Was Zählt 4

Von Worsel

–> Teil 1 –> Teil 2 –> Teil 3

Was ist ein Warum?

Wenn in einem Bereich einer Firma oder Organisation etwas schief läuft oder im Argen liegt, dann beeinflusst dies oft andere Bereiche, die darauf reagieren. Auf diese Weise entsteht nach einer Weile solch ein Geflecht von Abweichungen vom Idealzustand, dass es schwierig sein kann, den grundlegenden Missstand ausfindig zu machen und zu korrigieren, welcher die anderen „Entgleisungen“ ausgelöst hat.

Beispiel: In einer Firma, die Bleistifte herstellt, sind von der Firmenleitung keine Richtlinien für den Fall eingerichtet worden, dass die Person ersetzt wird, welche die Materialien für die Produktion einkauft, wenn sie einmal abwesend ist. Die damit beauftragte Angestellte ist jetzt im Schwangerschaftsurlaub und die Personalabteilung stellt niemanden ein, um „Kosten zu sparen“. Die Anforderungen aus der Produktionsabteilung nach neuem Holz, um die Bleistiftmienen zu ummanteln, stapeln sich auf dem Schreibtisch unseres Einkäufers und werden von einer fleißigen Putzfrau in einer Schublade „abgelegt“ und sind nicht mehr auf den ersten Blick sichtbar. Da das Holz für die Produktion knapp wird, lässt der Vorarbeiter andere Arbeiten ausführen, „damit die Leute nicht herumstehen“. Die Fenster werden gestrichen, ein „Party-Tag“ eingerichtet etc. Aber mit der Produktion geht es abwärts. Es entstehen immer mehr Abweichungen vom Idealzustand dieser Firma, jeweils, um mit den vorherigen Abweichungen umzugehen.

In solch einer Situation suchen wir jetzt das „Warum“ für dieses Durcheinander.
„WARUM = der gefundene grundlegende Missstand, was dazu führt, dass Statistiken wieder ansteigen.

„VERKEHRTES WARUM = der nicht korrekt identifizierte Missstand, der bei Verwendung nicht zu einer Verbesserung führt.

„EINE BLOSSE ERKLÄRUNG = ein „Warum“, welches als DAS Warum angegeben wird, aber nicht der Schlüssel zur Lösung ist.

„Beispiel: Eine bloße Erklärung: „Die Statistiken fielen in dieser Woche wegen des Regenwetters.“ Na und? Heißt das, dass wir jetzt den Regen abstellen? Eine weitere bloße Erklärung: „Die Mitarbeiter gerieten in dieser Woche in einen überwältigten Zustand.“ Eine Anordnung „Überwältigen sie keine Mitarbeiter“ wäre die eventuelle „Lösung“ irgendeines Managers. ABER DIE STATISTIKEN WÜRDEN SICH NICHT ERHOLEN.

„Wenn das wirkliche WARUM gefunden und korrigiert wird, so führt dies direkt zurück zu verbesserten Statistiken.

„Ein verkehrtes Warum, das korrigiert wurde, wird die Statistiken weiter niederdrücken.

„Eine bloße Erklärung tut überhaupt nichts und der Verfall geht weiter.“
(HCO PL 13. Oktober 1970, Das Wirkliche Warum)

In unserem Beispiel würde eine bloße Erklärung, wie „Wir hatten noch so viel alte Fensterfarbe“ natürlich nicht die Produktion wieder ins Rollen bringen.

Ein verkehrtes Warum, wie „Der Vorarbeiter hat die Arbeiter schlecht im Griff“ könnte zu „Schickt den Vorarbeiter zu einer Weiterbildung“ führen oder zu „Entlasst den Vorarbeiter“. Beides würde die Produktion nicht wieder in Gang bringen und die Verwirrung sogar noch vergrößern.

Das Erkennen des richtigen Warums, dass nämlich kein Ersatz bei Wegfall einer wichtigen Funktion in der Produktionskette, dem Materialeinkauf, geschaffen wird, weil die Personalabteilung mit veränderten Wichtigkeiten arbeitet und das Management keine diesbezüglichen Regeln erlassen hat, würde nicht nur offensichtlich machen, was zu tun ist. Bei Behebung würde auch die Produktion von Bleistiften sofort wieder aufgenommen werden können.

