
  • Aussagen, welche offensichtlich falsch sind. (Wie zum Beispiel, dass es vor der Einführung des „Goldenen Zeitalters des Wissens“ nie zuvor möglich war, die Reihenfolge der herausgegebenen Bücher zu bestimmen. – Jeder, der einmal einen der Bände mit den Technischen Ausgaben geöffnet hat, konnte dort diese Angaben finden. Allein die auf dieser DVD wiedergegebene Rede von David Miscavige enthielt eine Reihe solcher offensichtlich unrichtigen Aussagen.

Auf Veranstaltungen werden DVDs abgespielt, in denen „Statistiken“ kurz eingeblendet werden, die mit blinkenden Verzierungen versehen sind, einhergehend mit ohrenbetäubendem Tusch. Was bleibt oder besser bleiben soll ist der Eindruck von steigenden Statistiken oder der Glauben daran. Tatsächliche Beobachtung der Haupt-Statistiken einer Org, der Anzahl von ausgebildeten Auditoren und erreichten Clears zeigt dagegen ein komplett anderes Bild, als Expansion.

Allen, die einmal eine dieser DVDs in die Hand bekommen, empfehle ich, sie an diesen Stellen anzuhalten und über die gemachten Angaben nachzudenken. All die Ablenkungsmechanismen zu bemerken, wie eingeblendete Comics, überlaute Musik, Unterlegung durch blinkende Verzierungen, und dann ein paar Gedanken darüber anzustellen, warum sich jemand die Mühe gemacht hat, all diese Ablenkungen in die Veranstaltung oder den Film einzuarbeiten (und warum ausgerechnet an den Stellen, wo diese eingefügt sind?). Ich habe das einmal mit einem Freund zusammen gemacht und wir waren beide sprachlos.

Einer schreibt, in Flag fände eine ungeheure „Expansion“ statt, seit Debbie weg sei. „Expansion“ von was? Lieferung von Objektiven Prozessen an OTs? Lieferung von Unteren Graden, die eigentlich in den Klasse V Orgs geliefert werden sollten? Expansion von Gebäuden? „Expansion“ ist eine Verallgemeinerung mit nicht fassbarem Inhalt.

Einer der Entgegner schreibt, er habe „die Statistiken“ gesehen. (Verallgemeinerung) An einer Stelle wird er konkret. Er schreibt, es habe noch „niemals so viele OTs am oberen Ende wie heute“ gegeben. „Es sind jetzt 5100 auf Solo NOTs oder OT VIII.“

Da er jetzt etwas Konkretes gesagt hat, kann man hinschauen und darüber nachdenken:

    • Da OT VIII für viele eine Stufe ist, die viele Jahre dauert, dürfte ein sehr großer Teil dieser OTs in der Dienstzeit von Debbie Cook entstanden sein. Diese jetzige Zahl als Argument für Debbies Minderwertigkeit anzuführen, ist nicht haltbar.
    • In der Regel weisen diese akkumulierten Statistiken einen erheblichen Raum für Fehler auf. Was ist mit den OT VIIs und OT VIIIs, die gestorben sind? die ausgetreten sind? die zur Unterdrückerischen Person erklärt worden sind? Und was ist mit der größten Gruppe von ihnen, die wieder auf den Unteren Teil der Brücke zurück versetzt worden sind? Wurden sie hier abgezogen? Falls nicht, wäre die Statistik etwa so viel wert, wie eine akkumulierte Statistik von „Geld, welches jemals auf meinem Konto war.“

7. Absonderliches und „David Miscavige, mein Held“

Einer schreibt, dass ihm das Spendensammeln Spaß machen würde.

