Kriminelle verboten

Kriminelle an Bord? Was tun?

L. Ron Hubbard drückt sich in dem folgenden Text nicht unklar oder schwammig aus. Konsequente Anwendung dieser Richtlinie hätte Scientologen, als auch Scientology-Organisationen sehr viel Leid erspart, nicht nur in Deutschland.

Es sind nicht nur die Handlungen dieser Personen selbst, die ihre Umgebung mit dem Gift ihrer Heimlichkeiten beeinflussen. Durch einen anderen Umgang mit solchen Situationen, als in diesem Policy verlangt, beteiligen sich Organisationen selbst an den begangenen Taten, welche die jeweiligen Beteiligten versäumt haben, zu handhaben. In diesem HCO PL wird nicht unterschieden zwischen Verbrechen, die in einer Organisation selbst, in ihrem Namen, in ihrem Umfeld, oder entfernt davon begangen wurden.

Und für die Freunde spitzfindiger Diskussionen, was jetzt ein „Verbrechen“ ist und was nicht, gleich eins vorneweg: Im englischen Original, nachzulesen im Buch, OEC-Band 1, auf Seite 160, verwendet LRH das Wort „crimes“. Die Definition von „crime“ ist eine Handlung, welche den Täter einer rechtlichen Bestrafung aussetzt; das Begehen oder Unterlassen einer Handlung, welche spezifisch vom öffentlichen Gesetz verboten oder auferlegt ist (Funk&Wagnalls Standard Dictionary of the English Language, 1964)

Dies würde also das Erlangen eines Kredites mittels gefälschter Unterlagen oder falscher Aussagen ebenso einschließen, wie unterlassene Hilfeleistung, Nötigung, Nichtzahlung von Steuern oder Unterhalt, Fahrerflucht, Körperverletzung oder Drogenhandel.

Mitarbeiter von Organisationen, Leute, die von Organisationen verwendet werden, Publics, sowie die Organisationen selbst müssen in diesem Sinne sauber sein. Die Verantwortung dafür liegt bei jedem einzelnen Scientologen.

Worsel

„Von jetzt an ist es eine festgelegte Richtlinie, nicht eine mündliche Richtlinie, dass niemand von irgendeiner Zentralen Organisation oder HCO eingestellt werden darf, der unbestrafter Verbrechen aus diesem Leben schuldig ist, für welche er von subversiven Elementen erpresst werden könnte. Soweit dies durchgesetzt werden kann, gilt dies auch für Inhaber von Missionen. Keiner solchen Person darf ein Zertifikat ausgestellt werden, noch darf sie irgendeins behalten.

Desweiteren darf niemand, der eine bekannte oder nicht bekannte kriminelle Vergangenheit hat oder aus der Sicht des Gesetzes für eine solche haftbar gemacht werden kann, von HCO oder einer Zentralen Organisation eingestellt werden, ohne dass dies sowohl vom seinem Fall her, als auch mit dem Gesetz des Gebietes abgeklärt wurde.

Sofortige Befolgung, zusammen mit den Standards für Einstellung OCA/APA, IQ und Fähigkeits-Test, werden von mir von allen Organisationen verlangt.

Eine E-Meter-Überprüfung auf kriminelle Aktenkundigkeit sollte hinzugefügt werden, sowie auf nicht entdeckte Verbrechen aus diesem Leben, welche von subversiven Organisationen zur Erpressung verwendet werden könnten, um zu unserer Zerstörung beizutragen. Jedes schwere Verbrechen auf der zweiten oder dritten Dynamik sollte die betreffende Person in die Kategorie des Einstellungsverbots platzieren, dem nur abgeholfen werden kann, indem sie als Fall geklärt und den Erfordernissen des Gesetzes entsprechend behandelt wird, bevor ihre Einstellung erfolgen kann oder bevor in irgendeiner Weise auf sie zurückgegriffen werden darf.

Von Assoziations-Sekretären wird verlangt, dass sie sich vor dem Gesetzt für so entdeckte Personen einsetzen, auf Verlangen von diesen, um die Bestrafung zu mildern.