„Ein richtiges WARUM muss zu einer Verbesserung der existierenden Szene hinführen oder (im Falle einer wunderbaren neuen Szene) dazu führen, dass die existierende Szene als eine neue ideale Szene aufrechterhalten wird.

Deshalb muss das WARUM etwas sein, woran du etwas machen kannst. (Siehe HCO PL, Das Warum ist Gott.)

Somit ist das Warum durch das begrenzt, was du kontrollieren kannst. Es ist NIEMALS jene andere Abteilung oder das Topmanagement oder die Erhebungen auf dem Mond.

„Selbst, wenn all dies wahr wäre, muss doch das WARUM etwas sein, woran DU VON DEINER AUTORITÄTSEBENE AUS ODER AUS EIGENER INITIATIVE ETWAS MACHEN KANNST; und das dazu führen wird, dass EINE UNZULÄNGLICHE EXISTIERENDE SZENE IN RICHTUNG AUF DIE IDEALE SZENE HIN VERBESSERT WIRD.“
(HCO PL 17. Februar 1972, Richtiges Format und korrektes Vorgehen)

Wenn also in unserer Bleistiftfabrik der Chef diesem Warum auf die Spur kommt, dann ist die Handhabung sehr einfach. Er hat die Autorität, um geeignete Maßnahmen anzuordnen. Er könnte der Personalabteilung sagen, „Der Erhalt der Produktion ist wichtiger, als der Einstellungsstop.“

Was aber wäre, wenn es der Arbeiter an der Bleistift-Lackiermaschine gewesen wäre, der diesem Warum auf die Spur kommen würde? Was könnte er tun? Er könnte dem Chef eine Mitteilung schreiben. Und wenn es keine Reaktion gibt, könnte er mit dem Vorarbeiter und anderen Arbeitern darüber reden. Sie könnten sich mit Protestschildern vor der Fabrik aufstellen „Wir brauchen jemanden, der Holz bestellt. Spart nicht an der falschen Stelle.“

Wenn sich der Chef aber nun absolut weigert, die Produktion wieder in Gang zu bringen oder nur neuen Irrsinn hinzufügt, wie den Vertrieb der Mienen ohne Holzummantelung, was dann?

Angenommen, dies würde sich in einem Entwicklungsland abspielen und die Bleistifte wären ein zentraler Bestandteil eines Bildungsprogrammes, damit die Bewohner Lesen und Schreiben lernen, dann könnten sie auch in Erwägung ziehen, eine eigene Fabrik zu gründen und selbst Bleistifte zu produzieren, damit nicht noch ein Schaden an der Bevölkerung selbst angerichtet wird.

Verfügbare Ressourcen – die individuelle Komponente

[Ressource, Ressourcen – Etwas, das man zur Unterstützung oder Hilfe verwenden kann; – eine zur Verfügung stehende Quelle, auf die man bei Bedarf zurückgreifen kann; – Mittel, die man einsetzen kann, um einer schwierigen Situation zu begegnen. American Heritage Dictionary Of The English Language]

Dass es wahr ist, dass David Miscavige erheblichen Schaden an der Technologie und den Scientology-Kirchen anrichtet und angerichtet hat, daran besteht nicht der geringste Zweifel. Das ist offensichtlich. Das ist erwiesen.

Nach allen zur Zeit zur Verfügung stehenden Daten, müssen wir davon ausgehen, dass seine Abänderungen der Technologie und Richtlinien von LRH, seine persönlichen Entgleisungen und Fehlverhalten tatsächlich das Warum für die mangelhafte Produktion in den Orgs sind. Damit sollten wir also arbeiten. Es besteht jedoch die theoretische Möglichkeit, dass wir zu einem späteren Zeitpunkt bei der Handhabung dieses Warums auf eine neue oder veränderte Situation stoßen.

„Somit ist das Warum durch das begrenzt, was du kontrollieren kannst. Es ist NIEMALS jene andere Abteilung oder das Topmanagement oder die Erhebungen auf dem Mond.“
(HCO PL 17. Februar 1972, Richtiges Format und korrektes Vorgehen)

Wenn es nun aber tatsächlich unterdrückerische Taten des Topmanagements SIND, welche den Missstand verursachen, was können wir tun?