Ein anderer schreibt, er sei jetzt sehr stolz auf die neuen Gebäude. Er schreibt, dass das Spendensammeln weitergeht, bis sie 100 dieser Gebäude besitzen. Danach würden sie mit den Spendensammlungen für die Unterkünfte der Mitarbeiter beginnen. („Hurra!“, denke ich. „Endlich mal eine Perspektive!“)
Auch freut er sich über die Höhe der „Reserven“. Dass diese Gelder mit einem vorgeblichen anderem Ziel eingesammelt/eingetrieben wurden, findet er nicht der Mühe wert, es zu erwähnen.
Nachdem er dann David Miscavige ausführlich gelobt hat, was dieser für ein harter „Produkt Officer“ sei, vergießt er noch ein paar Tränen über das harte Leben von David Miscavige und die Einsamkeit von hingebungsvollen Führern. (Wir Deutschen haben da ja schon unsere Erfahrungen gemacht.)
Gegen Ende seiner Entgegnung schreibt er, Debbie solle die Linien benutzen und einen Bericht schreiben. (Jetzt glaube ich, er hat Debbies Email gar nicht gelesen. Schrieb sie nicht, dass dort niemand mehr ist?)
Ferner sei es hingebungsvollen Mitgliedern zuzumuten, dass sie 250.000 $ spendeten, ein Sea Org Mitglied würde ja auch viele Jahre seines Lebens opfern. „Du liebe Güte!“ denke ich, „Was glaubt dieser Spezialist denn, für wie viele Leute L. Ron Hubbard die Brücke entwickelt hat?“

Worsel

* Versteckte Datenlinie: Eine nicht zu Richtlinien oder zur Auditing-Technologie gehörende „Information“ wird geglaubt, weil die Quelle über vermeintliche Daten aus höherer Quelle verfügt.
Siehe dazu auch Die versteckte Datenlinie

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Über Felicitas Foster

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51 Antworten zu Nachrichten aus dem Nebel

  1. Rita Wagner schreibt:

    Vielen Dank Worsel!!!
    Jeder einzelne Punkt macht im ersten Moment sprachlos und anschließend nachdenklich, zumindest, wenn man Debbie Cooks mail aufmerksam gelesen hat!

    • Rita Wagner schreibt:

      … sprachlos im Sinne von „…das ist doch unglaublich“ und nachdenklich im Sinne von „…so hat Debbie sich das bestimmt nicht vorgestellt, was um alles in der Welt ist denn mit unserer Tech und vor allem, mit den Leuten innerhalb der „Kirche“ passiert?“
      Der Bericht an sich ist sehr amüsant, wäre da nicht die traurige Wahrheit!

  2. hubert scheer schreibt:

    hallo,
    bravo!!!
    was besonders zu loben ist-die einfachheit deines berichtes, daß auf den punkt kommt. bravo!!!
    es lässt kein „?“ offen.
    gruß

    • Worsel schreibt:

      Danke.
      Ich denke, daß nur eine differenzierender sachlicher Umgang mit dieser Situation dazu geeignet ist, Probleme anzugehen und zu lösen. Kompliziertheiten werden oft dazu benutzt, um Dinge zu verstecken oder Leute zu verwirren. Beides ist nicht mein Ziel.

  3. MOB schreibt:

    Das machen die alle solange weiter, bis sie mal selber an die Wand laufen *klääätsch
    Einige werden natürlich immer und immer wieder an die Wand laufen und nie erkennen dass es an der Wand liegt, warum Sie in Schwierigkeiten sind.*loool

  4. George schreibt:

    Eine herausragende Expansions Statistik wurde vergessen zu erwähnen:
    „The total number of hours of international events (English and translated) produced in the last six years totals 1,966—an average of 28 hours per month.“
    Quelle: http://www.scientologynews.org/stats.html

    Also: seit den letzten 6 Jahren wurden 1966 Stunden an Internationalen Event Videos hergestellt. 28 Stunden pro Monat im Schnitt.

    Das sollte hier noch extra erwähnt werden.
    Ich muss zugeben, ich habe noch nicht alle geschaut.

    • Han Solo schreibt:

      Danke für die „guten Neuigkeiten“, George !

      Ohne diese Viehdeos wäre das Klären des Planeten ja völlig unmöglich ….. LOL

  5. Bruni L schreibt:

    Danke für Deinen aufschlußreichen Bericht, ich habe eigentlich
    damit gerechnet, bin aber traurig über diese Bestätigung.
    Wenn ich mir diese “ Statistiken“ in Georges Link anschaue, 32 Millionen
    Besucher und noch vieles mehr, (aber keine Auditingstatistiken
    von den Orgs), das mag ja viele ungemein beeindrucken, da bleibt
    einem ja grad die Spucke weg.
    Ich teile da mit MOB die Meinung, viele müssen erst mehrmals an die
    Wand laufen, bis sie aufwachen, wenn überhaupt.
    Einige kenne ich, die kleben schon an der Wand aber schlafen
    den Schlaf der Gerechten, gibts auch. Ich denke, Frau Cooks Brief
    war gut für die Zweifler, aber dahin muß jeder selbst kommen, wenn
    er nur ein paar Einzelnen geholfen hat, hat er sich gelohnt.
    „Steter Tropfen höhlt den Stein“

    • Worsel schreibt:

      Die Formel, um aus dem Zustand „Verwirrung“ herauszukommen lautet: „Finde heraus, wo Du bist.“ Und ich denke, viele sind gerade genau dabei herauszufinden, wo sie da hineingeraten sind.