L. Ron Hubbard“

(HCO PL 23. November 1959, Einstellung von Kriminellen verboten)

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Über Felicitas Foster

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26 Antworten zu Kriminelle verboten

  1. Bruni L schreibt:

    Was ist mit denjenigen, die erst innerhalb dieser Gruppe zu „Kriminellen“ wurden,
    weil nicht mehr unterschieden werden kann, was kriminell ist und was nicht.
    „Der Zweck heiligt ja die Mittel“ ?!?

    • Rita Wagner schreibt:

      Bedeutete diese Referenz nicht, dass eigentlich erst gar keine Kriminellen in den Orgs aufgenommen werden sollten und wenn, erst dann wenn alles in Ordnung gebracht ist? Der kriminelle Nährboden hätte gefehlt!!

    • Worsel schreibt:

      Bruni,
      „Nun, was für ein – was für ein Durcheinander bekommt ihr bei einem Individuum, das vielleicht der Oberhinrichter einer Nation gewesen ist? Wo werdet Ihr diesen Burschen auf der Zeitspur finden? In welchem Zustand werdet Ihr ihn finden? Zuerst hat er eine schreckliche Sache gemacht. Er hat gesagt, “Die Handlungen, die ich hier tue sind offizielle Handlungen und sind Overts der Nation, für die ich arbeite.” Das macht ihn völlig unverantwortlich für seine eigenen Handlungen, nicht wahr? Nun schaut, ich gehe nicht so weit, zu sagen, daß der Grund, warum wir geisteskranke Regierungen haben, der ist, daß kein öffentlicher Beamter persönlich für seine Handlungen verantwortlich ist. Aber die Definition eines Geisteskranken ist: jemand der nicht persönlich für seine Handlungen verantwortlich ist. Stimmt Ihr damit überein?“ (Overt-Motivator Folge, 4.Januar 1959)
      Mit anderen Worten, der Zweck heiligt nicht die Mittel. Es ist egal, ob ein Bankraub begangen wurde, um Auditing zu kaufen oder einen Sportwagen. Ein Bankraub ist ein Verbrechen und das muß zuerst abgeklärt werden. Ron war da ganz deutlich.

  2. Burkhard schreibt:

    Ich frage mich, wieviele Policies denn noch aus dem Regal gezogen werden, gegen die verstoßen wurde. Wo soll das hinführen?
    Eine Person oder eine Gruppe mit unethischen Absichten wird gegen jede Regel verstoßen,
    wenn sie ihre Absichten umsetzen will. Also, wozu ihre Crimes zählen, es werden Tag für Tag
    eh immer mehr! Die Quelle der Crimes ist bekannt. Es ist müßig, die Spur der Verwüstung
    zu protokollieren. Eine alte Strategie sagt: Schlage den Kopf der Schlange ab, dann bringe die
    Dinge in Ordnung. Ohne diese Strategie werden wir uns weiter in einem unsinnigen
    Kreislauf bewegen.
    Ich will es mal auf die Spitze treiben: Wieviele Selbstmorde wollen wir noch hinnehmen?
    Wieviel Rufmord, Enttäuschung usw. usw. können wir noch ertragen ohne selbst gaga
    zu gehen?
    Wir Scientologen erheben den Anspruch die Einzigen zu sein, die die Menschheit
    retten kann. Und was ist? Wir sind untereinander zerstritten……….!
    Und jetzt bitten wir noch einen amerikanischen Präsidenten, der eh so aberriert ist, das er noch nicht einmal seine Versprechen halten kann, um Hilfe!!!
    Ein Armutszeugnis ist das. Wir übergeben diesem Typen die Verantwortung unseren „Streit“
    zu schlichten……?!?!?…….und wir Scientologen wollen die Welt retten? Na denn……..
    Aus externer Sicht sieht das folgendermaßen aus: „Die wollen uns zeigen, wo es lang geht und sind nicht einmal in der Lage,
    ihre eigenen Streitigkeiten beizulegen? Was sind denn das für Clowns?“

    Fakt ist, es gibt keine Regierung, keine Gruppe von Individuen gleich welcher
    Herkunft, die die Scientologychurch wieder auf ethischen Kurs bringen kann als
    nur wir selbst.
    Und ich fürchte, wenn wir noch ein wenig so weiter machen, verlieren wir den
    letzten Rest an Glaubwürdigkeit,jegliches Vertrauen und zuletzt die einzige Chance, von der LRH sprach.

    liebe Grüße Burkhard

    • Han Solo schreibt:

      Burkhard,
      habe ich heute vielleicht meinen einfallslosen Tag ? Es ist mir völlig schleierhaft, wie Du „die Scientologychurch wieder auf ethischen Kurs bringen“ willst.