Eine Antwort auf dieses scheinbare Problem können wir in dem HCO PL vom 27. September 1978, Das Überprüfen von Ressourcen, finden.

„Einer der Gründe, weshalb Auswertungen scheitern, liegt darin, dass der Auswerter keine Bilanz über Ressourcen zieht.

„Manchmal muss man seine glänzende Idee und Handhabung von „Kauft die Wall Street auf” hinunterschrauben zu: „Errichtet einen Erdnussverkaufsstand in der Bleecker Street”. Aber das Entscheidende ist, dass Ihre Evaluation erfolgreich sein wird, während sie im anderen Fall scheitert.“
(HCO PL 27. September 1978, Das Überprüfen von Ressourcen)

Autorität ist eine Ressource. Wenn jemand über die dafür notwendige Autorität verfügen würde und das durchsetzen könnte, dann könnte er sagen, „David Miscavige ist abgesetzt, sämtliche Änderungen, die er an den Materialien, Verfahrensweisen oder in den Kirchen eingeführt hat, sind aufgehoben und die Verfahren von LRH werden wieder in den Scientology-Kirchen praktiziert.“ Ganz offensichtlich haben wir es hier mit einer fehlenden Ressource zu tun. Diese Autorität scheint niemand gegenwärtig zu besitzen.

Das was jemand „aus seiner Initiative heraus“ und mit den ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen unternehmen kann, stellt eine individuelle Komponente dar. Nicht jeder hat die gleichen Ressourcen.

Ein langjähriges Mitglied vom Internationalen Management mag Wissen über Verbrechen oder Betrügereien haben. Dieses Wissen ist eine Ressource. Seine Herangehensweise könnte zum Beispiel aus einer Reihe von Enthüllungsartikeln bestehen oder aus einer Strafanzeige, wenn er gerichtsfähige Beweise in der Hand hält (eine weitere Ressource).

Ein anderer könnte Kommunikationslinien in eine „Ideale Org“ hinein haben (eine Ressource) und wenn er kommunizieren kann (eine weitere Ressource), könnte er die Mitarbeiter davon überzeugen, dass Scientologen bereits das Geld für das Gebäude bezahlt haben und sie dazu bewegen, etwaige Mietzahlungen an das Management für das Gebäude einzustellen (Mut ist eine Ressource.). Was sollte das Management machen, wenn diese Org auf dieser Position besteht? Ihnen kündigen? Einen Rechtsstreit mit dieser Org beginnen? Sämtliche Mitarbeiter entlassen? Sämtliche Mitarbeiter zu Unterdrückerischen Personen erklären? Für jede dieser Situationen gibt es Antworten, die zu einer deutlichen Verbesserung der aktuellen Szene führen.

Ein anderer weiß nicht, was wirklich los ist (fehlende Ressource), kennt nicht die HCO PLs und Bulletins von LRH (fehlende Ressourcen) und hat nicht den Mut Aufsehen zu erregen (fehlende Ressource).

Wenn jemand auf fehlende Ressourcen schaut, auf welche, die ihm persönlich nicht zur Verfügung stehen, kann es sein, dass er sich hilflos fühlt. Würde er auf die Ressourcen schauen, die ihm zur Verfügung stehen, könnte er einen Plan entwickeln, der aus Handlungen besteht, welche er in seinem Einflussbereich ausführen kann, die zu einer Verbesserung der aktuellen Szene führen.

Was kann er tun?

Als erstes kann er sich die Ressourcen anschauen, ÜBER DIE ER VERFÜGT.

Er kann sich allgemeinere Ressourcen zu Nutze machen, welche seiner Kontrolle unterliegen:

  • Er lebt und kann Dinge verändern, mit ihnen umgehen. Diese Ressource wird oft übersehen.
  • Er ist an dem Gebiet und an seiner eigenen geistigen Verbesserung interessiert.
  • Er kann kommunizieren.
  • Er hat Freunde und Kommunikationslinien oder kann diese aufbauen.
  • Er kann dieser Angelegenheit etwas Zeit widmen.
  • Er kann Materialien von LRH lesen oder sie sich anhören.
  • Er kann einen Computer bedienen und im Internet die Berichte von anderen lesen und so sein Verstehen der Situation vergrößern.
  • Wenn du Policy nicht kennst, nicht weißt, wo etwas steht, frage in einem der Blogs. Hier sind mehr und besser trainierte Scientologen, als in den Orgs. Und sie sind hilfsbereit. Sie werden Dir sagen, wo eine Information zu finden ist. Und zwar aus einer Quelle von LRH.

