Der Zustand von Verwirrung

Wie Du Deinen Freunden helfen kannst

Die Formel, um aus dem Zustand  „Verwirrung” herauszukommen, lautet:

FINDE HERAUS, WO DU BIST.

Die Idee, sich eine Orientierung zu verschaffen, wenn man verwirrt ist, erscheint nicht nur logisch, sie wird auch intuitiv in vielen Situationen angewendet. Beim Autofahren, wenn man in einer fremden Stadt ist, wenn man sich im Wald verlaufen hat, etc. Auch bei psychiatrischen Untersuchungen ist eine Überprüfung der Orientierung in Raum und Zeit ein Bestandteil der Untersuchung. Dieser Aspekt ist also weder neu, noch wirklich überraschend.

Merkwürdigerweise ist in der überwiegenden Anzahl von Fällen die Anwendung in der C of S auf die örtliche und zeitliche Orientierung beschränkt. Das ist jedoch nur ein Bruchteil der Anwendungsbereiche und der größte Teil des möglichen Nutzens dieser Formel wird dabei übersehen.

Wie in dem Artikel  „Formel für Verrat – Vergessene Fakten” bereits ausgeführt, ist eine Formel eine allgemeine Darstellung eines Vorgangs oder einer Handlungsweise, die auf einen spezifischen vorliegenden Umstand (oder eine Situation) angewendet wird.

Ein Beispiel: Jemand ist in Bezug auf seine Ehe in Verwirrung. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder, hat sich jedoch in vier andere Frauen verliebt, denen er jeweils abwechselnd Anträge macht und er ist hin- und hergerissen, wie er sich verhalten soll. Seine diesbezüglichen Handlungen sind nicht auf ein Ziel ausgerichtet, sondern sind starken Richtungswechseln ausgesetzt und vielfältige Verwicklungen und Probleme entstehen.

In dieser Situation sagt ihm jetzt ein Ethik-Officer  „Du bist in Verwirrung. Wende die Formel an.” Wenn dieser Ethik-Officer nicht über ein grundlegendes Verstehen verfügt, was das Wort  „Formel” bedeutet und wie solch eine  „Formel” auf eine vorliegende Situation anzuwenden ist, dann ist die Gefahr groß, dass die Person in unserem Beispiel in einem Zimmer von Wand zu Wand geschickt wird, sich Gegenstände anschauen soll, um ihn in Raum und Zeit zu orientieren. Das mag vielleicht sogar nützlich sein, wenn unsere Person AUCH in Bezug auf Zeit oder Raum fehlorientiert war.

Aber wie hilft ihm das in Bezug auf seine Situation mit den fünf Frauen und den zwei Kindern, wenn er jetzt weiß, dass er in einem Raum in Hamburg, Berlin oder in München ist??? Natürlich wenig, denn er hat die Formel überhaupt nicht auf seine Situation angewendet.

Was müsste er tun, um die Formel auf diese Situation anzuwenden? Er müsste rausfinden in Bezug auf all diese Faktoren, wo er steht. An diesem Punkt muss er erreichen, wenn er diese Verwirrung hinter sich lassen möchte.

Was könnte er machen? Er könnte mit einem Freund darüber reden, ihm genau beschreiben, was die Situation ist. Er könnte es für sich aufschreiben. Er könnte eine Liste für jede der Damen, der Kinder und sich selbst machen und aufschreiben, mit welchen Tatsachen er umgehen muss (nicht, was er denkt oder fühlt). Er müsste HINSCHAUEN und auf die im physikalischen Universum tatsächlich vorhandenen Umstände schauen, in welcher Form auch immer.

Jemand könnte ihm helfen, ihm Fragen stellen, ihn seine Enttäuschungen, seine Missetaten und Heimlichkeiten mitteilen oder aufschreiben lassen, damit er besser beobachten kann. Jemand könnte ihn aufschreiben oder erzählen lassen, welches Problem er versucht, mit diesem Verhalten zu lösen oder welche Ergebnisse, Produkte, Folgen oder Resultate sich aus der jeweiligen Verbindung ergeben. Die grundlegende Richtung all dieser Handlungen, würde jedoch darauf hinauslaufen, dass er BEOBACHTET, bzw. seine Beobachtung gefördert oder erleichtert wird.