  6. Rita Wagner schreibt:

    Hier nochmals in der zeitlichen Abfolge, die Fakten:
    1. Debbie schrieb ihre mail (die wir ja kennen) an ihre „Freunde“ innerhalb der Kirche!!
    2. Debbies mail taucht plötzlich auf sämtlichen Foren und in den Medien auf (!!!)
    3. Die „Stimmen aus dem Nebel“ sind Reaktionen aus dem Kreis der „Freunde“ an die Debbie ihre mail richtete (!!!)
    4. Per Stand heute Nacht (Tampa Times) wurde sie angeklagt – von ihrer Kirche!!! für die sie 29 Jahre gearbeitet hat, weil sie auf Mißstände hinwieß und das auch noch per den internen Richtinien!! Doch wurde sie beim Ausscheiden als Mitarbeiter verpflichtet keine Internas öffentlich zu machen (- was sie ja nicht hat – sie hatte ja eigentlich nur ihren ‚Freunden‘ geschrieben)
    5. Hier ist der link zu ihrer Website, in der sie über sich schreibt! http://www.debbiecookbaumgarten.com/
    6. Für Insider kam die Anklage nicht unverhofft, auf Martys Blog ist die Information dazu.

    Von Karin Pow, der Kirchensprecherin wird behauptet, Debbies Nachricht habe 24 Mio Leute erreicht – was ich persönlich richtig gut finde! Jetzt wird Debbie verklagt und das ganze wird öffentlich bekannt gegeben!! Damit wurde sichergestellt, dass sich die Zahl derer, die jetzt wirklich wissen wollen was Debbie so Gefährliches über „ihre Kirche“ schrieb, vervielfacht!! Ich finde das genial!! Unterdrücker machen Fehler!!

    • Burkhard schreibt:

      Das kleine Loch, welches Debbi Cook in den Damm gebohrt hat, ist schon größer geworden. Ich hoffe, daß der Damm möglichst bald bricht. Es wird eh ein Weile dauern, bis der Schaden, der in den letzten 30 Jahren verursacht wurde, in Ordnung gebracht werden kann.

      • Rita Wagner schreibt:

        Klar, zumal DM sich in seiner Selbstherrlichkeit höchstpersönlich daran beteiligt hat das ‚Loch im Damm‘ zu vergrößern.
        Wer bisher nur mit halbem Ohr hinhörte ist jetzt neugierig, denn die Anklage verspricht spannende Details ans Licht zu fördern. Hätte er nix zu verbergen, müßte er nicht auf einen Vertrag bestehen, der ‚erkauft‘ war – und das ist jetzt bekannt!
        Außerdem hat Debbie jetzt gesagt, dass sie sich nicht verbieten läßt frei zu sprechen – die Anhörung ist am 09. Februar, ich glaube, man darf gespannt sein.

        • hubert scheer schreibt:

          hallo.
          kann mir jemand auf die sprünge helfen…hab ich was versäumt ?

          …….“Wer bisher nur mit halbem Ohr hinhörte ist jetzt neugierig, denn die Anklage verspricht spannende Details ans Licht zu fördern.“….

          welche anklage ?

          lg

        • Rita Wagner schreibt:
        • Rita Wagner schreibt:

          Um auch diese Aussage zu erklären: „…Hätte er nix zu verbergen, müßte er nicht auf einen Vertrag bestehen, der ‘erkauft’ war – und das ist jetzt bekannt!
          Außerdem hat Debbie jetzt gesagt, dass sie sich nicht verbieten läßt frei zu sprechen – …“
          Debbie erhielt $ 50.000,- und ihr Mann ebensoviel, dafür, dass sie „Verträge“ unterzeichneten, die beide verpflichteten, unter Androhung hoher Geldstrafen, nichts, aber auch wirklich garnichts zu erzählen, was sie als Mitarbeiter gesehen und erlebt hat!
          Da stellt sich doch wirklich die Frage: was soll verborgen werden?
          Aus diesem Grund wird es wohl spannend werden!