Wenn er ein trainierter Auditor ist (das ist eine Ressource), kann er andere auditieren. Wenn er kein ausgebildeter Fallüberwacher ist, kann er die C/S-Serie studieren und dadurch viele Lücken schließen.

Die Idee, erst perfekt sein zu müssen, bevor man etwas tun kann, ist ein falsches Datum. Das ist eine Methode, um Dinge zu stoppen, nicht eine, um sie zu verbessern. Das erste Rad, was ein Mensch erfunden hat, war sehr wahrscheinlich nicht perfekt rund. Der Boom, der 1950 durch das Dianetik-Buch ausgelöst wurde, beinhaltete nicht, dass diese Auditoren alle „perfekt“ waren. Aber er beinhaltete, dass sie auditierten!

Lass’ dich nicht durch solche Ideen lähmen, dass du erst „perfekt“ sein müsstest, bevor du auditieren darfst oder dass du erst SÄMTLICHE Daten haben müsstest, bevor du ein Auditor werden kannst. Jemanden zu erzählen, ihm würde geholfen, während man ihn in Wirklichkeit lähmt und stoppt, das ist nicht sehr weit oben auf der Tonskala.

Die tatsächlichen Daten, was du benötigst, um ein Auditor zu sein und zu auditieren, findest du auf den alten Auditoren-Kursen, die es vor dem „Zeitalter“ der Vergoldeten Veränderung gab. Und die Bücher und Vorträge, die für die jeweilige Stufe notwendig waren, waren direkt auf diesem Checksheet. Keine monatelange oder jahrelange Vorbereitung, bevor du auditieren konntest.

Man lernt dazu, während man eine Tätigkeit AUSFÜHRT. Und wenn man die eigenen Fehler und Ungenauigkeiten korrigiert, wird man immer perfekter.

Der Bereich

Wenn Du weit vom Topmanagement entfernt bist, keinen Kontakt zu David Miscavige hast oder keinen direkten Einfluss hast, vielleicht sogar in einem anderen Teil der Welt lebst, was kannst du tun?

AUF WELCHE WEISE WIRST DU VON DIESEN VERÄNDERUNGEN ODER DER UNTERDRÜCKUNG PERSÖNLICH ERREICHT?

Wenn du das beantworten kannst, dann wirst du auch Wege erkennen, wie du an diesem Warum etwas tun kannst, dass David Miscavige die Technologie von LRH und die Organisationen missbraucht und zerstört. Das ist ein Punkt, wo du Ursache sein kannst.

Ruft dich ein IAS-Registrar an? Studierst du nach der Studier-Technologie von Ron oder nimmst du an den Vergoldeten Veränderungen teil? Sollst du „verbesserte“ Bücher kaufen, die LRH nie selbst in der Hand gehalten hat? (Meinst du wirklich Ron hätte sich nicht getraut etwas zu sagen, wenn einige Kapitel in seinem Buch zu viel sind oder fehlen, wie bei „Eine Neue Sicht Des Lebens“? Oder glaubst du wirklich, er war so „weggetreten“, dass er das gar nicht bemerkt hätte?)

Nimm dir also die Punkte vor, wo du Kontakt mit der Unterdrückung hast, die Punkte, wo sie dich persönlich erreicht, wo sie deine Freunde erreicht. Hier kannst du Ursache sein. Wenn du auch nur eine einzige unsinnige Aktion nicht zulässt, dann hast du bereits einen Teil der gesamten Maschinerie gestoppt.

Um einmal ein Bild zu verwenden: Wenn viele so verfahren, dann haben wir zwar noch nicht den Kraken erledigt, aber wenn jeder seiner Arme gefesselt ist, dann wird der Krake keine Rolle mehr spielen.