      Du hast in jener Firma doch nichts zu sagen ! Und selbst wenn Du Org-Leiter oder selbst Chef der Kopenhagener Fortgeschrittenen-Org wärest – oder sogar direkter Untergebener von Miscavige – Du könntest doch nichts Wesentliches ändern in der Church. Schau Dir an, was für ehemals hohe „Tiere“ derzeit auf Marty’s Blog schreiben. Höchste Posten, umfassendste Ausbildung, z.T. direkt von LRH – und sie konnten nichts ändern am Lauf der Dinge in der Church.

      Solange ein Diktator viele Anhänger hat, wird die Diktatur weiter fortgesetzt. Denke nur an Napoleon, Hitler, Pol Pot, Ceaucescu, Mubarak und all die anderen – die blieben immer weiter an der Macht, bis sie gewaltsam entfernt wurden.

      Man kann durchaus etwas tun – nämlich neu erschaffen. z.B. Auditing, Ausbildung, Verbreitung. Ausserhalb der Church ist das ja sogar einfacher.

      • Worsel schreibt:

        Han Solo,
        natürlich ist es nicht ganz so einfach. Autorität, die sich nicht in Deinem Besitz befindet, kann nicht von Dir eingesetzt werden, um die Situation zu lösen. Du kannst nicht einfach eine Anweisung ausgeben und erwarten, daß sich dadurch alles löst. (Siehe auch https://dertreffpunkt.wordpress.com/2010/12/14/was-zahlt-4/ und die darin zitierten Ausgaben der Daten-Serie.)
        Das bedeutet nicht, daß man nichts tun kann. Man muß nur überlegen, über welche Mittel (Resourcen) man verfügt und diese intelligent einsetzen.
        Die stärkste Waffe gegen den Irssinn, ist unsere Fähigkeit zu kommunizieren. In dem Maße, wie uns Kommunikationskanäle zur Verfügung stehen, kann dies jeder tun, der beobachtet hat, daß Dinge in der Kirche entgleist sind. Man kann selber auf der Brücke voran gehen. Man kann Texte lesen und verstehen und dieses Verstehen einsetzen, um anderen zu helfen. Man kann Freunde gewinnen, alte Freunde wiedergewinnen, Verstehen erzeugen.
        Das machen auch viele der „alten Hasen“ auf Marty’s Blog und es ist nicht ohne Wirkung. Ich würde sogar sagen, sie sind recht gut unterwegs, mit dem, was sie machen.
        Ich würde mich daher nicht festlegen, ob es innerhalb der CofS eine oder keine Veränderung geben könnte, denn Leute können sich ändern. Die ganzen Independents, Du und ich, wir alle, wir sind Beweise dafür, daß das möglich ist.
        Laß uns die Augen offenhalten und erkennen, welche Mittel wir haben, wo Türen sind, durch welche wir gehen können und dann durch diese gehen. Du hast Recht, wenn Du meinst, wir sollten nicht immer nur gegen die Wände rennen.

        • Han Solo schreibt:

          Worsel,
          zu Deinem konstruktiven Kommentar hier sage ich gerne „ja“. Und auch „Amen“. Mit Ausnahme Deiner Aussage: „Ich würde mich daher nicht festlegen, ob es innerhalb der CofS eine oder keine Veränderung geben könnte, denn Leute können sich ändern.“

          Genau – Individuen können sich ändern. Und so gibt es seit Jahrzehnten Leute, die für sich erkennen, was in der Church stattfindet (und was nicht: nämlich Klären des Planeten, gemeinsam zügig die Brücke hoch gehen, Wachstum auf allen Dynamiken usw.). Und diese Leute verlassen die Church und gehen einen anderen, besseren Weg.

          Die Church jedoch ist kein Individuum, sie besteht aus starren Kommandostrukturen, aus gruppen(bank)mässig eingebleuten Ideen, wobei Abweichungen in Handeln und auch Denken rasch „begradigt“ werden (klappt offt, aber natürlich nicht immer). Jeder Org-Leiter ist die machtloseste Kreatur auf Erden – hat er doch schon bei seinem Amtsantritt eine undatierte Rücktrittserklärung unterzeichnet. Gehorsam sein ist alles, wie beim Militär. Wer aus der Reihe tanzt, zu viel nachdenkt und womöglich noch darüber spricht, muss fürchten, dass der Weg die Brücke hinauf für ihn noch beschwerlicher und teurer wird.

