TR Film

LRH und der erste Tech Film

Als LRH das erste Mal das Projekt ankündigte, Filme für Akademie-Studenten zu machen, ließ er uns wissen, daß wir auch die Darsteller in diesen Filmen sein würden. Das erste Drehbuch, was die Crew zu sehen bekam, hieß „Der Professionelle TR-Kurs“. Es gab etwa dreißig Drehbücher für Tech-Filme und LRH begann mit den Grundlagen der Grundlagen, den TRs.

Wir lasen das Drehbuch und wie viele wissen, handelte die Geschichte von einem lausigen Feldauditoren, der auf einem TR-Kurs ordentlich in die Mangel genommen wird und der infolge dessen in der Lage ist, gute Resultate bei seinen Preclears zu erzielen. Ob ihr es glaubt oder nicht, das  Drehbuch las sich nicht, wie eine Komödie, was das Endprodukt ganz sicher war. LRH hatte einfach die wesentlichen Punkte niedergeschrieben, die Aufnahme, den Set, die Handlung, die Charaktere und ihre Dialoge.

Wir fingen an, darüber zu sprechen, wer welche Rolle ausprobieren sollte. Ich wurde überredet, die Hauptrolle auszuprobieren, Joseph Aaronberg Howard, und ich war mir nicht allzu sicher, ob das nicht mit meinem vergangenem Auditing in Verbindung stand – obwohl ich nicht wirklich als ein Feldauditor gearbeitet hatte, sondern nur als Mitarbeiter einer Mission. Aber einige meiner frühen TR-Beurteilungen belegten recht deutlich, dass ich definitiv für die Rolle des stümperhaften Joe Howard geeignet war. LRH begann auch dafür zu sorgen, dass ich auch den Joe Howard am Ende des Films spielen konnte.

Ein paar von uns hatten die Hauptrolle ausprobiert und ich bekam sie. LRH schickte mir seine Glückwünsche und fing an, mir Mitteilung darüber zu schicken, was von mir erwartet wurde, einfach, dass dieser Film das Vorbild von TRs für alle Akademie-Studenten auf der Welt sein sollte. Meine Güte, ist das Alles, Sir?

Die Auditoren hatten wieder damit angefangen, Bänder mit ihren TR-Aufnahmen zu LRH zu senden, als er zu Neujahr wieder auf die Base zurückkehrte und soweit ich mich erinnern kann, waren die Bewertungen im großen und ganzen recht gut. Ich auditierte ein paar von seinen Messengern und nahm die Sitzungen für Beurteilungszwecke auf. Die Antworten waren sehr hilfreich. LRH hatte eine Gabe, die allerwichtigste Abweichung einzukreisen und nur diese zu kommentieren, wodurch deutlich wurde, woran man im Cramming zu arbeiten hatte, bevor man das nächste Band einreichte. Als ich ein Band mit einem „Bestanden“ zurück bekam, war ich wirklich stolz. Ich glaube, ich war einer der ersten, vielleicht sogar der erste, der ein „Bestanden“ bekam.

Jedoch war in einer Sitzung zu Auditieren die eine Sache und TRs in einem Film zu demonstrieren etwas anderes. Eines Abends waren wir in einem Studio versammelt, um einige Proben zu machen. Ich spielte eine Szene durch und war aber etwas steif, was eine freundliche Selbsteinschätzung meinerseits ist. LRH muß gedacht haben, dass er einen Holzblock dirigiert. Er fragte mich, was los sei, und ich sagte wahrheitsgemäß, dass ich etwas Aufmerksamkeit auf die Kamera habe. Es war noch nicht einmal eine echte Kamera, beziehungsweise keine, die wirklich Film enthielt. Er handhabte meine Origination, wie durch die Tatsache deutlich wird, dass ich mich heute gar nicht mehr genau daran erinnern kann, was er geantwortet hat und dadurch, dass der Rest der Probe glatt lief.

Am nächsten Morgen kam Rich Cohen, der neue Qual Sec zu mir und sagte, daß wir in Sitzung gehen würden. „Wozu?“, antwortete ich, „ich brauche keine Sitzung. Mir geht es gut.”

“Du hast eine Fallüberwacher-Anweisung von LRH in Deinem Folder“, antwortete Rich und wir gingen in Sitzung. LRH hatte angeordnet, dass ich sämtliche Engramme usw. mit dem guten alten R3R laufen sollte, die mit Kameras zu tun haben. Später in diesem Jahr gab LRH dann das Datum heraus, dass jemand, der Clear oder OT war, nicht auf Dianetik gelaufen werden sollte. Ich schätze mich glücklich, dass ich es gerade noch geschafft hatte, denn diese Sitzung hatte die größte augenblicklich nachweisbare Auswirkung auf meinen Fall, von irgendeinem Dianetik-Auditing, das ich je erhalten hatte. Vor dieser Sitzung hatte ich keine Ahnung von den hinterhältigen Einsatzmöglichkeiten von Kameralinsen. Gewehre, Strahlen, Laser, alle Arten von Waffen können als harmlose Kamera getarnt werden.