Und dann würde er an einen Punkt kommen, wo er erkennt, wo er in diesem Durcheinander steht. Er hätte jetzt herausgefunden, WO ER IST. Als nächstes würde er dann die Formel für Verrat machen und sich mit der Frage beschäftigen, was eigentlich eine Beziehung oder eine Ehe ist, wozu sie dient, was seine Rolle darin ist oder sein sollte – bis ihm deutlich wird, dass er eine solche Rolle übernommen HAT. Dann könnte er dagegen sein, diese Rolle zu haben (Feind) und wenn er den Widerstand dagegen gelöst hat, könnte er sich vorurteilsfrei das Für und Wider der jeweiligen Aspekte dieser Situation anschauen (Zweifel). Usw.

In dem HCO PL vom 9. Februar 1974R,  „Zustand unterhalb von Verwirrung, Formel für Verwirrung und Erweiterte Formel für Verwirrung” schreibt LRH:

 „Es sind viel mehr Leute in diesem Zustand, als allgemein erkannt wird.”

Aus dem Obigen ergeben sich eine Reihe von Möglichkeiten, wie man Leuten helfen kann, die in Verwirrung sind und noch immer in der C of S oder in ihrem Umfeld geparkt sind. Die Grundrichtung jeglicher Kommunikation muss in die Richtung gehen, sie herausfinden zu lassen WO SIE SIND.

Dies kann viele Formen haben. Lass‘ die Person einen Zettel nehmen und die Zeitspanne ihres Lebens in einer Graphik eintragen, den senkrechten Vektor beschriftest Du mit den Stufen der Brücke, den waagerechten mit Jahren. Mit einer anderen Farbe oder auf einer zweiten Graphik könnte man auf der Senkrechten auch eintragen lassen, wie viel Geld sie eingezahlt hat.

Frage, ob sie gestoppt auf „Der Brücke“ ist. Falls ja, wie lange schon. Und ob er andere kennt, die sich nicht auf „Der Brücke“ von LRH bewegen. Oder lass sie eintragen, wie es ihr während dieser Zeit im Großen und Ganzen gegangen ist. Lass‘ denjenigen schauen, was mit „Der Brücke“ von LRH geschehen ist, wie viele Auditoren täglich ausgebildet werden, ob das Studium der „Basics” den Gradienten entspricht, die LRH für die Trainingsbrücke entwickelt hat, ob GAT die Ausbildung von Auditoren wirklich beschleunigt, etc., etc.

Das ganze Motto ist, wenn du jemandem hilfst, der in Verwirrung in Bezug auf die C of S ist:

LASS DENJENIGEN SCHAUEN, SCHAUEN, SCHAUEN!

Dann wird er auch in Bezug auf diese Gruppe herausfinden, wo er ist.

Bei all diesen Fragen, behalte stets im Auge, dass ihr nicht bei dem Zustand  „Zweifel” angekommen seid. Verlange keine Entscheidung, nur Beobachtung! (Jemand in Verwirrung wird nicht in der Lage sein, eine Entscheidung zu treffen. Und oft sind Leute, die sich nicht entscheiden können, überhaupt nicht in Zweifel angekommen, sondern in Verwirrung. Das führt dann zu Streitgesprächen oder langen unfruchtbaren Diskussionen.)

Und wenn derjenige beobachtet hat, dann lass‘ ihm Zeit, diese Beobachtung zu verdauen.

Es muss nicht schwer sein, jemandem zu helfen, der in diesem Zustand ist.

Worsel

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Über Felicitas Foster

Independent Scientologist - Cosmopolitan, Blog: Der Treffpunkt
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3 Antworten zu Der Zustand von Verwirrung

  1. Burkhard schreibt:

    Ja Worsel, Du hast es auf den Punkt gebracht!
    Das „Wo“ beschränkt sich nicht auf einen dreidimensionalen Referenzraum.
    Ich habe auch eine Weile so beschränkt das „Wo“ betrachtet, bis mir auf einem
    Kurs darüber eben diese Erkenntnis kam.
    Dein Artikel gefällt mir sehr. Macht mir richtig gute Laune….:)

  2. MOB schreibt:

    Die Tech zur handhabung des Zustandes, die ausgelassen wurde, ist der Schritt nach Lokalisierung.
    „Vergleich des Bereiches in dem man sich befindet mit dem Bereich in dem man sich befand“.
    Wenn man das anwendet-alleine schriftlich- oder mit Hilfe einer zweiten Person per 2 WC, dann löst man die Verwirrung auf.

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