        • Rita Wagner schreibt:

          Hier noch ein Artikel, in dem Debbie zitiert wird, dass sie zur Zeit noch nichts sagen kann, doch sie hofft, dass dies sich bald ändert!!
          http://www.thedaily.com/page/2012/02/01/020112-news-scientology-suit/

  7. Burkhard schreibt:

    Zitat von der deutschen CoS-Website:
    „David Miscavige ist das kirchliche Oberhaupt der Scientology Religion. In seiner Position als Vorsitzender des Vorstands Religious Technology Center (RTC) trägt David Miscavige die letztendliche Verantwortung für die Sicherstellung der standardgemäßen und reinen Anwendung von L. Ron Hubbards Know-how sowie dafür, die Funktionsfähigkeit der Scientology zu erhalten.“

    Wenn man sich diese beiden Sätze eine Weile auf der Zunge zergehen läßt, erklärt das einen entscheidenden Punkt: Kein Staff muß sich um die Reinhaltung der Tech unbedingt kümmern, denn DM hält ihm den Rücken (siehe oben) frei, wenn er „nur“ seinen Job macht. DM erfüllt für ihn KSW, ein Staff ist da aus seiner Verantwortung herausgenommen. Ich kann mir gut vorstellen, daß etliche Scientologen folgende Sichtweite haben. „Endlich ist da einer, der das Schiff mit starker Hand führt und sagen kann, da gehts lang. DM weiß was er tut, also kann ich ihm vertrauen.“ Diese Sichtweise habe ich schon mehrere Male von Scientologen innerhalb der CoS zu hören bekommen. Offensichtlich fällt es kaum auf, das dies schon ein Verstoß gegen KSW ist. Die Aussage im Zitat steht im krassen Widerspruch zu KSW und stellt die Existenz vom RTC schon deshalb in Frage. Besser gesagt, KSW macht DM und RTC völlig überflüssig. Auch fällt mir immer wieder auf, das beide Daten, KSW und DM/RTC als „Keeper of the Tech“ nie zusammen(!) erwähnt werden, sonst würde die Widersprüchlichkeit sehr deutlich hervortreten.

    In anderen Gesellschaften finden wir den gleichen Mechanismus. Es gibt einen Leader und ein gehorsames Fußvolk. Die Verantwortung ist „oben“ und die Ausführung ist „unten“. Interessant in Worsels Beitrag ist die Beschreibung, daß einige Scientologen nun doch nach den entsprechenden Policies Ausschau halten wollen. Ich habe da den Eindruck, daß Policykenntnisse eine zweitrangige Rolle spielen, denn es ist in den Köpfen etabliert, DM/RTC gehen nur nach Policy vor. Warum also selber nachschauen, der/die da oben haben den Überblick und wissen, was sie machen.
    (Und ob die wissen, was sie machen 😦 ). Was für eine Hypnose!

    • Rita Wagner schreibt:

      Genau lieber Burkhard – Hypnose!
      Vor langer Zeit, blieb mir als Buch1Auditor nichts anderes übrig, als mit einem meiner PC’s eine Hypnosesitzung auszulaufen. Anschliessend stellte dieser fast beiläufig fest, dass er ‚besser sehen‘ kann, er konnte Tiefe wieder wahrnehmen!!
      Also es gibt auch für Hypnose eine Abhilfe!!! 🙂

    • Han Solo schreibt:

      Burkhard,

      Du schriebst : „Endlich ist da einer, der das Schiff mit starker Hand führt und sagen kann, da gehts lang.“

      So was hatten wir schon mal in Deutschland. Ist noch gar nicht so lange her.

      Die passende Antwort darauf kam von der Philosophin Hannah Arendt : „Keiner hat das Recht, zu gehorchen“.

