Presseartikel aus Dänemark

Artikel  geschrieben von Nana Schelde, erschienen am 18. März 2011 in „Kristeligt Dagblad“, Dänemark.

Alternative Scientology Organisation fordert Scientology heraus

Ehemalige Mitglieder und neue Befürworter der Lehren von L. Ron Hubbard treten der weltweiten Organisation der „Ron’s Org“ bei, die den Betrug, die Erpressung und psychologische Zerrüttung verurteilt, die laut Ron’s Org, die etablierte Scientology dominiert.

Die etablierte Scientology hat einen Konkurrenten bekommen.

Die Untergrundbewegung „Ron’s Org“ deren Hauptzentren sich in Deutschland und der Schweiz befinden, bietet Kurse in den Lehren L. Ron Hubbards an und verurteilt die Schneeballsysteme, die Gehirnwäsche und die Kontrolle, von der die Bewegung behauptet, dass sie ein Markenzeichen der etablierten Kirche sei.

„Am Anfang haben wir es nicht gewagt an die Öffentlichkeit zu gehen. Die Scientology Kirche hat uns immer attackiert und uns vor Gericht gebracht. Aber nun brauchen wir uns nicht mehr zu verstecken und jetzt kommen regelmäßig Leute herein“, sagt der Vorsitzende von Ron’s Org, Max Hauri, der nun – zum allerersten Mal – mit der Presse spricht.

Ron’s Org besteht aus ehemaligen Mitgliedern von Scientology, die entweder hinausgeworfen wurden oder von selbst gingen. Aber Ron’s Org zieht auch neue Mitglieder an, die an den Lehren interessiert sind.

„Bei uns lernen sie die Philosophie in einer authentischen Art und Weise und ohne irgendeinen Druck. Ron’s Org wurde von Leuten aufgebaut, die Scientology verlassen haben, weil ihnen die Methoden nicht behagten, aber dennoch glauben, dass die Materialien von Hubbard gut sind. Sie verließen die Kirche, weil sie Erpressung und Betrug ausgesetzt waren,  und ich könnte Ihnen viele Geschichten über Leute erzählen, die gezwungen wurden ihre Häuser zu verkaufen und das Geld an Scientology zu geben, Geld was ursprünglich dafür gedacht war ihren Lebensabend zu finanzieren“, erzählt Max Hauri.

Max nennt Ron’s Org  „den goldenen Mittelweg“ und betont, dass Kurse in Ron’s Org sehr viel günstiger sind als in der etablierten Kirche. Und dass , laut ihm, der Grund, warum Scientology all dies tut, der ist Ron’s Org zu stoppen.

„Dass Scientology und nicht mag ist eine gelinde Untertreibung“, sagt Max Hauri.

Der Ex-Scientologe Robert Dam hat die Dienstleistungen in Ron’s Org von 2003 bis 2008 in Anspruch genommen. Am Anfang heimlich, weil er zur gleichen Zeit die etablierte Kirche in Dänemark verließ. Heute ist er mit Ron’s Org lose verbunden. Laut Roberts Einschätzung haben mehr als die Hälfte der dänischen Ex-Scientologen Kontakt mit Ron’s Org, nach ihrem Bruch mit der etablierten Scientology.

„Dies ist ein große Erleichterung, wenn man an die autoritäre und kontrollierende Art und Weise  (Dinge zu tun) in Scientology gewohnt war. In Ron’s Org arbeitet man in einer entspannteren und stressloseren Atmosphäre und die Preise für ihre Kurse sind für normale Leute”, sagt Robert Dam, nach dessen Einschätzung die Preise von Ron’s Org zwischen einem Drittel bis zu einem Viertel der Preise der Scientology liegen.

Die Religions-Soziologin Elisabeth Tuxen Rubin, die eine Abhandlung über ehemalige Mitglieder der Scientology geschrieben hat, bestätigt, dass keine geringe Anzahl in der Ron’s Org aktiv sind.

„Einige der ehemaligen Mitglieder sagen, dass sie denken, dass Ron’s Org heute größer als die Scientology ist. Hier lernen sie die Technologie ohne den negativen Einfluss der Kirche. Sie nennen sich selbst die Freien Scientologen, und sie erzählen, dass sie glücklich sind, dass in Ron’s Org kein Druck ausgeübt wird Kurse zu kaufen.  Die Leute, die in Ron’s Org unterrichten sind nett und freundlich, und zudem sind die Kurse günstiger als in der Kirche, sagen sie“, sagt Elisabeth Tuxen Rubin.