Beispiel:

Du erhältst einen Anruf, zu einer Veranstaltung oder zu einem „Briefing“ von der IAS zu kommen. Oder ein IAS-Registrar ruft dich an, damit du deinen „Status“ erhöhst oder mit einer Geldsumme irgendetwas „unterstützt“. Du bittest ihn, das OEC-Volume 2, auf Seite 106 aufzuschlagen, den Artikel „Was mit ihren Beiträgen bezahlt wird“ zu lesen und das zu erklären, warum du das noch einmal bezahlen sollst, wenn du dafür schon mit deinen Kurs- und Auditing-Gebühren bezahlt hast. Lies dir vorher den Artikel durch, damit du weißt, wovon du sprichst (du findest den Artikel von LRH auch hier – in Deutsch) und dann bitte ihn dir, das zu erklären. Du brauchst nicht unhöflich zu sein. Sage ihm, dass du das nicht verstehst.

Wenn dir jetzt gesagt wird, der Artikel sei „überholt“, „geschichtlich“ oder „nicht mehr gültig“, weise ihn darauf hin, dass er vielleicht besser noch einmal über solche Aussagen nachdenkt, denn dies sei ein Verstoß gegen HCO PL 10. Juli 1986, Admin Degrades [Abwertungen der Verwaltungs-Technologie], und du hast keine Lust, über ihn einen Report zu schreiben.

Wenn er dir sagt, er befolge nur Anordnungen, dann sage ihm, dass er der Hauptschuldige sei, wenn er diese Anordnungen nicht in Frage stellen würde und dass du deshalb dieses Argument nicht akzeptieren würdest und er oder sie möge dies mit seinen Vorgesetzten klären, bevor er dich wieder anruft. (Mit den Vorgesetzten verfährst du dann genauso.)

Was du sagst, ist natürlich Dir überlassen. Das Prinzip ist einfach: Bestehe auf Standard Policy und Standard Tech und weiche keinen Millimeter davon ab. Ganz gleich, auf welche Weise und auf welcher Ebene sie in dein Leben eintritt, akzeptiere keine Abweichungen. Nimm das ernst, was LRH sagt oder schreibt. Nimm ihn beim Wort.

Die folgenden Auszüge aus dem HCO-PL vom 13. JANUAR 1979, „Unrechtmäßige Anordnungen und gegensätzliche Anordnungen – Wie man sich aus Schwierigkeiten heraushält“, sind für Mitarbeiter in unteren Positionen geschrieben, aber sie lassen sich auch anwenden, wenn man kein Mitarbeiter ist. Auch wenn LRH hier impliziert, dass man noch nicht „in Schwierigkeiten“ ist, finden die folgenden Aussagen Anwendung. Ich denke sogar, umso mehr, denn wir SIND bereits alle „in Schwierigkeiten“.

„Manchmal wird ein Untergebener in eine schwierige Lage gebracht. Ihm wird eine Off-Policy Anordnung [Off-Policy – die Richtlinien verletzend, sie nicht befolgend] gegeben. Er mag wissen, dass er die Richtlinien verletzt. Wenn er dies jedoch sagt oder protestiert, kann er Schikanen ausgesetzt und gezwungen werden, der Off-Policy Anordnung zu gehorchen. Kurz gesagt, er befindet sich in einer schwierigen Position. Also sind reibungslose Methoden, um damit fertig zu werden, ziemlich wertvoll.

„In erster Linie muss man wissen, was eine unrechtmäßiger Anordnung wirklich ist: Es ist eine Anordnung, die im Widerspruch steht zu den HCO-Richtlinienbriefen, wie sie in den Bänden des Organisations-Führungs-Kurses oder danach herausgegeben sind, oder zu LRH-Führungsanweisungen oder zu den Programmen in LRH-Auswertungen oder zu direkten schriftlichen LRH-Anordnungen.

„Jahrzehntelange Erfahrung hat gezeigt, dass diese Anordnungen und Richtlinien den Zustand der Einzelperson und der Orgs verbessern. Organisationen, die „richtliniengemäß” sind, gedeihen. Krisenzeiten folgen erwiesenermaßen auf Off-Policy Aktionen. Es ist daher gesunder Menschenverstand, die Richtlinien zu befolgen. Wenn unwissende oder destruktive Leute in eine Organisation kommen, Anordnungen herausgeben oder „Richtlinien festsetzen”, werden ziemlich sicher Schwierigkeiten folgen.“
(HCO PL 13. JANUAR 1979, Unrechtmäßige Anordnungen und gegensätzliche Anordnungen – wie man sich aus Schwierigkeiten heraushält)