Der Film war ein komplettes Do-it-yourself-Projekt. Die alte Pack-Halle war das Studio. Zwei große Lagerschuppen dienten als Umkleide- und Schmink-Räume. Die Tischler von der Estates-Org (die sich um die Gebäude kümmern) wurden zu den Herstellern des Szenenaufbaus und der Requisiten und der Szenenaufbau begann in den Studios zu entstehen. Die Eingangs-Szenen zeigen Joe, wie er seine gewohnheitmäßigen „TRs“ bei einigen seiner Preclears zeigt. Die Bühnenbilder für diese Szenen zielten darauf ab, zur Stimmung dieser Szene beizutragen und LRH gab alles, um diesen Eindruck rüberzubringen. Er fand Werke über das Ausdrücken von Stimmungen in Kunstwerken, Architektur und Design und er machte bei den Kostümen und der Beleuchtung des Szenenaufbaus sehr viel Gebrauch davon. Alles, Szenenaufbau, Requisiten, Kostüme, Make-Up und Beleuchtung verbreitete die Stimmung der jeweiligen gefilmten Szene. LRH wollte es ganz deutlich machen, daß dieses schlechte TRs waren. Als Auditor hat das natürlich ungeheuren Spaß gemacht, Kaugummi zu kauen, wegzudösen, auf das E-Meter zu hämmern, wenn es nicht anzeigte – es machte Spaß, alle die Dinge zu dramatisieren, die wir als Auditoren immer in echten Sitzungen machen!! (Nur Flachserei, Leute.)

Ich erinnere mich an eine Szene, in der der Preclear, Pam Daugherty, in einen Trauereffekt hineingerät, als Folge von Joe’s völligem Mangel an TR-2. Am Ende der Szene versinkt sie in ihrem Sessel und die Kabel des E-Meters rutschen vom Tisch, alles, um der deprimierenden Stimmung dieser Einstellung zu entsprechen. LRH hatte Waldo sich gerade außerhalb des Sichtfeldes der Kamera hinlegen lassen, mit einer Schnur, die an den E-Meter-Kabeln befestigt war und er zog sie dann genau im richtigen Augenblick vom Tisch. (Nun, beim dritten oder vierten Mal, jedenfalls.) Wie schon gesagt, LRH stopfte alles in jede einzelne Einstellung, um die Aussage zu unterstützen, die er vermitteln wollte.

Einmal war ich in dem Make-Up-Schuppen und LRH kam mit ein paar Messengern herein. Er trug seinen schwarzen Operncape. Und hatte seinen schwarzen Stetson auf, sah wirklich schick aus und er war in ausgezeichneter Stimmung. Er wollte (mit mir) meinen Text für eine bevorstehende Szene durchspielen,  in der ich einen PC durch ein Engramm bezüglich ihrer Füße auditiere.

Er sagte, “Lass’ mal deinen Text hören”.

Ich ging also durch meine Szene, einschließlich des Satzes, “Scanne hindurch bis zum Ende des Geschehnisses.”

LRH holte das Drehbuch heraus, “Das ist nicht so, wie es im Drehbuch steht. Hier steht: ‚Gehe hindurch bis zum Ende des Geschehnisses.’“

“Ja, ich weiß, Sir”, widersprach ich ihm, “aber ein Schauspieler hat das Recht, seinen Text zu ändern und der Schritt C von R3R lautet ‘Scanne hindurch bis zum Ende des Geschehnisses.’ Jeder Auditor auf der Welt sagt das so.“

Ich war einfach ein braver Soldat und wollte die Peinlichkeit einer falschen Anweisung, die mit den Tech-Filmen herausgegeben wird, vermeiden. Natürlich sah LRH dies nicht nur als eine rote Fahne, sondern als eine rote Rakete in der Größe einer Titan-Rakete.

“Was?”, sagte LRH. “Besorge mir das Dianetik-Pack.” sagte er zu einem Messenger, der sofort  zu Qual flitzte, um das Pack zu finden. Nach ein paar Minuten war sie zurück und LRH schlug den heiligen Gral des R3R-Verfahrens auf, das BTB (das Datum habe ich jetzt vergessen) ROUTINE 3 REVIDIERT, ENGRAMM-LAUFEN IN KETTEN.

“Ich habe das nicht geschrieben,” sagte LRH. „Das ist falsch. Wenn der PC einfach nur durch das Geschehnis scannt, dann wird er nicht genügend Ladung befreien, um die Kette zu entlasten.“

Und das war der Beginn von Dianetik der Neuen Ära, die einige Monate später im Juli 1978 geboren werden sollte. Ohne Zweifel hätte NED seinen Weg letztendlich in die Welt gemacht, aber es wurde zweifellos durch meine glücklicherweise unglückliche Bemerkung an jenem Morgen beschleunigt.

Geschrieben von Joe Howard

Zuerst erschienen in Englisch
“LRH and the First Tech Film”
Am Freitag, 2. Juli 2010, 07:06 Uhr
Quelle: www.scientology-cult.com

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Über Felicitas Foster

Independent Scientologist - Cosmopolitan, Blog: Der Treffpunkt
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