          In Churchzeiten habe ich mit unzähligen Scientologen Diskussionen über die völlig offensichtlichen unlogischen Mängel, unsinnigen Anordnungen von oben und ganz klar kontraproduktiven Aktivitäten geführt. Jeder hatte so etwas beobachtet, aber in der Realität konnte keiner etwas ändern (auch nicht durch das Schreiben von Berichten), da diese Wirklichkeit von der Gruppe zementiert wurde – jeden Tag aufs Neue.

          Daher ist in der Church kein Platz für interne Verbesserungen, denke ich. Sicher werde ich diesbezüglich auf nichts warten.

          Diese Misssstände in der Church werden leider noch begünstigt durch gewisse archaische Unsitten und weitest verbreitete Übereinstimmungen. Seit Ewigkeiten ist es so: wer von einer starken Gruppe beschützt werden möchte, bezahlt mit seiner Freiheit und Individualität. Leute akzeptieren bereitwillg, dass das Erreichen höherer Ziele „Blut, Schweiss und Tränen“ kostet. Es gibt die traditionelle Übereinstimmung, dass die, die sich unterordnen und am meisten schuften, am wenigsten vom Kuchen abbekommen. Usw.

          Willkommen im Irrenhaus !

          LRH schrieb, wie wichtig es ist, die ideale Szene zu kennen. Und die beinhaltet Dinge, die in der Church längst vergessen sind: Fülle, Wachstum, Überfluss – zügiger und erreichbarer Brückenfortschritt für alle, die das ernsthaft möchten (Mitglieder und Mitarbeiter – und nicht nur Millionäre) – einfache Verbreitung dank guter Ergebnisse, zufriedener Scientologen und einem entsprechend guten Ruf der Philosophie …

          In dieser Church ? Ich sage: nie !

        • Worsel schreibt:

          Han Solo, selbst die Katholische Kirche hat schließlich anerkannt, daß sich die Erde um die Sonne dreht. (Allerdings hat es 360 Jahre gedauert.)
          Ich hoffe natürlich, daß in unserem Fall etwas weniger Zeit benötigt wird. Vielleicht bin ich deshalb mit dem „nie“ etwas vorsichtiger.
          Situationen können sich verändern. Wir sind dabei, Dinge zu verändern. Und das sollten wir weder über- noch unterschätzen.

        • Han Solo schreibt:

          Worsel,
          Deine positive Einstellung ist allerdings bewundernswert 🙂

    • Worsel schreibt:

      Die Quelle einer Handlung ist immer die Person, die sie begeht. Ein Umfeld oder „System“ mag als Ausrede genommen werden, aber das funktioniert nur, wenn andere sich von dieser Ausrede einwickeln lassen.
      Darauf beruhen auch die Nürnberger Prozesse, daß das „System“ keine Ausrede ist, sondern daß der einzelne eine höhere Verantwortung als Mensch nicht ablegen kann.

      Du hast Recht, nur ehrliche Menschen können Scientology wieder Leben einhauchen, ich meine nicht den Unsinn, der unter dem Namen „Scientology“ aufgeführt wird. Dieser Unterschied muß betont werden, sonst ist alles, was an Vertrauen entstehen könnte, gleich wieder verloren.

    • MOB schreibt:

      Weisst du warum Scientologen zerstritten sind? Es gibt kein Recht in der Kirche!
      Herr Müller spendet hunderttausend oder gar eine Million an die IAS. Zahlt aber seine Löhne oder seine Schulden/Rechnungen nicht. Er versteckt sich hinter den Richtlinien wie man seine Rechnungen bezahlt. Funktioniert nur wenn der Gläubiger SCN ist. Da das WOG Recht ausgeschaltet ist kann er für lange Zeit (zu lange Zeit) dieses Spiel spielen. Er muss keine Angst haben, dass Ihm allzu viel passiert. Er ist schliesslich upstat. Die Gläubiger haben darunter zu leiden. Das Wog Recht auszuschalten war ein schlimmer Fehler. Es öffnet die Tür für die Krimnellen. Und wenn diese nicht an der Eingangtür abgefangen werden, gibts ne dicke fette Blutspur.