      • Burkhard schreibt:

        Han Solo,
        ich kenne da ein noch jüngeres Datum: Deutsche Soldaten in Afghanistan. Hat Afghanistan uns bedroht, den Krieg erklärt, uns angegriffen? Das „Spielchen“ funktioniert heute noch bestens. Mit gut gemachter Propaganda, eine Für- und Dagegendiskussion…., na denn. Wie Worsel schon in seinem interessanten Beitrag oben darauf aufmerksam macht, man achte mal auf die visuellen und akustischen Effekte auf den Events und den DVDs. Die Burschen, die diesen Medienzirkus fabriziert haben, waren und sind heute noch gut. (leider)

        Den Spruch von Hannah Arendt gefällt mir ganz und gar nicht. Ich bin da eher für Klartext: Jeder hat das Recht, nicht zu gehorchen :).

        • Han Solo schreibt:

          Burkhard,

          der von Dir treffend bezeichnete Medienzirkus (von visuellen Dekorationen bis hin zu verwendeten Schlagworten) basiert meiner Ansicht nach auf frühen Indoktrinierungsmassnahmen auf der Zeitspur. Daher laufen die Propaganda-Aktionen immer in ähnlicher Weise ab (um die gleichen Wirkungen zu erzielen wie „damals“).

          Deinem Klartext „jeder hat das Recht, nicht zu gehorchen“ widerspreche ich nicht. Allerdings kann man wegen so etwas vor ein Ethikgericht gebracht werden, wegen „Insubordination“ – nachzulesen in LRH’s Ethikbuch (in sämtlichen Versionen).

        • Worsel schreibt:

          Es geht sogar noch einen Schritt weiter. Es ist nicht nur „Jeder hat das Recht, nicht zu gehorchen“. Es besteht sogar die Verantwortung und Pflicht, einen unrechtmäßigen Befehl nicht zu gehorchen. Das war Kern der Nürnberger Prozesse, das findet man in vielen Richtlinien von L. Ron Hubbard, es gibt sogar solche Regeln in der Bundeswehr und anderen Armeen. Allerdings, würden diese befolgt, hätten wir nicht die gegenwärtigen Zustände.

        • Rita Wagner schreibt:

          Stimmt Worsel! L. Ron Hubbard gab sogar zwei verschiede Beispiele der Wortwahl an, um einen direkten unrechtmäßigen Befehl nicht zu befolgen. Den weniger „draufgängerischen“ Mitarbeitern empfiehlt er: „Yes Sir“ – Den Befehl jedoch nicht zu befolgen, stattdessen einen Report zu schreiben, wie eben dieser Befehl sich zerstörerisch auswirken kann! Denen, die sich direkt äußern wollten empfiehlt er zu sagen: „Bei allem Respekt Sir, würde ich dieses ausführen, würde es sich so und so auswirken…“ Ich erinnere mich, dass es zu meiner Zeit eine solche Referenz in den Pflichtkursen für Mitarbeiter gab!

  8. SKM schreibt:

    Hallo Worsel.
    Super Zusammenfassung.

    Es ist wahr, dass immer mehr Leute über Debbie Cook sprechen.
    Und es wird so schnell nicht aufhören, wenn man den gestrigen Beitrag auf tampabay.com verfolgt.
    David Miscavige ist quasi in die Endrunde seiner Verzweiflung geraten.
    Mehr dazu auf Marty’s Blog
    http://markrathbun.wordpress.com/2012/01/31/flag-services-org-inc-v-debbie-cook/

    ARC,
    SKM

  9. Burkhard schreibt:

    …. und dann lese ich noch folgendes in den Statistiken: „L. Ron Hubbard’s books have won 54 design and printing awards.“
    Ich möchte zu gerne wissen, wer solche Awards verliehen hat. Ich bin Designer und ich habe selten ein so miserables Design gesehen wie oben beschrieben. Mein Urteil: plump, protzig und maßlos antik kitschig, auf sensible Gemüter wirkt das Design eher bedrohlich, überwältigend. Siehe auch die Bühnenstaffage der Events. Imperium Romanum Scientologum und der Imperator DM gleich vorne an der Spitze. Immerhin, ein negatives Corporate Identity.

    • Rita Wagner schreibt:

      „Imperium Romanum Scientologum und der Imperator…“ zu köstlich!!
      Aber die Gallier gewinnen 😉

    • LO schreibt:

      Das ist gelogen !
      Jedermann bekommt diese Awards von den Firmen die sie vergeben, wenn Sie bestimmte Mindeststandards erfüllen aber den Award dann kaufen (eine Statue, Plaque oder was auch immer) müssen.
      Die Film Awards die Sie vor kurzem beworben haben, haben ein paar hundert andere Filme an einem Festival auch erhalten. Dies für teures Geld !
      googled einfach diese blöden Awards und dann könnt ihr auch welche für euch selbst bestellen.
      Wahrhaftig !