Die Sprecherin der Scientology Kirche, Dänemark, Anette Refstrup, zuckt mit den Achseln, wenn über Ron’s Org gesprochen wird. Sie denkt, dass Ron’s Org und ihr Leiter, Max Hauri, keineswegs eine Bedrohung für die etablierte Scientology werden.

„Max Hauri wurde von Scientology ausgeschlossen, weil er nicht den Lehren von Hubbard folgte, und dass er nun behauptet, dass die Leute bei ihm „in der authentischen Form“ lernen ist einfach ein Witz und eine Beleidigung für alles wofür Hubbard steht. Außerdem wurde Ron’s Org von einem Mann gestartet, der der Welt gegenüber verkündete, dass er einer von Dreien sei, die eine Billion Wesen in dem Universum kontrollieren, und dass er, nachdem er die Scientology Kirche verlassen hat, eine „Technology“ erfand, von der er behauptete, dass sie telepathisch von L. Ron Hubbard „geprüft“ worden sein. Eine Technology, die Max Hauri immer noch empfiehlt.

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Über Felicitas Foster

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13 Antworten zu Presseartikel aus Dänemark

  1. Inomniaparatus schreibt:

    ich kann mal mit rons org garnix anfangen,….und ehrlich,…….will ich auch garnicht,…

    • Rita Wagner schreibt:

      Muss ja nicht – geht ja auch ganz ohne Org.! Ist ja nur für die, die das wollen, so mit Kursraum usw. – Anne hat z. B. erlebt, dass es auch ganz anders geht. Jedem das seine, ohne Zwang! Warum nicht?

    • Han Solo schreibt:

      Die Ron’s Orgs wurden ca. Mitte der 80er Jahre gegründet. Damals verliessen Tausende unzufriedene Mitglieder die Kirche. Es hatte zuvor gigantische Veränderungen im Management gegeben, z.B. wurden David Mayo und viele Leute vom Top Management durch Miscavige abgeschossen.

      Bis einschiesslich OT III liefern die Ron’s Orgs die Brücke gemäss LRH.

      Ron’s Orgs gibt’s u.a. in Deutschland, der Schweiz und Russland. Einige der Organisationen existieren seit Jahrzehnten.

      • IBERO schreibt:

        Ich bin vor ca. 10 Jahren enttäuscht aus der CoS ausgetreten (warum ich der CoS den Rücken zugewandt hatte brauch ich in diesem Forum wohl nicht zu erklären). Dann habe ich übers Internet zum ersten mal etwas über die Freie Zone und die Ron`s Org erfahren. Nach vielem Abwägen habe ich mich dann entschlossen die Ron`s Org zu kontaktieren, wobei ich sehr kritisch und skeptisch war. Dann habe ich es doch gewagt und habe mich bei der RO auditieren lassen.

        Mittlerweile habe ich die Brücke von Grad O bis zu den OT-Stufen bei der RO absolviert und natürlich auch Kurse gemacht.

        Meine Erfahrungen in der RO sind allesamt positiv. Die Auditoren und C/Se sind alle sehr professionell und sie sind alle selbst auf den OT-Stufen (etwas was in der CoS nicht so ist). Alles läuft mit einem sehr sehr hohem ARK ab und es wird kein Druck auf PCs oder Studenten ausgeübt.

        Ich hab in der RO meine spirituelle Heimat gefunden und bin sehr glücklich die RO gefunden zu haben. Was aber für mich eine absolute Voraussetzung ist, dass ich zur RO gehe ist, dass dort Standard Tech geliefert wird. Was noch hinzukommt ist der Fakt das die Brücke bei der RO bezahlbar ist.

    • Schnoesel schreibt:

      Ich hab gelesen dass Mr Robertson seine eigenen OT Stufen entwickelt hat.
      mir schmeckt das nicht so. Pierre Ethier hat auch eine Meinung dazu vom technischen Gesichtspunkt. Ich kann es nicht beurteilen weil ich nix tech trainiert bin. Aber was Pierre schreibt würde mich ja schon mal abschrecken
      schliesslich ist er ein Class 12.

      http://www.upperbridge.org

      • IBERO schreibt:

        Ja, B. Robertson hat oberhalb von OT-8 die OT-Stufen weiterentwickelt. Bis OT-3 sind die OT-Stufen gleich, darüber hast Du in der Rons Org die Wahl die Kirchen OT-Stufen zu machen oder die Stufen von Robertson. Keiner wird zu irgendetwas gezwungen.