      • Rita Wagner schreibt:

        Genau darum geht es MOB!! Wer kam auf die „brilliante Idee“ das Recht des Landes auszuschalten? und warum? Ja, stimmt genau, die Ergebnisse sprechen Bände!! und die Blutspur ist lang, dick und fett!

        • MOB schreibt:

          Leider war es der Alte, der das Recht ausgeschaltet hat: See HCOPL:“offenses and penalties.

  3. George schreibt:

    Viele kleine Fehler und Unzulänglichkeiten haben zu dem geführt, was wir jetzt vorfinden. Wären wir alle zusammen besser gewesen hätten wir vielleicht eine Chance gehabt das zu vermeiden was wir jetzt sehen. Hier ein paar Beispiele von mir, wo ich nicht gut genug war, zu schlampig und nachlässig:
    Ich sollte per Anweisung von ganz oben alle Staffs mit dem E-Meter überprüfen. Ganz einfacher Test. Bursche setzt sich vor das Meter und ich kucke ob die Nadel schmutzing ist und notiere das. Fertig. Ich hatte einen Staff der eine schmutzige Nadel hatte. Das war dummerweise der Chef vom Ethics Officer. Ich sagte ihm, daß sein Chef eine schmutzige Nadel hatte. Er meinte, ich müsse mich getäuscht haben. Sein Chef kann keine schmutzige Nadel haben, bla bla. Und nun, Jahre später stellte sich heraus, daß dieser Typ voll in die Valenz von DM gegangen ist und genau so agierte. Hoher Posten in OSA usw. Also war da schon was.
    Ca. 1982 habe ich in der AOSH EU auditiert. Staffs von anderen Orgs und auch SO member. Mir fiel auf, daß so einiges schief lief beim Auditieren. Ein SO Member wurde mitten aus einen laufenden Prozess auf Sec Checking gesteckt. Ich auditierte ihn und immer bei der Frage nach Withholds vor der eigentlichen Session ging er in eine wilde Kette von echten oder erdachten Overts rein. Als ich mir seine Fall-Vergangenheit genauer angeschaut habe, hatte ich vorgeschlagen das zu reparieren. Bekam aber kein OK dafür. Ein anderer SO staff bekam eine Sitzung und der Auditor machte den SO Staff in Sitzung nieder für seine Overts. Dem Auditor ist meines Wissens nichts passiert nachdem ich das reportet hatte. Es gab mehrere Fälle von PCs die falsche Overts angezeigt bekommen haben. Alles ohne Konsequenzen für den Auditor. Ein neuer SO Staff hatte 3 Folders voll mit NULL Tonarm Aktion (kein Fallgewinn). Das war mir auch so gesagt worden, als ich den PC bekam. Ich solle mal schauen ob ich den PC handhaben kann. Ich nahm den PC an und stellte fest, dass er nicht reden wollte und schickte entsprechende Info an Fallüberwacher und Ethik. In der Nacht haute der ab und nahm einiges an OT Materialien mit. Der war meiner Meinung nach ein Spion.
    Das obige ist nun eine Seite der Münze. Fehler von mir, uns, kleine, große, Nachlässigkeiten usw. die dazu geführt haben können, daß die Dinge sich so entwickelt haben wie sie jetzt sind.
    Was ist nun die andere Seite der Münze?
    Diese Frage muss sich jeder Leser anhand seiner Realität selber beantworten. Aber eines ist von meiner Realität her sicher: wir haben es nicht selber verursacht. Wir sind nicht „schuld“ und der Gegner war einfach besser wie wir. Wie beim Fußball. Manchmal wenn man verloren hat, muss man sich eingestehen, daß der Gegner besser war. Man kann das zwar mit individuellen Fehlern erklären aber die dahinter stehende Wahrheit ist, daß der Gegener einfach besser war an diesem Tag.
    Sprich, wenn sich was nicht auflösen lässt hat man nicht die ganze Wahrheit entdeckt. Da dieser Umstand immer noch aktiv und nicht aufgelöst ist haben wir die Wahrheit nicht gefunden. Vielleicht hat jemand schon mal die Erfahrung gemacht, daß er etwas im Auditing gehandhabt hat und danach passierte was im echten physikalischen Universum. Somit kann ich mit Sicherheit nur eines sagen: wir haben das was da passierte und zu dem führte, was wir jetzt vorfinden, noch nicht genau genug angeschaut.