„Ein Untergebener sollte sich davor hüten, dass ihm GESAGT wird, etwas sei „richtliniengemäß” oder „eine LRH-Anordnung” oder „in Bulletins” oder „in LRH-Tonbandvorträgen”. Der Trick ist sehr üblich. Er wird häufig verwendet, um Übereinstimmung zu erhalten, eine Anordnung oder einen Plan auszuführen. Die Person, die die Anordnung tatsächlich herausgibt, hat festgestellt, dass sie selbst ungenügende Autorität oder Popularität hat, um Kooperation zu erreichen, und daher gibt sie vor, sie habe „eine LRH-Anordnung”.
(HCO PL 13. JANUAR 1979, Unrechtmäßige Anordnungen und gegensätzliche Anordnungen – wie man sich aus Schwierigkeiten heraushält)

„Aber manchmal lassen sich Vorgesetzte auf nicht funktionierende Lösungen ein, die aus der Verzweiflung geboren sind, und greifen, da sie nicht allzu gut ausgebildet sind, auf ungewöhnliche, off-Policy Lösungen zurück. Außerdem gibt es Leute, denen nicht das größte Wohl für die größte Anzahl der Dynamiken am Herzen liegt und die aus geisteskranken Gründen versuchen, Menschen in Schwierigkeiten zu bringen und alles zu verderben.
„Es ist ziemlich üblich, dass, wenn irgendein unterdrückerischer Typ gefunden und diszipliniert wird, drei oder vier in Wirklichkeit unschuldige Leute mit in die gleiche Lage hineingezogen werden. Sie waren sich darüber nicht im Klaren, zu welchem Grad der SP Off-Policy oder zerstörerisch war, und sie waren dumm genug, nicht zu wissen, dass seine Anordnungen Off-Policy und zerstörerisch waren. Und sie akzeptierten sie.“
(HCO PL 13. JANUAR 1979, Unrechtmäßige Anordnungen und gegensätzliche Anordnungen – wie man sich aus Schwierigkeiten heraushält)

„Aber wie würde jemand, der Richtlinien nicht studiert hat oder der in seiner technischen Ausbildung nicht sehr weit fortgeschritten ist, wissen, wann ihm eine Off-Policy oder eine Out-Tech-Anordnung gegeben würde?

  1. Wenn es irgendwie dumm erscheint, ist es wahrscheinlich off-Policy oder out-Tech. Sowohl Tech als auch Richtlinien sind alles andere als dumm. Die meisten off-Policy und Out-Tech-Anordnungen sind dumm, weil sie, wie es mit einem Blick ersichtlich ist, überlebensfeindlich sind.
  2. Verlangen Sie, dass Ihnen in der exakten Ausgabe oder dem Buch gezeigt wird, woraus die Richtlinie oder die Tech wirklich besteht.
  3. Lesen Sie es für sich selbst und hören Sie nicht irgendeiner Interpretation zu, die weit hergeholt scheint.
  4. Seien Sie sicher, dass die Richtlinie oder Tech, die Ihnen gezeigt wird, auf die zur Diskussion stehende Angelegenheit Anwendung findet.
  5. Ignorieren Sie jeden, der Ihnen ohne schriftliches Material oder Tonbandvortrag die Datumsangaben von Richtlinien oder Bulletins vorleiert und behauptet, diese existieren. Sehen Sie es selbst an.
  6. Stellen Sie sicher, dass Sie das Studium von Band 0 der OEC-Bände als eine frühzeitige Aktion abschließen.
  7. Werden Sie selbst ein OEC-Graduierter.
  8. Machen Sie den Datenserie-Auswerter-Kurs, sodass Sie Ihre Lage auswerten können und das wirkliche Warum für das, was vor sich geht, erhalten.
  9. Studieren Sie die LRH-Tech, -Bücher, -Tonbandvorträge und -Ausgaben, sodass Sie Ihr Gebiet kennen.
  10. Führen Sie gültige Anordnungen schnell aus.
  11. Haben Sie gute Statistiken und fälschen Sie sie nie.
  12. Behalten Sie Ihre Ethik drin.

