Was Zählt 3

Von Worsel

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Unterschiedliche Bereiche

Es gibt zwei unterschiedliche Bereiche von Technologien, die sich zwar teilweise überschneiden, die aber auch einige Unterschiede aufweisen. Das eine ist die PTS/SP-Technologie. Die andere das Finden eines Warums. Während man bei der Suche nach einem Warum, einen Missstand oder positiven Zustand sucht, sucht man bei einer PTS-Person nach einer Person, Gruppe oder Sache, welche die PTS-Person unterdrückt. Ein Unterdrücker kann jedoch einen Missstand verursachen oder verursacht haben. Hier entsteht dann ein Feld, wo wir mit beiden Technologien Erfolge erzielen können.

Die Suche nach einem Warum konzentriert sich auf Fakten, Statistiken, Abläufe, Vorgänge, Mittel zur Lösung von Missständen. Ladung ist hier kein zentrales Thema.

Das Thema „PTS-Sein“ hat etwas mit dem Fall einer Person zu tun. Die Prozesse haben mit Ladung zu tun und deshalb mit der Realität der betroffenen Person.

Zwar lag für einen Außenstehenden der Verdacht nahe, dass es hier einen Zusammenhang geben könnte, aber eine Suche zusammen mit dem Betroffenen hätte möglicherweise ganz andere Dinge sichtbar werden lassen. Die Realität des Betroffenen, seine Fähigkeit zu Konfrontieren und seine Gegenanstrengung, sich zu wehren, das alles wären Faktoren gewesen, welche seine Antworten beeinflusst hätten. Vielleicht hätten wir in seiner Sicht der Dinge „schlechtes Essen“ als Bedrohung gefunden oder „jemand versucht, mich zu ermorden“ oder etwas vollkommen anderes. Und bei einer Veränderung seiner Realität, hätte seine Sicht der Dinge sich auch verändert.

Es gibt auch Unterdrückung, welche in der Gegenwart stattfindet. Eine unterdrückerische Person kann Schaden und Zerstörung anrichten und das kann sehr wohl das Warum für einen schlechten Zustand in einer Organisation sein. Leute können sich auch von dieser unterdrückerischen Person überwältigt fühlen und „PTS“ werden. Das eine schließt das andere also nicht aus.

Was bedeutet „PTS“?

In der Regel ist man bestrebt zu überleben – gut zu überleben. Dieser Absicht ordnen sich verschiedenste (vernünftige) Tätigkeiten unseres Lebens unter – von der Nahrungsaufnahme bis zum Konzertbesuch. (Die unvernünftigen natürlich nicht, deshalb sind sie ja „unvernünftig“.)

„Unterdrückung ist „eine schädliche Absicht oder Aktion, gegen die man sich nicht wehren kann“. Wenn man also etwas dagegen tun kann, ist es weniger unterdrückerisch.“
(HCOB 31.12.78R III, Unterweisung der PTS-Person, Definitionsblatt)

Trifft man nun auf eine Quelle von Gegenabsichten („Unterdrückung“), kann die Entfaltung des eigenen Willens, (gut) zu überleben, behindert werden, wodurch eine Art von Problem-Situation entsteht. Zwei gegeneinander gerichtete Absichten prallen aufeinander und können sich so gegenseitig abschwächen. Da man während einer derartigen Schwächung auch weniger Widerstandskraft besitzt, können psychosomatische Phänomene aus dem Reaktiven Verstand, wie zum Beispiel „Stress“, Krankheiten oder Unsicherheit, in einem zur Entfaltung kommen. Auch kann solch eine Schwächung der eigenen Willenskraft so stark werden, dass man Fehler macht oder sich nicht mehr in der Lage fühlt, wichtige Entscheidungen zu treffen. Für andere in ihrem Umfeld, entsteht hier ein Potential für Schwierigkeiten, weil dieses „Durcheinander“ von Absichten sich oft auf die Handlungen des Betroffenen auswirkt.

Daher stammt die Bezeichnung „PTS“, Potential Trouble Source, was auf Deutsch so viel wie „Mögliche Quelle für  Schwierigkeiten“ bedeutet.

Beispiel: Ein Autofahrer, so durch Gegenabsichten geschwächt, dass er „nicht bei der Sache“ ist und rechts blinkt, um dann links abzubiegen, kann anderen Schwierigkeiten bereiten.

Das Thema „PTS-Sein“ ist ein beliebter Tummelplatz falscher Anzeigen und willkürlicher Aussagen über den Fallzustand einer Person. Oft wurde die Aussage, jemand sei „PTS“ als ein Stempel gebraucht, um ihn mundtot zu machen oder um ihn besser beeinflussen zu können.

Nur, weil jemand unbequem ist, auf einen Missstand hinweist oder einer unsinnigen Handlungsweise Widerstand bietet, ist er noch lange nicht PTS. Es mag sein, dass solch ein Widerstand von einer unvernünftigen Person als „Schwierigkeiten machen“ missverstanden wird. Aber wenn es ein Widerstand gegen eine unvernünftige Handlungsweise ist, dann ist dieser Widerstand vernünftig. Das wäre eher ein Zeichen dafür, dass diesbezüglich kein PTS-Zustand vorliegt, denn derjenige tut ja etwas dagegen.