      • Rita Wagner schreibt:

        Lieber LO, wir brauchen doch keine Awards, für teures Geld uns ist eine Debbie, die ihre Position hält viel lieber! Wie Dir auch!! Klar sind diese Awards ebenso Augenwischerei wie die neu überarbeiteten und neu eröffneten Idealen Orgs…
        Knapp 5 Jahre brauchte sie um genügend Abstand zu haben, der Welt zu sagen, dass genug genug ist, doch jetzt scheinen alle zuzuhören!

  10. LO schreibt:

    Mit Geld kann man alles kaufen; Politiker, Bürgemeister, Gelehrte usw…und die kommen dann an die Ideal Org Events und lesen ihre Skripts runter, lächeln ein bisschen und kassieren dann ein paar tausend dollars.
    Einfach !

    • George schreibt:

      Interessant, dass Führungsmitglieder bestraft wurden und nicht so sehr der einfache Registrar. Das allein sollte weitreichende Konsequenzen haben. Noch so ein ähnlich gelagertes Urteil und nichts geht mehr. Wer will schon eine echte Strafe riskieren. Speziell dann nicht, wenn die Grenze zwischen Betrug und Geschäft nicht klar definiert ist. Das geht nicht, da das Gegenteil von Betrug ein faires Geschäft ist. Somit müssten die Anwälte darlegen, dass ein reelles Geschäft getätigt wurde. Das geht aber auch nicht. Damit würden sie Scientology als Business definieren müssen um ein reelles Geschäft definieren zu können. Sehr verzwickte Situation. Da hat sich einer richtig was überlegt.

      • Burkhard schreibt:

        Nichts besonderes wie der Spiegelartikel sich ausdrückt. Wirklich nichts neues. Solche Kurzartikel konnte ich schon in den 70er Jahren im Spiegel lesen: LRH ist Science-Fictionautor, hat, um Geld zu machen, eine Religion gegründet, der Verfassungsschutz schätzt SCN als Feind der Demokratie ein und überwacht die Aktivitäten der CoS, ein Verbot ist durchaus möglich und und und….. Immer das gleiche, nicht differenzierende Geschreibsel. Das der Spiegel eine „antiklerikale“ Haltung hat ist hinlänglich bekannt. Das der Spiegel die Bildzeitung für Intellektuelle ist, muß sich erst noch herum sprechen.

      • Worsel schreibt:

        Das Interessante daran finde ich, dass dies NUR durch Verletzungen der Richtlinien zustande kommen konnte. Es sieht für mich so aus, als ob weder die von L. Ron Hubbard empfohlene Verkaufstechnek angewendet (z.B. kann sich der Interessent diesen Kauf leisten), noch die sofortige Rückerstattung, wenn jemand unzufrieden ist. Insofern würde ich dies für ein klares Ergebnis der David Miscavige Abweichung von Scientology halten.

        • Han Solo schreibt:

          Worsel,

          „Sofortige Rückerstattung“ … was ist das denn … kann man das essen … LOL ?! Ich habe wohl nicht weniger grüne Marsmenschen gesehen als sofortige Rückerstattungen.

          Ach, eine Ausnahme fällt mir doch ein. Eine kleinere deutsche Org mit einem ganz besonders superschlauen Fallüberwacher hatte einstmals einen weibl. Preclear auditiert. Dabei wussten sie, dass diese Frau aktiv im Rotlichtmilieu Geld verdiente. Die kranke Rechtfertigung jenes „Fallüberwachers“ : wir müssen ihren Konfront erhöhen (einfach faszinierend, wie manche Leute LRH’s Schriften beliebig zurecht biegen).

          Nach einigen Tagen des Auditierens tauchte die Dame dann in der Org auf, mitsamt ihrem wutschnaubenden Zuhälter. Und der bekam dann tatsächlich eine „sofortige Rückzahlung“ !

        • Burkhard schreibt:

          Worsel,
          das sehe ich auch so!

  11. George schreibt:

    Han,
    Ich denke ich kann mich auch noch sehr vage an dieses Gerücht erinnern das da mal umging. Warum hatte der Fallüberwacher eine „kranke Rechtfertigung“? Sollten wir somit die Kundschaft von Prostituierten auch vom Auditing ausschließen? Was machen wir mit Metzgern? Und mit Kundschaft von Metzgereien?

