Eine Alternative

Von Heimdal

Wenn man, wie wohl die meisten der auf diesem Blog versammelten Leser und Schreiber/innen, zu dem berechtigten Schluss gekommen ist, dass in der Scientology-Kirche so viel nicht stimmt, dass es unerträglich, unschaffbar oder zumindest unbezahlbar ist, dort die Brücke hochzugehen, stellt sich konsequenterweise die Frage:

Was ist die Alternative?

Für mich steht es außer Frage, dass es keine Alternative darstellt, die Brücke aufzugeben. Was in der Welt lässt sich vergleichen mit der Möglichkeit, so tief und gründlich in das Innerste von einem selbst und aller anderen Dynamiken einzudringen, alles Schritt für Schritt zu verstehen und nach und nach in Ordnung zu bringen? Es gibt schon etliche gute Praktiken, die eine Person weiterbringen können, aber ich glaube kaum, dass eine davon auch nur annähernd so viel des ganzen Weges abdeckt wie Scientology-Tech.

Also keine Alternative.

Dann könnte man abwarten und Tee trinken. Vielleicht wendet sich ja alles zum Besseren in der Kirche. Allerdings hat es das in den letzten 30 Jahren nicht getan, und es gibt keine Anzeichen, dass es Personen oder Projekte gibt, die dies bald ändern könnten. Die Variante, selber ein solches internes Reformprojekt auf die Beine zu stellen, hat aller bisheriger Erfahrung nach null Aussichten auf Erfolg, da jegliche Kritik mit allen Mitteln im Keime erstickt wird. Man müsste sich also darauf einstellen, lange passiv abzuwarten und vielleicht nie zu erleben, wie wieder ein – diesmal echtes – goldenes Zeitalter anbricht. Keine attraktive Alternative.

Somit gibt es nur die Alternative, die Kirche zu verlassen und zu schauen, wie man außerhalb weitermachen kann. Zum Glück gibt es da durchaus Möglichkeiten, auch im deutschen Sprachraum. Da hätten wir zum Beispiel diverse Einzelkämpfer, die vor Kurzem selber ausgestiegen sind und ihre Auditorenausbildung, die sie teils noch in der „guten alten Zeit“ (Prä-DM-Squirrel, Prä-Golden Age) gemacht haben, aktiv nutzen wollen. Als Beispiel fällt mir Klaus Weigel ein, der das ja auch vor Kurzem hier bekanntgegeben hat. Daneben mag es einzelne geben, die schon lange in der Freien Zone sind und sich dort quasi als Feldauditoren behauptet haben. Nur an ganz wenigen Orten jedoch findet man komplette dritte Dynamiken, die auch einen regulären Kursbetrieb anbieten und wirklich ein vollständiges Angebot haben, um die Brücke zu machen. Für mich keine Frage, dass das die eigentliche Alternative ist, jedenfalls wenn man bis zu den OT-Stufen kommen will oder selber eine Auditorenausbildung anfangen oder vervollständigen will (was ja für viele ein Ziel war, das ihnen zu erreichen in der CoS schwer bis unmöglich gemacht wurde).

Hier stellt sich natürlich die Frage, welche Tech man vorfinden wird – in der Freien Zone hat man keine übergeordnete Qual-Instanz, die einem Standard Tech garantiert (in der CoS auch nicht! J ). An dieser Stelle möchte ich eine Lanze für die Ron’s Org brechen, meine persönliche Wahl, und so viel ich weiß die einzigen, die einen regelmäßigen und standardgemäßen Kursbetrieb anbieten. Diese Gruppen gibt es immerhin schon seit über 25 Jahren, was für sich spricht. Die Tech, die geliefert wird, entspricht der Tech, wie sie bis 1980 war – also der eigentlichen Standard-Tech von LRH. Bis hinauf in die OT-Stufen gibt es weder im Auditing noch in der Ausbildung Abweichungen von diesem standardgemäßen Weg. Man kann es also wirklich als Alternative ansehen. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann gerne mich auf heimdal@megaweb.de kontaktieren.