Coming out*

*[etwas(oft persönliches) öffentlich bekannt machen]

Öffentlich zu erklären, dass man nicht mehr mit den Verdrehungen übereinstimmt und aus der Scientology-Kirche austritt ist eine Methode, Stellung zu beziehen und etwas an der Situation zu handhaben. Man widerlegt so die Propaganda von den „vielen begeisterten Millionen“, dass „alles bestens laufe“ und dass David Miscavige’s Veränderungen die Orgs in einen wundersamen blühenden Zustand versetzten würden.

Viele tun sich damit schwer. Dahinter können viele Überlegungen stehen, die nur der einzelne für sich abwägen kann. Zu behaupten, jemand wäre „PTS“, weil er sich nicht öffentlich als ein Unabhängiger bekannt macht, wäre nicht nur eine Bewertung, es wäre auch eine willkürliche Aussage, welche wahr oder auch unwahr sein kann. Nicht immer ist es so einfach.

PTS-Sein ist ein verbreitetes Phänomen. Es mag jedoch viele denkbare Gründe dafür geben, nicht seinen Namen im Internet auszubreiten, welche nichts oder nicht viel mit einem PTS-Zustand zu tun haben müssen.

Mögliche Beispiele:

  • Jemand könnte beispielsweise als Chauffeur bei einem Zeitungsverleger in der Industrie arbeiten. Wenn er jetzt seinen Austritt öffentlich macht, wird bekannt, dass er früher einmal an Kursen oder Auditing in einer Scientology-Kirche teilgenommen hat. Jetzt wäre er in der schwierigen Lage, jemandem in zwei Minuten zu erklären, was Scientology ist, was sie ihm bedeutet, dass in den Scientology-Kirchen nicht mehr Scientology geliefert wird, sondern eine Abart davon, welche er missbilligt, dass kein Anlass für die Befürchtung besteht, dass er in der Firma Dinge durcheinander bringt, um Geld für diese Angelegenheit aufzutreiben und dass dies seine ganz private Angelegenheit ist. Wenn er für all diese Erklärungen nur maximal 2 Minuten Aufmerksamkeit bekommt, dann hat er eine schwierige Aufgabe. Wahrscheinlich würde es nur heißen: „Kontakt zu Scientology. Weg mit ihm.“
  • Vielleicht hat jemand Kinder, die in Kontakt mit anderen Kindern stehen, deren Eltern noch Mitglieder sind. Und weil er absehen kann, dass ein öffentlicher Austritt, seine Kinder in Streit verwickeln könnte, mit dem sie eigentlich gar nichts zu tun haben sollten, möchte er ihnen das vielleicht ersparen, bis sie so groß sind, dass sie die Erklärungen dafür verstehen.
  • Vielleicht arbeitet auch jemand als Mitarbeiter in solch einer Organisation und ist dabei weitere Enthüllungen von Entgleisungen vorzubereiten.
  • Oder er arbeitet in einer abgelegenen Org, wo außerhalb der Sicht des „Managements“ wieder die ursprünglichen Verfahren eingeführt werden.
  • Vielleicht auditiert er lieber still und leise seine PCs die Brücke hinauf ohne sich um die Entgleisungen in den Orgs zu kümmern.

Es sind also viele Situationen denkbar, in welchen sinnvolle Argumente gegen eine öffentliche Bekanntgabe sprächen.

Wenn die Definition von „PTS-Sein“ zutrifft, dann bringt man das in Ordnung, was man dort vorfindet und erkennt und geht dann weiter die Brücke hoch. Und wenn sie nicht zutrifft, dann gibt es dort auch nichts, was man diesbezüglich unternommen werden müsste.

Selbstbestimmung

„Selbstbestimmung ist das Ziel des Auditors.“
(Vortrag  23. März 1953, Review of Dianetics, Scientology and Para-Dianetics/-Scientology [Zusammenfassung von Dianetik, Scientology und Para-Dianetik/ -Scientology])

Der Auditor möchte erreichen, dass sein Preclear seine Selbstbestimmung vergrößert. Das ist es, worum es im Auditing geht.

Eine Bewertung, die dem Preclear von außen mitteilt, was mit ihm verkehrt sei, VERRINGERT seine Selbstbestimmung. Sie schwächt ihn. Sie drückt ihn nach unten in Richtung Überwältigt-Sein.

Darüber hinaus, wurde die Aussage, jemand sei „PTS“ oft in der Scientology-Kirche missbraucht und hat viele Fälle durcheinandergebracht, welche dann dagegen protestierten. Solch eine Aussage, kann also auch auf den Protest von früheren Begebenheiten stoßen und diesen wieder aktiv werden lassen.

Ganz bestimmt ist es in vielen Fällen eine Tatsache, dass die Definition von „PTS“ zutrifft und er/sie sich deshalb nicht traut, eine Entscheidung zu treffen, sich nicht traut, auszutreten, (selbst wenn er/sie sich bereits dazu entschieden hat) oder sich öffentlich zu distanzieren.