    • Burkhard schreibt:

      Georg,
      dazu kann ich nur hinzu fügen:
      „Das heißt nun nicht, daß ein Zulu, der von all seinen Engrammen geklärt wurde, nicht weiterhin Missionare essen würde, falls er als Kannibale erzogen wurde; es heißt, daß er bezüglich des Verspeisens von Missionaren so rational wie möglich sein würde.“ (Und jetzt kommst!!!!) „Außerdem wäre es leichter, ihn hinsichtlich des Verspeisens von Missionaren umzuerziehen, wenn er Clear wäre.“ Zu lesen in Wissenschaft des Überlebens, Seite 159. Der Alte hatte so seinen köstlichen Humor, auch wenn´s ernst herging. 🙂

    • Han Solo schreibt:

      George,
      für mich ist es mehr als ein Gerücht : mich hat einer der direkt beteiligten Mitarbeiter detailliert informiert.

      Zu der Rechtfertigung : wer die Tech kennt, weiss eines – eine Person, die in der Gegenwart beständig schädliche Handlungen begeht, schickt man nicht zum Auditor. Sondern zum Ethik-Officer. Da das Auditing unter solchen Umständen keine stabilen Erfolge verspricht. Alles nachlesbar in den entsprechenden Bulletins von LRH.

      Wenn eine Rechtfertigung einem besonders destruktiven Zweck dient – hier : zu verhindern, dass jemand durch korrekte Anwendung stabile Gewinne erreicht – und wenn dieses rechtfertigende Gedankenkonstrukt dann auch noch so gestaltet wird, dass es nach LRH Tech klingt („wir müssen ihren Konfront erhöhen“), dann verleihe ich bereitwillig das Prädikat „krank“.

      • Worsel schreibt:

        Auditor plus Preclear sind stärker als die Bank. Wenn der Auditor auf der Seite des Preclears ist, dann kann er dem Preclear gegen die Bank beistehen und ihm helfen. Wenn der Auditor den Preclear bewertet oder abwertet, dann hat er auf die Seite der Bank übergewechselt und kann dem Preclear nicht mehr helfen sondern er trägt zu dessen Überwältigung bei. (die „dieser PC ist ein Schweinehund-Einstellung“) Dasselbe gilt für einen Ethik-Officer. (Leider ist es schon sehr lange her, seit ich Ethik-Officers gesehen habe, die das wussten und anwendeten.) Dennoch ist es so.
        Es gibt technische Umstände, die Auditing erschweren oder die Ergebnisse unstabil machen können. (z.B. Unterdrückung oder ständig neu begangene Handlungen, welche den Betroffenen in immer neue Heimlichkeit verwickeln, sodaß es schwierig wird, ihn zu einem offenem und ehrlichen Umgang mit seiner Umwelt zu bewegen.)
        Möchte man jemandem helfen, ist es notwendig die Situation zu verstehen, in welcher sich der Betreffende befindet, denn jeglicher Plan oder jegliches Programm, das zu seiner Verbesserung beitragen soll, muss diese Umstände berücksichtigen. Oft sind die begangene Taten ein Ausweg für ein altes Problem oder eine alte Verwirrung und wenn der Betreffende etwas besseres wüßte, hätte er es liebend gerne getan.

        Vor vielen Jahren, als ich noch Mitarbeiter war, hatte ich einmal einen Kriminellen an den Dosen, der Auditing haben wollte (Ich machte einen A-J-Check). Ich war auch hierbei frei von Vorverurteilung. Er erzählte mir von seinen Geschäften und im Anschluß sagte ich ihm, dass die Art seiner Geschäfte hinderlich seien für sein Auditing oder geistige Verbesserung, wie wir sie anbieten würden. Er bedankte sich und erklärte, dass Scientology in diesem Fall nichts für ihn sei und dass er dann lieber seinen Geschäften nachgehen würde und wir trennten uns nicht unfreundlich. Er bakam ca. 10 Minuten später sein Geld zurück, das er eine Stunde zuvor eingezahlt hatte und es gab nicht eine Spur von Ärger, der sich aus dieser Sache entwickelte.