    • Worsel schreibt:

      Georg,
      wir sind dabei, das anzuschauen und Dinge werden sich auflösen und verändern.
      Da ein Gegner außerhalb des eigenen Kontrollbereiches ist, ist es unerheblich, was der versucht oder tut. Wenn Du den Punkt finden kannst, wo Du die Fäden in der Hand hattest, dann hast Du den Punkt, wo Du einen Fehler gemacht hast – oder anders betrachtet, wo Du etwas verbessern kannst. Eine falsche Einschätzung einer Situation ist natürlich der eigene Fehler. Wenn der Gegner besser war, war man selbst nicht gut genug. Ein guter Cramming Officer wäre bestimmt nicht von Schaden gewesen. Außerdem werden Fehler nicht absichtlich gemacht.
      „Der Zeitpunkt, einer Tyranei auf den Kopf zu hauen, ist solange sie noch zuhauen können! Heutzutage neigen Leute im Allgemeinen eher dazu zu warten, bis es zu hoch ist, um ranzukommen und sie zu klein sind, um zu zappeln. Das Leben verlangt ein wenig Voraussicht. Und wenn Sie ein wenig Voraussicht haben, können sie sehen, was am geschehen ist.“ (Projekt Dritte Dynamik, 30. 12.1956)
      Ich habe Folder aus dieser Zeit von Kopenhagen FESed. Das war so übel, daß ich über einem der Folder einmal weinend zusammengebrochen bin, weil es so grausam war, was mit dem PC gemacht worden war. Ich habe also eine Idee, wovon Du redest.
      Aber Fehler wurden gemacht und werden bestimmt auch immer wieder gemacht werden. Die Frage ist, was man daraus bereit ist zu lernen und wie man damit umgeht.

      • George schreibt:

        Hallo Worsel,

        jetzt habe ich mal eine konkrete Frage in Bezug auf Auflösen von Dingen. Dies beschäftigt mich seit vielen Jahren. Vielleicht kannst Du mir da weiterhelfen. Hat auch was mit kriminiellen Aktionen zu tun. So, damals, glaube 1983, kam eine Sea Org Mission in die Org und startete das „gang bang sec checking“. Oberflächlich betrachtet waren es 2 oder mehr Leute vor dem E-Meter und ein „Angeschriener“. Was aber zusätzlich passierte war, daß eine ganz schöne Menge an schwarzen Massen umherfolgen bei dieser Behandlung. Dies bewog mich dazu, genauer hinschauen zu wollen. Ich wollte einfach mehr über diesen Implant, der da gerade gemacht wurde, herausfinden. So habe ich versucht auch so ein tollen Sec Check zu bekommen. Ich musste erst mal die genauen Wörter und Sätze mitbekommen, um das weiter untersuchen zu können. Anscheinend hat man das irgendwie aufgepickt. Denn egal wieviel ich in der Org über die Mission gemeckert habe, konnte ich keinen solchen Seck Check erhalten. Es wäre anyway mal interessant, meiner Meinung nach, die genaue Procedure in einem Blog nachlesen zu können. Das einzige was ich weiß, was allerdings nicht eine per Gesetz kriminelle Handlung ist, war folgendes: ich war mal Beisitzer bei so einen Sec Check. Das Subjekt wurde gefragt über out ethics und wenn der Tonarm runter ging (also man eine Ladung welcher Art auch immer gefunden hatte) wurde das Subjekt wüst angeschrieen. Das war immer so. Jedes Mal, wenn der Tonarm runter ging, gab es ein Geschrei. Verwunderlich für mich war nur, dass der Sec Checker ein old timer Auditor war. Somit könnte hier ein bestimmter Automatismus eingepflanzt worden sein. Was ich auch noch dazu sagen kann, daß bei vielen diese Zeit mehr oder minder ein Blank (keine Erinnerung mehr) ist.
        [zur Erklräung: Ich müsste den genauen Wortlaut vom Orginal bekommen. Da wo ich Beisitzer war, war es zu verwässert. Original war es eine CMO Int Mission Frau, groß blonde Haare. Jene die in Munich Org CO Siegfried removed hat und vorher Guilliaume (oder wie man den auch immer schreibt) aus EU entfernt hat.]
        Der ursprüngliche Zweck war „Zersetzung“, wie man es in der Agenten Sprache ausdrückt. Später wurde es auch als Erpressung benützt, um Geld zu bekommen vom Subjekt. Aber da sogar old timer OTs dem nichts entgegen zu setzen hatten, musste das meiner Meinung nach gut ausgeplant worden sein und Bereiche berühren die, sagen wir mal, ziemlich geladen sind. (Wer jetzt meint, ich träume: gestern war auf MDR glaube ich eine Reportage über die DDR und es wurden viele Beispiele gegeben, wie die Stasi die Bewegung um 1988/89 zu zerschlagen suchte. Wie man unliebsame Gruppierungen „zerlegt“ wurde hier sehr praktisch erklärt.)