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Über Felicitas Foster

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6 Antworten zu Eine Alternative

  1. George schreibt:

    Tja, das mit der Alternative ist so eine Sache. Ich persönlich habe die Sache von Mitte 70iger bis Mitte 90iger Jahre live miterlebt. Am Ende des Weges bleibt nur ein riesiger Berg an Verwirrung übrig. Und jetzt da es Internet gibt und man viel nachlesen kann wird die Verwirrung nicht weniger. Eher mehr und mehr. Allein schon die Frage was ist Clear, was stimmt nun oder ist falsch ist für mich unlösbar. Ich kann nur feststellen, jene die Scientology zerstören wollten haben einen verdammt guten Job gemacht. Wenn ich das richtig verstehe hat sich Rons Org ein stabiles Datum gesucht das diese Verwirrung auflösen soll. Alles bis 1980 ca. ist echt und was danach kam ist fraglich und wird nicht benützt. Guter Standpunkt. Aber für mich keine Lösung, da ich das „nach 1980“ voll genießen durfte. Für mich liegt nun die Lösung nicht darin diese Dinge zu vergessen und einen frischen Start zu machen. In Analogie zur erster Dynamik: wenn ich Auditing bekomme dann dauert es nicht lang und die Clear Problematik kommt hoch und will gelöst werden. Damaige Lösung vom Fallüberwacher war immer, es zu ignorieren. Das stoppte immer mein Auditing. Und auf der dritten Dynamik ist es ähnlich. Selbst wenn ich einen frischen Start hinlegen würde. Sobald ich anfagen würde, und wenn ich nur durch die Tür hindurch gehen würde, fragte ich mich, was denn damals passierte und warum. Das kann ich nicht abstreifen. Die Dinge speziell von 1983 und 1984 die auf der dritten Dynamik passierten waren so heftig, daß diese immer noch auf eine Auflösung warten. Jene waren es ja auch die zu Rons Org Bildung führten.

    • annegreth schreibt:

      George, eine Auflösung der Dinge kommt nicht von allein. Falls Du das wirklich möchtest, dann muss auch die Bereitschaft da sein , sich die Dinge anzuschauen, was auch immer da anzuschauen ist. Ein guter Auditor und C/S können Wunder bewirken. Man muss sich einfach nur trauen. Und es gibt auch Auditoren und C/Se, die nicht einer Organisation angehören.

    • LO schreibt:

      Lieber Georg

      Du schreibst mir aus dem Herzen, Ich habe genau das gleiche wie Du erlebt und das gleiche Problem über 30 Jahre im Auditing gehabt.
      Ich hatte Auditing von Marty Rathbun und die ganze Problematik hat sich innerhalb von sehr kurzer Zeit in Luft aufgelöst und ich konnte ein Verstehen drüber erreichen das ich noch nie hatte. Dies Gewinne sind felsenfest seit über 10 Monaten. Solches Auditing (in der Qualität) hatte ich zuletzt 1982…was danach kam waren immer grosse Rätsel für mich !
      Wenn ich Dich wäre, ich würde es mal ausprobieren bei Marty !
      Fragen ?

    • Heimdal schreibt:

      Hallo George,
      Vielleicht gibt es da ein Missverständnis. Bulletins, die von DM und Konsorten nach 1980 geschrieben bzw. umgeschrieben wurden nicht anzuwenden, heißt ja nicht, dass man das Auditing und die Geschehnisse, die jemand nach 1980 hatte, ignoriert. Was glaubst Du, was üblicherweise die ersten Punkte auf einem Fortschrittsprogramm sind, wenn jemand die Linien zu uns wechselt? Richtig, Übergangene Ladung aus dem früheren Auditing oder drittdynamischen „Erlebnissen“ zu säubern. Und nicht selten spielt natürlich die Clear-Thematik dabei eine Rolle.
      Ansonsten kann ich Annegreth nur beipflichten.

  2. George schreibt:

    OK, alles klar.
    Da ich mir meine Vergangenheit das eine oder andere mal angeschaut habe kam es mir vor, daß mein größter Fehler damals war inkonsequent gewesen zu sein. Ohne mich oder andere wrong machen zu wollen, sondern es einfach nüchtern sehend, hätte ich vieles anders gemacht oder machen sollen.
    Inkonsequent wäre es nun, wenn ich mir sagte, ich „wechsle die Linien“ und schau mir das an und wenn es mir nicht passt dann kann ich ja wieder gehen.
    Seit dem Marty Rathbun sein blog eröffnet hat habe ich erst mal wieder angefangen über die ganze Sache nachzudenken oder das eine oder andere tape mir anzuhören. Aber das ist ein kleiner Funken der noch nicht zu einer Flamme geworden ist.

    • Rita Wagner schreibt:

      Georg, bitte ‚pflege‘ den kleinen Funken!! Ganz ähnliche Dinge habe auch ich selbst erlebt und vor allem, auch bei anderen gesehen, – die Flamme kann entstehen !! 🙂

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