        Ich habe mit vielen OTs aus der Rons Org gesprochen und alle die, die Stufen von Robertson gemacht haben waren begeistert.
        Darunter waren auch sehr viele Oltimers die die sowohl die Kirchen OT-Stufen gemacht haben wie auch die von Robertson, und alle haben mir bestätigt, dass sie mit den Robertson Stufen bei weiten mehr aus dem Auditing geholt haben als bei den Kirchen OT-Stufen. Aber wie gesagt, was für einen Weg jemand einschlägt ist jedem selbst überlassen.

        LRH hat auch nicht alleine die NOTs-Stufen entwickelt, daran war maßgeblich David Mayo beteiligt gewesen.

        Ich kann es nur noch wiederhohlen, ich bin sehr zufrieden mit dem Service in der Rons Org. Wo auf diesem Planeten hast Du sonst noch die Möglichkeit solch einen umfangreichen Service zu erhalten. Mit professionell ausgebildeten Auditoren, Kursüberwachern, C/Sen und Cramming-Personal.

        Ich kann nur eins empfehlen: „Look don`t listen“. Also schau für Dich selbst, sei Dein eigener Ratgeber.

        • Schnoesel schreibt:

          iss noch lange hin bis OT. Ich war früher so „böse“ dass sie mir 10 INt Fprd verschrieben haben. gleich nach dem DRGRd. die zahle ich heute noch ab. *ggg Siehste irrsinnige Heiterkeit…….Ich brauch nochmal 20 Int *loooool

        • Wölfchens Freund schreibt:

          Hallo Schnoesel, hast du schon mal über Training nachgedacht? Die Checksheets und Packs sind alle im Netz. Schnapp‘ dir einen Freund und los geht’s. Dann geht’s die Brücke zweigleisig hoch. Und zwar sofort, nicht erst, wenn Du durch die „Wall of Money“ durch bist.

        • Rita Wagner schreibt:

          Hallo Schnoesel, die Vorschläge von WölfchensFreund und IBERO klingen recht gut!! Und bei „Look don’t listen“ klinke ich mich gerne mit ein! Ich habe auch grade mit RonsOrg in Frankfurt Kontakt aufgenommen und mit der RonsOrg in der Schweiz tausche ich mich auch aus. Was in der sogenannten Kirche abläuft ist und ich wage zu behaupten, war schon lange ganz einfach Unterdrückung, doch das heißt nicht, dass wir das „Kind mit dem Bad“ ausschütten müssen! Wäre doch zu schade…

        • Schnoesel schreibt:

          ich werde drüber nachdenken, wenn ich „über die Schnauze voll“ Phase hinweg bin.

        • Rita Wagner schreibt:

          Das hört sich doch gut an Schnoesel!!!

        • Han Solo schreibt:

          Es gibt anscheinend das Phänomen, das viele Menschen kaum überwindliche Hindernisse eher akzeptieren als ein relativ leicht erreichbares Ziel.

          In der sog. Scn-Kirche sind riesige Geldbeträge fällig; man wird vielleicht vereinnahmt, an irgendwelchen aufwendigen Projekten teilzunehmen; man wird regelmässig telefonisch belästigt und soll bei fragwürdigen Veranstaltungen erscheinen; es wird einem vorgeschrieben, wer Freund ist und wer Feind; der Ausbildungsweg wurde durch zusätzliche Kurse mehr und mehr verlängert; Struktur und Anwendung der Brücke werden öfters mal verändert; bitterste Enttäuschungen im Auditing haben schon viele erlebt, aber man muss die Zähne zusammen beissen, wieder sparen und auf’s nächste Mal hoffen – vielleicht klappt’s ja dann – oder auch nicht. Alles so richtig schön schwierig, dramatisch und kompliziert.

          Die Alternative: man besorgt sich – womöglich sogar im Internet – Kurspacks, billige E-Meter gibt’s auch, man organisiert sich einen Trainingspartner, und los geht’s. Nun liegt es nur noch an einem selbst, wie viel Zeit man gerne investieren möchte. Bei Schwierigkeiten gibt’s reichlich Ansprechpartner, die z.T. sogar kostenfrei ihre Hilfe im Netz anbieten. Auch Fallüberwacher für’s Auditing sind ohne weiteres aufzutreiben.

          Das ist Brücke 2.0!

          Wer lieber in einer Gruppe die Brücke hinauf geht, findet im deutschsprachigen Raum mehrere Ron’s Orgs und vielleicht noch weitere Gruppen. In den USA gibt’s natürlich noch viel mehr davon.

          Entschuldigungen wie in Co$ („hab kein Geld!“) gehören nun der Vergangenheit an. Nun zählt nur die eigene Absicht!!!

  2. IBERO schreibt:

    Dem kann ich nur zustimmen.

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