Und Mann, Sie werden ungeheuer erfolgreich sein. Niemand könnte Ihnen etwas anhaben.“
(HCO PL 13. JANUAR 1979, Unrechtmäßige Anordnungen und gegensätzliche Anordnungen – wie man sich aus Schwierigkeiten heraushält)

Mach dich nicht kleiner und unbedeutender, als du bist

Hier sind zwei berühmte Beispiele aus der Geschichte, wo sich jemand dort gewehrt hat, wo die Unterdrückung in sein Leben getreten ist. Es ist beeindruckend, was sich daraus entwickelte.

In Montgomery, Alabama, hat sich 1955 hatte eine farbige Amerikanerin, Rosa Parks, geweigert, einen Sitzplatz in einem Bus für einen Weißen zu räumen. Diese Handlung, obwohl scheinbar persönlicher Natur und in einem begrenzten Umfeld, zählt als Geburtsstunde der US-Amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Daraus entwickelte sich ein 13-monatiger Boykott dieses Bus-Unternehmens und die Bürgerrechtsbewegung um den Baptistenprediger Martin Luther King gewann dermaßen an Kraft, dass 1964 schließlich das Wahlrecht für Farbige in den USA gewährt wurde.

Ein Teil des sich „machtlos“ Fühlens entsteht durch die verallgemeinernde Betrachtung des Themas und weil man versucht, mit Ressourcen zu planen, welche einem nicht unmittelbar zur Verfügung stehen.

Je allgemeiner man schaut, desto mehr riskiert man einer unscharfen oder unkorrekten Wahrnehmung zu erliegen. Und desto leichter fühlt man sich hilflos oder überwältigt.

Auch bei Mahatma Gandhi, waren es seine eigenen, ganz persönlichen Aktionen, durch die andere inspiriert wurden. Sei es, für das, was er für richtig hielt auch ins Gefängnis zu gehen oder der „Marsch zum Meer“, mit dem er gegen die Britische Salzsteuer protestierte, indem er Salz aus dem Meerwasser gewann. Mit solchen Handlungen jagte er die Briten aus Indien. Es ist bemerkenswert, dass obwohl solche Aktionen einen größeren Rahmen beeinflussten, es dennoch Handlungen waren, die er persönlich in seinem Lebensbereich ausführen konnte.

Die Möglichkeiten eines „Opfers“

“Wenn Wesen hauptsächlich aufgrund von Unlogik operieren, sind sie unfähig, sich stichhaltige Gründe für Dinge vorzustellen oder zu sehen, dass Wirkungen direkt durch Dinge verursacht werden, die sie selbst kontrollieren können.“
(HCO PL 31. Januar 1972, Das Warum ist Gott)

Vor vielen Jahren hatte ich einmal mit Freunden über das Thema „inwiefern es möglich ist, ein Opfer zu sein“ diskutiert. Die eine Partei hatte die These aufgestellt, dass es keine wirklichen „Opfer“ gäbe und dass man immer etwas tun könne oder etwas hätte tun können, um ein Unheil abzuwenden.

Die andere Partei versuchte zu beweisen, dass man unschuldig, ohne eigene Beteiligung, das „Opfer“ ungünstiger Umstände sein könne. Sie führten ein starkes Beispiel als Argument an: Sie verwiesen auf die Bewohner von Hiroshima und Nagasaki von 1946. Sie sagten, diese seien damals voller unschuldigem Nicht-Wissen ihren Geschäften nachgegangen, als plötzlich die Bombe die Stadt hinwegfegte.

Die Freunde der Mystik argumentierten, „Sie haben es sich irgendwie „hereingezogen“. Das gab dann neue Rätsel auf, wie „Was könnte jeder einzelne getan haben, dass sie alle das gleiche Schicksal ereilt?“ Das führte zu völligem Rätselraten und ins Nirgendwo.

Das alles gab uns ganz schön zu denken, bis einer sagte: „Sie haben ihrer Regierung gestattet, in einen Krieg zu ziehen. Sie haben ihre Regierung nicht daran gehindert. Wenn sie genügend dagegen protestiert hätten, dann hätten sie die späteren Ereignisse abwenden können.“

Das leuchtete uns allen ein. Diese Bürger, zumindest die Erwachsenen, haben anscheinend geglaubt, es sei „sicher“, sich NICHT um diese Dinge zu kümmern und ihr Schicksal in die Hände ihres Kaisers zu legen, oder sie haben damit übereingestimmt, dass ihre Armee in ein anderes Land zieht und dessen Bewohner foltert und tötet, oder vielleicht haben sie geglaubt, sie seien machtlos und ohne Chancen etwas auszurichten und China sei weit weg und die Vorgänge dort würden sie nicht betreffen. Aber diese Entscheidung, so etwas zu glauben, oder sich „neutral“ zu verhalten, die war die ihre gewesen.