        • Han Solo schreibt:

          George,
          ich erinnere mich an diese Zeit. Die Schäden waren enorm. Die expandierende Kölner Mission – u.a. mit mehreren Flag-trainierten Mitarbeitern ausgestattet – existierte nach einem Besuch dieser Sec-Check-Inquisitoren nicht mehr.

          Diese Bande gehörte zur Finanzpolizei der Church, von der es damals hiess, dass sie die allerbesten Statistiken hatte. Denn bei einem Besuch bei einer Org oder Mission stellten sie Berichten zufolge 15.000 Dollar in Rechnung – pro Tag.

        • Worsel schreibt:

          Georg, ich möchte Deinen Kommentar in Teilen beantworten.
          Teil 1. Rechtliches.
          Du beschreibst hier eine Straftat. Siehe § 240 Strafgesetzbuch (StGB)
          (1) Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt, wird mit Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
          (2) Rechtswidrig ist die Tat, wenn die Anwendung der Gewalt oder die Androhung des Übels zu dem angestrebten Zweck als verwerflich anzusehen ist.
          (3) Der Versuch ist strafbar.
          (4) 1 In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.
          2 Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel dann vor, wenn der Täter
          1. eine andere Person zu einer sexuellen Handlung nötigt,
          2. eine Schwangere zum Schwangerschaftsabbruch nötigt,
          3. seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger missbraucht.
          Die Nötigung als Straftat stellt ein Vergehen dar. Die Strafbarkeit des Versuches ergibt sich aus § 240 Abs. 3 StGB.
          (http://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%B6tigung)
          Interessant ist hier auch die Diskussion über den Gewalt-Begriff. Eine beugende Gewalt, welche den Willen des Opfers bricht, könnte hier als psychischer Zwang gedeutet werden, womit wir uns dem Folter-Thema nähern.)
          (Teil 2 folgt in Kürze.)

        • Worsel schreibt:

          Teil 2 – Grundlagen

          Die beiden Zitate sind Auszüge aus dem 6810C10 Klasse VIII Vortrag 14, EINSTELLUNG DES AUDITORS UND DIE BANK. (vertrauliche Daten entfernt.)
          „Der Grund, warum Auditing stattfinden kann, ist der, daß der PC plus der Auditor größer sind, als die Bank. Der PC gegen den Auditor und die Bank ist überwältigt. Jetzt denkt darüber mal etwas nach und ihr werdet sehen, daß sich dieses Gesetz in all den Jahren nicht geändert hat. Und das nennen wir Basiks. Das ist das grundlegendste Basik Basik, das es im Auditing gibt. Das Bewußtsein des PCs plus das Bewußtsein des Auditors sind, wenn sie auf die reaktive Bank konzentriert sind, größer als die Bank. „…
          „Und wenn ihr den Auditor gegen den PC habt, dann sind der Auditor plus die Bank gegen den PC. Und vielleicht hat er bereits nur Grashüpferstärke und es ist so leicht, ihn umzublasen.
          Ihr könnt sofort sehen, wenn der Auditor nicht mit dem PC ist, oder beim Solo-Auditing, wenn er nicht genug ist, um seine eigene Bank zu blowen, denn der TA wird niedrig sein. Immer, wenn ihr einen sinkenden TA in einer Auditing-Sitzung seht, dann ist es Auditor gegen den PC. Der Auditor und die Bank sind beide gegen den PC vereint. Und das Resultat ist ein sinkender Tonarm.
          Wenn der PC jetzt allein auf einen zu großen Bereich in der Bank trifft, dann findet in gewisser Weise eine gewaltige Überwältigung statt. Das ist beim Solo-Auditor. Sein TA wird niedrig.“

          Mit anderen Worten, der TA kam nicht herunter, weil der PC Ladung aufgelöst hat, sondern weil er so überwältigt war, daß er es aufgab, dagegen anzukämpfen!