Wenn solch ein Verhalten nur ein Symptom eines PTS-Zustandes ist, wie heilt man den Zustand selbst? Denn eine Diagnose ist noch keine Heilung. Jemandem zu sagen, er habe Masern, macht ihn noch nicht gesund.

„Einer PTS-Person kann man auf drei Arten spürbar helfen:

a) indem sie ein Verstehen der Technologie zu diesem Zustand gewinnt,

b) indem sie entdeckt, zu was oder wem sie PTS ist,

c) indem sie die Situation in Ordnung bringt oder die Verbindung abbricht.“
(HCOB 10.08.1973, PTS-Handhabung)

Verstehen über diesen Zustand und der Technologie, wie man dem abhilft, zu erlangen, ist nicht schwer. Wenn man diesen Mechanismus versteht, kann man sein Leben daraufhin untersuchen und sich Gedanken darüber machen, wie man mit solchen Gegenabsichten am besten umgeht. Und wenn man dabei Möglichkeiten entdeckt, wie man daran etwas ändern kann, dann hat man die Unterdrückung verringert und ist weniger PTS.

Wenn man herausfindet, wer oder was die Quelle der jeweiligen Gegenabsichten ist, ist man auch einen Schritt weiter. Die damit verknüpfte Ladung wird sich auflösen und in der Regel, werden viele Erlebnisse, welche zuvor belastend, verwirrend oder irritierend waren, sich zu einem klar erkennbaren Muster zusammenfügen. Dadurch kann sich der Blick auf Vorgehensweisen öffnen, wie man damit umgehen kann.

Die „Situation in Ordnung bringen“ oder die Verbindung abbrechen“ ist kein komplizierter Punkt, wenn man das oben erwähnte Ziel, von Auditing oder der Brücke im Auge behält, Selbstbestimmung zu vergrößern oder zu erreichen.

Offensichtlich, wenn man jemandem BEFIEHLT, eine Verbindung abzubrechen, dann hat man die Selbstbestimmung des Betroffenen geschwächt und ihn nach unten gedrückt. Das ist die Quelle der GANZEN Diskussionen und des GANZEN Protestes, der sich um diese Verfahrensweise herum entwickelt hat.

Wenn die betroffene Person SELBST einen Umgebungswechsel oder das Beenden einer bestimmten Verbindung wünscht, wird es darüber nie eine Diskussion geben.

Die Situation in Ordnung bringen

Es gibt eine breite Palette von Wegen eine Situation „in Ordnung zu bringen“. Je nach vorliegender Situation, sind natürlich auch die Handlungen unterschiedlich. Gesunder Menschenverstand ist hier nicht von Nachteil.

Zum Beispiel wird jemand, der sich ständig Angriffen von seinem Vater ausgesetzt sieht, weil er diesen bestohlen und angelogen hat, darüber nachdenken müssen, ehrlich zu werden und das, was er gestohlen hat, wieder zurückzuerstatten oder diese Handlung auf irgendeine angemessene Weise wieder in Ordnung zu bringen.

Oder jemand fühlt sich unterdrückt, weil eine Person in der Gegenwart ihn an eine tatsächliche Unterdrückung erinnert, der er in der Vergangenheit ausgesetzt war. Hier ist Auditing von Nutzen, mit dem er die ursprüngliche Unterdrückung ausfindig machen kann, um sich dann geistig von ihr zu lösen. Das wird die gegenwärtige Situation in Ordnung bringen.

Ein Auditing Rundown, um die Beziehung zwischen einem PTS-PC und einer unterdrückerischen Person in Ordnung zu bringen ist der Unterdrückte Person Rundown. (HCOB 29.12.1978R, Der Unterdrückte-Person-Rundown, HCOB 30.12.1978R, Unterdrückte-Person-Rundown, Problem-Prozesse). Er richtet sich an die Situation, wenn die unterdrückerische Person, zu der der PC PTS ist, in der Gegenwart existiert und noch immer in der Lage ist, Schwierigkeiten zu bereiten. Dieses Auditing richtet sich an die oben beschriebene Problem-Struktur eines solchen PTS-Zustandes selbst.

Missstände existieren jedoch unabhängig davon, ob jemand PTS ist oder nicht. Dass jemand PTS ist, ist einfach ein zusätzliches Element.

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–> Teil 4

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Über Felicitas Foster

Independent Scientologist - Cosmopolitan, Blog: Der Treffpunkt
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2 Antworten zu Was Zählt 3

  1. Rita Wagner schreibt:

    Hallo Worsel! Simmt genau!!! Mich ereilten Rheumaschmerzen und ich konnte ohne Schmerzen kaum noch eine Kaffee-Tasse halten! Das ging eine Weile so, doch nachdem ich anfing mich mit dem Gedanken zu befassen! meine Unabhängigkeit kund zu tun merkte ich Besserung – nach dem Comming Out hatte ich keine Schmerzen mehr. Nun, ich sehe dies als eine Zugabe zur Freiheit!

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