***

–> Teil 5

Advertisements

Über Felicitas Foster

Independent Scientologist - Cosmopolitan, Blog: Der Treffpunkt
Dieser Beitrag wurde unter Scientology Philosophie, Worsel veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu Was Zählt 4

  1. LO schreibt:

    Schön geschrieben !
    Gut gemacht !

  2. annegreth schreibt:

    Wörsel, ich hätte das alles gerne durchgelesen – aber die Länge ist abschreckend. Sorry

    • Worsel schreibt:

      Liebe Annegreth,
      ich habe mir über diesen Punkt der Länge dieses Artikels viele Gedanken gemacht und habe auch etliches wieder entfernt, damit er nicht zu lang wird. Ich weiß auch, daß dies kein leichter Artikel ist und daß er einiges an Konfrontieren und Verstehen erfordert. Ich hatte auch überlegt, ob ich ihn in noch kleinere Abschnitte aufteile. Aber ich hatte befürchtet, daß dies den Lesefluß behindert, wenn es zehn Teile gewesen wären. Schon fünf sind eine Menge.
      Es war mir wichtig, daß man die beschriebenen Prinzipien verstehen und anwenden kann und dafür habe ich leider keinen kürzeren Weg gefunden.
      In dem Artikel ist eine Menge an Tech und Policy enthalten, mehr, als man vielleicht auf den ersten Blick sieht. Ich würde mich freuen, wenn Du die Abschreckung überwinden könntest und noch einen Anlauf versuchen würdest. Vielleicht kannst Du Dir vorstellen, es sei ein kleines Buch und die einzelnen Teile für Dich unterteilen und jeden Tag nur ein Stück lesen. Wenn Du Fragen hast oder Du auf etwas triffst, was Dir nicht einleuchtet, dann kannst Du eine Mail an Felicitas schicken. Sie wird die an mich weiter leiten.
      Und wenn Du doch noch einen Nutzen aus ihm ziehen könntest, dann würde mich das sehr freuen. Diesen Artikel zu schreiben war nämlich auch ein ganz schönes Stück Arbeit.

      • annegreth schreibt:

        Worsel, sorry, es ist mir zu langwierig. Anstatt deine eigene Definition von Wörtern reinzubringen ( Ressourcen z.B.) , häng einen Link dran und den, den es interessiert, kann es sich anschauen. Und hack nicht immer auf dem gleichen Wort rum. Die Beispiele am Anfang sind an den Haaren herbeigezogen – meine nicht praxisbezogen. Ein Betrieb, in dem es so zugeht, ist schon längst pleite bevor es zu diesem Vorfall überhaupt kommt.
        Es kommt mir vor wie eine Schulstunde und alles wird einem vorgekäut …… Input, Input, Input —-
        Warum sagst du mir in dem Artikel nicht einfach kurz und knapp worum es geht – ich mein, w a s willst du mir sagen?
        Ich bin nicht blöd und andere auch nicht. Also warum so viel Erklärung.
        Ich kann mir nicht vorstellen, dass, wenn jemand unterdrückt ist, sich hinsetzt und eine Auswertung macht über das richtige Warum.

        Nun, dies hier ist ein Blog und deshalb sag ichs hier und nicht über Mail 😉

        Ich weiss, es war viel Arbeit – ich persönlich würd es mir etwas simpler wünschen für meinen simplen Verstand.

        • Worsel schreibt:

          Es tut mir leid, daß ich das Thema „Schulstunde“ restimuliert habe. Das war nicht meine Absicht.

        • annegreth schreibt:

          Worsel, du hast Schule nicht restimuliert ….. aber die Angewohnheit von manchen Menschen, einem zu sagen , wie man die Dinge sehen soll.

  3. Rita Wagner schreibt:

    Worsel – das sind so viele wahre Worte!!!
    Zu jedem Absatz könnte ich Geschichten schreiben!!
    Für jeden, der hier mal vorbeischaut, ein Genuß!! Danke schön!!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s