        • Worsel schreibt:

          Teil 3.
          Das ist meine Meinung zu dem, was Du beschrieben hast. Ich könnte also auch falsch liegen, aber das ist, was ich dazu denke:
          Die Vorgänge von 1983, welche Du hier beschreibst, waren sehr spät auf der Zeitspur, nahe an der Gegenwart. Jemand hat hier tatsächlich Verhalten und Inhalte eines oder mehrerer früherer Implants dramatisiert. (Ja, ein Wesen kann an mehreren Stellen auf der Zeitspur gleichzeitig feststecken. Man kann ja auch mehrere Somatiken oder Kankheiten gleichzeitig haben.)
          Der dabei verwendete Wortlaut ist hier, im Unterschied zum Umgang mit Engrammen nach der Buch-1-Technik, nicht von solcher Bedeutung. Implants dieser Art haben ABSICHTEN eingepflanzt, nicht Wortlaute. In Deinem Beispiel würde ich mich zum Beispiel für die Absicht, jemand anderen „zu zersetzen“ interessieren. Die Dramatisation dieser Absicht kann viele Gesichter haben. Ich würde es nicht einmal ausschießen, daß jene Frau der CMO Int Mission genau dieselben Implants dramatisiert hat, wie unsere Freunde von der StaSi damals. Deshalb würde ich dem Wortlaut dieser Dramatisieruungen nicht so hinterher sein.
          Diese Implants, in denen diese Muster von Absichten eingepflanzt wurden, sind bekannt und auch, wie man sie auflöst. Ich habe die größen Gewinne dabei gesehen, die man sich vorstellen kann.
          (Du kannst Dir von Feli meine Email-Adresse geben lassen und mir eine Mail schicken, wenn Du möchtest.)

  4. Burkhard schreibt:

    Sorry lieber Worsel, ich habe in meinem Eifer ganz vergessen, Dich für Deinen Artikel s.o.
    zu bestätigen. Dein letzter Satz: „Die Verantwortung dafür liegt bei jedem einzelnen Scientologen“
    legt den Finger in die Wunde und trifft genau den Punkt!!!!
    Etliche Indies, so scheint es mir, sind noch zu sehr mit sich selbst beschäftigt.
    Die Dramatisation nach einem starken Arm auf der dritten Dynamik sitzt auch mir tief
    in den Knochen. Aber es hilft nix, WIR müssen gemeinsam dadurch, denn:
    Die Verantwortung dafür liegt bei jedem einzelnen Scientologen.

    • Rita Wagner schreibt:

      Genau Burkhard und diese Verantwortung hat LRH mit KSW 1 in unsere Hände gelegt, wir können uns eigentlich nur mal schnell entschuldigen, dass wir so lange gebraucht haben, zu sehen was Sache ist und uns an die Arbeit machen!! Übrigens, das Leben, die Leute und helfen – es kann nach wie vor einfach Spaß machen!!

    • Worsel schreibt:

      Gerne.
      Ich bin bereit, auch konkrete Taten folgen lassen: Wenn jemand von Straftaten irgendwelcher Art weiß, kann er eine Mail an Feli schreiben, die sie dann an mich weiterleitet. Ich melde mich dann und wir machen uns Gedanken, wie wir damit umgehen werden/sollen.

    • Rita Wagner schreibt:

      Genau Anne!! # 2000 ist erreicht!! Erzählt Euren Freunden davon und laßt sie auch unterzeichnen!!! Wichtig!!

  5. wölfchen schreibt:

    Ein weiterer Beweis, wie wichtig und dringend es ist, die oben aufgeführten Richtlinien anzuwenden!!!!!
    http://www.haaretz.com/news/national/jaffa-gang-suspected-of-plotting-to-kill-sheikh-blame-rightists-for-crime-1.362301

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