        • Han Solo schreibt:

          Worsel,
          es fällt einer Org allerdings viel leichter, Geld zurück zu geben, wenn es gerade erst eingezahlt wurde.

          Nach Donnerstag 14:00 werden solcher Gelder nämlich ausgegeben, z.T. für Miete, Telefon, Strom, Werbung, Zahlungen an Flag usw., und die Mitarbeiter bekommen ja auch ein wenig. Wenn jemand dann eine hohe eingezahlte Summe zurück will, dann ist sie nicht mehr da !

        • Worsel schreibt:

          Stimmt. Dennoch macht es den Unterschied zwischen zufriedenen Kunden und unzufriedenen Kunden aus, bzw. in diesem Fall zufriedene Nicht-Kunden. Auch unzufriedene Nicht-Kunden können Ärger bereiten.

        • Han Solo schreibt:

          Da hast Du vollkommen Recht. Und es ist schon beeindruckend, auf wie viele Arten diese Kirche es fertigbekommt, unzufriedene Leute zu produzieren.

          Sei es, dass man noch jahrelang Werbesendungen und Anrufen ausgesetzt ist, obwohl man längst deutlich mitgeteilt hat, man wolle mit der Organisation nichts mehr zu tun haben. Oder die übermässige Aufdringlichkeit von Bodyroutern, die nur noch mit orientalischen Markthändlern vergleichbar ist. Oder das Unterwandern, Bespitzeln und Tricksen durch OSA, das Auswirkungen hatte wie die Verfassungsschutz-Beobachtung oder die Razzia in der Münchner Org – und nach 40 Jahren glauben wohl auch nur die dämlichsten OSA-Typen, dass sie auf dem besten Wege zur gesellschaftlichen Akzeptanz von Scientology sind.

      • George schreibt:

        Das stimmt alles und ich möchte das nun nicht in Abrede stellen. Nur steht und fällt das mit der Definition von was gut ist und was schlecht ist. Manchmal ist es einfach zu definieren und manchmal ist es nicht so einfach. Beispiel: Ich war mal in South Carolina und habe dort die normalen Landesnachrichten geschaut. Dort in einem Bericht über Gefahren der Jugend wurde gesagt: (nicht wortwörtlich gemerkt, aber inhaltlich) Gefahren für die Jugend (Jugend definiert sich in diesem Land bis 21 Jahre) sind Kriminalität, Alkohol und Drogenkonsum und Sex vor der Ehe.
        Also würde man in diesem Land jemanden der das gemacht hat zu Ethik schicken. In einem anderen Land wahrscheinlich eher nicht, da er in einem anderen Land für diese Tat keinen Withhold hätte. Da hätte er wahrscheinlich einen Withhold wenn er mit 21 Jahren noch kein Sex hatte.
        Frau Cook hat für einen nicht Scientologen etwas völlig legitimes gemacht. Für die offizielle Scientology war das ein Schwerverbrechen. Jener der definiert was Gut und Böse ist hat mehr Macht als jener der nach diesen Definitionen handelt.

  12. Rita Wagner schreibt:

    Die allerneuesten Neuigkeiten direkt aus Texas, der Artikel ist spannend, denn es wird ganz aktuell, jeweils über den neuesten Stand berichtet:
    http://blogs.villagevoice.com/runninscared/2012/02/scientology_dee.php

    • Worsel schreibt:

      Die Nachrichten aus dem Gericht sind unfassbar. Müssten eigentlich gleich übersetzt werden… Jede Wette, dass wir das auch in der Deutschen Berichterstattung finden werden.

    • Worsel schreibt:

      Danke, Rita!

    • Rita Wagner schreibt:

      Stimmt Worsel, die Tatsachen, die da ans Licht kommen sind unfassbar und werden auch leider schon wieder als „wilde Geschichten“ seitens Karin Pow, also der ‚Kirche‘ abgetan!
      Es ist nunmal nicht so leicht DAS BÖSE zu konfrontieren, doch werden die Tatsachen trotz „Nebel“, auch wenn man diesen rosarot einfärbt (mit hypnotisch anmutenden Sätzen wie: … schaut doch lieber auf die Expansion – blubber blubber blubber) ganz einfach Tatsachen bleiben!!! Ganz genau so wie der Berg, der an genau derselben Stelle bleibt, auch wenn dieser durch dicken Nebel verdeckt ist!!!

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